Von Thompson nach Lake Tadoule  und den Sayisi- Dene  und das Kanu wird gestohlen bis zur Hudson Bay auf dem Seal River

Mon­tag, 29. Ju­li

Mor­gens ist es sehr Grau und reg­ne­risch. Ich will das Fen­ster auf­ma­chen, geht aber nicht we­gen der Klima­an­la­ge. Dann fah­re ich zum Northern Inn zum Früh­stück und es­se zwei Ex­plo­rer Früh­stüc­ke. Danach gehts zum Flug­ha­fen Der Bull­dog­gen Mi­ke ist da. Er sagt das um 13 Uhr ei­ne Ma­schi­ne nach Tadou­le fliegt da wird mein Ka­nu mit­flie­gen sagt er. Bull­dog­gen Mi­ke gibt Chao­ti­sche In­for­ma­tio­nen er ist eben Stu­pi­de oder bes­ser for­mu­liert Chao­tisch. Aber auch Raf­fi­niert und ab­ge­wichst. Das Flug­zeug ist nun halbleer. Mi­ke ist überall und macht ein auf Senil und un­ter­dumm. Aber zum Schlep­pen genau rich­tig. Ich muss noch ei­ni­ges in der Stadt er­le­di­gen. Dann fängt es an zu gießen es gi­i­i­i­i­i­ießt enorm. Ban­ken sind ge­schlos­sen. Ich fah­re zu Leonard er ist ge­ra­de wach ge­wor­den und wirft die Wasch­maschi­ne an. Ich er­zäh­le ihm das ich flie­ge und pac­ke mei­ne rest­li­chen Sa­chen zu­sam­men. Er er­wähnt das er viel­leicht mein Zelt kau­fen wird. Wir schie­ben noch sei­nen Wa­gen an sa­gen Goooood bye er erwähnt da­bei zum er­sten mal mein Na­men. Dann zum Ho­tel zah­len. Von dort ru­fe ich Jack Batspon in Chur­chill an.

Ein Mäd­chen ant­wor­tet sie träumt am an­de­ren En­de. Ich sa­ge zu ihr das sie auf­wa­chen soll weil ich ei­nen Ter­min ma­che mit Jack Batspo­ne da­mit er mich mit sei­nem Boot auf der Hud­son Bay am 19 Au­gust ab­holt. Ja, sa­ge ich ihm, sagt das Mädchen dann et­was wa­cher. Ko­stet aber 225 Dol­lar. OK, sa­ge ich. Dann le­ge ich auf. Das ist der wil­de­ste und größte Treff­punkt mei­nes Le­bens. Ir­gend­wo da auf der Hud­son Bay ich weiß sel­ber nicht wo weiß bloß wie es auf der Kar­te aus­sieht. Soll er mich an der Mün­dung des Seal Ri­vers ab­ho­len und zurück nach Chur­chill brin­gen. Tja, Le­ben ist schon sehr inter­es­sant wenn man es sich in­ter­es­sant macht. Und kein Geldskla­ve und das Volk ist.

Für das Ka­nu und das Gepäck ver­lang­te man 260 Dol­lar. Im Ho­tel lässt man mich ge­hen ich brau­che das Te­le­fonat nicht zu zah­len sagt man mir ich kann es zah­len wenn ich in 3 Wo­chen zurückkom­me sagt sie. Dann fah­re ich zurück zum Flug­hafen, pac­ke al­les in Pla­stik­fo­lie. Bull­dog­gen Mi­ke meint ich soll al­les auf die Pa­let­te le­gen denn die DC 3 wird schon be­la­den. Da­nach fah­re ich den Wa­gen zum Coun­try Inn um ihn dort zu Par­ken was mir er­laubt wur­de. Zurück gehts mit dem Ta­xi das 13 Dollar koste­te. Als ich dort an­kom­me sagt Mi­ke das Ge­wicht ist 250 Pfund und nicht 150 Pfund. Mi­ke ver­langt von mir 200 Dollar aber als wir in der Bret­ter­bu­de sind, sind es schon 50 Dollar we­ni­ger. Das ist Mi­ke, außen Bull­dog­ge in­nen Auße­r­ir­di­scher. Im Holz­gebäu­de sind zwei Män­ner. Der Co­pi­lot stellt sich vor Co­lin Hum­pry, er sagt zu mir un­ser Pi­lot ist Jeff Schrö­be. Er sitzt da in ei­ner Roten Turn­ho­se und weißem Un­ter­hemd fast glat­zig Turn­schu­he oh­ne Soc­ken. Er lächelt der Pi­lot und strahlt Freu­de aus. Kei­ne Fal­te ist auf sei­ner Stirn außer den Lächel­falten. Er lebt al­so aus dem Vol­len Zu­ver­sicht­li­chen Un­sterb­li­chen sei­nes We­sens. Nicht aus den Gedan­ken oder der Vor­stel­lung. Co­lin Hum­pry hat ei­nen Blau­en Ar­beits­an­zug an und ein Grün­weißes Ka­ro­hemd ist dar­un­ter. Das Büro macht ei­nen wil­den Ein­druck. Die al­te Couch hat kei­ne Oberkis­sen mehr und der Fußbo­den ist zer­schlis­sen und flec­kig. Ein Foto ei­ner Al­ten Bi­ber­ma­schi­ne die ein Ka­nu un­ter sich trägt ist an der Wand ein Foto ei­nes mo­der­nen Jets auch. Die Wän­de sind aus gro­bem Sperr­holz oh­ne Far­be zu­sam­men­ge­zim­mert. An ih­nen stec­ken wei­te­re In­for­ma­tio­nen aus Pa­pierstüc­ken eben ei­ne Pin­wand. Auf der run­den Uhr steht 13.20 Uhr. Ich brau­che hier nicht das Ge­dicht zu re­zi­tie­ren um mich si­cher zu Fühlen das fol­gender­maßen geht:

Wer lacht ris­kiert es als Narr zu er­schei­nen,

Wer weint ris­kiert es als Sen­ti­men­tal zu  erscheinen,

Wer an­de­ren die Hand reicht ris­kiert Ver­wick­lung,

Wenn du Ge­füh­le of­fen­barst ris­kierst du es dein wah­res Selbst zu zei­gen,

Wer Hofft ris­kiert Ver­zweif­lung,

Wer ver­sucht ris­kiert Ver­sa­gen,

Wer lebt ris­kiert es zu ster­ben,

Aber Ri­si­ken muss man ein­ge­hen,

denn die größte Ge­fahr im Le­ben ist es

nichts zu ris­kie­ren,

der Mensch der nichts ris­kiert,

tut nichts, hat nichts, und ist nichts.

Viel­leicht ver­mei­det er Lei­den und Sor­gen,

Aber er kann nicht Ler­nen, Fühlen, sich verän­dern,

Wach­sen. Lie­ben oder Le­ben.

An­ge­ket­tet von sei­nen Über­zeu­gun­gen

ist er ein Skla­ve,

der sei­ne Frei­heit ver­wirkt hat.

Nur ein Mensch der Ris­kiert ist Frei.

Der Blick in das Büro, mit Mi­ke dem Büf­fel­kopf get drunk Ty­pen, der Pi­lot Jeff Schrö­be und Co­lin Hu­pry, und dann die­se al­te DC3 da draußen, das war klar, da­zu gehört Frei­heit und Ris­kie­ren, al­so Ris­kier­te ich wie­der. OK Guys, sag­te Jeff Schrö­be der Pi­lot im Unter­hemd Sport­schu­hen und Roter Turn­ho­se, lets Go. Co­lin Hum­pry lächel­te in sich hin­ein. Ich schau­te und freu­te mich. Da war kein Wort vom Be­zah­len für mei­nen Flug ich gehör­te da­zu, nicht nur das, ich Tramp­te. Ja in Ka­na­da kann ich al­so mit dem Flug­zeug Tram­pen das macht Ka­na­da so fas­zi­nie­rend. Es ist noch nicht von Idio­ten­büro­kra­tis­mus und Kon­troll­ratio­na­lität er­stickt. Aber der Ver­such wir ge­macht wie überall auf der Er­de das wusste ich. Es gibt im­mer Idio­ten auf der Er­de, die vor­ha­ben wer­den das Le­ben zu er­stic­ken in Pa­ra­gra­phen Ver­ord­nun­gen Ge­bo­ten, weil ih­nen ein­fach zu viel da­von da ist, vom Le­ben, die Fül­le Got­tes ist ein­fach zu viel für die­se Schmal­spuri­dio­ten in ih­ren Com­pu­ter­büros. Sie ha­ben sich das Le­ben so ein­ge­zäunt so ab­ge­würgt das sie nun in­nerlich nur noch sol­che Wirk­lich­keit se­hen kön­nen. Denn ver­gesst nicht das was du in dei­nem Kopf hast, die Gedan­ken und Vor­stel­lun­gen, die las­sen dich bloß so limi­tiert wie dein in­ne­rer In­halt die­ser Ge­dan­ken und Vor­stel­lun­gen ist, dei­ne Welt se­hen. Al­so das Den­ken be­ein­flusst dei­ne Wahr­neh­mung der Wahr­heit, weil das Den­ken näm­lich nicht die Wahr­heit ist, son­dern ein Bloc­ker, ei­ne Be­ton­wand. Oder aber ein Weg in die Frei­heit Lie­be und Schön­heit für je­den und al­le.

Die DC 3 stand da auf dem Platz als wir raus­gingen., Silb­rig glän­zend im Son­nen­licht. Ih­re Na­se war nach oben ge­rich­tet. Die zwei Pro­pel­ler hat­ten an ih­ren En­den Rot Weiß Blaue Strei­fen. Ich stieg in die Ma­schi­ne und ging nach hin­ten. Der Bo­den war mit Papp­kar­tons aus­ge­legt. Auf der rech­ten Sei­te der Wand wa­ren große Holz­plat­ten zum Haus­bau fest­gemacht. Mein Ka­nu lag auf den Papp­kar­tons links vor dem Fen­ster. Mei­ne Ta­schen la­gen ganz hin­ten und dort setz­te ich mich rauf. Mit ei­ner Pa­let­ten­holz­wand wur­de das En­de so­zu­sa­gen ab­ge­schirmt da­mit das Ge­la­ger­te da nicht noch wei­ter nach hin­ten rut­schen konn­te. Dort lehn­te ich mich ge­gen und saß auf mei­ner Pro­vi­anttasche. Vor­ne im Cock­pit wur­de der er­ste Mo­tor an­ge­las­sen, ein star­kes Dröh­nen, dann der zwei­te - bis bei­de glei­che Kraft und Dreh­zahl hatten. Dann ging`s los. Jeff Schrö­be gab Po­wer und wir sau­sten vor­wärts und schon bald hob die Ma­schi­ne ab, aber sehr lang­sam im Ver­gleich zu ei­ner Dü­senma­schi­ne und sehr flach. Die Mo­to­ren ga­ben ein soli­des Dröh­nen von sich. Ich mach­te ein Selbst­por­trai von mir. Ich trug ein kur­zär­me­li­ges Baum­woll T-‑Shirt Ro­sa, aus­ge­wa­schen schon ein Jahr­zehnt ge­nutzt, aber vom fein­sten. Dar­über trug ich mein Rotes aus­gewa­schenen Jeans­hemd dar­über die hel­le Fjäll­rä­ven Jac­ke, und als Er­neue­rung ei­ne neue hel­le Baum­wollho­se. Ich war er­holt und sah gut aus. Mei­ne Haut war Bron­zig­gol­den, der Bart war schön lang ge­wor­den. Als wir dann die Ho­ri­zon­ta­le er­reich­ten konn­te ich auf­ste­hen. Natür­lich war ich die gan­ze Zeit nicht an­geschnallt. 

  Wir wa­ren schon ein we­nig über den Wol­ken. Strah­len­der Tag wun­derschön das zu se­hen. Klei­ne Weiße Wol­ken trie­ben ru­hig da­hin. Dar­un­ter Seen Seen Seen, und Wald. Das Dun­kel­grün des Wal­des da­zwi­schen das Dun­kel­blau der Seen bis hin zum Schwarz und dem manchmal Gel­ben Sand­strän­den Leuch­te­te ei­nem ent­ge­gen. Vie­le schö­ne Gel­be Sandsträn­de wa­ren zu se­hen. Da­zwi­schen la­gen die dün­nen Silb­ri­gen Bän­der der Flüs­se als Ver­bin­dung zwi­schen den Seen. Und dann kam der rie­si­ge Southern In­di­an See der ja um et­wa 5-7 Me­ter auf­gestaut wur­de. Vol­ler In­seln lag der See un­ter mir. Da war aber auch kei­ne ein­zi­ge Strand­fläche mehr zu sehen. Das Was­ser war jetzt bis in den Wald ge­stie­gen. Die DC 3 flog ru­hig mit ganz leich­ter Dröhn­vi­brie­rung dar­über hin­weg. Dann ging ich nach vor­ne zu den Pilo­ten. Die bei­den konn­ten sich nur mit Schrei­en verstän­di­gen so laut dröhn­te es in dem Cock­pit. Bei­de tru­gen Oh­ren­schutz wohl auch um Funk abzuhö­ren. Jeff Schrö­be mach­te sehr vie­le Hand­zei­chen die ih­re Ver­stän­di­gung wa­ren. Als ich hin­ter ih­nen stand nah­men sie ih­re Kopf­hö­rer ab. Es war aber zu laut um zu re­den. Jeff Schrö­be sang im­mer­zu Hot Leggs Hot Leggs Hot Leggs, Co­lin Hum­pry fühl­te sich et­was unwohl da­bei, womög­lich weil ich da­bei war - dann sag­te er zu mir, Jeff hat­te das Wo­chenen­de mit ei­ner Lang­bei­ni­gen er­lebt. Ich lächel­te. Da war doch was, dach­te ich mir. Was war das noch ­mal. 

  Die Flü­gel­spit­zen wa­ren auch wie die en­den der Pro­pel­ler in Rot Weiß Blau Weiß an­ge­stri­chen. Die Er­de da un­ter mir zu se­hen war ein­fach schön. Mir fiel ein Be­richt ein der von ei­nem Astronau­ten be­rich­te­te wie er die Er­de von Oben sieht um dann auf ihr zu landen, aber nicht aus un­se­rer Zeit jetzt, son­dern vor et­wa 425 000 Jah­ren als die Göt­ter oder Anu­na­ki mit ih­ren Ra­ke­ten auf die Er­de ka­men Die­se Be­schreibun­gen hat­te man aus den Su­me­ri­schen Kul­tu­ren und de­ren Keil­schrif­ten fest­ge­hal­ten nach­zu­le­sen im Buch: Der Zwölf­te Pla­net.. Was für ein Schö­nes We­sen die Er­de. Vol­ler Le­ben­dig­keit Schön­heit und dann die Blöd­heit der Raub­säu­ge­tie­re mit ih­rer Igno­ranz. Sich und die Er­de ver­gif­tend. Das wird nicht gut ge­hen. 

  Rechts von mir wa­ren dic­ke Ku­mu­lus­wolken in ei­nem Fet­ten Weiß.. Sie strahl­ten Macht aus aber auch ein­fach Schön­heit und Kraft. Die Un­ra­tio­na­len Kontu­ren der Er­de un­ter mir mit ih­ren Kü­sten­for­men des großen Sees hat­ten was be­frei­en­des für das Se­hen. In der Un­ra­tio­na­len Form lag Le­ben, wo­ge­gen in der Ratio­na­len Form bloß Stren­ge lag. Dann über­flo­gen wir den Aus­fluss des Chur­chill aus dem See. Dort steht ein großes Kraft­werk. Hel­le Li­ni­en la­gen un­ter mir die Sand­straßen. Der Chur­chill ist da­nach als Fluss viel flacher und vie­le Fel­sen be­stüc­ken ihn nun bis zur Hud­son Bay. Die Elek­tri­zitätsma­fia ist da­bei al­les Le­ben der Er­de im Na­men des Fort­schrei­tens weg­zuge­hen. Ei­gent­lich brauch­te der Damm bloß geöff­net zu wer­den und schon wür­de sich die Öko­lo­gi­sche Krank­heit hei­len. Es ist so­wie­so bloß Elek­tri­zität für die Gie­ri­gen USA. Die aber sel­ber von die­ser Art von Tech­no­lo­gie ver­skla­vt wer­den, da ja die ko­sten­lo­se En­er­gie nicht an­ge­wen­det wird die freie En­er­gie von Tes­la zum Bei­spiel. Das Un­gleich­ge­wicht das so geschaf­fen wird kann durch Damm­bruch al­so wie­der Har­mo­nisch wer­den. Po­wer Po­wer Po­wer das scheint das zu sein was die mei­sten Men­schen wol­len, oder ist das nicht stim­mig, oder ist das bloß das was die Besit­zer die­ser Fi­nanz­kon­glo­me­ra­te die­ser Welt­han­del­s­orga­ni­sa­tio­nen weil sie die Be­herr­schung der Er­de anstre­ben wol­len. Wohl eher das schät­ze ich. Was nützt mir Po­wer bloß weil die Vor­fah­ren so blind wa­ren und bloß die Form sa­hen und sich des­we­gen um­brach­ten und an­de­re un­ter­drück­ten weil sie eben Igno­rant wa­ren und noch sind. 

Aber auch die Per­sön­lich­keit mit ih­rem in­di­vi­duel­len Den­ken was hat das genützt, denn auch deswe­gen ha­ben sie sich um­ge­bracht. Und heu­te läuft das Um­brin­gen ja an­ders, heu­te wer­den Völ­ker ruiniert in­dem Stra­te­gi­en ent­wic­kelt wer­den, wie zum Bei­spiel Völ­ker Wirt­schaft­lich Rui­niert wer­den können. Ich las zum Bei­spiel in ei­nem Buch das schon eini­ge Jah­re be­vor Deutsch­land wie­der vereint war geschrie­ben wur­de, da gab es ei­nen Ar­ti­kel in dem Buch der hieß: Wie­der­vereint in den Un­ter­gang. Dort steht das man Deutsch­land zum Bei­spiel durch stär­ke­re Einbin­dung in NA­TO und In­ter­na­tio­na­le Or­ga­ni­sa­tio­nen und Auf­ga­ben bin­den will. Und ge­stern den 11. 3. 2003 hö­re ich im Ra­dio das die Ko­sten für die Bundes­wehr die In­ter­na­tio­nal Schutz­trup­pen hat, im­mer mehr wer­den. Und genau das soll­te der Zweck sein, da­mit das Geld in­ner­halb des Lan­desauf­baus fehlt. Al­so sind die Po­li­ti­ker genau in die­se Stra­te­gi­sche Fal­le ge­gan­gen. Dann gehör­te da­zu ge­zielt ei­nen Asylanten­strom auf­zu­bau­en. Er wird da­zu ge­nutzt die Auslän­der­feind­lich­keit in Deutsch­land auf­zu­bau­en und den Rechts­ra­di­ka­len Wahn­sinn zu un­ter­stüt­zen. Und auch das ist pas­siert. Und es wur­de auch ge­plant das die Ban­ken dem Mit­tel­stand kei­ne Kre­di­te mehr geben. Und was hört und le­se ich heu­te in den Me­di­en, das die Bun­des­re­gie­rung da die Ban­ken im­mer mehr we­ni­ger Kre­di­te für den Mit­tel­stand ge­ben nun ei­ne eige­ne In­itia­ti­ve auf­bau­en in­dem sie, der Mit­tel­stand, vom Staat Kre­di­te be­kommt. Das sind bloß ei­ni­ge der Überein­stim­mun­gen die ich als win­zi­ges Licht­lein ganz of­fen er­ken­nen kann, und sehe da­durch das es die Geldma­fia die reich­sten der Er­de sind die ganz ande­re Spie­le voran­trei­ben wol­len und aber auch nicht da­vor zurück­schrec­ken die of­fe­nen Ge­gen­spie­ler ermor­den zu las­sen. Die­se Fi­nanz­grup­pen wer­den auch als die Il­lu­mi­na­ti al­so die Er­leuch­te­ten be­schrie­ben, es sind aber kurzum die Reich­sten fi­nan­zi­ell ge­sehen, der Er­de. 

So, zu Glau­ben das Ar­beits­lo­sig­keit oder Wirtschaft­li­che Flau­ten ei­ne Na­tio­na­le Sa­che sind ist ja ok, aber da­hin­ter ste­hen an­de­re Mäch­ti­ge die das Geld kon­trol­lie­ren und die Roh­stoff­prei­se. Aber es ist so leicht sich da­von zu be­frei­en. Es ist Kin­der­leicht, wenn, der Mut da ist das Öf­fent­lich aus­zu­spre­chen, und of­fen zu er­klä­ren wie die Ver­hält­nis­se wirk­lich sind, da­mit der falsche Glau­be gelöscht wird. Denn noch­mal, auch an die Po­li­ti­ker: Die Wahr­heit wird euch frei ma­chen. OK. Und was ist die Wahr­heit, wer­den sich vie­le fra­gen oder vie­le sa­gen auch es gibt gar kei­ne Wahr­heit, aber das sind al­les die Ge­hirn­wäschen der großen Wä­sche­rei­en und Wasch­or­ga­ni­satio­nen die im Auf­trag der Geldma­fia die­se Wä­sche wa­schen. Du bist die Wahr­heit und kein Ab­strak­tes et­was in das man zur Täu­schung die Wahr­heit ger­ne legt um zu ver­blö­den. Du bist auch die Lie­be und der Sinn und zwar so­gar der Sinn des Le­bens. So lasst euch nicht ver­blö­den und be­freit euch vom Wahn des Glau­bens an das Geld. Es ist der Glau­be an die Verskla­vung wenn ihr euch da­von nicht be­frei­en könnt oder wollt ihr wollt dann Op­fer sein, Op­fer für den Geldadel. Ok, das war mal wie­der ei­ne klei­ne Ausfahrt, gelöst durch den Flug frei über den Wol­ken un­ter mir der Southern In­di­an See und das Kraft­werk am Aus­fluss des Chur­chill Ri­vers. 

  Nun über­flog ich das Land der Chi­pe­wa­yans. Sie hat­ten viel Platz für sich. Die En­ge war ih­nen un­bekannt. Re­ser­va­te sind ja die letz­ten Po­sten des Ko­lonia­lis­mus. Al­le Län­der die noch Re­ser­va­te ha­ben sind Ko­lo­nia­li­stisch und Aus­beu­te­risch. Da ist die Min­derheit die sich Ka­na­di­sche Re­gie­rung nennt kei­ne Ausnah­me. Al­le Re­gie­run­gen sind im­mer Min­der­hei­ten und ha­ben nie die All­ge­mein­ak­zep­tanz er­hal­ten und ma­chen des­we­gen Ge­set­ze und Ta­ten die ein­fach bloß auf Min­der­heits­den­ken be­ru­hen was völ­li­ger Quatsch ist das dann als all­ge­mein­gül­ti­ges Han­deln zu Il­lu­sio­nie­ren. Al­le so­ge­nann­ten Min­der­hei­ten müs­sen ih­ren ei­ge­nen Freiraum be­hal­ten Egal ob das nun die Ur­ein­woh­ner Ka­na­das sind oder der USA oder die Urein­woh­ner Süd­a­me­ri­kas oder Neu­see­lands oder aber die Kur­den die ja kei­ne Min­der­heit sind son­dern über 20 Mil­lio­nen Men­schen ha­ben. Sie al­le müs­sen das Land auf dem sie le­ben für sich al­lei­ne be­wirt­schaf­ten kön­nen. In Ka­na­da das ja sehr groß ist könn­te zum Bei­spiel der nörd­li­che Teil, den Ur­ein­woh­ner zurückge­ge­ben wer­den. Das wür­de schon ­mal die Er­hal­tung der Na­tur ga­ran­tie­ren. Na­ja, zu­min­dest denk ich mir das, wer weiß an wen die dann ver­kau­fen wür­den.

Chi­pe­wa­yan, das ist ein Be­griff der Cree In­dia­ner, der darauf hin­weist wie die­se Ur­ein­woh­ner ih­re Bi­berhäu­te trock­nen, näm­lich er be­deu­tet zu­spit­zen­de Haut. Das sind al­so schon ­mal nicht die Chi­pe­wa­yans. Aber in al­len Bü­chern steht das so. Die­se Ur­einwoh­ner kon­trol­lier­ten den größten Teil Ka­na­das. Sie wa­ren in dem Be­reich des Chur­chill Ri­vers hoch bis zum The­lon und Back Ri­ver und bis zum Skla­ven­see und Atha­bas­ka See. Als die Hud­son Bay Com­pa­ny die­se Ur­ein­woh­ner dann mit Waf­fen be­lie­fer­te, schos­sen sie erst­mal die Es­ki­mos die Inuit weg, das war so um 1717, und sie un­ter­drück­ten dann auch gleich noch die Nord­west Ur­ein­woh­ner die Yellowkni­fe und die Do­grib mit ih­ren Ge­weh­ren. Tja gib dem Men­schen Waf­fen und er wird sich Freimor­den Auch mit den Cree jag­ten sie sich Ku­geln in die Köp­fe wenn sie sich mal in ih­ren Al­ko­ho­li­sier­ten Köp­fen trafen. Aber 1718 hauten dann die Poc­ken 9/10 ih­rer Be­völ­ke­rung zurück in den Sumpf der Er­de. Sie Starben. Es ist der Sa­muel He­ar­ne der das gut be­schreibt in sei­nem Buch: Aben­teu­er im Ark­ti­schen Ka­na­da. Seit 1788 sind die Chi­pe­wa­yans dann frei­er fried­li­cher, aber sie sind völ­lig ab­hän­gig von den Hud­son Bay Han­dels­po­sten die ent­lang der Fluss­sy­ste­me un­ter ande­ren auch dem Chur­chill auf­ge­baut wur­den. Wei­te­re Seu­chen de­zi­mier­ten die Chi­pe­wa­yans bis zur heuti­gen Zeit auf et­wa 1000 Men­schen. Die­se Ur­einwoh­ner leb­ten hauptsäch­lich am En­de des Wal­des im Über­gang zur Tundra. Sie folg­ten den Be­we­gun­gen der Ca­ri­bus zwecks Ernäh­rung. Aber auch Büf­fel, Musk Och­sen, Elch, und an­de­re Tie­re wur­den getötet. Aber auch mit Kno­chen­ha­ken und Net­zen wur­den Fische ge­fan­gen. Le­ben un­ter sol­chen Kon­di­tio­nen war natür­lich schwer. Klei­ne Grup­pen sol­cher Chi­pe­wayans man­che stär­ker als an­de­re zo­gen durch die Gegend. Wer stär­ker war haute mal eben die an­de­re Grup­pe zu Mu­us, raub­te die Frau­en. Die Füh­rer hat­ten kei­ne Macht und Fähig­keit die an­de­ren un­ter Kon­trol­le zu hal­ten. Star­ke Män­ner Plün­der­ten die Schwäche­ren aus. Die Frau­en stan­den Tie­fer als die Män­ner ob­wohl bei­de auf glei­cher Höhe stan­den mit ih­ren Füßen. 

Das war in an­de­ren Stäm­men nicht so. Die Chi­pewa­yan Frau­en hat­ten es al­so am schlimm­sten. Im Al­ter von 8 wur­den sie von al­len männ­li­chen Freun­den getrennt, mit äl­te­ren Män­nern ver­hei­ra­tet und wur­den an­dau­ern aus­ge­beu­tet. Sie wa­ren die er­sten die Star­ben wenn es Nah­rungs­man­gel gab. Im Win­ter wa­ren sie bloße Zug­tie­re oh­ne Un­ter­stüt­zung mussten sie die Schlit­ten zie­hen. Im Som­mer wa­ren sie Packtie­re da sie den ge­samten Haus­halt mit­schlepp­ten. Die Äl­te­ren und Un­so­li­den von bei­den Ge­schlech­tern wur­den al­lei­ne ge­las­sen und wur­den so dem Ster­ben über­las­sen. In­ner­halb ih­res Clans hat­ten die Chi­pe­wayans ei­nen star­ken Hor­ror ge­gen Blut­schan­de und Mör­de­rei­en, aber an­de­re Ur­ein­woh­ner wur­den auf grau­sam­ste wei­se kalt­ge­stellt und ab­ge­met­zelt. Was natür­lich un­se­re Vor­fah­ren oder die Vor­fah­ren al­ler Men­schen auch ge­macht ha­ben. Sie wa­ren al­le Ban­den von wil­den Ir­ren Blut­wurtspro­du­zen­ten. Sel­ten be­deck­ten die Chi­pe­wa­yan ih­re To­ten son­dern ließen sie ein­fach lie­gen da­mit sie wohl kei­ne Grabgräber und Stein­met­ze wer­den mussten. 

  Ein er­fah­re­ner Jä­ger war hoch an­ge­se­hen. Deswe­gen sind ja heu­te noch die Staats­wahn­sin­ni­gen so Geil auf Ja­gen und ab­murk­sen., weil sie eben noch die wil­de­sten Tier­men­schen sind. Da ist Welt­weit das glei­che Psy­cho­wahn­sinn­spro­gramm. Da ein Dik­tatorchen da ein Fick­wator­chen und da ein Dik­ta­mullachen und da ein Dik­tator­de­mo­krat­chen. Aber sind die Mas­se der Men­schen heu­te wirk­lich noch die­se wil­den Idio­ten und Schwach­sin­ni­gen die blind al­les mit­ma­chen und hauptsäch­lich durch Rülp­sen Fur­zen und Fres­sen Kom­mu­ni­zie­ren. Dann da­zu noch zur Uni­ver­sität ge­hen und sich Blö­de Stu­die­ren. Gut möglich ist da ja, was ich da so Welt­weit sehe und hö­re und er­fah­re. Des­we­gen zur Ab­wechs­lung mal wie­der ein Witz:

Kö­nig Car­los von Spa­ni­en, Prinz Bern­hard von Hol­land, und Prinz Philip von Eng­land sit­zen in ei­ner Knei­pe und trin­ken ei­ni­ge Bier und paar Drinks. Sie wer­den et­was be­trun­ken und fan­gen an wer denn nun den läng­sten hat. Ei­ne Grup­pe Zuhö­rer sam­melt sich um den Tisch als Car­los sei­ne Ma­schi­ne raus­holt und auf den Tisch legt. 12 Zen­ti­me­ter. Je­der ap­plau­diert und singt dann die Spa­ni­sche Na­tio­nal­hym­ne.

Dann legt Prinz Bern­hard sein Dong auf den Tisch. 16 Zen­ti­me­ter. Je­der schreit und dann sin­gen sie die Hol­län­di­sche Na­tio­nal­hym­ne.

Als letz­ter legt Prinz Philip sei­nen Sil­ber­ham­mer auf den Tisch. 24 Zen­ti­me­ter. Die Men­ge holt tief Luft und je­der fängt dann an zu sin­gen: God sa­ve the Queen.

Al­so wei­ter mit den Chi­pe­wa­yans. Ein Jä­ger der gut war hat­te gleich meh­re­re Frau­en, da­mit brauch­te er auch nicht sei­nen gan­zen Krem­pel schlep­pen. Gute Jä­ger wa­ren auch gut in Vi­sio­nen und Träu­me sie sa­hen wo das Wild war. Aber da das Gött­li­che ja ei­ne Ein­heit und wohl et­was mehr als das ist, ist es ja auch leicht er­kenn­bar wer da wem was zeig­te, denn schließ­lich sind es ja sei­ne Kon­struk­tio­nen. Die Me­dizin­män­ner wa­ren auch mit fei­ne­ren Schwin­gun­gen und Be­wusst­sein­se­be­nen in Kon­takt, als das Be­wusstsein der All-‑Ge­mein-‑Men­schen die bloß mit der sichtba­ren Form in Kon­takt sind, die we­der was von der Per­sön­lich­keit oder gar nichts von der See­le und schon gar nichts von der Tur­bo­see­le wis­sen oder da­mit Den­ken oder Glau­ben in Kon­takt zu sein. Die Me­di­zin­män­ner wa­ren al­le Geist­hei­ler al­so ech­te Hei­ler und kei­ne Ärz­te die bloße Be­ru­fe sind mehr nicht. Die Me­di­zin­män­ner konn­ten durch Hand­aufle­gen Hei­len, und das kann in Wahr­heit je­der der da­bei an das Gött­li­che denkt und weiß das bloß das Gött­li­che der ein­zi­ge Hei­ler ist und nie­mals ein Arzt. Der bloß sein Haus ab­zah­len will sei­nen Mer­ce­des fah­ren will sein Haus auf Mal­lor­ca ha­ben will und der, der be­ste Söld­ner der Pe­tro­che­misch-‑Phar­ma­zeu­tischen Kar­tel­le ist, die ihn ganz ge­zielt dafür ent­wor­fen ha­ben. Da­mals in den USA durch Roc­ke­fel­ler und sei­ne Stra­te­gie wie er sei­ne Pe­tro­che­mi­schen Pro­duk­te bes­ser ver­mark­ten kann und wie er ein Sy­stem aufbau­en kann das ihm so­zu­sa­gen auf ewig Ab­neh­mer ga­ran­tiert. Und so wur­de das Mo­der­ne Ge­sundheitssys­tem ent­wic­kelt wo­zu ei­ne Be­rufsärz­te­schaft gehör­te und ein Staat­li­ches Ge­sund­heits­sy­stem. Denn zu­vor wa­ren die Ärz­te ja noch Blö­der als sie es heu­te noch sind. Und des­we­gen wer­den die so­genann­ten Ge­sund­heits­ko­sten von Jahr zu Jahr un­erschwing­li­cher weils ur­sprüng­lich als Abzock­him­mel ge­plant war. 

  Das waren die Me­di­zin­män­ner nicht. Das wa­ren dann die Wei­sen und Er­leuch­te­ten. Aber das sind im All­ge­mei­nen ja so we­ni­ge das auch wenn sie die gesamte Wahr­heit kann­ten es nicht viel genützt hät­te denn die an­de­ren leb­ten das ja nicht. 

  So, Erleuch­te­te hat es wohl im­mer ge­ge­ben, egal un­ter wel­chen bru­ta­len Kon­di­tio­nen, und Buddhas wohl auch und Je­sus­se wohl auch. Bloß die Mas­se kapiert wohl nicht was das be­deu­tet. Aber ein Er­leuchte­ter hat mal ge­sagt: Je­der Er­leuch­te­te hat­te ei­ne Vergan­gen­heit und je­der Nich­ter­leuch­te­te ei­ne Zu­kunft. 

  Aber die Chi­pe­wa­yans hat­ten kei­ne höch­ste Gottheit oder Höch­sten Be­wusst­sein er­kannt. Sie hat­ten ih­re Geist­freun­de und ih­re schüt­zen­den Gei­ster. Die See­len der To­ten dach­ten sie wür­de in ein Stein­boot ge­tan und rei­ste dann auf ei­nem Fluss ent­lang zu ei­nem schö­nen In­sel­chen. Dort gab es mas­sen­haft Wild und an­de­re schö­ne Nah­rungs­mit­tel. Aber nur die Guten er­reich­ten die In­sel in Si­cher­heit. Ei­ni­ge See­len die auf der In­sel blie­ben wur­den wie­der­gebo­ren. Aber die Mög­lich­keit wie­der­ge­bo­ren zu wer­den ließ die Chi­pe­wa­yans eis­kalt. Ob­wohl die Chi­pe­wa­yans die am mei­sten be­kann­ten wa­ren von all den Nor­datha­pas­kan Grup­pen, hat­ten sie die weich­ste Kul­tur. Sie hat­ten sich al­les zu­sam­men­gesam­melt von an­de­ren Ur­ein­woh­ner­kul­tu­ren auch von den Es­ki­mos. Kunst war kaum ent­wic­kelt. So die­ses Bild von den In­dia­nern als die­se Noblen Ed­len das gibt es gar nicht weil es sehr vie­le un­terschied­li­che Stäm­me gab die sich al­le un­ter­ein­an­der be­kämpf­ten, schon längst be­vor die Eu­ropäer nach Ka­na­da und den USA ka­men. Es wa­ren bloß die Wei­sen die die­sen Ein­druck hin­ter­las­sen hat­ten die­ser No­bi­lität und Er­ha­ben­heit, mit an­de­ren Wor­ten es wa­ren mehr als we­ni­ge. 

  Tja, wie­ vie­le Je­sus­se hat es ge­ge­ben, wie ­vie­le ha­ben das Chri­stus­bewusst­sein in sich er­reicht. Wie vie­le So­krates, Ru­mis, Goe­thes, Buddhas, Py­tha­go­ras, Laot­se, aber es wer­den im­mer mehr auf der Er­de. Es wer­den im­mer mehr Men­schen auf der Er­de die erken­nen das sie vom fein­sten sind, das sie kei­ne Raubsäu­ge­tie­re mehr sind, das sie die Wahr­heit sind und die Lie­be, und das sie vom Geldadel und de­ren für sich ge­mach­ten Ge­set­ze, aus­ge­beu­tet und be­tro­gen wer­den, Welt­weit.

Dann leg­ten sich die bei­den vor­ne im Cock­pit wie­der die Kopf­hö­rer an. Jeff Schrö­be mach­te vie­le Finger­zei­chen zu Co­lin Hum­pry als sie nun zum Lande­flug an­setz­ten. Vor uns lag ei­ne große Sand­dü­ne direkt am See und darauf stan­den die Häu­ser der Chi­pewa­yans. Wei­ter hin­ten war die Lan­de­bahn. Jeff Schrö­be hat­te mir er­klärt das hier das Lan­den et­was Trick­reich ist da die Lan­de­bahn leicht an­steigt und nicht eben ist. Die Lan­de­bahn war ei­ne hel­le Schnei­se im Ur­wald. Et­was ab­ge­le­gen von der Ge­mein­schaft der Men­schen auf der Sand­dü­ne. Ich setz­te mich dann wie­der nach hin­ten und schau­te aus dem rechtec­ki­gen Fen­ster über den See mit sei­nen In­seln der nun im­mer näher kam. Dann lan­de­ten wir mit ei­nem schö­nen glat­ten An­flug. Jeff Schrö­be hat­te mal wie­der ei­ne Traum­lan­dung ge­macht. Als wir dann still stan­den wur­de die Tür geöff­net. Ein In­dia­ner kam sofort und pack­te mei­ne Sa­chen auf sei­nen klei­nen Roten An­hän­ger. Ich sag­te noch Thank you very mutch zu Jeff Schrö­be und Co­lin Hum­pry. Jeff sag­te noch: Schrei­be was schö­nes von uns bei­den. Dann for­der­te mich der jun­ge Chi­pe­wa­yan auf mit ihm zu fah­ren. Ich dach­te, was für ein schö­ner Ser­vi­ce, wußte aber nicht, das der jun­ge Mann mich so schnell wie mög­lich zum See fah­ren wür­de, um mich los zu werden. Denn je­der der nicht Chi­pe­wa­yan ist der auf das Re­ser­vat kommt hat so­fort nach der Lan­dung ihr Land zu ver­las­sen., und musste wei­ter­pad­deln. 

  Aber nun saß ich erst ­mal da hin­ten auf dem Roten An­hän­ger ne­ben mei­nem Roten Ka­nu der von ei­nem Mo­tor­rol­ler­drei­rad mit großen Rä­dern gezo­gen wur­de. Die Rei­fen wa­ren über­groß und breit, so dass auch auf sump­fi­gem oder san­di­gem Gelän­de ge­fah­ren wer­den konn­te. Der Mo­tor­rol­ler war auch Rot. Der Jun­ge Chi­pe­wa­yan trug ein Rotes Stirnband, ei­ne Blaue Jeans Jac­ke und sau­ste nun die­se brei­te Sand­straße Rich­tung See und Dorf­ge­meinschaft. Über mir blau­er Him­mel doch im Osten wo wir hin­fuh­ren wa­ren kräf­ti­ge Weiße Wol­ken die Re­gen und Ge­wit­ter in sich tru­gen am Ho­ri­zont. Ahh­h­h­h­hh, ich bin wie­der draußen ... Ich freu­te mich.

              In Mün­chen hat­te ich mir vor­ge­stellt mit die­sen In­dianern hier oben am Ta­dou­le See ei­ne Wei­le zu le­ben. Als wir nun im Dorf an­ka­men frag­te dann der Jun­ge Mann ob ich vor­ha­be zu blei­ben. Das hat­te er gut erra­ten, ich grin­ste, und sag­te Ja. Dann fuhr er mich zum Band Büro, so­was wie die Ver­wal­tung. Dort soll­te ich war­ten sag­te er und ging in das Haus. Er muss mit dem Häupt­ling re­den mein­te er. Wäh­rend ich war­te­te schau­te ich herum. Die Holz­häu­ser, die frisch aus­sahen, stan­den al­le auf dem Gelb­li­chen Sand­bo­den. Es wa­ren ein­fach Holz­häu­ser mit ei­ni­gen klei­nen Fenstern. Dann kam mich der jun­ge Mann ho­len. Wir gin­gen in das Haus ei­ne Art Büro, dort wur­de ich dem Chief Pe­ter Tho­ras­sig Sr vor­ge­stellt. Ich lächel­te ihn an als ich ihn sah und das war dann auch die Ein­trittskar­te. Ich ge­fiel ihm. Und so sag­te er, ja, du kannst ei­ne Wei­le blei­ben. Ich er­klär­te ihm das ich ei­gent­lich vor­ha­be mor­gen schon wie­der wei­ter­zu­pad­deln. Er sag­te ich kön­ne in ei­nem neu­en großen Trai­ler­haus woh­nen, dort wo der Leh­rer wohnt. Dan­ke, sag­te ich zu ihm. Dann ging ich mit dem Jun­gen und Pe­ter zum Trai­ler. Mein Sa­chen wur­den in das großen Trai­lerhaus dem größten und kom­for­ta­bel­sten Haus im gan­zen Dorf ge­bracht. Es hat­te so­gar fließen­des Was­ser und Toi­let­ten, was die an­de­ren Häu­ser der Chi­pe­wa­yans nicht hat­ten ... 

  Es gab 3 Schlaf­zim­mer 2 Bä­der ein riesen Wohnzim­mer mit of­fe­ner Kü­che und TV und Te­le­fon. Al­les war brand­neu. Die Mö­bel, die Kü­che, der Kühlschrank der Elek­tri­sche Ofen eben al­les. Was für ein Emp­fang. Ich frag­te was ich mit mei­nem Ka­nu ma­chen soll. Pe­ter sag­te, le­ge es da, un­ter das Fen­ster vor dem Haus. Ich stutz­te in­tui­tiv. Du brauchst es nicht rein­zuneh­men sag­te er so­fort, hier wird nicht ge­stoh­len. 

  Ich kann­te mich aber bes­ser als er mich. Noch nie hat­te ich das Ka­nu auch auf den In­seln nicht un­an­gebun­den ge­las­sen, al­lei­ne des Win­des we­gen schon, doch er be­harr­te darauf, und so sag­te ich mir, nun gut, lass es mal darauf an­kom­men. Aber ich wusste schon das Ka­nu wür­de Mor­gen nicht mehr da sein. Trotz­dem Lächel­te ich zu dem An­ge­bot denn das wür­de ei­ne in­ter­es­san­te Ge­schich­te wer­den. Al­so ließ ich das Ka­nu ein­fach da vor dem Trai­ler­haus un­ter dem Wohn­zim­mer Fen­ster lie­gen. Dann gin­gen wir bei­de, Pe­ter und ich, zum See. Dort auf der Holz Anle­ge­stel­le saßen schon vier an­de­re Män­ner mit Tiefschwar­zen Haa­ren und Roten oder Blau­en T-‑Shirts und al­le tru­gen die­se ame­ri­ka­ni­schen Schirm­müt­zen. Sie schau­ten auf den See denn dort war ein an­de­rer Chi­pe­wa­yan da­bei Was­serski zu fah­ren. Der See sah fan­ta­stisch aus. Gold­gel­ber Sand­strand. Tief­blaue Ober­fläche. Am Ho­ri­zont immer noch die Weißen leuchten­den Re­gen­ge­wit­ter­wol­ken. Es war um die 35 Grad. Ah­h­hh Die Er­de Ah­h­h­hh in ih­rer Schön­heit. 

  Kei­ner sag­te ein Wort. Ich stand da und schau­te zu wie der Was­serskiläu­fer ei­ni­ge ma­le ins Was­ser fiel weil das Mo­tor­boot nicht schnell ge­nug war. Dann sag­te ich zu Pe­ter, bis später, und ging am Strand entlang zu den Kin­dern die dort spiel­ten und ih­re Frei­heit leb­ten. Ein großer brei­ter Sand­strand säum­te die­sen schö­nen Ta­dou­le See. Das Was­ser war Seicht und wohl sehr warm. Ei­ni­ge Rote Benzin­fäs­ser la­gen vor mir. We­ni­ge al­te klei­ne Holz­häu­ser stan­den rechts von mir. Die Kin­der schwam­men al­le in Ba­de­ho­sen und Ba­dean­zü­gen. Man­che wa­ren sehr schön. Ei­ni­ge sa­hen mehr wie Es­ki­mos aus, an­de­re hat­ten fast europäi­sche Ge­sich­ter. Un­ter die­sem Strah­len­den Him­mel im war­men Was­ser wur­de Gelacht und geschrie­en und Ge­tobt ge­schwom­men und herum­gesprun­gen. Pri­ma, die Kind­heit die Kin­der und in solch ei­ner Su­per Um­ge­bung, was für ein Glück die ha­ben. Und so sa­hen sie auch aus, glück­lich. 

  Ich war er­staunt so vie­le un­ter­schied­li­che Ras­sen in ihnen zu se­hen. Natür­lich hat­te sich die Mi­schung erge­ben aus dem zu­sam­men­kom­men der natür­li­chen Schmu­sen Bu­sen Se­lek­ti­on. Das bringt im­mer wie­der zu­sam­men. Ei­ni­ge Kin­der ka­men zu mir und spra­chen mich an, oder schau­ten of­fen in die Ka­me­ra und lachten. Kin­der sind welt­weit die glei­chen. Überall sind sie of­fen und wild und frei wenn sie noch nicht Kul­ti­viert sind al­so im Ge­fäng­nis. Überall ist die Wach­heit die glei­che Das herz­li­che. Ob­wohl das nicht verall­gemeinert wer­den kann. Ich hof­fe das die Kin­der der Er­de es schaf­fen wer­den sich wei­ter­hin ge­gen die verhär­te­ten Struk­tu­ren ih­rer Vor­fah­ren durch­zu­le­ben und mehr Herz­lich­keit und Lie­be ins Le­ben brin­gen werden. Men­schen sind welt­weit ein­fach schön. 

  Dann ging ich zurück in das Dorf auf der Goldgel­ben Sand­dü­ne. Ich woll­te zum Le­bens­mit­tel­la­den ge­hen, mal se­hen was der so hat­te., hier oben an der Gren­ze zum Northern Te­ri­to­ry. Aber er war ge­schlossen. Überall blüh­ten große Men­gen Wei­den­rö­schen. Die schmec­ken auch sehr gut. Dort wo kein Haus stand und kei­ne Straße war wuch­sen die­se Blu­men sehr üp­pig. Es summ­te und brumm­te in und um ih­nen herum. Vol­ler Bie­nen und Wespen und an­de­ren Insek­ten die ich mir nicht näher an­schau­te. Ich mach­te sehr vie­le Fotos und schau­te mir die­se loose Dorfstruk­tur an. Ein wun­der­schö­ner Platz zum Le­ben dach­te ich. 

  Die Ort­schaft lag an der Thaynuay­to­way Bucht. Die ju­gend­li­chen die ich sah sa­hen ir­gend­wie wild aus aber nicht ver­wahr­lost, nein, ei­ne Schicht Ag­gres­si­vität um­gab sie. Dann war je­mand mir ge­gen­über am Me­ne( La­den) sehr Ag­gres­siv. Er war wie ich später erfuhr der ein­zi­ge Coun­cel­lor (Rat­ge­ber-‑An­walt) in dem Dorf und zwar weil ich Fotos mach­te. Ich soll erst fra­gen sag­te er Ag­gres­siv. Es war Ila Bas­sa­do­re die neu­ge­wähl­te Rat­ge­be­rin. Pe­ter der Chief kam dann zu mir als ich mei­nen Gang durch die Ort­schaft wei­ter führ­te. Er er­zähl­te mir bald wird es kei­ne In­dianaf­fäirs Büros mehr ge­ben, denn wir hand­ha­ben un­se­re eige­nen Af­fä­ren sag­te er zu­frie­den. Ich ver­stand ihn sehr gut. Wir gin­gen in sein Haus. 

  Als Chef ist sein Haus nicht gut ge­nug sag­te er. Es gibt kein fließen­des Was­ser, kei­ne Toi­let­te. Pe­ter war 52 Jah­re jung. Er leb­te mit ei­ner 23 Jäh­ri­gen Frau zusam­men. Er hält sich Fit mit Jog­ging sag­te er lächelnd. Sie ha­ben ein Kind das erst vor ei­ni­gen Ta­gen ge­bo­ren wur­de. Pe­ter er­zähl­te mir viel wie er die Macht un­ter sei­nen Leu­ten auf­rech­ter­hält. Er er­zähl­te mir das mit Stolz. Durch Rhe­to­rik und Fremd­wör­ter sag­te er. Die mei­sten ha­ben Angst sag­te er. Wenn ich ih­nen Fremdwör­ter vor­ge­be sind sie Ängst­lich und sie ge­ben mir recht. So ge­win­ne ich im­mer wie­der sag­te er. 

  Pe­ters Ar­me wa­ren Täto­wiert. Er war in Win­ni­peg schon im Ge­fäng­nis ge­we­sen, hat­te dort auch ge­lebt und Er­fah­run­gen mit Ka­na­diern ge­sam­melt, sag­te er leicht Grin­send. Er hat­te Dro­gen in Win­ni­peg ver­k­auft. Schnel­le Au­tos ge­habt. Frau­en. Er hat­te Rechts­an­wäl­te die ihn Freik­auf­ten. Ge­richts­ver­fah­ren we­gen Kör­per­licher An­grif­fe auf Frau­en ge­gen Frau­en. Er trägt ein gefähr­lich aus­se­hen­des Mes­ser mit sich.   Ich konn­te gut er­ken­nen das er Stolz war wenn er vom Töten sprach. Er hat­te Freu­de am Töten. Ei­ne al­te Un­be­wusst­heit die ja al­le Men­schen durch­le­ben müs­sen um sich von Unbe­wussten zu lö­sen be­wusst zu wer­den Wei­se und vol­le Er­kennt­nis zu er­lan­gen. Die Tier­men­schli­chen Eigen­schaf­ten so­zu­sa­gen Wegle­ben. Als ich das Fühl­te das er Stolz ist je­man­den zu Töten sta­un­te ich. So­was hat­te ich in die­sem Le­ben noch nie er­lebt. Es kann auch gut ge­se­hen wer­den wenn zbs. Ad­ler oder Fal­ken et­was ge­fan­gen ha­ben wie sie sich dann Stolz dar­stel­len. Kein Wun­der das die Ge­nerä­le und Solda­ten sol­che Aus­nutz­bar­keit der Geld­mäch­ti­gen mitma­chen. Sie konn­ten ih­re Äng­ste weg­mor­den. Nützt aber gar nichts, wird al­les nur noch schlim­mer.   Pe­ter fühl­te sei­ne Um­ge­bung nach Schwä­chen aus das konn­te gut er­kannt wer­den. Das sind ty­pi­sche tie­rische Ei­gen­schaf­ten und Sen­so­ren die zum Über­le­ben un­ter Tie­ren Not­wen­dig wa­ren und ganz natür­lich sind. Aber Evo­lu­ti­on geht voran. 

  Dann kam sei­ne Frau mit dem Ba­by kurz ins Haus und leg­te das Kind aufs Bett. Das Ba­by war ganz eng zu­sam­men­ge­packt, so dass es sich nicht be­we­gen konn­te und al­so auch nicht vom Bett fal­len konn­te. Sie war seit zwei Ta­gen aus dem Kran­ken­haus.

   Pe­ter er­zähl­te mir viel von sich und sei­nen Leu­ten. Er mein­te das die In­dia­ner ei­nes sa­gen aber was anderes tun. Das Tra­di­tio­nel­le sei noch so stark sag­te er, dass das Fünk­chen neues Wis­sen nur Se­kun­den brennt und schon wie­der ver­lischt. 

  Ich er­fah­re das der al­te Häupt­ling im Ge­fäng­nis sitzt we­gen Mor­des und Un­ter­schla­gung der Gel­der für die Chi­pe­wa­yan­grup­pe hier in Ta­dou­le, das sie vom Ka­na­di­schen Staat be­kom­men. Er hat­te sich stattdes­sen ein Pri­vat­flug­zeug und ei­ne schö­ne Vil­la da­mit gek­auft. Ver­brach­te sei­ne Zeit mir Frau­en in der 20 Zim­mer­vil­la und ver­leb­te das Geld sei­ner Leu­te für sich. So­was hat­te ich zu­vor in ei­nem Ge­spräch auch schon gehört und es kur­sier­ten meh­re­re Be­rich­te von ähn­li­chen Fäl­len in Ka­na­di­schen Zei­tun­gen als ich in Win­ni­peg war. Ist aber überall das glei­che, sel­ten sind Men­schen jetzt schon ent­spannt und gü­tig auf lie­be­vol­le Art in ih­ren Po­si­tio­nen wo sie als Vor­bil­der für Evo­lu­ti­on er­kannt wer­den könn­ten. Mei­stens sind Schein­hei­li­ge ver­lo­ge­ne Rhe­to­ri­ker in den Po­si­tionen, die al­le­samt Op­fer der Geldma­fia sind. Wenn ich bloß an die Stra­te­gi­en der Wei­sen von Zi­on den­ke, oder aber an Ma­chia­vel­lis Arm­se­lig­kei­ten, oder an­de­ren auf Macht auf­ge­bau­ten Denk­struk­turen, die in Ge­heim­bün­den und Ras­si­sti­schen Ver­ei­nigun­gen ko­chen, da kann ei­nem schon Me­ta­pho­risch Übel wer­den. 

  Aber auch Pe­ter der Chief hier in Tadou­le benutz­te ja schon das Mit­tel der Angst. Wenn nun die­se Mit­tel der Angst wei­ter­gespon­nen wird, dann kann er­kannt wer­den wie al­le ge­sell­schaft­li­chen Struk­tu­ren und Auf­bau­ten zu­stan­de ge­kom­men sind, und was sie für ei­ne Kon­struk­ti­on ha­ben, näm­lich die Unwahr­heit den Be­trug, die Po­si­ti­on­ser-‑Ha­schung. Und der Pe­ter Tho­ras­sig hat­te be­stimmt nicht die­se Wei­sen von Zi­on ge­le­sen oder Ma­chia­vel­li oder die Re­de ei­nes Ar­thur Tre­bisch oder die Ver­ach­tun­gen ge­gen­über den Go­jim in ei­ni­gen Jü­di­schen Schrif­ten, oder die Schrif­ten des Chi­ne­si­schen Men­schenveräch­ters - Die zehn Re­geln des Mei­sters Sun-‑Tsu, die Jor­dis von Lo­hau­sen auf­ge­schrie­ben hat.

1.  Zer­set­ze was im­mer im Land eu­rer Feinde gut ist,

2.  Macht ih­re Göt­ter lächer­lich und zerrt al­les Her­kömm­li­che in den Kot

3.  Un­ter­höh­le mit al­len Mit­teln das An­se­hen ih­rer füh­ren­den Schich­ten, ver­wick­le sie, wo im­mer mög­lich, in Dun­k­le Ge­schäf­te und gib sie im rich­ti­gen Au­gen­blick der Schan­de preis,

4.  Ver­brei­te Streit und Un­ei­nig­keit un­ter den Bür­gern

5.  Stach­le die Ju­gend ge­gen die Al­ten auf

6.  Be­hin­de­re in je­der wei­se die Ar­beit der Behör­den

7.  Bringt überall eu­re Spit­zel un­ter

8.  Scheue die Mit­ar­beit auch der ab­scheu­lich­sten und nied­rig­sten Krea­tu­ren nicht

9.  Stört, wo im­mer ihr könnt, die Aus­bil­dung und Ver­sor­gung der feind­li­chen Streit­kräf­te,  un­tergrabt ih­re Dis­zi­plin und lähmt ih­ren Kampf­wil­len durch schwü­le Mu­sik, schickt dann noch leichtfertige Frau­en in ihr La­ger und lasst sie das Werk des Ver­falls zu En­de füh­ren

10.  Spart we­der mit Ver­spre­chun­gen noch mit Geld  oder Ge­schen­ken, denn all dies trägt rei­che  Zin­sen.

Das ist aus dem Buch - Mut zur Macht von Jor­din von Lo­hau­sen, oder aber aus dem Buch - Ge­heim­po­li­tik.

             Aber heu­te mit In­ter­net und an­de­ren Kom­mu­ni­ka­ti­onsfähig­kei­ten läuft die üb­le Wild­sau­nach­richt sehr schnell in die Häu­ser in denen dann schnell er­kannt wird was da für un­fähi­ge Krüp­pel in den Po­si­tio­nen sind die dich nur abzoc­ken wol­len und al­so un­nüt­ze Or­ga­nis­men sind. Ob­wohl es so­was ja nicht gibt. Es ist bloß Poe­tisch for­mu­liert. 

  Dann spü­re ich Hun­ger in mir und gehe zum Wohn­trai­ler zurück. Pe­ter und ich ver­blei­ben bis später.  Als ich in den Wohn­trai­ler kom­me ist das Fern­se­hen an und Bill Hook der Leh­rer sitzt da­vor, schaut sich Ba­se­ball an. Bill schläft im an­de­ren Schlaf­zim­mer. Ich ma­che mir ein Su­per­müs­li, Es­se ru­hig, und bin Mü­de.

Et­was später kommt Ter­ry, der jun­ge Chi­pe­wa­yan, der mich vom Flug­platz ab­hol­te. Wir fan­gen ein Gespräch an. Schnel­le sind wir bei spi­ri­tu­el­len Er­fah­rungen. Ter­ry hat vie­le da­von, und er­zählt mir auch das vie­le der Men­schen hier spi­ri­tu­el­le Er­fah­run­gen haben. Dann kommt Al­bert Tho­ras­sig in das Haus. Ich stel­le fest das die­ser Platz der Treff­punkt ist für Menschen im Dorf die was zu sa­gen ha­ben, Macht aufbau­en und Kämp­fen. Es geht um Po­li­tik. Ei­ni­ge an­de­re Äl­te­re kom­men hin­zu und ich er­fah­re wie sie von Kidnap­ping al­so Ent­füh­rung re­den. So wol­len sie die Be­sit­zer der Ne­ja­li­ni Lod­ge ver­trei­ben. Denn das ist ihr Land, dort wur­den sie weg­ge­trie­ben vom Ka­na­dischen Staat was noch nicht sehr lan­ge her ist er­zählen sie mir. Und nun ist an die­sem sa­gen­haf­ten See der un­wahr­schein­li­chen Fischreich­tum hat ei­ne Ka­na­dische An­gel­lod­ge die rei­che Ame­ri­ka­ner rein­fliegt und 1.500-2.000 Dollar die Wo­che ver­langt. Auch ein ex­tra Lan­de­platz wur­de dort an­ge­legt dafür. 

  Sie wa­ren sehr bö­se dar­über und woll­ten nun jeman­den der Gä­ste ent­füh­ren um da­mit in die Me­di­en zu kom­men wo­durch dann ih­re Ge­schich­te er­zählt wür­de und das sie dort ein­fach ver­trie­ben wur­den. Al­les Gang­ster dach­te ich mir, ich bin un­ter Gangstern. Das Wort Gang­ster kommt ja von Gang und Gang be­deu­tet Grup­pe. Al­so al­les Grup­pen­menschen. Sie er­zähl­ten mir auch das sie dem TV Team kei­ne Ein­rei­se­er­laub­nis ge­ge­ben hat­ten das ver­sucht hat­te hier zu Filmen. Ir­gend­was stimmt hier rie­sig nicht be­merk­te ich. Später be­kam ich ei­ne Wer­be­broschü­re der Ne­ja­li­ni Lod­ge in die Hän­de und konn­te er­se­hen das die Be­sit­zer dort die Catch und Re­la­se Me­tho­de an­wen­den, das be­deu­tet al­le Fi­sche die ge­fan­gen wur­den mußten wie­der nach den Foto und wie­gen freige­las­sen wer­den. denn die­ser See hat außer­gewöhn­lich große Fi­sche 20-30-40-50 Pfund Hech­te und See­fo­rel­len. So wird zu­min­dest der Fisch­be­stand nicht zer­stört. 

  Und heu­te, Jah­re nach die­ser Rei­se weiß ich nicht ob die Chi­pe­wa­yan da­mals ih­re Plä­ne in die Tat um­gesetzt ha­ben und ei­ne Ent­füh­rung ge­macht ha­ben. Jeden­falls nach den Ge­sprä­chen ging ich ins klei­ne Schlaf­zim­mer und schlief. Um 2 Uhr wur­de ich wach und ging zum Pin­keln ich schau­te auch aus dem Fenster und sah das Ka­nu war noch da. Als Ter­ry mit dem ich das Spi­ri­tu­el­le Ge­spräch hat­te ging sag­te er noch ich müsste das Ka­nu rein­ho­len denn es wird be­stimmt ge­stoh­len. Das Den­ke ich mir auch sag­te ich zu ihm, aber Pe­ter hat mir sein Wort ge­ge­ben sag­te ich lächelnd zu ihm. Ich hör­te wie am Strand wo das Lager­haus stand die Ju­gend­li­chen herum ­schrie­en. Dann ka­men sie zum Trai­ler das konn­te ich noch hö­ren, dort wo mein Ka­nu stand. Dann schlief ich wie­der ein.


Diens­tag, 30. Ju­li

Ich ma­che mir mein Früh­stück, Su­per­müs­li was sonst, neh­me die Schüs­sel und es­se und gehe zum Fen­ster, lächelnd, und sehe das Ka­nu ist weg ... Ich grin­se, und sa­ge mir, was für ei­ne In­ter­es­san­te Geschich­te das wer­den wird. Mal se­hen was sich da entwic­keln wird. Tja, der In­dia­ner, die Trickjä­ger­men­talität, nicht viel mehr, oder doch. Wohl doch.

Die Vor­bil­der sind Übel. Auch hier in die­sem Dorf. Der Häupt­ling im Ge­fäng­nis, Mord, Be­trug. Was se­hen die Ju­gend­li­chen. Was er­le­ben sie. So wer­den sie nicht an­ders. Außer es gibt wel­che die Wa­cher wer­den un­ter ih­nen. Selbst der Chief Pe­ter sagt mir das er sei­ne Leu­te be­wusst Kon­fus macht um so Macht über sie ausüben zu kön­nen. So kann er ih­re Ent­schei­dungs­kraft läh­men sagt er. Wenn er wüsste was ich da­von hal­te., nicht sehr viel. So wird al­so ih­re Un­weis­heit über­tra­gen und wie sind die Mensch­li­chen Ge­sell­schaf­ten welt­weit, natür­lich auch so auf­ge­baut.   Pe­ter ver­dient 4.000 Dollar als Chief im Mo­nat das Geld be­kommt er vom Ka­na­dischen Staat. Das passt al­les gut zu­sam­men denn dort wird ja auch bloß Geld­macht ge­lebt und die Dummheit der Men­schen die dar­an Glau­ben und Den­ken oh­ne dem wür­de nix mehr ge­hen und al­les wür­de zu­sam­men­bre­chen, das ist prak­tisch die Glei­che Dumm­heit wie die Dumm­heit der Chi­pe­wa­yan hier in die­sem Dorf Ta­dou­le. 

  Ich aß noch mein Müs­li als Pe­ter in den Trai­ler kam. freu­dig er­zähl­te ich ihm die Er­eig­nis­se. Nun kann ich ja nicht lospad­deln wie ich es woll­te. Bill Hook der Leh­rer hat­te es als er­ster er­fah­ren. Er freu­te sich auch weil ich mich freu­te. 

  Dann schal­te­te er auf Mit­leid um. Wohl weil das so sein soll wenn man was ge­stoh­len be­kommt. Dann gehe ich aus dem Trai­ler und las­se die Menschen wis­sen das mein Ka­nu fehlt. Ei­ni­ge Chi­pewa­yan die ein Haus bau­en win­ken mir zu. Ich gehe zu ih­nen er­zäh­le ih­nen die Ka­nusa­che und sie sind sicht­lich über­rascht das ich da­bei la­che.. Sie wä­ren Wütend ge­we­sen. Dann La­chen sie auch. 300 Menschen le­ben hier im Dorf er­fah­re ich von ih­nen. 

  Die Ju­gend­li­chen se­hen sehr ver­däch­tig aus es wa­ren si­cher­lich sie sag­ten die Haus­bau­er. Hier sind vie­le Dro­gen im Dorf mein­ten sie Acid, Hasch. 

  Ich tref­fe dann Tea­pot. Tee­pott al­so, ist der Na­me, er ist der Detek­tiv des Dorfs. Er und ich fah­ren dann mit dem großen Mo­tor­boot die See­buch­ten ab. Denn je­mand will ge­se­hen ha­ben wie je­mand um 9 Uhr mor­gens mit ei­nem Roten Ka­nu Rich­tung Südo­sten fuhr. Al­so fah­ren wir mit ho­her Ge­schwin­digkeit dort ent­lang aber kein Ka­nu ist zu se­hen außer Kü­ste Wald Möwen. Dann kom­men wir wie­der zurück. Ich gehe noch­ mal zu Pe­ter der da auf dem Sand­bo­den herum­läuft. Wir ge­hen zu sei­nem Haus. Sei­ne Frau fegt den Fußbo­den. Das Ba­by liegt auf dem Bett eng zu­sam­men­ge­schnürt. Pe­ter holt sein Ge­wehr. Wer Ka­nus stiehlt sagt er der ist ge­fähr­lich. Pe­ter er­klärt mir das Tee­pott vor zwei Wo­chen drei Ju­gend­lich ent­lar­vte die in den Le­bens­mit­tel­la­den ein­ge­bro­chen wa­ren und 2.000 Dollar aus der Kas­se ge­stoh­len hat­ten. Tee­pott ist un­ser be­ster De­tek­tiv sagt Pe­ter vol­ler Wert­schät­zung und Freu­de. Er nimmt Pro­vi­ant mit und auch sein Re­gen­man­tel. Wir wer­den noch ­mal genau­er die See­buch­ten ab­su­chen sagt er. Tee­pott ist in­zwi­schen zur Band al­so Dorf­verwal­tung ge­gan­gen um ei­nen Ben­zin­schein zu ho­len denn die Su­che scheint nun län­ger zu wer­den. Pe­ter sag­te mir das Tee­pot ein Bau­un­ter­neh­mer für Haus­bau in Chur­chill war und das die vier Ju­gend­lichen mit der RCMP vor Ge­richt ge­bracht wer­den, ja die­ser Tee­pot sorgt dafür das es im Dorf gut zu­geht Er baut Ti­sche oder hilft da­bei das die Ko­sten der Poolhal­le nied­ri­ger sind. Tee­pot ist ein großer kräf­ti­ger et­wa 45 Jäh­ri­ger Chi­pe­wa­yan. Scheint ein Herz aus Gold zu ha­ben. 

  Dann sind wir drei wie­der im großen Mo­tor­boot und wer­den von Tee­pot mit ho­her Ge­schwin­dig­keit an der Seekü­ste ent­lang­ge­braust. Die Krem­pe mei­nes Stroh­huts wird wie die von Fuz­zy dem ein­fäl­ti­gen Cow­boy hoch­ge­drückt und so füh­le ich mich auch wit­zig wun­der­voll und frei. Tee­pot be­kommt Trä­nen in den Au­gen durch die Ge­schwin­dig­keit. Pe­ter holt sein Ge­wehr aus der Schutz­hül­le. Er zielt auf je­des Tier das wir se­hen. Möwen, Eistau­cher, da­bei scheint er sich so rich­tig wohl zu fühlen. Was für ei­ne an­de­re Betrach­tung des Le­bens er hat im Ver­gleich zu mir. Ja töten er­höht sein Selbst­wert­ge­fühl noch. Bei mir ist es to­tal an­ders. Evo­lu­ti­on Evo­lu­ti­on Evo­lu­ti­on.

Plötz­lich löst sich ein Schuss aus der 30/06 Pump Gun Mar­ke Re­ming­ton. Tee­pot sieht sehr verär­gert aus. Ich dach­te mein Gott wo bin ich hier. Pe­ter hat­te ge­glaubt das er kei­ne Ku­gel mehr im Ge­wehr hat­te. Mann das war ge­fähr­lich. 

  Wir sehen das Ka­nu nicht. Dann fah­ren wir zurück. Tee­pot geht sei­nen Sa­chen nach und Pe­ter sei­nen, ich gehe wie­der zur Dorf­mit­te wo Ju­gendli­che um ei­nen Last­wa­gen ste­hen. Ich gehe auf ei­nen ju­gend­li­che zu der Op­tisch Kri­mi­nell aus­sieht er hat vie­le Täto­wie­run­gen und auf sei­ner Jeans­jac­ke stand Lo­ve. Das er­in­ner­te mich et­was an mei­ne Jugend und die­se ge­schmück­ten Jeans­jac­ken, war Pri­ma. Ich frag­te ihn ob er wüsste wo mein Ka­nu sei. Er Ant­wor­te­te nicht auf die Fra­ge. Ist stumm.   Die an­de­ren Ju­gend­li­chen fra­gen dum­me Fra­gen. Ein Älte­rer, ein Coun­cel­lor ei­ner der al­so zum Rat gehört gif­tet mich an. Ganz Sub­jek­tiv schimpft er auf mich ein. Er sagt Din­ge die gar nichts mit mir zu tun haben, bloß weil ich da war. Er er­wähnt The­men die ein­fach aus der Luft ge­grif­fen sind. Das ist wohl schon das Re­sul­tat der Ma­ni­pu­la­tio­nen von Pe­ter denn das färbt ja ab und viel­leicht war ich hier schon sein Trai­nings­be­reich sein Test­teil. Ich hö­re mir das un­zu­sam­men­hän­gen­de Ge­re­de an und le­ge dann kla­re Ge­dan­ken da­ge­gen. So­fort geht er entrüstet weg, ob das was mit Waf­fen­ab­ga­be zu tun hat. Er hat­te so­fort ge­merkt das er mir Ar­gu­men­ta­tiv kein Wirr­nis­land ver­kau­fen kann dann ruft er noch schwer sau­er: Was bist du, ein Phi­lo­soph. Als ich das hör­te dach­te ich mir nicht, nein, ich bin kein Phi­lo­soph das sind je­ne die glau­ben das zu sein. Oder das sein wol­len. Ich glau­be ich sag­te ihm et­was das im Be­reich Weiße und In­dia­ner ging, und wie un­ge­stört sie hier le­ben kön­nen wo­bei sie al­le Pro­ble­me nun sel­ber Lö­sen kön­nen und müs­sen. Es ging auch dar­um das ich ihm sag­te das sei­ne Erkennt­nis ein rei­nes Fan­ta­sie­pro­dukt sei und nicht darauf ba­sier­te was wirk­lich im Le­ben ablief. Laot­se wür­de zu ihm sa­gen: Wer vie­le Wor­te macht des­sen Geist ist Kon­fus. 

  Nun ge­hen auch die Ju­gend­li­chen weg. Der Coun­cel­lor steigt ins Au­to und gif­tet mich noch­mal an. Ich gehe zu ihm herüber und sehe das er von sei­ner Wut die al­les zer­stört und von der er gefan­gen ist, ihn ver­blen­det, und sa­ge ihm dann da­mit er das zu­min­dest ver­steht: Weißt du was, du bist ein­fach noch zu Blö­de, zu Dumm, die Wut hält dich blö­de. 

  Später er­fah­re ich, dass er als Coun­cel­lor im Rat im­mer Recht ha­ben woll­te und vol­ler Wut und Hass ge­gen al­le an­de­ren Chi­pe­wa­yans war.

Dann kommt Pe­ter zu mir und re­det mit mir, da­bei fragt er ob ich ger­ne wis­sen möch­te wie sie sich wirklich nen­nen, denn sie heißen gar nicht Chi­pe­wa­yans sagt er. Ja, bit­te ant­wor­te ich ihm. Wir nen­nen uns Den­em, wir sind die Den­em sagt er zu­frie­den. Ich fra­ge ihn nicht was das be­deu­tet. Dann er­wähnt er das um 14 Uhr ein neues Dorftref­fen ist un­ter an­derem soll ein neu­er Coun­cel­lor ge­wählt wer­den, denn der, mit dem du vor­hin ge­spro­chen hast der ist nicht mehr gut­ ge­nug für uns und macht uns nur Är­ger an­statt Hilfreich zu sein. Aber ich brau­che zwei Coun­cel­lor sagt Pe­ter zu mir. Oh­ne die­se bei­den ha­be ich kei­ne Macht. Weil da zu viel Ar­beit zu tun ist und mit den bei­den kann bes­ser de­le­giert wer­den ab­ge­ge­ben werden. Du bist ein­gela­den sagt Pe­ter zu mir da­bei zu sein. Nor­ma­ler­wei­se darf kein Nicht­den­ken bei unse­ren Tref­fen da­bei sein sagt er noch. 

  Et­was später gehe ich dann zu den Dorf­ge­meinschaft­stref­fen. Pe­ter sitz schon vor­ne mit sei­nen bei­den Coun­cel­lors, Räten, Vi­zes ... Natür­lich ist der Wu­ti­di­ot auch da­bei. Das Haus hat kei­ne Fenster of­fen. Stüh­le ste­hen in Rei­hen und ei­ni­ge Den­em sit­zen schon. Sie se­hen sehr Trü­be aus. Dann wird der Raum vol­ler. Kin­der wei­nen. Die klei­ne run­de Iri­sche-‑Den­em­frau die mit dem kind­lichen Aus­se­hen die mich schon im­mer mit ih­ren großen Au­gen an­ge­schaut hat­te wenn sie mich sah ist auch da­bei mit ih­rem Kind. Sie sieht weich und schön aus. Frau­en in solch ei­ner Ge­sell­schaft, oh mein Gott mein Gott. Sie trägt ein Hell­blau Dun­kelblau­ka­rier­tes schö­nes Hemd. Ih­re Haa­re sind gewellt. Am Ein­gang ist ein an­dau­ern­des Rein und Raus. Ein Al­ter ge­bück­ter setzt sich ne­ben mich und grinst stark. Aha ein Grin­ser wie ich, das passt gut. Ich grin­se zurück. 

           Da die Fen­ster ge­schlos­sen sind wird der Rauch im Raum bald so dick das ich bald er­stic­ken wer­de denk ich mir da sit­zend. Dann ist es so­weit. Die bei­den Räte spre­chen. Der neue Coun­cel­lor wird vor­ge­schla­gen es ist Ila Bas­sa­do­re und er wird auch ge­wählt, denn was vor­ge­schla­gen wird, wird auch ge­wählt. 

  Die Men­schen se­hen stark de­pres­siv aus. Ich wer­de auch schon ganz de­pres­siv von der ängst­li­chen Stim­mung dort. Al­les läuft in ei­ner großen Lethar­gie ab. Die Men­schen ha­ben nicht den Mut teil­zu­nehmen. Ge­gen den Chief Pe­ter wird nichts ge­sagt muss wohl Tra­di­ti­on ha­ben. 

  Schnell weg da­von denn ich möch­te laut schrei­en, macht den Mund auf sagt was, was euch auf dem Her­zen liegt. Aber das macht der Chief die Räte die al­le auf Macht aus sind und sie sind auch dem­ent­sprechend Ma­ni­pu­la­tiv. Denn Raub­säu­ge­tier Macht­gier ist so, sie lau­ert wie ein Raub­tier­mensch um zu se­hen was die an­de­ren sich ge­fal­len las­sen. Hier konn­te ich im An­fangs­sta­di­on gut se­hen was sich in den so­genann­ten De­mo­kra­ti­en er­wei­tert hat und prak­tisch beim glei­chen geblie­ben ist. Die Po­li­ti­ker Chiefs Zoc­ken ab durch Steu­ern oder Ge­set­ze die ein­fach ab­grund­tief psy­cho­pa­thisch sind. Weil sie aus Machtstre­ben ent­stan­den sind und nicht aus Lie­be. 

  Die Chefs sind sich der Angst in die­sem Tref­fen bewusst. So pro­du­zie­ren sie noch mehr Chaos Schwie­rigkei­ten um die Men­schen mit Pro­ble­men zu verdum­men da­mit die Zie­le der Macht­gie­ri­gen nicht er­kannt wer­den kön­nen. Sie tun dann so als ob es um die Pro­ble­me geht aber in Wirk­lich­keit geht es um de­ren Machter­halt. So hal­ten sie die Leu­te in Schach. Da­bei braucht auf ein Schach­brett bloß gepisst zu wer­den und den an­de­ren al­lei­ne da­mit spie­len las­sen, das wärs dann und man macht sich sei­ne ei­ge­ne schö­ne Le­bens­form un­ab­hän­gig von den un­er­sätt­lichen gie­ri­gen die die Welt­ge­mein­schaft auch heu­te aus­beu­ten. 

  Natür­lich ist die Evo­lu­ti­on der Men­schen auch heu­te längst nicht so weit das die­se Raub­men­schen die Welt­be­völ­ke­rung nicht mehr mit ih­ren Se­gen verblö­den ver­gif­ten und ver­schau­keln denn ih­re Ei­ne Wel­t­re­gie­rung und zwar mit ih­rem Raub­säu­ge­tier­bewusst­sein ist ihr Ziel, eben to­ta­le Erd­kon­trol­le über die Völ­ker und al­le an­de­ren Res­sour­cen. Die großen Orga­ni­sa­tio­nen die sich mit Be­grif­fen wie Welt­bank oder Verein­te Na­tio­nen, oder Welt­han­del­s­or­ga­ni­sa­ti­on schmüc­ken sind al­le­samt Werk­zeu­ge die­ser Macht­faschi­sten die ganz ganz schlau die Ei­gen­stän­dig­keit al­ler Völ­ker der Er­de Ero­die­ren denn das ha­ben sie sehr gut ge­schafft durch völ­li­ge Geld­macht­kon­trol­le und den Glau­ben dar­an. Po­li­ti­ker egal wel­cher Par­tei sind die Söld­ner die­ser Geldma­fia die al­les un­ter­stützt von Dik­ta­to­ren bis zum Papst um ab­hän­gig zu machen, und den Wirr­nis­glau­ben zu fe­sti­gen es geht oh­ne Geld nicht, denn Geld ist ja dein wah­res We­sen und so­gar Gott das Gött­li­che.. Da­bei ist es bloß Pa­pier oh­ne je­den Wert denn der Fik­ti­ve Gold­wert ist ja auch ver­ju­belt wor­den und so kann dann ein Science Fik­ti­on le­ben auf­ge­baut wer­den. Bis hin zur In­fla­ti­on die in Wahr­heit ei­ne Steu­er ist, die ent­steht, wenn der Science Fik­ti­on Raub­säu­ge­tier­wahn­sinn an­de­re an­deres durch das Druc­ken von Pa­pier­geld über­schwemmt, da­durch wird der reale ma­te­ri­el­le Aus­tausch oder das Gleichge­wicht der Ma­te­rie Ver­pa­piert durch das Science Fikti­on Pa­pier­geld, weil die Bankma­fia ih­re Gier mit in die Schwar­zen Lö­cher nimmt und die Po­li­ti­ker ver­sprechen ma­chen um an die Macht zu kom­men und weil die Mas­sen zu blö­de sind das im­mer wie­der zu wol­len er­go das Op­fer sein wol­len, scheint mir zu­min­dest so aus­zu­se­hen, das die Welt­bür­ger auf Ewig blö­de blei­ben wol­len. 

  Nun gut, wäh­rend wir da sit­zen kommt die DC 3 wi­der an­ge­flo­gen und bringt zwei Ka­nu­ten run­ter auf den Flug­platz. Aber hier in der Sit­zung wird nun von Pe­ter auch er­wähnt das mein Ka­nu ge­stoh­len wur­de und das er als Chief mir sein Wort ge­ge­ben hat­te das so­was hier nicht pas­siert. Nun müs­sen Sie dafür ver­ant­wort­lich sein mir ein neues Ka­nu zu be­sorgen. Er sagt nicht er sei ver­ant­wort­lich nein er sagt Sie. Da­bei ha­ben die gar nichts da­mit zu tun. Auch das ist ja ei­ne ty­pi­sche Raub­säu­ge­tier­po­li­tik, nicht zu sei­nem Wort zu ste­hen, Ver­spre­chun­gen ma­chen, und wenn dann was nicht läuft, es auf die Mas­se ab­wäl­zen, in die­sem Fal­le auf die­se klei­ne Den­em Grup­pe da am Ta­dou­le See. Es ist prak­tisch Dik­ta­tur und des­we­gen ist auch ei­ne De­mo­kra­tie genau hin­ge­schaut ei­ne Dikta­tur mit viel Di­plo­ma­ti­schem und Rhe­to­ri­schen und ver­lo­gen­em Wirr­nis­sweich­wa­scher. Die ge­samte Proze­dur wird in De­men­spra­che ab­ge­hal­ten aber Pe­ter er­zähl­te mir später was er ih­nen er­zählt hat­te. Er sag­te auch das sie vie­le Wör­ter, eng­li­sche, gar nicht in der Den­emspra­che ha­ben, und des­we­gen oft aufs eng­lische zurück­grei­fen müs­sen um um­fas­sen­der er­klä­ren zu kön­nen. Zum Bei­spiel er­klär­te er das mit dem Ka­nu in Eng­lisch. 

  Bill Hook ist auch un­ter den an­we­sen­den, er war­tet darauf wie­der als Leh­rer ge­wählt zu wer­den. Wir bei­de hat­ten zu­vor schon ein gutes Ge­spräch. Er war schon mal 2,5 Jah­re hier der Leh­rer und es hat­te ihm ge­fal­len. Es ist aber sehr schwer sag­te er, mit ih­nen zu Ar­bei­ten. Aber dann wa­ren die Den­em ge­gen ihn sag­te er, und das hat­te Pe­ter mir auch schon ge­sagt, weil er ein­mal ei­nem Kind das ei­nem an­de­ren Kind mit vol­ler Bru­ta­lität die Faust aufs Au­ge ge­schla­gen hat­te, ei­ne Ohr­fei­ge gab. Da bin ich auch nicht für dach­te ich, als ich das hör­te, denn ich hat­te auch mal vom Leh­rer Witt in Hei­li­gen­haus ei­ne ge­wal­ti­ge Ohrfei­ge ei­nen Schlag ins Ge­sicht be­kom­men, bloß weil ich mich wei­ger­te Schil­lers Gloc­ke aus­wen­dig zu lernen. Die­se Er­fah­rung wirk­te sehr sehr ne­ga­tiv noch vie­le Jah­re in mir im­mer wenn ich mein Le­ben überblick­te und Er­fah­run­gen zur Sei­te le­gen woll­te. Ich hat­te so­gar schon vor ein Buch - Der Schlag ins Gesicht - dar­über zu schrei­ben, wo ich dann als der Leh­rer Witt nun 70 Jah­re alt ist nun bei ihm auf­tau­che um ihm die Faust aufs Au­ge zu knal­len. Tja nun das ist nicht pas­siert, aber das sind für mich Schand­flec­ken in der Schön­heit mei­nes Le­bens. 

  Ich konn­te die Den­em so gut ver­ste­hen. Aber mit Bill das war an­ders, das war Ge­walt un­ter den Kindern. Aber trotz­dem, Ge­walt ge­gen Kin­der von Lehrern ist auch Ge­walt, auch wenn es Züch­ti­gung sein soll. Es ist in­ak­zep­ta­bel. 

  Als es nun in die­sem Zim­mer in die­ser Ver­sammlung zur Ab­stim­mung kam ob Bill Hook nun doch wie­der Leh­rer sein soll­te, wur­de er auch dies­mal nicht ge­wählt. Er sah ent­täuscht aus. 

  Die Lethar­gie wur­de dic­ker in dem Saal. Es wur­de er­wähnt das sie Land von den Inuits den Es­ki­mos zurück­ha­ben wol­len. Die Den­em kön­nen die Inuits die Es­ki­mos im­mer noch nicht ak­zep­tie­ren, aus­ste­hen, lei­den. Sie has­sen sie förm­lich noch. Sa­muel He­ar­ne hat das ja auch in sei­nem Buch be­schrie­ben, wie der große Häupt­ling Mo­tana­be mit sei­nen Leu­ten nachts los­zog um die Es­ki­mos zu töten, da­mals im 17 Jahrhun­dert. Auch im Ge­spräch mit Pe­ter kam der blan­ke Hass den Es­ki­mos ge­gen­über zum Vor­schein, auch der Neid, weil die Es­ki­mos fähi­ger wa­ren, sich mit besse­ren Ma­na­gern ih­rer Leu­te zu um­ge­ben und sich ih­re Land­rech­te bes­ser fest­le­gen konn­ten, denn in Ka­na­da gehts ja nun, auf die Selbst­be­stim­mung der Ur­einwoh­ner zu. Und das ha­ben die Es­ki­mos ein­fach wesent­lich bes­ser ver­han­deln kön­nen als die Den­em zum Bei­spiel.   Heu­te nach Jah­ren die­ser Rei­se die ich da­mals ge­macht ha­be, ist die Selbst­be­stim­mung der Ur­ein­woh­ner Ka­na­das ja we­sent­lich wei­ter fort­geschrit­ten und die Inuit - Es­ki­mos ha­ben ja so­gar ih­re ei­ge­ne Pro­vinz im Nor­den mit ih­rem ei­ge­nen Na­men. In­ter­es­sant ist auch, das die­se Den­em, mit denen ich nun da am Ta­dou­le See bin, das Wort, Es­ki­mo, das ein Schimpf­wort ist, in die Welt ge­setzt ha­ben, und das welt­weit Jahr­hun­der­te in den Bü­chern er­wähnt wur­de, als, das sind die Es­ki­mos, es be­deu­tet Roh­fleisch­fresser, die­se Be­zeich­nung hat­ten sie den Inuits ge­ge­ben aus Ver­ach­tung. Tra­di­tio­nel­le Blut­feind­schaft ist al­so immer noch dort vor­han­den von Sei­ten der Den­em ge­gen die Inuit. Es wur­de auch er­wähnt das sie das Land um Ne­ja­li­ni zurück­ha­ben wol­len, dort wo die An­gel­log­de ist, denn da­von wur­de sie ver­drängt das ist tra­di­tio­nell ihr Land.

Es fängt an zu Reg­nen. Vie­le der Den­em Gäh­nen, denen scheint das ir­gend­wie egal zu sein. Tja es sind je­ne die sich dafür ein­set­zen das Land zurück­zu­bekom­men die dann später auch das An­se­hen ha­ben. Eini­ge Den­em fan­gen an ein­zu­schla­fen. Ge­gen En­de des Tref­fens gehe ich raus, die Luft ist ka­ta­stro­phal dick und enorm Lethar­gisch und Trau­rig und Mü­de und Ängst­lich und Pes­si­mi­stisch und Grau. Müc­ken sum­men um mich herum. Draußen ste­hen meh­re­re Mäd­chen mit Ba­bys, sehr jung se­hen sie aus. Sie sa­gen zu mir das sie Un­ter­stüt­zung be­kom­men, So­zi­al­hil­fe, aber sie se­hen hoff­nungs­los aus. Sie sa­gen dann auch das sie kei­ne Hoff­nung ha­ben, die Män­ner sind faul, ja­gen, tun sonst gar nichts, sie be­kom­men ja das Geld vom Dorf. Und des Dorf be­kommt das Geld vom Kana­di­schen Staat. Und der be­kommt es von sei­nen Steu­er­zah­lern. Aber in Wahr­heit be­kommt der Staat das Geld von den Ban­kiers. Und die Druc­ken das einfach. Al­so aus nichts. Das Geld ist to­tal wert­los., denn es ist ja nicht mehr auf Gold ba­sie­rend. Ob­wohl auch der Wert des Goldes to­ta­le Fik­ti­on ist. Aber die­se po­liti­sche Zu­sam­men­spiel von Ban­kiers und Po­li­ti­kern ist die Mi­schung die so­zu­sa­gen auf ewig die Men­schen ver­skla­vt. 

Das ha­ben die Ban­kiers sich aus­ge­dacht und da­mit sind natür­lich die Po­li­ti­ker ein­ver­stan­den denn es gibt ih­nen den Po­li­ti­kern die Mög­lich­keit Geld zu bekom­men oh­ne das sie Of­fi­ziel­le Steu­ern er­höhen müssten, aber in­of­fi­zi­ell ent­ste­hen doch Steu­ern und zwar enor­me, weil die­ses Geld das sie bei den Bankiers bei den Zen­tral­ban­ken druc­ken las­sen auf kei­nen so­ge­nann­ten „Re­alen Wer­ten“ auf­baut und so­mit unwei­ger­lich In­fla­ti­on ist und auch un­wei­ger­lich zum Kol­laps je­der welt­wei­ten Re­gie­rung und Vol­kes füh­ren wird und muss, denn die Gier der Po­li­ti­ker und auch der Men­schen über­haupt ist so das Schul­den ma­chen, wie es ge­nannt wird, Vor­rang hat, und weil der Tauschwert der Güter un­ter­ein­an­der durch den Geldmen­gen weit über­schwemmt wird, wer­den Prei­se al­so teu­rer und das stei­gert sich un­wei­ger­lich bis zum Kollaps oder In­fla­ti­on das ist dann die Wahr­heit der Steu­er die durch das Druc­ken die­ser Pa­pier­schei­ne und der daraus ent­ste­hen­den Il­lu­sio­nen ent­stan­den ist. Des­we­gen muss um ei­ne auf Wahr­heit ba­sie­ren­de Welt­ge­mein­schaft zu ha­ben auf Geld to­tal ver­zich­tet wer­den. Geld ist so­wie­so nix bloß Pa­pier, und dafür wur­den die­se Zen­tral­ban­ken über­haupt auf­ge­baut, da­mit die Po­li­ti­ker ih­re So­zia­len Pro­gram­me den Menschen an­bie­ten kön­ne. Denn sie ha­ben ja in Wahr­heit gar­nix an­zu­bie­ten, sie bie­ten al­so wert­lo­ses Pa­pier an, in­dem sie sa­gen, ja wir ver­spre­chen euch bes­se­re dies bes­se­re das und mehr da­von und we­ni­ger da­von, dann ge­ben sie Staats­an­lei­hen aus die wer­den von den Zen­tral­ban­ken ge­nom­men und die­se Zen­tralban­ken ge­ben dann den Po­li­ti­kern das Geld das aber to­tal wert­los ist ... Es ist al­so ein to­ta­les Schul­den­system, denn al­les Geld Pa­pier­geld das auf der Welt existiert ist bloß da weil so­ge­nann­te Schul­den ge­macht wur­den, je­der Schein, so das ge­samte Sy­stem ist ein Be­trugs­sy­stem, ei­ne Täu­scher­sy­stem, wie­so, weil die Men­ta­li­tät die­ser al­ten Raub­säu­ge­tie­re die sich Menschen nann­ten oder auch nicht, ist mir auch egal wie sie sich nen­nen oder was sie Den­ken wer sie sind, auf Macht und Aus­beu­tung auf­ge­baut ist, die­ses Sy­stem hat aber auch kei­ne nicht die ge­ring­ste Chan­ce zu über­le­ben. Da es to­ta­le Un­wahr­heit ist. Denn die Ban­ken gehö­ren den Ban­kiers und sind Pri­vat Und auch wenn sie so­zu­sa­gen dem Staat gehö­ren wür­den wä­re es auch Be­trug weil ja das Geld kei­nen Wert hat nur Glau­be Glau­be Glau­be und sei­ne Glau­bens­hüter sind die Ban­kiers die nicht wol­len das be­kannt wird wie die zu­sam­men­hän­ge sind. Es gibt da ein­ schö­nes Buch von Ed­ward Grif­fin „The Crea­tur from Jekyll Island“. Sehr zu emp­feh­len. Zur Zeit noch in Eng­li­scher Spra­che.

Als ich mit den Ju­gend­li­che da stehe hö­re ich wie ei­ne äl­te­re Frau sagt: Was will der Weiße hier, war­um kam er über­haupt hier­her. Ich sah wie gewal­tig die Igno­ranz hier Leb­te, auch hier wur­de noch in Schwarz - Weiß Gelb Rot ge­dacht. Ei­ner der Ju­gend­li­chen hör­te nicht zu son­dern wie­derhol­te im­mer wie­der das, was ich ihm zu­vor ge­sagt hat­te, wie ein Au­to­mat. Dann sag­te ich ihm er soll auf­wa­chen, das ver­stand er dann, mein­te aber dann gleich ganz gif­tig,: Wenn ich mein Ka­nu zurückha­ben will soll ich ja freund­lich zu den Leu­ten sein. Es war gut sicht­bar wie hier Wut und Lächeln die Men­schen hin und her schleu­dert. Sie ha­ben kein eige­nes Zen­trum kei­ne Mit­te wo sie klar ent­schei­den kön­nen und un­ter­schei­den kön­nen. Sie sind noch Spiel­bäl­le die­ser Emo­tio­nen.

Das Dorftref­fen ist zu En­de. Pe­ter kommt zu mir und sagt ich soll mit­kom­men in sein Haus. Er hat jemand der ein Ka­nu für mich hat. Wir ge­hen dann zu dem Je­mand. Un­ter­wegs fängt es sehr hef­tig zu reg­nen an. Wir sind bei­de völ­lig durch­nässt, als wir bei Je­mand an­kom­men. 

Wir ste­hen in Tee­pots Tür­rah­men. Tee­pot kommt raus und zeigt mir das Ka­nu. Es ist Ok, Fiberglas, hat ei­nen Kiel, aber kein Ver­gleich zu mei­nem Ka­nu. Ich er­in­ner­te mich das Pe­ter mir sag­te das die Band, die Ver­wal­tung, mir ein Neues kau­fen wür­de. Ich be­obach­te um die Ent­wick­lung zu se­hen. Mal se­hen was da so ge­macht wird. Ich tref­fe kei­ne Ent­schei­dung. Ich sag ih­nen das Ka­nu muss ge­te­stet wer­den schließ­lich will ich da­mit zur Hud­son Bay auf ei­nem Fluss vol­ler wil­der Strom­schnel­len und an­de­ren ge­fähr­li­chen Ecken. Ich sa­ge aber auch das wei­ter­ge­sucht wer­den muss. Für mich ist das al­les sehr sym­pa­thisch. Ich hat­te ja schon vor lan­ger Zeit ge­plant hier mit die­sen Menschen zu le­ben um zu se­hen wie es ist, und nun das hier, fa­bel­haft. Denn nun ma­che ich die Er­fah­rung und das geht über je­de Leh­re egal wie Lo­gisch oder Vernünf­tig oder klar oder ein­leuchtend oder Überzeu­gend sie ist. Selbst Buddha sag­te mal: Wenn dei­ne Ein­sicht mei­ner Leh­re wi­der­spricht sollst du dei­ner Ein­sicht fol­gen. Und Buddha hat­te schon eini­ge Ein­sich­ten Er­fah­run­gen oder!?

Der Leh­rer Bill Hooks hat­te sie auch. Er er­zähl­te von dem Ab­fall der in Pla­stik­tüten herum­liegt. Er sag­te die Den­em schmeißen ih­ren Ab­fall hier überall herum. Bill er­zähl­te mir von der An­gel­fahrt. Der Den­em Mann sag­te ihm er will noch den Ab­fall ins Ab­fall­loch wer­fen, nimmt ihn aber dann mit ins Boot, fährt an ei­ne In­sel vor­bei und wirft die Tüte an Land. Er sag­te auch das er be­merkt hat­te das sie beim Ja­gen ei­ne Bärin mit Jun­gem nicht töten dür­fen sag­te Bill, als ich das er­wähn­te das sie dann auch das Jun­ge töten müssten sag­te Tee­pot zu ihm: Nein die las­sen wir al­lei­ne die kön­nen schon auf Bäu­me klet­tern. 

Als mir Bill das sag­te, sag­te mir mei­ne In­tui­ti­on, sie Glau­ben das was sie re­den egal was es ist oder ob es Sinn macht oder nicht, Haupt­sa­che es wird ge­sagt. Ja, sol­che blö­den Er­klärun­gen ge­ben die ei­nem sag­te Bill.

Dann gehe ich zurück zum Wohn­haustrai­ler. Peters äl­te­ster Sohn sitzt im Zim­mer und schaut fern. Die Wä­sche wird ge­wa­schen. Er lang­weilt sich im Dorf. Er kann es kaum er­war­ten wie­der in die Schu­le zurück nach Win­ni­peg zu ge­hen. 

  Ich fan­ge an mein Aben­des­sen zu ma­chen. Ter­ry kommt noch ­mal vor­bei. Er sieht das ich mit Ko­chen be­schäf­tigt bin und geht wie­der. Doch be­merkt er noch das er denkt die vier Ju­gend­li­chen mit denen ich zu­vor am Au­to ge­spro­chen hat­te hät­ten das Ka­nu gestoh­len. Sie sind auch im Le­bens­mit­tel­la­den ein­ge­brochen sagt er mir. 

  Bill Hook kommt zurück. Er ist ent­täuscht das die Dorf­ge­mein­schaft ge­gen ihn ge­wählt hat. Pe­ter hat mich aus­ge­trickst sagt er, denn zu­vor sag­te er mir er wür­de mei­ne Wie­der­wahl un­ter­stüt­zen. Dann aber beim Tref­fen sag­te er das ich ein Kind ge­schla­gen hät­te und er gleich dafür sor­gen wird das die Ge­mein­schaft je­mand an­ders wählen wird. Ich sag­te zu Bill, weißt du ich fin­de es pri­ma wenn ich in mei­nem Le­ben ei­ne Illu­si­on we­ni­ger ha­be. 

Wir re­den dann von der Un­fähig­keit der Den­em. Über die Bru­ta­lität, die Mor­de, wie ­vie­le In­dia­ner überhaupt in ganz Ka­na­da Be­trug als völ­lig le­gi­tim betrach­ten den sie be­ge­hen kön­nen weil sie die Chiefs sind und al­le an­de­ren ist bloß Ge­fol­ge. Ich sag­te ihm es ist ganz wich­tig das Be­wusst­sein der Men­schen zu rei­ni­gen von al­ten Denk­struk­tu­ren der Ge­hirn­wä­sche das es ei­nen Chief ei­nen Häupt­ling ei­nen Kanz­ler ei­nen Pre­mier­mi­ni­ster und wei­teres Ge­sin­del überhaupt zu ge­ben hat. Die sind al­le mehr als über­flüs­sig und er­hal­ten so­mit bloß ih­re Le­bens­le­gi­ti­mität auf­recht in­dem sie Schma­rot­zend Re­gie­ren. Po­li­tik ist über­flüssig. Dann er­wähn­te ich wie die Po­li­tik der Ban­kiers und In­du­stri­el­len abläuft und wie sie ihr Ziel ei­ne Welt­re­gie­rung auf­bau­en wol­len, durch die Fi­nan­ziel­le Kon­trol­le in Pri­va­ten Hän­den um da­mit die Po­li­ti­schen Sy­ste­me von je­dem Land und je­der Wirt­schaft der Welt als gan­zes kon­trol­lie­ren wol­len. 

Das Sy­stem ist so auf­ge­baut das die Zen­tral­ban­ken in Feu­da­lem To­nus in ge­hei­mer Ab­spra­che das aufbau­en und schon sehr weit da­mit ge­kom­men sind. Sämt­li­che Welt­krie­ge wur­den so von den In­ter­na­tiona­len Ban­ken auf­ge­baut und auch der drit­te Welt­krieg wird schon auf­ge­baut um dann to­ta­le Kon­trol­le zu bekom­men. Es geht dar­um durch die Zen­tral­ban­ken Regie­run­gen zu do­mi­nie­ren durch die Fähig­keit die Kredi­te zu kon­trol­lie­ren um auch in­ter­na­tio­na­le Ge­schäf­te zu ma­ni­pu­lie­ren und auch um die Höhe der Wirtschaft­li­chen Ak­ti­vitäten zu be­ein­flus­sen in je­dem Land aber auch um ko­o­pe­ra­ti­ve Po­li­ti­ker zu fin­den die dann dafür wirt­schaft­li­che ge­schäft­li­che Be­loh­nung für ihr Land be­kom­men. Die Roth­schild­ban­ken und die Rocke­fel­ler Kar­tel­le plus an­de­re Bank und Wirt­schaftsverei­ni­gun­gen ar­bei­ten da­mit. In den USA kommt prak­tisch kein Po­li­ti­ker zur Macht wenn er nicht Mitglied die­ser Macht­or­ga­ni­sa­ti­on dem CFR ist Und die wie­derum ist Ne­ben­stel­le der eng­li­schen Ce­cil Rho­des Ge­sell­schaft. Prak­tisch in je­dem Land gibt es Ab­le­ger die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on die Vor­hat ei­ne Wel­t­re­gie­rung auf­zu­bau­en, natür­lich im­mer nur zum be­sten al­ler, aber in Wahr­heit ei­ne To­ta­litär al­so to­ta­ler Fa­schis­mus ist denn sei­ne Zie­le wur­den durch Mor­de und Weltkrie­ge auf­ge­baut. Die­se In­ter­na­tio­na­len Ban­kiers unter­stüt­zen im­mer al­le Sei­ten egal wer das ist, des­halb hat auch die USA wie ja gut sicht­bar ist die­se gan­zen Ban­di­ten im­mer Un­ter­stützt, Mör­der, Dik­ta­to­ren und an­de­re Schläch­ter sie hat Osa­man Bin La­den un­terstützt und auch Sad­dam Hus­sei­en, den das ist ih­re Stra­te­gie, es ist die Wei­ter­füh­rung der Stra­te­gie von Roth­schild­ban­ken, der al­te Roth­schild hat näm­lich durch Be­trug Täu­schen Heu­cheln und wei­teres im­mer al­le Kriegs­sei­ten Fi­nan­zi­ell un­ter­stützt und sie so­gar ge­gen­ein­an­der aus­ge­spielt. 

Heut­zu­ta­ge und aber auch schon zu Zei­ten Na­poleons wer­den dann wenn kei­ne Krie­ge sind Krie­ge geplant um dann wie­der Na­tio­nen ge­gen­ein­an­der aufzuhet­zen und in Krieg zu ver­wic­keln. 

  Bill Hook sta­un­te als er das hör­te. Ich sag­te ihm er möch­te sich ei­ni­ge Bü­cher auf­schrei­ben da­zu gehör­ten dann auch wie­der Bü­cher von G. E. Ed­ward Grif­fin, auch wie­der das Buch -The Crea­tu­re from Jekyll Is­land.

Dann fing Bill an zu er­zählen wie Pe­ter 4.000 Dollar macht und zwar steu­er­frei.   

Ich sel­ber es­se Mitt­ler­wei­len zwei Ko­te­letts und Cor­ned Beef aus der Pfan­ne mit vie­len Zwie­beln, die Boh­nen kochen noch. Dann drehe ich ein bisschen mehr auf und sa­ge Bill das ich die Leu­te hier schon di­rekt auf ih­re Feh­ler an­spre­che. Ich sa­ge ih­nen schon wie blö­de dies und das ist. 

  Er als Leh­rer sagt er Ma­ni­pu­liert viel, er hat nicht die Kraft zum di­rek­ten an­spre­chen der Din­ge. Das was er sieht, das über­sieht er oft meint er. Da ist immer noch Hoff­nung dann üb­rig meint er. Viel­leicht später oder ein an­der­mal wirds be­stimmt bes­ser, er ver­drängt viel sagt er. Dann fängt Bill zu er­wäh­nen das er me­ditiert und ein Sri Chin­moy Freund ist, als er mir das erzählt dreht er sei­ne Au­gen nach oben. Bill Hooks medi­tiert al­so dach­te ich. Ich ei­gent­lich auch, aber auf die­ser Rei­se ha­be ich nicht ein­mal ge­ses­sen um zu me­di­tie­ren. 

Bill re­det von Buddha, Kar­ma, Denk­for­men, Feh­ler der Ka­na­di­schen Staa­tes ge­gen die In­dia­ner und dann von un­ge­heu­rer Schlitzoh­rig­keit der In­dia­ner. 

  Dann kommt der Flug­platz­ma­na­ger Ste­ven in den Trai­ler. Ich er­wähn­te ge­ra­de zu Bill das ich im­mer froh bin wenn Men­schen sich von mir ent­fer­nen, dann ist wie­der we­ni­ger Schlitzoh­rig­keit in der Zu­sam­menkunft von Men­schen, und in dem Mo­ment kon­frontier­te Bill den Flug­platz­ma­na­ger Ste­ven. Er frag­te war­um er nicht für ihn ge­wählt hat­te ob­wohl er doch zu­vor ge­sagt hat­te er wür­de es tun. Die zu­sam­men­gemurmel­te Ant­wort von Ste­ven ließ er­ken­nen das er im­mer wählt wie die Mehr­heit wählt. Es war gut sicht­bar das Kol­lek­ti­ve Be­wusst­sein hat sie al­le noch in den Fän­gen. Ganz tief sitzt es in ih­nen drin und hat sie ge­fan­gen oh­ne das sie wis­sen was da über­haupt passiert. Es ist so stark das es je­de Ver­än­de­rung mäch­tig be­kämpft. 

  Es ist lang­wei­lig mit ih­nen zu re­den meint Bill. Ich stim­me ihm zu. Ste­ven geht wie­der, et­was vor sich her Mur­rend. Er kommt dann aber noch ­mal zurück zu mir und sagt das es nett sein wür­de wenn er und sei­ne Frau mal mit mir re­den könn­ten. Ich stim­me zu. Aber ich hö­re nur halb hin bin schon wo­an­ders. Bill ver­steht auf einmal mei­ne Idee, sich von an­de­ren Men­schen zu ent­fer­nen, nicht ge­gen ih­ren Wil­len zu ar­bei­ten, der Weg des ge­ring­sten Wie­der­stands zu ge­hen, wenn du nicht ge­wollt bist. Und plötz­lich ist er auch froh das Dorf wie­der zu ver­las­sen. 

Dann er­zählt er mir viel von sei­nem Le­ben als Leh­rer mit den un­ter­schied­li­chen In­dia­ner­stäm­men in Ka­na­da. Wir re­den bis 23 Uhr. Ich hö­re fas­zi­niert zu, von Le­ben der Men­schen wie sie in der Evo­luti­on ste­hen, wie sie Le­ben und ih­ren Weg ge­hen müs­sen. 

  Dann kommt je­mand, ein Jugend­li­cher, er sieht gut aus, hat ei­nen Sprach­feh­ler. Und kaum sitzt er am Tisch fragt er mich ob ich mein Ka­nu ge­fun­den ha­be. Nein sa­ge ich. Von wo kam der Wind ge­stern Nacht frag­te er. Ich sag­te von Osten. Ja aber dann dreh­te er Süd­lich sag­te der Ju­gend­li­che. Und ich den­ke das Ka­nu ist dort am Ufer oder im Ge­büsch. Ich schau­te ihn an und kom­bi­nier­te. Da greift Bill ein und fragt ob er Jon­ny Flat sei. Ja sag­te der Ju­gend­liche. Bill re­det mit ihm. Jon­ny Flat geht dann.


Mitt­woch, 31. Ju­li

Grau, Re­gen, Stür­misch, Su­per­müs­li. Pe­ter kam rein mit ei­nem mir un­be­kann­ten Den­em. Ich dach­te du bist Frühauf­ste­her sag­te er zu mir lächelnd. Pe­ter hat gel­be Re­gen­klei­dung an. Nicht an so ei­nem Tag sa­ge ich schmun­zelnd zu ihm. Die bei­den wol­len wei­ter Su­chen sagt Pe­ter. Ich er­zäh­le ihm die Jon­ny Flat Geschich­te. Pe­ter hat am gest­ri­gen Abend die vier Jugend­li­chen die in den Le­bens­mit­tel La­den ein­bra­chen an­ge­spro­chen. Er will das Ka­nu se­hen hat­te er zu ih­nen ge­sagt sonst ge­hen sie nicht in das Lac Bro­chet Som­mer­camp wo sie Ba­se­ball spie­len kön­nen und vie­le jun­ge Mäd­chen Bum­sen kön­nen. Zu Jon­ny Flat mein­te Pe­ter, da­mit hat er schon ge­sagt das sie das Ka­nu ge­stoh­len ha­ben, denn Jon­ny Flat gehört zu den vie­ren. Aber jetzt im Re­gen su­chen nein. Der an­de­re In­dia­ner frag­te mich wie ­viel ich ihm ge­be wenn er jetzt das Ka­nu für mich su­chen wür­de in die­sem Regen. Ich fra­ge ihn wie ­viel er will. 10 Dollar sagt er. OK sa­ge ich. Dann Früh­stüc­ke ich wei­ter. Et­was später kommt der Den­em Mann zurück. Er sagt das er an den Bü­schen am Ufer ge­sucht hat aber kein Ka­nu fin­den konn­te. Er macht auf Selbst­mit­leid weil er Nass ge­wor­den ist. Dann ge­be ich ihm die 10 Dollar und er geht er­freut. Kurz darauf kommt Pe­ter Tho­ras­sieg wie­der, auch Tee­pot ist bei ihm. Tee­pot sieht Wild aus, Un­ra­siert ver­schla­fen und er hat rie­si­ge Hän­de. Für bei­de ist klar das die vier Ju­gend­li­chen es wa­ren sa­gen sie mir. Wir wer­den sie heu­te Nach­mit­tag ho­len sagt Pe­ter und sie auch da­mit kon­fron­tie­ren, das wir ih­nen die Geld­un­ter­stüt­zung, die So­zi­al­hil­fe die sie be­kom­men nicht aus­zah­len wer­den, bis das neue Ka­nu das wir für dich kau­fen müs­sen ab­ge­zahlt ist. Wir müs­sen sie hart ran­neh­men sagt Tee­pot. Draußen ist al­les Grau und schwe­re Re­gen­schau­er fe­gen über das Land den See den Wald. Ich ha­be ei­nen Zet­tel fer­tig ge­macht auf dem stand:

Re­ward

50 Dol­lar

To the per­son who finds the mis­sing Ca­noe

the Red Ca­noe

C&C

Be­fe­sti­ge das im Dorf­zen­trum un­ter Ak­ti­vitäten sag­te Pe­ter. Ok, sag­te ich, ich gehe gleich rüber. Pe­ter geht dann. Tee­pot bleibt. Ich stel­le ihm Fra­gen über das Le­ben hier oben am Rand der Tundra im Land der Litt­le Sticks. Ich fra­ge nach Ja­gen, nach Fal­len stel­len, das Le­ben am Duck La­ke, denn dort wa­ren die Den­em ur­sprüng­lich sesshaft er­fuhr ich, und da muss was sein denn sie re­den da sehr be­trübt da­von oder wol­len gar nicht da­von re­den. Ir­gend­was stimmt da nicht mer­ke ich. Tee­pot sag­te bloß das der Go­verment der Staat sie zu dem Hud­son Post in Chur­chill brach­te. Da­nach war es sehr schlimm sag­te er. Viel Suff, Mord, Viel Kri­mi­na­lität. Tee­pot ist sicht­lich betrübt als er da­von re­det. Aber 1972 war die Um­siedlung nach Ta­dou­le sag­te er, lang­sam wird es bes­ser mit den Men­schen hier. Dann re­det er von Kunst­fellen, Na­tur­schutz­grup­pen, Mink, Ot­ter, ne­ben­bei fum­melt er am TV herum. Ich be­kom­me bloß Bruchstüc­ke mit kann kein kla­res Bild ma­chen.. Aber irgend­was das noch nicht so lan­ge her ist, pas­sier­te mit die­ser Grup­pe Men­schen das ih­nen das Rück­rat gebro­chen hat. Dann geht Tee­pot wie­der.

Bill Hook fängt an mit mir zu re­den. Er sagt sei­ne Illu­si­on sei nun end­gül­tig ge­bro­chen den In­dia­nern zu hel­fen. Draußen reg­net und reg­net und reg­net und reg­net es. Stür­misch pfeift der Wind durch die Landschaft. Der Sand ist bald mit Was­ser ge­füllt. Rinnsa­le for­men sich und schon sind Pfüt­zen da. Gelb­li­ches Was­ser läuft durch die klei­nen Kanä­le. Ich schaue aus dem Fen­ster und sehe in der Fer­ne das ein­zi­ge Tip­pi ne­ben ei­nem Holz­gerüst ei­nes Tip­pis. Dar­in le­ben die Den­em nun nicht mehr. 

  Es wird im­mer Grau­er draußen. Die Den­em kön­nen nun bloß in ihren klei­nen Häu­sern hoc­ken hat­te mir Tee­pot und Pe­ter ge­sagt. Sie ha­ben nichts wo­mit sie sich sonst be­schäf­ti­gen kön­nen. Wir ha­ben zu we­nig Un­ter­hal­tung für sie mein­te Pe­ter. Sie kom­men bloß auf dum­me Ge­dan­ken. Die Ju­gend­lichen kön­nen nichts tun. Die mei­sten Häu­ser ha­ben kein fließen­des Was­ser kei­ne Toi­let­ten. Sie müs­sen ih­re verdau­te Nah­rung in ei­nem Ei­mer ab­le­gen. Das wird dann ein­mal in der Wo­che ab­ge­holt mein­te Pe­ter zu mir. Ihm ge­fiel das al­les nicht. Er war an­deres Le­ben in Win­ni­peg ge­wöhnt.

Und ich. Ich sah die­se mensch­li­che Si­tua­ti­on. Über­haupt das Di­lem­ma Glo­bal. Wo ein­fach un­geach­tet des­sen das der an­de­re da ist, Men­schen ver­gewal­tigt wer­den. Die Ge­gen­sät­ze die seit eh und jeh Welt­weit un­ter den Men­schen die un­sag­ba­re Last und Ver­ach­tung her­vor­ge­bracht ha­ben, egal von wel­chem Volk oder Ras­se oder Na­ti­on. Aber es kann ja verändert wer­den in­dem Ak­zep­tanz und Ach­tung des ande­ren Le­be­we­sens und Den­kens ge­lebt wird. Natürlich sind al­le Dik­ta­to­ri­schen Schach­zü­ge nicht mehr zeit­gemäß. Aber denen ist es ja völ­lig egal. Aber Dikta­tur ist nicht bloß die of­fen­sicht­li­che Dik­ta­tur die Klassi­sche. Dik­ta­tur ist heu­te die Dik­ta­tur der Ban­kiers der Zen­tral­ban­ken oder der da­zu­gehö­ri­gen Wirt­schaftsgrup­pen und Po­li­ti­ker. Dik­ta­tur läuft in ei­ner so­genann­ten De­mo­kra­tie ganz an­ders ab, durch die zentra­li­sier­te Pla­nungs­macht die­ser Kom­bi­na­ti­on von In­ter­na­tio­na­len Ban­kiers und de­ren Mit­spie­ler den Poli­ti­kern. Dort wird ei­ne Dik­ta­tur ge­lebt die gen­au­so wie die re­li­giö­sen Dik­ta­tu­ren die Mas­sen der Menschen in ei­ner Glau­bens­welt hal­ten durch den to­tal ver­rück­ten Glau­ben an das Geld. Die­ser Glau­be ist so­gar durch Ge­set­ze fest­ge­legt in­dem Pa­pier­geld das Glau­bens­buch die Bi­bel ist. Der heu­ti­ge Krieg in Irak ist ein Glau­bens­krieg die­ser In­ter­na­tio­na­len Ban­kiers und de­ren Glau­be dar­an das Krieg das be­ste Mit­tel ist sowohl die Wirt­schaft als auch die Men­schen zu kontrol­lie­ren. Denn es geht bei denen dar­um die­se verrück­te Ei­ne Welt Re­gie­rung als Dik­ta­tur ih­res fa­na­tischen Glau­bens an das Geld zu fe­sti­gen. Es ist gut sicht­bar wie hier die Roth­schild­me­tho­de an­ge­wen­det wird. Und es ist gut er­kenn­bar das Eng­li­sche und Ame­ri­ka­ni­sche Ban­kiers die­sen Krieg woll­ten, denn er kam ja von die­sen bei­den Po­li­ti­schen Rich­tun­gen und de­ren Wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen­ver­bän­de. Die Rothschild - Ce­cil Rho­des und die Coun­cil on For­eign Rela­ti­on Grup­pen sind die Ma­cher hin­ter al­len Krie­gen die aus der USA-‑Eng­land Rich­tung kom­men. Hier ist es völ­lig egal was an Schön­heit und Lie­be in den Mas­sen der Mensch­heit ge­lebt wer­den will. Und deswe­gen ist es wich­tig ein Sy­stem auf­zu­bau­en das to­tal oh­ne Geld aus­kommt. Auch oh­ne Gold und überhaupt jed­we­de Art der Be­zah­lung. Ban­ken egal welcher Art müs­sen to­tal aus der Mensch­li­chen Ge­sellschaft ver­schwin­den. Ich weiß natür­lich das die­se Sicht mit der größten Herz­lich­keit der an Macht und Geld glau­ben­den Men­schen auf­ge­nom­men wird. HO­HO­HO. Aber die­se Schön­heit und Wür­de und das Gött­li­che im Mensch­li­chen Kör­per der ja der Dom der Tem­pel die Kir­che das Uni­ver­sum die Moschee Got­tes ist wird sich nicht von den Lü­gen der Bank­sy­ste­me und den Lü­gen der Wirt­schafts­sy­stem und den Lü­gen der Po­li­ti­schen Sy­ste­me und den Lü­gen der Re­li­gi­ons­sy­ste­me auf­hal­ten las­sen. Al­le die­se Un­wahr­heits­sy­ste­me wer­den zer­fal­len oh­ne je­den Zwei­fel. So wird die Mensch­li­che Si­tua­ti­on im Spa­zier­gang der Zeit oder Uhr­zeit Kla­rer und Nob­ler wer­den oh­ne das Min­der­hei­ten, an­ders Den­ken­de aber Wohl­wol­len­de, ver­nich­tet oder aus­ge­beu­tet wer­den. Letz­tend­lich ist al­les Lei­den auf der Er­de ein Man­gel an ge­gen­sei­ti­ger Lie­be. Aber da das ja so­zu­sa­gen zu Ein­fach ist, so Ein­fäl­tig, Dumm oder Poe­tisch, wird eben wei­ter aus­ge­beu­tet wer­den durch das Glau­bens­sy­stem der In­ter­na­tio­na­len Bankiers und an­de­re ver­rück­te Or­ga­ni­sa­tio­nen. So ist der Zir­kus nun­ mal. Hät­ten die Den­em da­mals die Eski­mos an­ders se­hen kön­nen, wie sie da oben in der Tundra un­ter schwe­ren Be­din­gun­gen ihr Le­ben machen und das in sich selbst er­kannt, hät­ten sie über die Form und die Per­sön­lich­keit hinaus­schau­en kön­nen, hät­ten Din­ge ei­nen an­de­ren Lauf be­kom­men. Und heu­te ist es das glei­che. Zu vie­le Be­din­gun­gen sind im­mer im Spiel. Zu vie­le Gren­zen wer­den im Geist geformt. Denn der Geist im Men­schen ist näm­lich die größte Gren­ze, das Den­ken, sein Men­tal. 

  Die zwei jun­gen Ka­na­dier die ge­stern hier in Tadou­le an­ka­men und mit dem Ka­nu die Strec­ke den Seal Ri­ver run­ter zur Hud­son Bay fah­ren bis nach Chur­chill, sie mussten so­fort das Re­ser­vat ver­las­sen. Sie woll­ten wohl auch nicht blei­ben. Trotz­dem, die­ses Den­ken das auf Ras­sen und an­de­re äuße­ren als auch in­ne­ren Gren­zen auf­baut - schwie­rig. Lie­be ist ja nicht ein­fach bloß blin­des ge­ben. Aber be­din­gungs­lo­se Lie­be gibt un­un­ter­bro­chen, und die Fül­le ist ja da. Die­se be­din­gungs­lo­se Lie­be ist ja gut sicht­bar in Be­zug zur Mensch­li­chen Si­tua­ti­on auf der Er­de. Du kannst ma­chen was du willst, Ge­set­ze sind kei­ne Gren­zen dein Wil­le ist nicht ein­ge­schränkt oder un­frei du hast to­ta­le freie Mög­lich­keit das zu Ler­nen und zu erken­nen was für den Sinn des Le­bens rich­tig ist und kannst das dann Falsche hin­ter dir las­sen. 

  Natür­lich sind in­zwi­schen sämt­li­che Ge­sell­schaftli­che Glo­bale Struk­tu­ren vor­ge­baut und mehr oder we­ni­ger Ver­skla­vt denn in Wahr­heit sind die­se Syste­me Ver­skla­vun­gen. Was auch so ge­wollt ist weil die Voraf­fen die Vor­fah­ren die die­se Macht hat­ten das so woll­ten denn sie leb­ten ja noch das Prin­zip der Ignoranz der Schwarz­ma­gie der Ma­te­ria­li­sti­schen Ma­thema­tik. In der Po­li­tik ist Lie­be mehr als nö­tig. Das Schein­hei­li­ge Po­wer­lächeln das Schön­wet­ter­la­chen auf ih­ren Ge­sich­tern der Welt­po­li­ti­ker ist ein­fach zu sehr auf das an­schal­ten ei­nes Elek­tri­schen Lichtes zurück­zu­füh­ren. Es ist ein rei­nes Ge­schäfts­lächeln für die Wirt­schafts­bos­se für die Un­wahr­heit für die sie in Wahr­heit die Ge­sprä­che füh­ren. 

  Po­li­tik oh­ne Lie­be er­zeugt heu­cheln­de Menschen, Trick­ser, Verlo­gen­heit. Da nützt auch kein inneres ver­stec­ken, weil das Il­lu­si­on ist, denn die Ener­gie wird über­tra­gen. Ech­te Weis­heit ist natür­lich. Ech­te Lie­be auch. 

  Und wie sieht das hier bei den Den­em da­mit aus. Ich spü­re das da Lie­be ist. Doch ich sehe auch sehr viel schlitzoh­ri­ges Ver­hal­ten viel Wut. Die Ver­gan­gen­heit hat sie ge­prägt. Wer weiß was sie für üble Si­tua­tio­nen sel­ber ge­schaf­fen ha­ben. Sich vom Tie­ri­schen zu lö­sen dau­ert, von den Tie­ri­schen Emo­tio­nen und Ge­dan­ken und Fan­ta­si­en. Wer weiß was ih­nen auch für Leid zuge­fügt wur­den.

Es gab aber auch viel Chaos sei­tens der Mäch­ti­gen hier in Ta­dou­le. Zum Bei­spiel hängt am Com­mu­ni­ty Haus ein Schild, darauf steht: TA­DOU­LE LA­KE MA­NITO­BA. A DRY RE­SER­VE. ALL OF­FEN­DERS WILL BE PRO­SE­CU­TED BY BAND OF­FI­CI­ALS. EF­FEC­TIV AS OF JU­NE 15/88. Doch ich wußte das Pe­ter und ei­ne an­de­re Fa­mi­lie sel­ber Al­ko­hol und an­de­re Pflan­zen­extrak­te ih­ren Leu­ten ver­k­auf­ten. Ich sel­ber ha­be nichts da­ge­gen. Aber ei­ner­seits soll ein Bild ge­schaf­fen werden, al­so ei­ne Il­lu­si­on, das hier in Ta­dou­le nur Nichtsäu­fer Le­ben, weil sie ja da­mit star­ke Pro­ble­me ha­ben. Aber dann ver­kau­fen die skru­pel­lo­sen Chief selbst um Geld zu ma­chen. Die­se tie­ri­schen al­so täuschen­den Ver­hal­tens­for­men, ha­ben sich bis heu­te aufrechter­hal­ten, in al­len Staa­ten und al­len Po­li­ti­schen Be­rei­chen. Es ist ganz ein­fach noch das Ver­hal­ten des Ur­walds das Ver­hal­ten der Tie­re die zum Be­reich des Mor­dens und er­mor­det wer­den gehö­ren. Lei­der sind die Men­schen noch so Dumm. Doch für den Ur­wald ist das In­tel­li­genz.

Pe­ter er­zähl­te mir auch wie das Was­ser mit klei­nen Was­ser­au­tos zu den Häu­sern ge­lie­fert wur­de. Oder wie der Kot von dem Ho­ney­pot al­so Ho­nig­topf ge­holt wur­de, sag­te er mir lächelnd. Die Leu­te tru­gen ihn manchmal durchs Dorf, von Haus zu Haus wur­den die Kack­re­ste ab­ge­holt. Im­mer­hin schon ei­ne Ver­besse­rung an­statt im Busch zu sit­zen und von Mos­ki­tos an­ge­bis­sen zu wer­den, oder bei mi­nus 20 Grad an­gefro­ren zu wer­den, oder von ei­nem Eis­bär und so weiter. Es ist nicht so sti­mu­lie­rend sag­te Pe­ter zu mir zu se­hen wie der Ho­ney­pot durch die Ort­schaft ge­tra­gen wird. Ich hat­te aber bis jetzt noch kei­nen ein­zi­gen Betrun­kenen ge­se­hen.   Dann zog ich mich an, dar­über den Grü­nen Re­gen­man­tel und ging raus in den Grau­en ALL-‑Tag vol­ler Re­gen. Brach­te den 50 Dollar Be­loh­nungs­zet­tel im Com­mu­ni­ty Cen­ter an. Pe­ter kam auf mich im Büro zu. Ein jun­ges Mäd­chen, das zu­vor schon im Wohn­trai­ler war ar­bei­te­te da im Büro. Bei mir Im Trai­ler ka­men im lau­fe des Ta­ges oft Den­em rein, Ju­gend­li­che, Al­te, und frag­ten ob das Ka­nu schon da sei, oder aber frag­ten mich ob ihr GST Scheck schon da sei, das sind ih­re So­zi­al­hil­fe Schecks vom Staat. Oder an­ders for­mu­liert das ist En­ten­fut­ter. So macht man freie schö­ne Wil­den­ten durch En­ten­fut­ter am See aus­ge­schüt­tet zu un­frei­en lah­men und dann hilflo­sen fet­ten En­ten. Das ist ei­ne Macht­stra­te­gie der Ge­heim­ge­sell­schaf­ten die aber als So­zi­al und Menschen­hil­fe ver­mark­tet wird und auch so an­ge­nom­men wur­de. 

  Aber wer weiß schon das in ihm das Gött­li­che Lebt. Das er sel­ber Un­sterb­lich ist. Das bloß sein Kör­per ent­steht und ver­geht. Aber er sel­ber Im­mer war und sein wird. 

  Pe­ter und ich gin­gen dann raus und spa­zier­ten durch den Grauen wind­ge­feg­ten Re­gen­tag. Ein Hund kam und nag­te an mei­nen Schu­hen. Ge­stern hat­te er das auch ge­tan. Ist süß wenn sie ver­spielt die Schuhbän­der an­knab­bern spie­len wol­len. Pe­ter er­zähl­te mir das es sehr schwie­ri­ge sei mit drei Kin­dern oh­ne Was­ser im Haus. Es ist schwie­rig sich von 10 Jah­ren Stadt­le­ben nun auf die­ses Le­ben hier ein­zu­stel­len, sich dar­an zu ge­wöh­nen. Ich konn­te er­ken­nen das Pe­ter viel dafür kämp­fen wür­de den Le­bens­stan­dard für sich und sei­ne Leu­te zu er­höhen. Er sag­te auch die Band-‑Com­mu­ni­ty hat­te 50 Dollar Be­loh­nung aus­ge­setzt für das fin­den des Ka­nus. Al­so wa­ren 100 Dollar zu bekom­men. Wir gin­gen zu Tee­pots Haus. Tee­pot saß mit der klei­nen fet­ten Ca­roll die süße mit dem schö­nen Blau­ka­rier­ten Hemd auf der Ab­fall­couch., im ärmsten Haus in­dem ich je­mals in mei­nem Le­ben gewe­sen bin. 

  Es ist et­was an­deres ob du gar nichts hast und draußen lebst in ei­nem Zelt oder un­ter frei­em Him­mel. Aber in ei­nem Haus - ohla­la. Das war das ärm­ste Haus in Ka­na­da oder so­gar Nord­a­me­ri­ka. Die Mut­ter Tee­pots war im an­de­ren Zim­mer. Sie war sehr alt, ich schät­ze sie an die 100 und sie fummel­te da ge­brechlich mit dem Tee­topf herum, dem Kes­sel. Ih­re lan­gen Weißen Haa­re ih­re dür­re Ge­stalt, sie sah Edel aus aber ka­putt, fer­tig, aus­ge­mer­gelt vom sehr schwe­ren gezeich­net. Es war Du­ster im Haus. Ich war schon­mal bei Tee­pot im Haus ge­we­sen. Das war das Übel­ste was ich je­mals in mei­nem Le­ben er­lebt hat­te hin­sichtlich Hy­gie­ne. Als ich das sah fing ich an zu Wür­gen und konn­te mit Mühe mein Über­ge­ben ver­hin­dern. Tee­pot hat­te das be­merkt und seit­dem war er mir gegen­über we­sent­lich Skep­ti­scher. Aber was kann mein Kör­per dafür das er beina­he Kot­zen musste woll­te, so übel war das. Un­vor­be­rei­tet ging ich in das Haus, und Bäng, ein üb­ler Ge­stank kam mir ent­ge­gen, der Dreck war ka­ta­stro­phal und überall la­gen Fleisch­stüc­ke Re­ste auf dem Tisch, Kno­chen auf dem Bo­den, ein wil­des Durch­ein­an­der ... Ich dach­te ich kom­me hier zu Men­schen und was ist das hier, nein, das Men­schen so sein kön­nen, aber sie sind so. Mein Gott was ist hier bloß los. Ein star­kes wür­gen kam in mir hoch. Ich musste mei­nen gan­zen Wil­len zu­sam­men­hal­ten und mei­nen Kör­per und Sin­ne Fe­sti­gen da­mit ich da nicht so­fort er­bro­chen hät­te. Ein­fach Übel. Schon fast Tierisch war das was ich da sah. Und das war es auch ein Blick in das Tie­ri­sche die Ver­gan­gen­heit des Menschen das sah ich dort. 

  Nun war das Haus et­was auf­geräum­ter und kei­ne Fleischre­ste la­gen auf dem Bo­den oder Tisch. Auch war gelüf­tet wor­den. Die klei­ne dic­ke Ca­roll mit Irischem Blut war von ih­rem Mann weg­gelau­fen. Er schlägt mich an­dau­ernd sag­te sie. Sie sieht so weich aus und lie­be­voll. Die Män­ner da­ge­gen sind hart und Kniff­li­ge Ge­stal­ten. Pe­ter gab ihr ei­ne Zi­ga­ret­te. Dann sag­te er ihr wie sie so­fort Geld be­kom­men könn­te von der Com­mu­ni­ty. Sie will weg nach Chur­chill sag­te sie. Es geht nicht mehr so wei­ter. Sie hat­te Angst. 

  Sie woll­te et­was Le­ga­les ge­gen den Mann un­terneh­men, doch Pe­ter riet ihr da­von ab, er mein­te du als Frau wür­dest hier so­wie­so kein Recht be­kom­men. Das wür­de für dich hier dann nur noch schlim­mer wer­den. Er sag­te ihr dann das es bes­ser sei von hier weg­zu­gehen. Dann frag­te mich Pe­ter wit­zig ob ich nicht ei­ne Rei­se­ge­fähr­tin ge­brau­chen könn­te. Er mein­te auch das ei­ne Ge­richt­li­che Ent­schei­dung nicht leicht für sie zu ge­win­nen sei. 

  Dann gin­gen wir wie­der zurück ins Büro. Ter­ry kam her­ein und woll­te mit mir re­den aber als er Pe­ter  sah war er merk­lich zurück­hal­tend. Er trau­te sich nicht frei zu re­den vor sei­nem Chief. Hier konn­te gut gese­hen wer­den wie die Lü­ge der Be­trug die Täu­schung die Men­schen in ein Spin­nen­netz ge­fan­gen hält von denen die Chiefs sind. Das ist Welt­weit heu­te überall noch so. 

  Ich ging zurück zum Trai­ler. Es hat­te auf­gehört zu Reg­nen. Die Son­ne schi­en wie­der blen­dend schön. Al­so mach­te ich noch­ mal ei­nen Spa­zier­gang durch die Ort­schaft. Im Nu sind es wie­der über 30 Grad. Im Nu ist al­les wie­der troc­ken. 

Die Kin­der spie­len wie­der draußen und La­chen. Ein sehr schön aus­se­hen­des Kind hat­te aus Sperr­holzplat­ten ei­ne Un­ter­kunft für ei­ne Hün­din ge­baut. Das Kind läuft Bar­fuss he­rum, trägt schwarzweiß­ge­sprenkel­te Shorts und ein schwar­zes T-‑Shirt Sei­ne Pechschwar­zen Haa­re glän­zen im Son­nen­licht. Goldbron­zig ist sei­ne Haut. Sehr schön sieht der Jun­ge aus. Ei­ne Hün­din steht in dem ge­bau­ten Ställ­chen und das Kind sitzt am Ein­gang die­ser klei­nen Hun­dehüt­te. Die Hün­din schaut mich lie­be­voll an ganz klar ist ihr Blick aber doch et­was schüch­tern. Ei­ni­ge an­de­re Kin­der kom­men hin­zu weil ich da stehe und mir die jun­gen Wel­pen an­schaue. Die Hün­din kommt aus dem Häuschen und schaut be­sorgt zu ih­ren Kin­dern als die Den­em­kin­der sich ei­ni­ge neh­men und hoch­he­ben. Aber sie ist nicht ag­gres­siv. Ganz wach be­ob­ach­tet sie ih­re Kin­der. Die Den­em­kin­der ge­hen lie­be­voll mit den Jun­gen Hun­den um. Ich ma­che ei­ni­ge Fotos und gehe wei­ter. Ich bin wie­der er­staunt wie un­ter­schied­lich die Kin­der aus­se­hen mal Es­ki­mos, mal Eu­ropäer mal wie In­dia­ner mal In­der mal Fran­zo­sen. Die Men­schen hier auf der großen Sand­dü­ne am Ta­dou­le See ha­ben ei­nen wun­der­schö­nen Platz zum Le­ben. Viel­leicht sind sie sich des­sen nicht be­wusst. Aber viel­leicht ken­nen sie noch viel schö­ne­re Plät­ze. 

  Das Le­ben auf dem Sand er­leich­tert vie­les. Auch Müc­ken und Black­flies sind hier fast nicht vor­han­den. Das Licht ist wie­der glän­zend. Vö­gel sind auch zu hören. Ganz weit ent­fernt ru­fen ei­ni­ge Loons. Die hat­te ich schon lan­ge nicht mehr gehört die Schön­heit ih­rer Spra­che. 

  Ich gehe zurück zum Wohn­trai­ler und ziehe mir die Klei­dung we­gen der Wär­me run­ter. Als ich ge­ra­de da­bei bin schaue ich aus dem Fen­ster und sehe wie Pe­ter zu mir winkt und auf da­hin­ten rechts zeigt. Ich gehe raus. Ich hat­te ver­stan­den ob­wohl ich nichts se­hen konn­te. Das Ka­nu kommt. Es kommt mit vier Bei­nen. Zwei Jun­gen tra­gen es zum Trai­ler. Schnell will ich die Schür­sen­kel zu­bin­den aber das geht nur lang­sam. Pe­ter sagt mir so­fort das sie das Ka­nu gefun­den ha­ben. Pri­ma ich freue mich sehr. Mor­gen kann ich wei­ter­fah­ren. Schön. Ich freue mich wirk­lich sehr. 

Die vier Jungs, die schon ver­däch­tigt wa­ren brach­ten das Ka­nu dann zu mir. Ich hat­te mei­ne K­amera da­bei und mach­te ei­ni­ge Fotos. Pe­ter lächel­te. Er musste schwit­zen den er hat­te noch die Gel­be Regen­klei­dung an und saß auf dem Roten Drei­ra­drol­ler. So­fort gab ich den vie­ren je­weils 10 Dollar weil sie das Ka­nu Ge­fun­den hat­ten. HO­HO­HO. Da­mit war die An­ge­le­gen­heit für mich er­le­digt. Es war ei­ne schö­ne Er­fah­rung und so hat­te ich et­was in­ten­si­ver ei­nen Einblick in das Lie­bes­le­ben der Den­em hier auf die­ser schö­nen Sand­dü­ne am Ta­dou­le See in der Nähe des Northern Ter­ri­to­rys, hoch oben in Nord­ma­ni­to­ba gehabt. Al­le vier tru­gen sie ih­re Schirm­müt­zen mit dem Schirm nach hin­ten. Ei­ner hat­te ei­nen großen Re­genpon­cho an. Sie hat­ten al­le lan­ge Haa­re und lächel­ten. Ich gab ei­nen von ih­nen die Ni­kon mit dem Au­to­fo­kus und ließ ihn ei­ni­ge Fotos von mir mit den an­de­ren drei­en ma­chen. Sie mach­ten dann auch Fotos von sich sel­ber. Wir lach­ten viel. Sie er­zähl­ten das sie lie­ber in Win­ni­peg wä­ren. Hier sei nichts zu tun für sie. Sie al­le wa­ren schon im Ge­fäng­nis ge­we­sen sag­ten sie. Au­to­dieb­stahl oder La­den­ein­brüche. Aber das gehört zu ih­rer Tra­di­ti­on sag­ten sie, näm­lich zum Er­wach­sen wer­den, Mann wer­den. 

  Na­ja, dach­te ich mir, so ist das mit der Tra­di­ti­on sie ist auch ganz schön Blö­de im Be­zug zur Ge­gen­wart. Des­we­gen ist es wich­tig sich nicht mit der Tra­di­ti­on zu ver­glei­chen und sein Le­ben darauf auf­zu­bau­en sondern im­mer frisch über­prü­fen ob da nicht zu viel schwach­sin­ni­ges Ge­mor­de Ver­blö­dung Ver­gif­tung und Ver­lo­gen­heit und Macht­gier drin ist. Vor­fah­ren sind nun ­mal so. Ein Mäd­chen kommt noch vor­bei und lacht sehr viel mit uns. Lang­sam geht das Tref­fen dann aus­ein­an­der und je­der geht wie­der sei­ne ei­ge­nen We­ge. Dann bin ich wie­der al­lei­ne. ALL-‑EI­NE.

In­dia­ner, Jä­ger, Ban­kiers, Po­li­ti­ker, sie müs­sen Schlitzoh­rig sein, denn Ja­gen be­in­hal­tet Schlitzoh­rigkeit, Täu­schen, Trick­sen, Austrick­sen, Be­trü­gen, Li­stig sein, das ist Welt­weit das glei­che und be­zieht sich nicht nur auf Men­schen hier in Ta­dou­le, nein, das gilt für al­le Men­schen die noch dar­an ver­haf­tet sind und die­se Struk­tur in sich mittra­gen.. Ban­kiers ja­gen hin­ter dem Geld her und die Welt­macht und Be­herr­schung der Po­li­ti­ker und de­ren Staa­ten und Res­sour­cen ist ihr Ziel, das Ja­gen die. Po­li­ti­ker ja­gen den Wäh­ler. Jä­ger das Wild. Je­der ist noch ein Raub­säu­ge­tier geblie­ben nicht mehr. So ist ihr se­hen der Welt so se­hen sie die Welt und ih­re Um­ge­bung al­les wird noch als Jag­d­objekt be­trach­tet. Auch die Mit­men­schen. Al­les ist und soll ein Op­fer sein. Und so ent­steht un­wei­ger­lich ei­ne ka­put­te Ge­sell­schaft die oh­ne das lei­se­ste Zwei­feln zer­stört wer­den wird. Weil dar­in schon die Zer­störung mit­ge­lie­fert wur­de. Und weil der Lern­pro­zess nicht an­ge­nom­men wur­de. Da die Ge­sell­schaf­ten überall oh­ne Aus­nah­me von Aus­beu­tern ge­führt wer­den. Die Po­li­ti­ker ha­ben nichts zu ge­ben, außer Wor­te und Wir­res Den­ken und Ver­spre­chun­gen wie sie Dein Geld be­kom­men kön­nen und das dann aus­ge­ben, denn al­le Aus­ga­ben sind ja die Gel­der der Men­schen. 

  Sie neh­men sa­gen wir mal 1000 Eu­ro ein durch Steu­ern und ge­ben dir dann 350 Eu­ro dei­nes Gel­des wie­der zurück. Der Rest geht in die Un­ter­stüt­zung ih­res Sy­stems da­mit sie ja auch noch mehr un­verzicht­bar wer­den sol­len. Die Büro­kra­ten sind ih­re fet­ten En­ten die sie mä­sten da­mit auch al­les Läuft. Die Ban­kiers die In­ter­na­tio­na­len ha­ben mit den Po­li­ti­ker ein Kar­tell auf­ge­baut. Sie sind die wah­ren Herr­scher die aus In­du­stri­el­len be­ste­hen. Die­ses Kon­sor­ti­um der In­du­stri­el­len Ban­kiers ha­ben die Li­zenz zum Gelddruc­ken. Da­von sind die Po­li­ti­ker ab­hän­gig ge­wor­den weil ein Po­li­ti­ker ja gar nichts zu bie­ten hat außer sei­ne 100 % Igno­ranz. Aber das ist der Ar­ti­kel, der ja von denen, die die „Ei­ne Welt Re­gie­rung“ auf­bau­en wol­len mit ih­rem fa­schi­sti­schen Zie­len, der ge­wollt ist. Denn er­leuch­te­te Po­li­ti­ker und Mu­ti­ge kla­re Po­li­ti­ker, wür­den ja das Zen­tral­bank­sy­stem und de­ren Hin­termän­ner längst ent­lar­vt ha­ben in der Öf­fent­lich­keit, und darauf hin­ge­wie­sen ha­ben das wie bei den Re­li­gionen, gen­au­so hier mit den Ban­ken, es der Glau­be dar­an ist, an das Pa­pier­geld, das aber auch to­tal wert­los ist, die Mas­sen der Men­schen auf ewig in der Ver­blö­dung hal­ten soll, die wun­der­bar von den In­terna­tio­na­len Ban­kiers ver­wal­tet wird. Und zwar von ei­ner be­wusst re­gu­lier­ten Geld­po­li­tik, die so­gar dafür das sie Geld oh­ne den Ge­gen­wert des Goldes, ein­fach druckt und dafür auch noch Zin­sen ver­langt, das ist al­les ein to­ta­ler Be­trug und ei­ne Kri­mi­nel­le Ma­chenschaft die aber ab­ge­seg­net wird. Und zwar als Geldpo­li­tik so­zu­sa­gen auf höch­stem Ni­veau. 

Die­ses un­be­schreib­lich ho­he Ni­veau ist in Wahrheit das höch­ste Ni­veau der Igno­ranz. Es ist un­beschreib­li­che Blöd­heit und Stumpf­heit. Oh­ne Zwei­fel wird sich die Wahr­heit nicht von der Igno­ranz die­ser Zu­sam­menar­beit der Igno­ran­ten Po­li­ti­ker und der Igno­ran­ten In­ter­na­tio­na­len Ban­kier und de­ren Zen­tralban­ken ver­ne­beln las­sen oder von ei­ner Re­zes­si­on in die an­de­re trei­ben las­sen die so­gar ge­wollt sind je nach Macht­blick­win­kel. So wur­de zum Bei­spiel die Ame­ri­ka­ni­sche Re­zes­si­on in den dreißi­ger Jah­ren bewusst auf­ge­baut von den Zen­tral­ban­ken, um Eng­lands Zen­tral­bank Geld zu brin­gen da­mit die Eng­li­sche Poli­tik ih­re So­zi­al­pro­gram­me und den Le­bens­stan­dard auf­rechter­hal­ten kön­nen. Das wur­de be­wusst von den Ame­ri­ka­ni­schen und Eng­li­schen Ban­ken ge­plant Auch die Fran­zö­si­schen Zen­tral­bank und auch die Deut­sche Reichs­bank wur­de da­zu nach USA ein­gela­den, aber bei­de rei­sten ab weil sie an dem Ban­di­ten­pakt nicht mit­ma­chen woll­ten. Das ame­ri­ka­ni­sche Volk und das eng­li­sche Volk sind to­ta­le Op­fer die­ser In­ter­na­tio­na­len Ban­kier und de­ren da­zu­gehö­ri­gen In­du­stri­el­len und de­ren Me­dien­kon­trol­len. Nun gut das reicht erst­ mal. 

  Aber ihr seit al­le Jag­d­ob­jek­te ge­wor­den und zwar der Kar­tel­le der Groß­in­du­strie und der Po­li­ti­ker. Der be­ste Weg sich da­vor zu schüt­zen ist kein Geld mehr und kei­ne Po­li­ti­ker mehr. Denn so wie auch Kai­ser und Kö­ni­ge über­flüs­sig ge­wor­den sind, genau so sind Po­li­ti­ker und Geld über­flüs­sig ge­wor­den. Das Huma­ne Ge­wand al­les zum be­sten der Men­schen zu tun ist in Wahr­heit das Übel­ste für den Men­schen zu tun, ihn näm­lich Sub­til durch ei­nen an­de­ren Glau­ben weiter­hin in der Ver­blö­dung zu hal­ten. Näm­lich nicht zu er­ken­nen das der Glau­be an Geld oder die Po­li­ti­ker das glei­che ho­he Ver­blö­dungs­ni­veau er­reicht wie der Glau­be an die Re­li­gio­nen. Glau­be nur an dich Sel­ber wenn du schon nicht vom Glau­ben weg­kom­men kannst und fra­ge dich,wer das ist der da der Gläu­bi­ge ist, fra­ge dich wer du in Wahr­heit bist, was du in Wahr­heit bist.

Soo. wei­ter mit die­ser Er­zäh­lung da oben am Tadou­le See. Ich ha­be nun die Den­em­men­schen hier erlebt, so wie sie wa­ren, sind. Die mei­sten ha­be ich gar nicht ge­se­hen. Ich mußte er­ken­nen das die Lie­be sich aber in un­wahr­schein­lich vie­len Fa­cet­ten dar­stellt. Sie ist nicht ei­ne ein­fach ge­ben und neh­men An­ge­le­genheit und auch nicht ei­ne Sym­bio­ti­sche Lie­be die zur Ver­blö­dung führt. Ich ha­be hier aber auch ei­ne frei Lie­be ge­se­hen ei­ne Lie­be die von In­di­vi­du­um aus­geht und dem an­de­ren oh­ne Selbstauf­ga­be oder Selb­sternied­ri­gung er­reicht. Ich sah hier gleich­be­rech­tig­te Lie­be aber auch Lie­be die auf Do­mi­nanz auf­baut. Ich sah hier das die Den­em da­bei sind ei­ne krea­ti­ve Lie­be le­ben zu wol­len. Aber durch das Duck La­ke Mas­sa­ker ir­gend­wie zer­stört wur­den. So­weit ich das mer­ken konn­te, das sie ziem­lich ka­putt ge­macht hat. Aber mehr konn­te ich nicht er­fah­ren. Ich sah das hier Fürsor­ge war Hei­lung und Trost un­ter­ein­an­der. Auch Unter­stüt­zung wur­de ge­lebt. Die Den­em wa­ren da­bei sich vom rei­nen Jagd und Samm­ler­sein weg zu entwic­keln. Das sind We­ge die al­le an­de­ren Völ­ker auch ge­gan­gen sind und noch ge­hen. Atom­bom­ben gibt es ge­nug. Das be­sagt schon al­les. Dann ging ich zurück in den Wohn­trai­ler, pack­te mei­ne Sa­chen zu­sam­men und fing an mir ein Es­sen zu ko­chen. Bill war auch da und re­de­te mit mir. Er woll­te sich nun ei­ne an­de­re Stel­le su­chen wo die Men­schen ihn moch­ten. Aber er wür­de doch wie­der mit In­dia­nern ar­bei­ten wol­len. Viel­leicht gehe ich nach Bri­tisch Co­lum­bia, es ist auch sehr schön dort sag­te er. 

 Vierter Seal River Stop

Als ich da so stand und mei­ne Sa­chen koch­te wur­de ich auf einmal aus mei­ner Re­ali­tät et­was heraus­ge­ho­ben oder entrückt, Ich wur­de aus dem Riechsinn, der Ge­wohn­heit ge­ho­ben und konn­te plötz­lich oh­ne über die Phy­si­schen Sin­ne ganz frisch Rie­chen oh­ne die Ge­wohn­heit aus den Jahr­zehn­ten lan­gen Le­ben und war er­staunt. Plötz­lich roch ich das, was ich da koch­te. Es stank und zwar übel. Das pas­sier­te wäh­rend Bill zu mir re­de­te und ich ihm zuhör­te. Ich ha­be in mei­nem schö­nen Le­ben schon vie­le Er­lebnis­se ge­habt wo mir be­wusst ge­macht wur­de was ich wirk­lich bin und was Täu­schung ist und bloße Gewohn­heit. Auf die­ser Rei­se wur­de mir ganz klar mei­ne Ver­haf­tung zum Töten und zum Fleisch­fres­sen ge­spiegelt und be­wusst ge­macht. Ich er­kann­te das die­ses Fleisch ko­chen der Duft in Wahr­heit ganz ganz üb­ler Ge­stank ist näm­lich ge­koch­ter Lei­chen­ge­stank. Die Ver­bin­dung zum Töten und Fleisch­fres­sen wur­de darge­stellt. Ich er­kann­te das und dann war ich wie­der in mei­nem Ge­wohn­heits­be­wusst­sein drin, hat­te die In­forma­ti­on aber ge­spei­chert mit der ich mich und mei­ne Um­ge­bung nun an­ders be­trach­ten wür­de. Da war ei­ne lang­sa­me Ent­-wöh­nung am lau­fen. Nein, da­mals wusste ich auch nicht, als ich die Rei­se plan­te und dann mach­te, das da­bei für mich ei­ne to­ta­le Ent­fernung vom An­geln, töten, und Flei­sches­sen pas­sie­ren wür­de.

Ei­ni­ge an­de­re Den­em ka­men in den Wohn­trai­ler und re­de­ten mit Bill und mir. Isaac Thom kam und sprach da­von das hier ei­ne Gal­lo­ne 10 Dollar ko­ste­te. Ich wusste nicht was er mein­te, Ben­zin, Schnaps. oder was. Ich frag­te auch nicht. Dann kam noch Rod­ger rein, der jun­ge Den­em, und sprach da­von das hier ein Joint 10 Dollar ko­stet, das ist zu teu­er mein­te er. Ich hör­te zu und aß mein Es­sen. Das TV war auch an. Dann kam noch je­mand hin­zu den die bei­den eben er­wähn­ten, er nann­te sich Boo­gie­man. Der sprach von Whi­te man und Black man. Ich hör­te zu und sag­te gar nichts. Nach ei­ner wei­le gin­gen al­le wie­der. Ich hat­te gehört ge­se­hen und mir gar nichts da­bei gedacht. In der Nacht kam je­mand der hieß Ro­bert Craw­fort. Er war sto­ned, hat­te Ma­ru­ju­huha­na ge­raucht, wie er sag­te und er re­de­te viel von Holz­schnit­ze­rei­en die er mach­te und auch Stein­schnit­ze­rei­en. Ein sympa­thi­scher jun­ger Mann. Wir hat­ten ein schö­nes Gespräch über Frei­heit und Pflanz­li­che Mit­tel die das Ana­ly­ti­sche en­ge Be­wusst­sein um­gin­gen und das Se­hen er­wei­ter­ten. Ich konn­te ihm gut fol­gen. War­um wohl?!

Don­ners­tag, 1. Au­gust

Ich stand um 7 Uhr auf, früh­stück­te, hat­te Pfan­ne­kuchen ge­macht. Die wa­ren pri­ma, köst­lich. Dann kommt Ste­ven der Air­port­ma­na­ger. Er hat­te ei­nen Studen­ten mit­ge­bracht. Sie re­den über ih­re Pri­va­ten Din­ge. Die­ser Platz ist so­was wie ei­ne gemüt­li­che gepfleg­te Um­ge­bung wo sie auch ih­re Din­ge be­sprechen kön­nen. Ich er­zähl­te ih­nen was ich al­les verkau­fen wer­de wenn ich mit der Rei­se zu En­de bin. Au­to, Zelt, und vie­les mehr. Dann kommt Pe­ter. Er erzählt mir das er die Strec­ke nach Chur­chill den Seal Ri­ver run­ter in die Hud­son Bay auch schon ge­macht hat, al­lei­ne. Du musst sehr vor­sich­tig sein sagt er. Insbe­son­de­re wenn du zu ei­ner Stel­le kommst wo rechts ein sehr großer Fel­sen ist, er wird Cast­le Rock ge­nannt, du darfst auf kei­nen Fall die­se Strom­schnel­len fah­ren, sie sind mör­de­risch. Du musst rechts um den großen Fel­sen herum­fah­ren und dann dort rechts so­fort ans Ufer ge­hen und die Stel­le dann an Land ma­chen. Wolf sag­te er, glaub mir, sag­te er noch­ mal, das ist dort sehr ge­fähr­lich. Ich nahm den Rat ger­ne an und ha­be ihn ge­spei­chert. 

  Wäh­rend ge­re­det wird pac­ke ich al­les zu­sam­men und fe­ge den Trai­ler aus. Ich hat­te die Ta­ge die ich hier war als ein­zi­ger fließen­des Was­ser. Dann brin­ge ich den Schlüs­sel ins Com­mu­ni­ty Haus dem Band Haus Der Wu­ti­di­ot ist wie­der dort. Er gif­tet mich so­fort an als ich in Pe­ters Büro gehe. Als ich dann in sei­nem Büro bin und ihm die Schlüs­sel ge­be sagt Pe­ter auf einmal, näch­stes mal ver­lan­gen wir aber Ho­tel­ge­bühr. Er mein­te das auch denn ei­ne ge­wis­se Bös­ar­tig­keit war da­bei. Tja Freund­lich­keit oh­ne Lie­be macht Heuch­lerisch dach­te ich mir. Ich sag­te zu ihm, ja, das wer­de ich dann zah­len. Ich ver­stand die Si­tua­ti­on der Menschen hier. Ih­re Tra­di­tio­nel­le Le­bens­form die schi­en weg zu sein. Aber al­le tra­di­tio­nel­len Le­bens­for­men sind weg welt­weit. Das ist im­mer so, es kommt bloß darauf an ob die neue Tra­di­ti­on blö­der ist als die al­te. Ist sie Le­bens­freund­li­cher ok, ist sie aber schlitzoh­ri­ges Aus­beu­ten, zur Höl­le da­mit. 

  Dann ging ich al­lei­ne mit dem Ka­nu zum See, leg­te es auf den Sand ne­ben der An­le­ge­stel­le und brach­te nach und nach mei­ne rest­li­chen Sa­chen in das Ka­nu. Ich freu­te mich schon wie­der wei­ter zu Pad­deln. War aber in­ner­lich in ei­ner gei­sti­gen Ver­fas­sung die sich noch mit den vie­len Ein­drüc­ken die ich hier ge­macht hat­te be­schäf­tig­te. Ich bin zur glei­chen Zeit oft auf verschie­denen Ebe­nen. Wir sind ja in Wahr­heit Mul­ti­dimen­sio­na­le We­sen. Oder ein Mul­ti­di­men­sio­na­les Wesen. Wir be­in­hal­ten meh­re­re Di­men­sio­nen des Seins des Se­hens und Er­le­bens. 

  Pe­ters Sohn kam dann zum See und schau­te zu. Er ist 17 und fing an mir zu er­zählen was er so macht, das er bis vor ei­ni­gen Ta­gen noch im Ge­fäng­nis in Win­ni­peg war. Er er­zähl­te mir das sein Va­ter im Dorf Joints ver­kau­fe. 10 Dollar das Stück, und das ein Micky al­so ei­ne Hand­fla­schen große Fla­sche Schnaps hier 50 Dollar ko­stet. Es ist eben das Mensch­li­che, wo ein Markt ist da ist auch ein Un­ter­stüt­zer des Mark­tes, oder ein­fa­cher wo Men­schen sind ist auch Markt. 

  Ja, die Lie­be ist nicht bloß so wie sie Ra­tional Lo­gisch Ge­dacht wird. Sie ist eben allum­fas­send. Wäh­rend er er­zähl­te stell­te ich das Sta­tiv auf und mach­te ei­ni­ge Fotos von mir da am Ufer­strand mit dem Ka­nu. 

  Es ist sehr warm aber leicht be­deck­ter Grau­er Himmel. Dann kom­men im­mer mehr Leu­te zu mir und verab­schie­den sich. Auch Men­schen mit denen ich vor­her kei­nen Kon­takt hat­te. Tee­pot kommt auch. Aber er bleibt auf Di­stanz und schaut aus der Ent­fernung zu oh­ne zu mir zu kom­men. Das hat ihn wohl zu sehr Missfal­len das sich mein Kör­per fast er­brochen hat­te in sei­nem Haus. Na­ja, so ist es eben. Ich ha­be al­les gut ver­packt der Re­gen­schutz ist über dem Ka­nu be­fe­stigt. Der Kom­pass liegt oben drauf. Da­hinten, Sü­do­sten muss ich ir­gend­wo durch, sehe aber bloß den Grü­nen Strei­fen. Dann schie­ben mich die Men­schen in den See und ich bin wie­der un­ter­wegs. Hurrr­rah, war das schön mit euch ru­fe ich ih­nen noch zu als ich ru­hig das Pad­del durch das Was­ser des Ta­dou­le See ziehe. 

  Am Öst­li­che Ho­ri­zont da ist es hel­ler, Hell­blau ist dort zu se­hen, da Padd­le ich hin. Der See ist Spiegelglatt und die Fahrt macht Spaß. Lang­sam kom­me ich vor­wärts. Als ich mich um­blic­ke ist Ta­dou­le schon ei­ne An­samm­lung von klei­nen Fleck­chen. Was­ser ist nun mein Zu­hau­se. Ich ha­be fri­sche Klei­dung an, füh­le mich sehr gut, bin ge­spannt was nun kom­men wird. Ich bin in dem Land­strich der Land of the Litt­le Sticks ge­nannt wird. Das Land der klei­nen Stöc­ke. Denn die Land­schaft ist hier ein­fach an­ders. Von nun an ist sie mit lan­gen großen und klei­nen Sand­dü­nen durch­zogen. Man­che Sand­dü­nen sind vie­le Ki­lo­me­ter lang. Der Baum­be­stand ist dün­ner die Bäu­me sind viel kleiner. Hier oben ist nicht mehr so viel Mut­ter­bo­den. Das Ka­ri­bu lebt hier oben. Nicht all ­zu ­weit von hier et­wa 80 km Nörd­lich hat­ten die Den­em am Duck La­ke gelebt. In der Ge­gend hat­te auch ein Schwe­de Jahrzehn­te lang ge­lebt. Ra­gnar Jons­son. Er leb­te da oben im Über­gang von Be­wal­dung zur Tundra mit sei­nen Es­ki­mo­hun­den, als Fal­len­stel­ler und war im­mer allei­ne. Ab und zu sol­len auch mal ei­ni­ge Wöl­fe vorbei­ge­kom­men sein um mit den Hun­den zu spielen. Er be­vor­zug­te al­lei­ne und leicht mit sehr we­nig zu le­ben. Sol­che Men­schen die mit ganz we­nig ihr Le­ben ma­chen un­ge­stört von all dem Ge­wir­bel der Me­tro­po­len, die weit weg am ent­fern­ten Rand der Ge­sell­schaft le­ben, was müs­sen die wohl er­kannt haben. Wel­che Er­fah­run­gen ih­rer selbst mach­ten sie. Was se­hen sie wie se­hen sie. Ih­re Sin­ne müs­sen Glasklar sein. Je­des Au­to­ge­dröh­ne muss ein ste­chen­der Schmerz sein in ih­ren Oh­ren. Denn die Sin­fo­nie der Na­tur oh­ne Tech­no­lo­gie ist ein Wun­der der Schönheit. Selbst das to­ben­de In­ferno ei­nes mör­de­ri­schen Was­ser­falls ist ei­ne Wohl­tat. Nur we­ni­ge Men­schen ha­ben hier oben ihr Le­ben ge­macht die kei­ne Ur­einwoh­ner des Lan­des wah­ren. Aber es wird von Jahr zu Jahr ein­fa­cher denn die neue leich­te Tech­no­lo­gie macht das mög­lich. So­lar­strom und al­les was da­mit ge­macht wer­den kann. Win­d­ener­gie. Ja heu­te ist es viel leich­ter. Aber es ist auch sehr schön das so weni­ge das wol­len, so­mit bleibt die­ser Fleck auf der Er­de noch frisch. 

  Hier oben freu­te ich mich schon darauf die Ka­ri­bus zu se­hen. Und wo sie sind, sind auch Wöl­fe. Hier oben in Nord­ma­ni­to­ba hat es mal ei­ne Her­de gege­ben die über 150 000 Tie­re hat­te. Es soll wohl die welt­weit größte Her­de ge­we­sen sein. Aber in­zwi­schen ist die­se Her­de auf et­wa 35 000 Tie­re ge­schrumpft. Das soll auch vom Ja­gen sein, und an­de­ren Ein­flüs­sen. Früher be­rich­te­ten die Men­schen das die­se gi­gan­tische Her­de wie ein un­un­ter­bro­che­ner Fluss vor­bei­zog in die Win­ter­quar­tie­re oder um­ge­kehrt. Nun ist es eher wie ei­ne große Wel­le sagt man. Die Inuit der Tundra und die Den­em in den be­wal­de­ten Re­gio­nen kann­ten die We­ge die­ser Her­de. Auch die Cree, die da­mals noch die wei­ter süd­li­che wan­dern­de große Her­de be­jag­ten. Denn früher zog die Her­de wei­ter süd­lich. Ich hat­te in ei­ner Broschü­re ge­le­sen das Chipe­wa­yan ein Inuit Wort ist das Ka­ri­bues­ser be­deu­tet. Al­so Chi­pe­wa­yan gleich Ka­ri­bues­ser. Die Den­em sagten, kein Mann kennt den Weg des Win­des oder der Ka­ri­bus. Heu­te soll das mehr stim­men als zu­vor da sich die We­ge der Ka­ri­bus an­dau­ern än­dern. Früher gin­gen sie im­mer die glei­chen We­ge, aber heu­te verän­dern sie ih­ren Rou­ten öf­ter. Und die Men­schen die sich da­von ab­hän­gig ma­chen wür­den, könn­ten öfters leer aus­ge­hen. Tja, und da die Her­de nun klei­ner ist braucht sie nicht mehr so weit nach Sü­den zu zie­hen in die be­wal­de­ten Ge­gen­den um ge­nug Fut­ter zu ha­ben. Nun rei­chen ih­re Nah­rungs­be­rei­che schon Nörd­li­cher. Die Wild­bio­lo­gen dre­hen natür­lich durch und ha­ben sich ge­fragt was da los ist. Für sie ist es klar es ist Über­ja­gung. Nicht der Ur­ein­woh­ner son­dern der kom­mer­ziel­len Jä­ger, die für schlap­pe Dol­lars die Ka­ri­bus mal eben ab­knal­len, so für Sport und sol­che Scher­ze und Schwach­sinn der Geldir­ren. Jä­ger nen­nen sie sich auch noch weil sie im Ver­ein sind und ei­nen Jagd­schein ha­ben und sol­che bil­li­gen Trümp­fe. 

  Die Bio­logen fan­den her­aus das mehr Tie­re je­des Jahr ver­lo­ren ge­hen als neue hin­zu­kom­men. Das ist erst so seit die Bal­le­rei der Stadt­jä­ger und der Outfit­ter die da­mit Geld ma­chen zum blühen kam. Die Inuit und die Den­em nah­men im­mer nur so viel wie sie brauch­ten. Ob­wohl ich da­von nicht über­zeugt bin, da die Jagd­men­ta­lität psy­cho­lo­gisch vom Töten abhän­gig ist, wer viel Tötet ist mehr, die­se Ein­stel­lung. Aber da es sehr we­ni­ge Den­em und Inuit in die­ser Regi­on gibt, sind es nicht sie die die­se Her­de de­zi­mie­ren, es wird wohl haupt­säch­li­che das or­ga­ni­sier­te Abschießen sein, eben die Stadtin­dia­ner, die Jä­ger, die bloß das Wort für sich in An­spruch neh­men und von der Wahr­heit nicht mehr wis­sen außer Wör­ter. 

  Vie­le Ka­ribus wer­den von Wöl­fen getötet wenn die jun­gen ge­bo­ren wer­den, et­wa 50 % fan­den die Bio­lo­gen her­aus. Ist ja auch ok, so ist es auf­ge­baut, das ist Har­mo­nisch und die Ur­ein­woh­ner gehör­ten auch da­zu. Es wa­ren al­so doch die Jä­ger aus den Städ­ten die ein­ge­flo­gen wur­den um ab­zu­knal­len. Tja und so ist aus ei­ner großen Her­de im Lau­fe der Uhrzeit ei­ne klei­ne­re ge­wor­den. 

  Ich wusste da­mals noch nicht das hier zu­sammen­hän­ge be­ste­hen mit dem Duck La­ke Mas­sa­ker und der Um­sied­lung der Den­em nach Chur­chill. Die­se große Her­de wur­de die Ka­minuri­ak Her­de genannt, nach dem großen See im Nord­west Ter­ri­to­ry denn dort ist ihr Som­mer­platz und da le­ben die Wöl­fe von den Jun­gen Ka­ri­bus., und fol­gen der Her­de süd­lich bis Ma­ni­to­ba. Ka­ri­bus ge­ben im­mer nur ein Jun­ges, nicht wie El­che oder Hirsche. So, nun ver­su­chen die Bio­lo­gen die Jagd zu beschrän­ken um die Her­de wie­der auf Wachs­tums­kurs zu be­kom­men. Mei­ne Un­ter­stüt­zung ha­ben sie. Ich will nur Fo­to­gra­fie­ren, und Stau­nen. Die Bio­lo­gen sa­gen das et­wa 4500 Tie­re durch Ja­gen je­des Jahr getötet wer­den, das ist zu viel und die Her­de wird schrump­fen. Ich hof­fe das eu­ropäi­sche Jä­ger die Fin­ger vom Ab­zug hal­ten und nicht mehr nach Kana­da fah­ren um zu Ja­gen. Ja­gen muss so­wie­so auf­hören. Ja­gen bin­det dich an ein nied­ri­ges Be­wusst­sein was für die Evo­lu­ti­on des Men­schen ei­ne Pla­ge ist. Die zu­sam­men­hän­ge von Ja­gen und Flei­sches­sen und Be­wusst­sein­ser­wei­te­rung und da­mit hu­ma­ne­ren Le­bens­for­men welt­weit sind  zu er­ken­nen. Wohlstands­jä­ge­rei muss ver­bo­ten wer­den. 

  Die Tie­re sind viel wich­ti­ger als je­ne die sich mit den Jgdtou­ris­mus ei­ne Gol­dene Na­se töten. Eben­so wie Sex­tou­ris­mus be­en­det wer­den muss, muss auch Jagdtou­ris­mus be­en­det wer­den. Es ist loh­nens­wert die Tie­re zu se­hen zu be­ob­ach­ten aber sie nicht töten. Die Men­schen sind sich der Ver­bin­dun­gen nicht bewusst. Hier spricht jetzt das Gött­li­che, kla­ro. HOHO­HO. 

  1000 Tie­re dür­fen pro Jahr von den Ur­ein­woh­nern ge­jagt wer­den. Dann wird die Her­de wie­der wach­sen. In den Fünf­zi­ger Jah­ren sol­len die Jä­ger dort oben ein wah­res Blut­bad an­ge­rich­tet ha­ben. So­gar aus dem Flug­zeug wur­de ge­bal­lert. An­geb­lich koo­pe­rie­ren die Inuits und die Den­em, so steht es je­den­falls in den Broschü­ren die ich le­se und die vom Ma­ni­to­ba De­parte­ment of Na­tu­ral Re­sour­ces her­ge­stellt sind. Es ist ja be­kannt wie ­vie­le Ka­ri­bus die Inuit und Den­em brauchen und das solls dann auch sein. Wohl­stands­jä­ger sind ei­ne Pla­ge für die Na­tur. Ihr mord­gelü­ster­nes Schießen ist ein missach­ten der natür­li­chen Ba­lan­ce und auch ein sich wei­gern sich wei­ter zu ent­wic­keln und im blö­den zu­stand des Jä­gers zu blei­ben und das auch für an­de­re als nach­ah­mungs­wert in der Öf­fentlich­keit zur Schau zu stel­len. 

  Außer­dem gehört die Her­de nicht nur Ma­ni­to­ba oder Kana­da sie gehört al­len Men­schen auf der Er­de. Aber auch ver­ant­wort­lich ist die Jagdtou­ri­stik. Ich will die Her­de da gra­sen und Le­ben se­hen. Ich will da kei­ne Idio­ti­schen rei­chen Jä­ger se­hen die sich zur Cre­me de la Scheiße zählen. Die­se Crem de la Scheiße aus den Städ­ten egal von wel­chem Land oder Kon­ti­nent sie hat sich in­ner­lich längst von der Na­tur ab­gelöst und be­trach­tet sie als un­per­sön­lich, eben wis­sen­schaft­li­che Öde. Des­we­gen auch die Atombom­be und vie­les mehr. Für die ist das kein We­sen son­dern ein Tier das getötet wer­den kann und auch soll.

Als die er­sten 2 Stun­den Pad­de­lei vor­bei wa­ren mach­te ich erst­ mal ei­ne Pau­se. An der äußer­sten Spit­ze der Ein­lass zur Thay­nuay­to­way Bucht, an der lin­ken Sei­te, leg­te ich das Ka­nu fest. Hier war ei­ne stei­le aus Fels­broc­ken be­ste­hen­den An­höhe bis es zum Land ging. Dort klet­ter­te ich hoch und aß und trank et­was. Der See war immer noch Spie­gelglatt und es wird hel­ler viel hel­ler. Ich sehe kei­nen Vo­gel und hö­re auch kei­ne. Kein Ad­ler, kei­ne Ente, kein Loon. Kein Piep­sen. Um mich herum Was­ser und hin­ter mir Wald der nun sehr licht ist. Die Bäu­me sind nun einfach Litt­le Sticks. Nach 20 Mi­nu­ten sit­ze ich wie­der im Ka­nu und fah­re nun links hoch Nordost. Es wird klar und bald ist kei­ne Wol­ke mehr am Him­mel. Außer, ja, ei­ni­ge Wölk­chen am Ho­ri­zont. 

  2 Stun­den später ma­che ich wie­der Rast. Ich bin kurz vor der Ver­bin­dung zum Ne­gas­sa See. Der Tadou­le See liegt auf 247 Me­ter Höhe. Der Ne­gas­sa See liegt 3 Me­ter tie­fer. Die Ver­bin­dung zwi­schen den bei­den Seen ist ei­ne en­ge Strec­ke die South Seal Ri­ver ge­nannt wird. Meh­re­re Strom­schnel­len sind auf der To­po­gra­fi­schen Kar­te ein­ge­zeich­net. Ah­h­h­hh, bald gehts wie­der los. 

  Der Wald hin­ter mir ist so dünn das er fast durchsich­tig wirkt auf kur­ze Di­stanz. Er hat fast par­kähn­lichen Cha­rak­ter. Viel Moos ist da­zwi­schen. Pil­ze sehe ich. Ich es­se ei­ni­ge Troc­ken­früch­te, trin­ke Tee, ma­che ei­ni­ge Fotos. Die Er­fah­rung mit den Den­em ist noch stark in mir am wir­ken. Ich ma­che auch ei­ni­ge Fo­tos mit der zwei­ten Ni­kon in Schwarz Weiß Dia. Ich woll­te zei­gen wie schön es ist das wir doch al­les in Far­be se­hen kön­nen und nicht wie Kat­zen und Hun­de in Grautö­nen, was ja laut Raub­säu­ge­tie­re, die sich Wis­sen­schaft­ler nen­nen, die Wahr­heit sein soll.. Mir fällt da­bei ein das ich mal ge­le­sen ha­be wie der Griechi­sche Ho­mer in sei­ner Odys­see das Mit­tel­meer noch als Rot be­schreibt. Ob des­sen Be­wusst­seins­freiheit bloß die Far­be Rot se­hen konn­te auf dem Meer. Ich weiß das durch ei­ne Er­höhung der Be­wusst­seinsfrei­heit oder ei­ne Be­frei­ung von ge­wohn­heits­mäßi­gem Se­hen mehr Far­ben ge­se­hen wer­den kön­nen als sie zur Zeit ge­se­hen wer­den. Die­se Far­ben sind schon al­le da aber es braucht sei­ne Zeit bis Men­schen mit der fei­ne­ren Wach­heit sie se­hen kön­nen. 

  Als ich dort fer­tig war mit der Rast, stieg ich ins Ka­nu und Pad­del­te los. Die er­sten Strom­schnel­len wa­ren als win­zi­ge Stri­che auf der Kar­te ein­ge­zeich­net. Das hat­te ich in mir ge­spei­chert, dann sind sie vor mir, ich schaue und hö­re, und Padd­le los, aber was ist das - oh­h­h­h­h­hh, nein, sie wer­den im­mer län­ger sie sind schon unüber­sicht­lich lang, zack, schon hän­ge ich fest, zwi­schen Stei­nen. Ich bin noch am Träu­men, ich bin viel zu ent­spannt, ich bin noch nicht rich­tig wach für mei­ne Um­ge­bung, die Den­em­si­tua­ti­on be­ne­belt noch ei­nen Teil mei­ner Wahr­neh­mung. Vor mir ist ein lan­ger fla­cher schnell­fließen­der Teil des South Seal Rivers, Fel­sen in großen Men­gen sehe ich, aber auch sehr vie­le fla­che Stel­len, das ist mir al­les zu unübersicht­lich, mal kann ge­fah­ren wer­den, mal ist es zu flach, mal sieht es di­rekt ge­fähr­lich aus, wei­ter hin­ten hö­re ich noch viel stär­keres Rau­schen. Al­so manövre ich das Ka­nu zum Ufer und ziehe mir die Brustho­hen Wat­stie­fel an, dann gehts wei­ter.   Es fol­gen meh­re­re Strom­schnel­len al­le sind lang und flach. Ich wa­te und fah­re. Das Was­ser ist ganz klar, vol­ler Pflan­zen und Op­tisch ist es ei­ne Freu­de wie sau­ber al­les aus­sieht welch ei­ne Schön­heit das Was­ser ist und auch im Was­ser ist. Aber sehr vie­le Müc­ken sind hier schon am Tag tä­tig. Nun mer­ke ich wie mein Knie stär­ker gewor­den ist. Aber auch als ob es die Be­la­stung braucht um stär­ker zu wer­den. Ich kom­me ganz schön ins Schwit­zen, mit dem vie­len Schie­ben. Am En­de des Ver­bin­dungs­stücks das zwi­schen bei­den Seen ist die bloß 2,5 km lang ist steht ei­ne In­sel. Links sind Stromschnel­len ein­ge­zeich­net die fal­len sehr steil her­ab und ein star­kes Rau­schen ist zu hö­ren. Ich neh­me die rech­te Sei­te, da sind kei­ne Strom­schnel­len ein­ge­zeichnet, aber trotz­dem sind da wel­che, denn je nach Wasser­stand sind da wel­che oder nicht. Die gan­ze Flä­che rechts an der In­sel vor­bei war ei­ne fla­che Stromschnel­le. Aber der Bo­den war Gold­gelb und leuch­tet und ich freu­te mich das zu se­hen. Sehr vie­le Was­serpflan­zen wuch­sen dort mit wun­der­schö­nen leuchten­den Far­ben. Vie­le Müc­ken um­summ­ten mich, liebe­voll, na­ja, ist schon klar wes­we­gen. 

  Dann war ich auf dem Ne­gas­sa See. Ein klei­ner See ca. 5 km lang, rechts von mir muss der Aus­fluss sein, wie­der in den South Seal Ri­ver, der in ei­ne 4 km Ver­bin­dung in den She­ta­nei See führt. Al­so fällt der Fluss hier auf 4 km 12 Me­ter, ganz schön viel und wohl sehr schnell wird es da vor sich ge­hen dach­te ich mir. Ich merk­te das ich noch nicht ganz wach für die­se Um­ge­bung war, ich musste mich erst mal wach ma­chen, muss wohl erst in Kniff­li­ge Situa­tio­nen kom­men. Ob­wohl ich über mei­ne Wachsam­keit mich schon Hell­hö­rig ma­chen kann, war aber die In­dia­ner­si­tua­ti­on noch sehr prä­sent in mir und das, was ich da in Be­zug zur Evo­lu­ti­on der mensch­li­chen Si­tua­ti­on er­kannt hat­te. Ich schaue mir wie­der die To­po­gra­fi­sche Kar­te an, auch hier sind bloß wie­der ei­ni­ge Strom­schnel­len ein­ge­zeichnet. Aber auch hier war wie­der Fah­ren, Wa­ten, und Stau­nen. 

  Ich sehe ein Ka­nu das am Ufer liegt und to­tal demo­liert ist, ein Alu­ka­nu, das macht mich Wach­samer. Als ich mir das Ka­nu ans­ehe stau­ne ich was hier für ei­ne Kraft ge­wirkt ha­ben muss. Wer weiß was sich hier nach der Schnee­schmel­ze für Was­ser­mas­sen durch­don­nern. Ich kann gut se­hen wie steil der Fluss hier ab­fällt und muss sehr auf­pas­sen, bin aber wie­der von der Schön­heit der Um­ge­bung und das durchs Was­ser wa­ten fas­zi­niert. Müc­ken sind im­mer da­bei aber ich bin gut vor­be­rei­tet ha­be mich schön ein­parfü­miert, was denen wohl als Duft nicht son­der­lich ge­fal­len dürf­te, denn sie Sum­men in ei­nem et­wa 20-40 cm Ab­stand von mei­nem Kopf herum. Ich bin nun völ­lig von der Tä­tig­keit in An­spruch ge­nommen, gehe to­tal dar­in auf. Al­les muss jetzt pas­sen je­der Schritt, je­de Pad­del­ar­beit, ich pas­se sehr genau auf was ich zu tun ha­be, und trotz der schwie­ri­gen Schie­be­rei und Um­wa­tung von Fel­sen im Was­ser kom­me ich Schritt für Schritt gut durch die­se sehr stei­len Stel­len der Strom­schnel­le. 

  Da wa­ren Plät­ze da­bei ge­we­sen die ei­nem Fliegen­fi­scher als pa­ra­die­sisch erschie­nen wä­ren. Ja, ein Ide­ales Flie­gen­fi­schen wä­re hier mög­lich. Ins­be­sonde­re am En­de des South Seal Ri­ver in den She­ta­nei See hin­ein, ein­fach wun­der­schön dort. Ich hat­te das zwar sel­ber in Be­tracht ge­zo­gen dort Flie­gen­fi­schen zu ma­chen, da es aber schon 20 Uhr war als ich dort an­kam, padd­le ich so­fort auf die­sem wun­derschö­nen See wei­ter und neh­me die er­ste leuchten­de Gold­sand­stel­le zum Zel­ten. 

  Ein wun­der­schö­ner leicht ge­bo­ge­ner Strand liegt da vor mir hin­ter dem spie­gelglat­ten See­was­ser. Als ich er­freut das Ka­nu auf den schö­nen leuchten­den Sand ziehe ist es schon 20.30 Uhr. Ich bin 31 km gefah­ren und lie­ge 15 Me­ter un­ter dem Ta­dou­le See. Ich bin auf der klei­nen Halbin­sel im 52-52 Län­ge und 15-16 Brei­te auf der To­po­gra­fi­schen Kar­te. Di­rekt vor mir liegt ei­ne klei­ne In­sel. Es ist ein­fach wun­der­schön hier. Ja es ist fan­ta­stisch. Klar und sau­ber, der Sand gold­gelb, das Was­ser ganz klar. Die Strand­bucht ist et­wa 200 Me­ter lang. Ich lass mir sehr viel Zeit beim Zel­t­auf­bau und al­lem an­de­ren auch. Ein Ad­ler war am Strand als ich an­leg­te. Er flog oh­ne et­was zu sa­gen weg, oh­ne Hast. Ich hör­te ei­ni­ge Loons, ah­h­hh schön sie zu hö­ren. An­de­re Vo­gel­sor­ten sind auch zu hö­ren. Dann es­se ich ei­ni­ge kal­te Boh­nen die pri­ma schmecken. Hier draußen schmeckt al­les pri­ma und al­les ist ei­ne Wohl­tat was ich da­bei ha­be. Die Wert­schät­zung ist we­sent­lich größer hier, für die Ma­te­ri­el­len Din­ge die ich mit­ha­be. Dann schaue ich noch kurz hin­ter mir in den Wald, aber das wür­de ich mor­gen früh genau­er in­spi­zie­ren. Es sah aber sehr ein­la­dend aus. 

  Ging dann wie­der zum Strand und saß ne­ben den Hell­blau­en Zelt um den See und die Wol­ken den Sonnen­un­ter­gang zu be­stau­nen. Ei­ne dün­ne Graublaue Wol­ken­schicht schob sich über den Him­mel über mir. Die Son­ne war schon fast über den Ho­ri­zont­wip­feln der Bäu­me. Der See vor mir wur­de ganz Dun­kel. Blau­grau der Him­mel. Blauschwarz der See vor mir. Bloß am Ho­ri­zont der Strei­fen Gelb­gol­den­em Licht. Als der dün­ne dun­k­le Wol­ken­strei­fen weg­zog, sich auf­gelöst hat­te war die Son­ne schon weg. Ein star­kes Leuch­ten schi­en vom Ho­ri­zont herüber das sich allmäh­lich in ein glühen­des Rot­goldo­ran­gen ver­wandel­te und den See bis in die Mit­te tief Rot­gold erschei­nen ließ. Schwarz­blau war der Him­mel über mir. Al­les war ganz still. Kein Vo­gel war zu hö­ren, kein Wind, kein Wel­len­ge­plät­scher. Was für ein Platz, was für ei­ne Er­de. Was für ein wun­der­schö­ner Abend. Ei­ni­ge dün­ne Wol­ken la­gen nun di­rekt über dem glühen­den Ho­ri­zont. Sie spie­gel­ten sich im See, der von Goldrot lang­sam ins leuchten­de Goldro­sa gepin­selt wur­de. Lang­sam ver­schwan­den al­le kräf­ti­gen Far­ben und ei­ne mil­de Tö­nung blieb üb­rig. Es war 21.50 Uhr als die Son­ne hin­ter dem Ho­ri­zont weg­tauch­te. Im lau­fe des Ta­ges war mir auf­ge­fal­len das, das Son­nen­licht schon leicht Herbst­lich aus­sah, ins­be­son­de­re wenn be­stimm­te Wol­ken da­bei wa­ren. Ich hat­te vie­le Fo­tos ge­macht und woll­te ei­gent­lich noch ei­ne wei­le draußen blei­ben, aber plötz­lich wa­ren die Müc­ken da und zwar in sehr großen Scha­ren oder Men­gen. Al­so flüch­te­te ich ins Zelt. Um 22.30 Uhr lag ich im Schlaf­sack. Als ich da lag dach­te ich noch, das ich am An­fang ei­gent­lich schon auf­ge­ben woll­te, und nun. Ich schlief sehr gut und träum­te von den In­dia­nern. Ich träum­te das ich mei­ne letz­ten roman­ti­schen Il­lu­sio­nen von den In­dia­nern ver­lo­ren hat­te, Il­lu­sio­nen die durch Phan­ta­sten Schrift­stel­ler und Roman­ti­ker aufs Pa­pier ge­schrie­ben wur­den, denn ich erkann­te das die In­dia­ner auf ei­ner Evo­lu­ti­ons­stu­fe wa­ren die ih­nen bloß sol­che Fähig­kei­ten er­ken­nen ließen, al­les an­de­re ist ih­re Sa­che und darf ei­gent­lich nicht zer­stört wer­den, aber die­se darf ist schon zu Egoi­stisch. Ich erkann­te noch ­mal das un­ter den In­dia­nern bloß ei­ni­ge we­ni­ge so Edel so Wei­se so Na­tur­ganz­heit­lich sa­hen und Wussten. Aber das der Rest nicht so war. Al­so war es die glei­che Si­tua­ti­on wie mit al­len an­de­ren Men­schen auf der Er­de. Denn je­der musste sowohl ei­ne Kol­lek­ti­ve aber auch In­di­vi­du­el­le Form sei­nes Le­bens le­ben und sich von Alt - La­sten be­frei­en. Alt - La­sten die ein­fach nicht mehr zum mensch­li­chen zum Men­schwer­den zum neue­ren Men­schen gehör­ten, je­der auf sei­ne Art, al­so Kunst. Manchmal sind Schocks nö­tig wenn im­mer und im­mer die glei­chen Feh­ler be­gan­nen wer­den, die kei­ne Feh­ler sind son­dern Mei­len­stei­ne zum er­ken­nen dei­nes Wachs­tums und der Ver­än­de­rung. So im Traum war ich froh die­se Il­lu­si­on fal­len zu las­sen die den India­ner zeig­ten als ob er ein Ide­ales Le­ben ge­lebt hät­te. Das ist ein­fach Quatsch.


Freitag, 2. Au­gust

Um 4.20 Uhr auf­ge­wacht. 10 Grad im Zelt, al­so et­wa 7 Grad draußen. Ich ging raus und be­weg­te mich zum Licht dem Son­nen­auf­gang der mit sa­gen­haf­ter Schön­heit sich über den Ho­ri­zont er­glüh­te. Die gan­ze Um­ge­bung war ei­ne rie­si­ge Zart­heit. Die Bäu­me die Pflan­zen die Tö­ne der Vö­gel die Oberfläche des Sees die Wol­ken das Son­nen­licht das Zart hin­ter dem Ho­ri­zont die Nacht weg­schob. Der lich­te Wald in dem ich nun stand vi­brier­te im zar­ten Licht. Das Moos leuch­te­te Zart in un­terschied­li­chen Grau­grün­gelb Tö­nen. Der Strand war Zart­gelb der Wald war in ei­ne große Mor­genzartheit ge­taucht wor­den. Ei­ne Feu­er­stel­le lag et­wa 15 Me­ter tie­fer im Wald, dort wo ei­ne schö­ne fla­che Moos­fläche war und der Wald sehr of­fen  stand. Holz lag da­ne­ben. Je­mand hat­te dafür gesorgt, für den Näch­sten. Ei­ne Selbst­lo­se schö­ne Ge­ste. Die Men­schen sor­gen für sich hier oben in die­ser großen Schön­heit der Stil­le des Lan­des. Eini­ge dün­ne Bir­ken und Er­len stan­den am Strand. Die En­er­gie hier ist sau­ber rein und Kraft­voll, rei­nigend, er­fri­schend das At­men, es macht rich­tig Freu­de zu At­men, ja, so ein­fach kann Freu­de sein, ein­fach be­wusst At­men, ah­h­h­h­h­h­h­h­h­hh, ein Genuss, ei­ne Wohl­tat. 

  Der Wald mach­te einen be­zau­bern­den Ein­druck in die­sem Licht der Mor­genzart­heit. Müc­ken wa­ren auch noch da, aber viel we­ni­ger als ge­stern Nacht. Ein dün­ner Mor­genne­bel lag im Wald. Er­freut ging ich zum Zelt zurück, früh­stück­te im Stil­len und mach­te eini­ge Ar­bei­ten die nö­tig wa­ren. Mein rech­ter Un­ter­arm hat­te Mus­kel­ka­ter vom vie­len Schie­ben und Zie­hen und Schlep­pen. Ich hö­re nun in der Fer­ne die Stromschnel­len die ich ge­stern ge­fah­ren war. Heu­te müssten zwei Ka­nus hier ent­lang kom­men, denn ich hat­te erfah­ren das aus Thomp­son die DC3 mit den zwei Ka­nus in Ta­dou­le lan­den wür­de. Ich sehe vie­le, so­gar sehr vie­le Wolfs­spu­ren am Strand die letz­te Nacht nicht da wa­ren. Al­so wa­ren Nachts Wöl­fe am Strand ge­we­sen wäh­rend ich da schlief. Ei­ni­ge Wolf­spu­ren sind bloß 2 Me­ter ent­fernt vom Zelt. Schön da ha­ben sie al­so Nachts da herum­ge­schnup­pert dach­te ich und freu­te mich. Die Wöl­fe sind mei­ne Freun­de. 

  Es ist wie­der ein Tag oh­ne Wind. Stell­te fest das Ka­nu hat schon wie­der zwei Ris­se - nicht groß, aber, die wer­de ich erst mal re­pa­rie­ren. Wäh­rend ich das ma­che sehe ich zwei Bi­ber auf dem See links von mir in Ufernähe. Es ist noch sehr früh. Ich be­mer­ke wie ich mich nun auf die­se Tour rich­tig freue. Es ist ei­ne tie­fe Freu­de die­se Rei­se zu ma­chen. Ich bin sehr froh das ich trotz der Knie­sa­che und dem Ver­lust dem Schin­den dem Schlep­pen und dem Ka­nu dem Schrott­ka­nu nicht auf­ge­ge­ben ha­be. 

  Nach­dem ich das Ka­nu re­pa­riert ha­be ho­le ich mei­ne Flie­gen­ru­te her­vor und baue sie zu­sam­men. 1971, als ich noch in Montre­al leb­te hat­te ich im Montre­al Hun­ters und Ang­lers Club das Flie­gen­fischen er­lernt. Heu­te 22 Jah­re später wusste ich nicht das die­se Strec­ke hier die letz­te sein wür­de wo ich Flie­gen­fi­schen ausüben würde, das mir so viele schöne Zei­ten gebracht hat­te. Ich war Vereins­mitglied Num­mer 1041. Ich hat­te mei­ne HAR­DY Ru­te Zu­hau­se ge­las­sen und mir ei­ne neue Kevlar Ru­te gek­auft die sehr leicht war und für ei­ne 7 DT al­so Dop­pel Ta­per schwim­mend aus­ge­legt war. Natürlich konn­te ich auch an­de­re Schnü­re wer­fen, Sinkschnü­re et ce­te­ra. Mei­ne Har­dy Rol­le war schon 22 Jah­re jung und sie war ein­fach be­ste Qua­lität. Ich hat­te ei­ne Scien­ti­fic Ang­lers DT Schwimm­schnur NO 7 auf der Rol­le. An der Spit­ze hat­te ich mein al­tes Vor­fach, wer weiß wie ­vie­le Jah­re ich das schon drauf hat­te, das et­wa 2,5 Me­ter lang war und bis zu ei­ner 18 Schnur run­ter geknüpft war. Es be­stand aus meh­re­ren un­ter­schied­li­chen Nylon­stär­ken die al­le zu­sam­men­gekno­tet wa­ren. Als die Ru­te zu­sam­menge­stellt war knüpf­te ich ei­ne 16 Adams Troc­kenflie­ge an das Vor­fach. 

  Ich hat­te mei­ne Flie­gen­we­ste mit, die ich vor eini­gen Jah­ren von John Sims dem Be­sit­zer von Sims Fis­hing Equip­ment be­kom­men hat­te, als ich ihm ein Guide am Ba­bi­ne Ri­ver in Nord­bri­tisch Co­lum­bia war, wo er für Steel­heads fisch­te, und ich ihm so man­che gute Stel­le zeig­te, und er auch ei­nen sehr großen Fisch fing der über 20 Pfund wog. 

  Steelhead­fo­rel­len sind Fo­rel­len die im Fluss Laichen und dann in den Pa­zi­fik zurück­schwim­men, aber nicht wie die Lach­se nach dem Lai­chen ab­sterben. Es ist ei­ne be­son­ders In­tel­li­gen­te We­ste vom Schnitt her und der Ge­stal­tung der Ta­schen und so wei­ter. Als ich in Montre­al leb­te und bei Va­por Cana­da ar­bei­te­te oder Be­loit So­rel Wams­ly oder Do­mini­on Lock, da fuhr ich oft be­vor ich zur Ar­beit ging in die Stadt hin­ein nach La­chi­ne Ra­pids, dort wo der Cam­ping­platz von Montre­al ist, auf der Süd­sei­te des Sankt Lo­rent Ri­vers, eben zu den La­chi­ne Ra­pids, ein fa­bel­haf­ter An­gel­platz um mit Flie­gen­fi­schen Forel­len, Re­gen­bo­gen und Brown Trouts oder Bach­forel­len, Shad, und Barsch­sor­ten oder so­gar Hech­te und an­de­re Fi­sche zu fan­gen. Die Fo­rel­len hat­ten ein Durch­schnitts­ge­wicht von 2,7 Pfund, und ich fing vie­le über 5-6 Pfund und hat­te noch viel viel größe­re an der An­gel. Es wur­den Bach­fo­rel­len von über 20 Pfund dort ge­fan­gen, aber am Blin­ker.. 

  Und nun wür­de das al­so das En­de mei­ner Fliegen­fi­sche­rei wer­den, was ich noch nicht wusste, aber schon lang­sam darauf vor­be­rei­tet wur­de. Das merk­te ich schon über die letz­ten Jah­re hin­weg, das sich in mir ei­ne an­de­re, höhere Art der Be­trach­tung des Le­bens ent­fal­te­te und ich mich da hin­ei­nent­wickel­te. Ich war vol­ler Er­war­tung auf das Neue die­ser letz­ten Etap­pe die­ser großen Strec­ke in die Hud­son Bay hin­ein. 

  Als ich mir das Ka­nu da­nach noch­ mal an­schau­te fand ich noch zwei wei­te­re Ris­se im Ka­nu. Na­ja, ich hat­te auf­ge­ge­ben mich dar­über auf­zu­re­gen, son­dern war so­fort da­bei das zu re­pa­rie­ren. Wol­ken ka­men auf. Dann war al­les so­weit fer­tig für die Tour. Ich ging noch­ mal am Strand ent­lang und ent­deck­te re­la­tiv frische Bär­spu­ren im Sand, und auch Elch­spu­ren plus der Elch­per­len, dem Zi­gar­ren­stum­mel­kot. Um 11 Uhr war ich wie­der auf dem See. Kein Wind. Ich ka­nu­te ge­las­sen über den See hin­weg. Es ging 2 km Rich­tung Nor­den an der Seeu­fer­kü­ste ent­lang, dann rechts im­mer Rich­tung Osten. Der See hat fast kei­ne In­seln, bloß in der Süd­kur­ve wo er en­ger wird sind meh­re­re In­seln, al­so war das Na­vi­gie­ren leicht und oh­ne Kompass. Als ich da so lang­sam da­hin­pad­del­te nahm ich die Spinnan­gel raus und warf mal ei­nen Blin­ker raus ins Was­ser, beim zwei­ten her­aus­wer­fen brach doch tat­säch­lich die Ru­te mit­ten durch. Al­so pad­del­te ich zum Ufer ei­nen schö­nen Strand su­chend, und fand wie­der ei­nen Su­pe­re­le­gan­ten Strand. Es wa­ren aber in Wirk­lich­keit vie­le Strän­de die ich sah und ei­ner war gen­au­so schön wie der an­de­re. Die­ser See ist vol­ler wun­der­ba­rer klei­ner Sand­wü­sten. Überall wa­ren Wolf­spu­ren, Bä­ren­spu­ren, Elch­spu­ren, und auch wie­der der Zi­gar­ren­kot. Der See ist sa­gen­haft klar. Oft la­gen loose schö­ne Stei­ne vom Ufer bis in den See hin­ein. Das sah al­les sehr ein­la­dend für Schwim­men aus. Der See war wie­der spie­gelglatt. 

  Ich schau­te noch ei­ne Wei­le herum für wei­te­re Tier­spu­ren und fand sehr vie­le da­von. Dann re­pa­rier­te ich die An­gel­ru­te mit Fi­ber­gla­sum­wick­lung. Und wei­ter ging die fa­bel­haf­te sich ins leich­te be­rauscht­sein stei­gen­de Rei­se durch die­se Schön­heit hier. Ich hielt an je­dem Strand an um ihn mir an­zu­schau­en, ein­fach fan­ta­stisch. Der Sand war schlicht­weg schön und glänz­te sehr sau­ber mit ei­ner vi­brie­ren­den Leucht­kraft. Manchmal hat­ten die Wel­len Schwimm­re­ste an den Strand ge­schwemmt. Blu­men, Weiße Blu­men blüh­ten in großen Men­gen. Sie hat­ten 5 Weiße Blüten­blät­ter an ei­nem lan­gen dün­nen Stiel et­wa 15-20 cm lang und ei­ni­ge dün­nen kur­ze Blät­ter die aus der Er­de wuch­sen. Und überall Tier­spu­ren, sehr vie­le Tier­spuren. Als ich wei­ter­ka­nu­te hör­te ich Stim­men hin­ter mir weit in der Fer­ne. Das mussten die zwei Ka­nus sein mit ih­ren In­sas­sen. Da kein Wind war konn­te ich ih­re Unter­hal­tung hö­ren. Ich pad­del­te wei­ter­hin die Strän­de ab und er­freu­te mich an dem wun­der­schö­nen die­ser sau­be­ren Na­tur. Dann fand ich ei­ne in­ter­es­san­te Stel­le im See wo sehr vie­le Was­ser­pflan­zen wuch­sen, das sah Hecht­mäßig aus. 

  Ich warf den Blin­ker da mal rein und beim reinho­len des Blin­kers schwamm ein sehr großer Hecht ganz lang­sam hin­ter dem Blin­ker her, der weit über 20 Pfund war. Da ich sah wie er den Blin­ker vorsich­tig beäugt hat­te, mach­te ich ei­nen an­de­ren Blin­ker rann, und schon biss er zu als der Blin­ker vor den Pflan­zen her­tor­kel­te und war dran. Mit ei­ner lang­sa­men Ge­schwin­dig­keit tauch­te er so­fort in die Pflan­zen und schoss da­nach wie ei­ne Ra­ke­te aus Mus­keln di­rekt aus dem Was­ser und schüt­tel­te den Blin­ker lose, so dass er schlapp ins Was­ser zurück­fiel. Dann war es wie­der still. Ohhla­la, was für ein See die­ser She­ta­nei See ist. 

  Ich war­te­te dort wo ich den Hecht an der An­gel hatte denn ich hör­te die Ka­nu­ten im­mer näher kommen. Als sie mich sa­hen pad­del­ten sie auf mich zu und wir sag­ten Hel­lo, bis dann ein Ka­nu links und eins recht an mei­nem Ka­nu fest­ge­macht hat­te. Wir wa­ren al­le sehr ru­hig. Es wa­ren zwei In­ge­ni­eur Profes­so­ren aus Win­ni­peg mit ih­ren Söh­nen. Bei­des Brüder. Ein läs­siges Ge­spräch wur­de an­ge­fan­gen. Tadou­le, der Flug, was ich vor­hat­te und was sie vor­hat­ten. Sie wür­den schnel­ler an der Hud­son Bay sein als ich. Al­so gab ich ih­nen die In­fos falls das jun­ge Mäd­chen es ver­patzt hat­te, Jack Bat­sto­ne zu sa­gen das ich am 19 Au­gust ab­ge­holt wer­den woll­te da in der Seal Ri­ver Bucht, was im­mer das auch sein mag. Sie sag­ten zu das zu ma­chen. Dann er­wähn­ten sie noch ich soll­te doch mit ih­nen Cam­pen sie hät­ten ge­nug Whis­ky da­bei. Al­so pad­del­ten wir zu­sam­men los, natür­lich wa­ren sie schnel­ler. Aber ich war er­staunt wie gut ich vor­wärts kam, das Renn­ka­nu war dafür sehr schnell und ich hat­te in­zwi­schen Freu­de an der Kraft der Phy­si­schen Säf­te. Mein Kör­per war enorm in Topform ge­kom­men durch die­se Zeit draußen und dem gan­zen ge­pad­del und ge­ar­bei­te und im­mer draußen beu­gen bie­gen schlep­pen drüc­ken stoßen hac­ken drüc­ken ba­lan­cie­ren he­ben, so­was. 

  Wir paddel­ten vor­bei an der See­schwal­ben In­sel. Die See­schwal­ben ka­men schon von weitem um uns zu At­tac­kie­ren und zu be­schrei­en. Sie sau­sten ganz na­he über un­se­re Köp­fe hin­weg. Kein Wind weh­te. Jun­ge See­schwal­ben die noch nicht flie­gen konn­ten schwam­men im Was­ser in der Nähe der In­sel. Die Al­ten schimpf­ten und ließen uns wis­sen das wir ja nicht zu na­he an ih­ren Staat kom­men sol­len sonst wür­den sie uns Be­ko­ten. Das war ganz klar hör­bar und das ver­stan­den wir auch. 

Die­ser See hat ganz vie­le sehr fla­che Stel­len mit­ten im See. Es gab Stel­len da konn­te ich das Ka­nu schie­ben und aus­stei­gen. Die Pad­de­lei dau­er­te lan­ge denn wir hat­ten uns ei­ne große Sand­dü­ne aus­ge­sucht die et­wa 12 km ent­fernt war, die an der West­sei­te der Halbin­sel, die in den See rag­te und ei­nen da­hin­ter­liegen­den See un­ter­teilt. 

Das sah auf der Kar­te ein­la­dend aus. Von links oben kam ei­ne noch län­ge­re Sand­dü­ne in den See hin­ein. Über­haupt sind in die­ser Ge­gend sehr vie­le im Schnitt 3-5 km lan­ge Sand­dü­nen in die Land­schaft pla­ziert. Es­kers nen­nen die Ka­na­dier die­se Sand­dünen. Die Ka­na­dier steu­er­ten nun die­sen Es­ker an. Über uns la­gen dün­ne zer­fetz­te Weiße Wol­ken, dazwi­schen Blau­er Him­mel und es war weit über 35 Grad. Der Som­mer ist hier ein­fach Hit­ze, pri­ma. Sie wa­ren sehr weit vor mir, schon längst auf der Sanddü­ne und hat­ten al­les auf­ge­baut, wäh­rend ich mir inzwi­schen schon wie­der über­leg­te doch wie­der al­lei­ne zu Cam­pen. Sie hat­ten schö­ne Pöt­te über dem of­fe­nen Feu­er als ich end­lich ans Ufer kam. 

Am Ufer la­gen ei­ni­ge sehr große Ka­ri­bou­ge­wei­he. Die Ka­na­dier lu­den mich zum Es­sen ein. Es wür­de Kartof­feln, Boh­nen und Schin­ken ge­ben. Aber zu­vor erst ­mal ei­ne Tas­se 4 Star Whis­ky mit Ho­nig sag­ten sie. Da­zu heißes Was­ser. Al­so Whis­ky­grogg. Ich trank die Tas­se leer und bau­te mein Zelt auf. Dann gab es Es­sen. War pri­ma. Wir re­de­ten viel, auch über Po­li­tik. Aber das war für mich so ab­surd, da oben in der Schön­heit von so­was schmut­zi­gem zu re­den oder dar­an zu den­ken. Dann wur­de es sehr In­tel­lek­tu­ell. Es mach­te mir Spaß das In­tellek­tu­el­le herum­ge­spie­le. Man­che, die mei­sten, neh­men das ja ernst. Zum Nach­tisch mach­te ich mir noch ein Spe­zi­al­müs­li, ich war sehr hung­rig. 

  Die­ser Strand hat­te sehr viel Schwem­mma­te­ria­li­en. Al­les lag in schö­nen Rei­hen auf dem Sand. Wir hat­ten un­se­re Zel­te auf der Höhe der Sand­dü­nen auf­ge­baut. Dort war es Flach und al­les mit Moos be­wach­sen. Es war wie­der ei­ner die­ser Traum­zelt­plät­ze bloß Reali­stischer al­so bes­ser. Um uns herum stan­den die dün­nen Na­del­bäu­me und sehr vie­le Müc­ken wa­ren sehr Ak­tiv.  

          Die Ka­na­dier hat­ten schö­ne Gel­be Zel­te. Große Ab­stän­de wur­den zwi­schen den Zel­ten ge­las­sen. Es wur­den vie­le Wit­ze er­zählt die ich aber schon längst ver­ges­sen ha­be. Es war je­den­falls ei­ne schö­ne Stimmung dort mit uns Fün­fen. Noch mehr Müc­ken ka­men her­vor, da­bei ist noch gar kein Son­nen­un­tergang. Es ist an­ders hier. Ich woll­te dann Fi­schen gehen, und das woll­ten sie auch. Sie hat­ten ei­ne ab­gebro­che­ne An­gel und die Schnur war viel zu dick, und dafür ein Num­mer 0 Blin­ker­chen, al­so win­zig, so das passte al­les gar nicht. Sie woll­ten Äschen fi­schen sag­ten sie, und ich lach­te. Es war ein­fach wit­zig, auf Äschen, hier im See, nie­mals. 

  In mei­nem Ta­ge­buch steht, der Phd, al­so Pro­fes­sor er ist ver­klemmt. Ist ja oft so, die Iden­ti­fi­zie­ren sich mit ih­rem Ego dem Ver­stand und wer­den so dann zu blö­den Fa­chi­dio­ten und ver­ges­sen im­mer mehr wer sie wirk­lich sind. Das hat er wohl auch nie er­kannt wer und was er ist. Sie mei­nen dann sie sind das Wis­sen das sie ge­spei­chert ha­ben oder der Kör­per oder der Geist. Und was ist der Geist dann. Was für ei­ne ka­tastro­pha­le Be­schrän­kung, sie sind aber an­ge­se­hen in der Ge­sell­schaft sol­che Fach­wis­sen­schrän­ke. 

  Er er­zähl­te mir vom Elch­camp das ab­ge­brannt war, ein Jagd­camp zu dem sie öf­ter fuh­ren und das es nun er­neu­ert wer­den musste. Er kann kein Kind mehr sein, sehe ich, frei, un­be­schwert, we­der rich­tig und falsch oder vernünf­tig und un­vernünf­tig fal­len las­sen. Er ist voll­ge­propft mit Wor­ten, Be­grif­fen, glaubt so­gar das sie Wahr­heit sind. Als ich dann auf dem See bin und ei­ni­ge Wür­fe ma­che ha­be ich ei­nen großen Hecht an der An­gel et­wa 12 Pfund. Als ich ihn los­ma­chen will da­mit er wei­ter­schwim­men kann, wei­ter­le­ben, mer­ke ich, dass er es nicht schafft, er war zu er­schöpft, schade., ich woll­te ihn gar nicht töten, ich be­kom­me Mitge­fühl mit dem Hecht. Scha­de. Er starb in­ner­halb von Se­kun­den. Ich durch­ma­che ei­ne In­ten­si­ve Lern­pha­se. Un­un­ter­bro­chen wer­den mir Er­fah­run­gen mit Be­deutung ge­zeigt und ge­ge­ben. 

  Auch auf dem See wa­ren vie­le Müc­ken. Als ich wieder am Ufer bin ver­gra­be ich den Hecht im Sand. Ich woll­te ihn für mor­gen mit­neh­men. Dann zog ich mir zum er­sten­mal das Müc­ken­netz über den Hut und den Kopf.   Die vier Ka­na­dier wa­ren weg. Sie wa­ren über die Dü­ne ge­gan­gen um zu se­hen was da­hin­ter lag. Als sie wie­der zurück­ka­men tru­gen auch sie Müc­ken­net­ze. Ei­ner sag­te das er beim Ko­tie­ren sei­ne Bäl­le und Hin­tern mäch­tig ange­zapft be­kom­men hat­te. Die Müc­ken sind hier in un­be­schreib­li­chen Men­gen. In­ter­es­sant, von wo die Weib­chen bloß so viel Blut be­kom­men. Aber reichlich Tie­re gab es ja an den Spu­ren zu er­ken­nen hier doch. Dann kam Be­wöl­kung auf und dann auch ein leich­ter wind­lo­ser Re­gen. Ich ging ins Zelt. Aber mit mir meh­re­re hun­dert Müc­ken und Black­flies. Al­so musste ich erst ­mal ei­ne Zeit­lang Müc­ken und Blackflies tot­schla­gen oder Prak­ti­zie­ren. Von­ we­gen die Er­de ein pa­ra­die­si­scher Platz. Mit ei­ner Rosa­ro­ten Bril­le ja. Aber auch dann müs­sen Müc­ken tot­geschla­gen wer­den.


Sams­tag, 3. Au­gust

Ich ha­be leich­te Kopf­schmer­zen von der Tas­se Whis­ky. Die Be­wöl­kung zieht nach We­sten ab. Im Osten wur­de es um 5 Uhr mor­gens klar. Ich ha­be immer noch Mus­kel­ka­ter im lin­ken Un­ter­arm. Kein Bär hat am Zelt ge­schnup­pert, kein Wolf an die Zeltwand gepin­kelt um sein Ter­ri­to­ri­um zu mar­kie­ren. Kein Ka­ri­bou war vorbei­ge­tram­pelt und hat­te sich auf die Ka­nus ge­legt. Al­les war noch so wie es am Vorabend da­lag. Ein Wind­chen kam auf. Der See liegt da wun­der­schön vor mir, in ihm frisst der größe­re den klei­ne­ren. Das ist ja be­kannt­lich so in der Tier­welt, aber auch der Raub­men­schwelt. Die Ka­na­dier wa­ren auch schon et­was wach. Dickschäd­lig ka­men sie aus den Zel­ten. Wir früh­stück­ten zu­sam­men. Ei­ne Po­li­ti­sche Welt­lö­sungs­dis­kus­si­on ent­flamm­te. Wirk­lich wit­zig so­was. Wir sit­zen da am See um uns herum Was­ser Wol­ken, ir­gend­wo sind Bä­ren und El­che, und dann die­se Po­li­ti­sche Welt­lösungs­dis­kus­si­on. Und das am Mor­gen. Je­der hat­te ei­ne Pa­tent­lö­sung. Na­ja.

Nach dem Früh­stück mach­ten die Ka­na­dier ein Mor­gen­bad im See. Sie woll­ten den Whis­ky aus ih­rem Sy­stem wa­schen. Al­le vier stan­den nackt im See in ei­ner schö­nen Rei­he. Ich hat­te die Ka­me­ra in der Hand und mach­te ei­ni­ge Fotos. Als ge­ra­de jemand die Sei­fe herüber warf mach­te ich Klick, ih­re Weißen Tor­sos leuch­te­ten be­son­ders stark im Morgen­licht. 

  Et­was später verab­schie­de­te ich mich von ih­nen da ich wei­ter woll­te. Viel­leicht se­hen wir uns ja wie­der da wir ja die glei­che Strec­ke pad­deln. Ok, Bye Bye. Dann war ich auf dem See und pad­del­te un­ter Blauem Him­mel im­mer am nörd­li­chen Ufer ent­lang zur et­wa 20 km ent­fern­ten Bucht, aus der dann der Seal Ri­ver ent­steht, der ja in die Hud­son Bay fließt. Die Schön­heit des Sees hat­te mich wie­der ein­ge­holt mit sei­nen hinreißend schö­nen Ufern. Ich sta­un­te und sta­un­te mehr. Ich sta­un­te noch mehr. Als ich schon nicht mehr stau­nen konn­te pas­sier­te was ei­gen­ar­ti­ges, die Fi­sche fin­gen plötz­lich an zu sprin­gen. Überall spran­gen sie aus dem Was­ser. Dann er­schie­nen vie­le Vö­gel die über dem Ka­nu krei­sten. Und dann er­schie­nen auch die er­sten Bä­ren, Wöl­fe, El­che, Wol­ve­ri­nen, Ka­ri­bous - sie stan­den da am Ufer und schau­ten zu mir herüber, stumm. Ich schau­te mir das an, was soll das be­deu­ten dach­te ich. Auf einmal fin­gen die Fi­sche an zu Sin­gen, sie san­gen und san­gen. Dann san­gen auch die Tie­re am Ufer. Ich konn­te zu­erst nicht ver­ste­hen was sie san­gen bis ich in ei­nen er­höh­ten Be­wusst­seinszu­stand ge­ho­ben wur­de und ih­ren Ge­sang ver­stand. Sie rie­fen und san­gen:

Ent­gif­ten

Ent­gif­ten

Ent­gif­ten

Ent­gif­ten

Ent­gif­ten

Ent­gif­tet die Er­de von den Che­mi­ka­li­en die überall al­les ver­seu­chen. Ent­gif­tet die Er­de von den Che­mi­kali­en. Ent­gif­tet die Wol­ken. Ent­gif­tet die Er­de. Ent­gif­tet das Was­ser. Ent­gif­tet den Kreis­lauf der Na­tur von den Che­mi­ka­li­en die ihr Men­schen ge­schaf­fen habt. Entgif­tet den Kreis­lauf der Na­tur von den Che­mi­ka­li­en die eu­re dum­men Che­mi­ker mit welt­wei­ten ver­gif­ten. Entgif­tet eu­re dum­men Ein­sich­ten. Ent­gif­tet eu­re bo­den­lo­sen Pri­mi­ti­ven wis­sen­schaft­li­chen dia­bo­li­schen Fa­kul­tä­ten. Ent­gif­tet eu­re In­sti­tu­te die un­un­ter­bro­chen Gif­te er­zeugen. Ent­gif­tet eu­re mensch­li­che ri­go­ro­se stu­pi­de Ra­tio­nalität. Ent­gif­tet eu­re kaum noch zu er­tra­gen­de stu­pi­den Uni­ver­sitäts­di­plo­me die zum ver­gif­ten der Er­de ge­führt ha­ben. Ent­gif­tet eu­re falsche Sicht­wei­se. Ent­gif­tet eu­re mensch­li­che Igno­ranz die nicht er­kennt das Che­mie die Er­de ver­seucht, und das die Sicht das Che­mie tat­säch­lich exi­stent ist, ei­ne Il­lu­si­on ist, denn es gibt Nir­gend­wo Irgend­wo Che­mie, es gibt nur das Ewi­ge Le­ben und Le­bewe­sen.. Ent­gif­tet aber auch eu­re Her­zen. Ent­gif­tet euch selbst. Ent­gif­tet euch sel­ber. Ihr seit schon welt­weit ei­ne Seu­che ge­wor­den ihr Men­schen. Ent­gif­tet euch sel­ber denn Men­schen sind schon Seu­chen ge­wor­den. Entgif­tet das Le­ben das ihr stu­pi­den Dok­to­ren und Pro­fesso­ren und Phi­lo­so­phen mit eu­ren Gift ver­blö­det habt.

Dann war der Spuk vor­bei, so schnell wie er kam, war er auch wie­der weg.

Ich schau­te mich um und da wa­ren kei­ne Tie­re oder sprin­gen­den Fi­sche. Kei­ne Vö­gel über mir. Aber ich hat­te die Nach­richt gut ver­stan­den. Doch nun war ich da am Pad­deln, Schlag und Schlag stach ich das Pad­del in das sau­be­re Was­ser des She­ta­nei Sees. Manchmal war das Was­ser sehr tief aber dann war al­les wie­der sehr flach, so dass ich wie­der dach­te bald kannst du aus­stei­gen und das Ka­nu schie­ben. Ich Blinker­te noch ein­mal. Fing ei­nen großen Hecht über 25 Pfund, der aber so­fort noch im Was­ser wie­der schwim­men ge­las­sen wur­de. Da der Blin­ker ja kei­nen Wie­der­ha­ken hat, glitt er leicht aus dem Maul des Hechts, der bloß vor­ne ge­hakt war. Und der große Hecht oh­ne Ei­le, tauch­te wie­der zurück in die Tie­fe. Dann hör­te ich die Ka­na­dier hin­ter mir. Lang­sam ka­men sie näher, im­mer näher bis sie mich über­paddel­ten. Wir lach­ten und sen­de­ten Freu­de hinüber. Aber auch sie Pad­del­ten sehr sehr lang­sam. Whis­ky lang­sam. Habt ihr auch die vie­len Vö­gel und Tie­re am Ufer ge­se­hen rief ich zu ih­nen herüber. Nein, war ih­re Ant­wort.

Am Him­mel wa­ren Mitt­ler­wei­len klei­ne rund­li­che Wol­ken an­ge­trie­ben wor­den. Hin­ter ih­nen lag ei­ne sehr dün­ne Schicht Weißer Wol­ken, wie mit ei­nem Pin­sel an­ge­malt. Da­hin­ter war der Hell­blaue Him­mel zu se­hen. Die Wol­ken sa­hen Herbst­lich aus. Sie er­inner­ten mich auch an Gemäl­de von Re­ne Magritt. Und ob­wohl es über 35 Grad war hat­te ich den Ein­druck von Herbst­li­chem Wet­ter. Ge­gen 13 Uhr mach­te ich dann mit­ten auf dem See Es­sen­spau­se. Das Was­ser war so flach das ich dort mit­ten im See ste­hen konn­te. Da­nach leg­te ich noch ­mal so rich­tig mit dem Pad­deln los. Ich hat­te nun mehr Freu­de am Pad­deln, mehr Kraft war da, und schon bald hat­te ich die Ka­na­dier wie­der ein­ge­holt, die am Ufer saßen und ge­ges­sen hat­ten. Auch sie wa­ren da­bei wie­der ein­zu­pac­ken um wei­ter zu pad­deln. Ei­ner hat­te ei­ne Vi­deo­ka­me­ra da­bei und film­te mich als ich an ih­nen vor­bei ra­ste mit et­was mehr als Glet­scher­ra­se­rei. Ich trug bloß mein al­tes aus­ge­wa­schenes dün­nes T-‑Shirt und den Stroh­hut ge­gen das Son­nen­licht. Pad­del­te Bar­fuss. Bald wür­de ich zum Seal Ri­ver kom­men. Ich spür­te schon die See­be­schleu­ni­gung, das Was­ser war hier an­ders, vol­ler Pflan­zen­dic­kicht. Und auch ei­ni­ge Tauch­vö­gel wa­ren da. Ich war aber nun darauf kon­zen­triert was auf mich zu­kom­men wür­de. Schon hör­te ich wie­der die Ka­na­dier hin­ter mir. Sie ka­men sehr schnell näher. Als sie auf mei­ner Höhe wa­ren rief ei­ner noch: Wir ha­ben ge­stern kei­nen Grey­ling-‑Äsche ge­fan­gen. Sie mach­ten nun Vi­deoauf­nah­men. 

 Zu­sam­men wa­ren wir am An­fang des Seal Ri­ver. Die Be­schleu­nigung war groß. Es sah al­les sehr in­ter­essant da aus. 4 km wei­ter lag der Fluss schon 4 Me­ter tie­fer. Das sah ich auf der Kar­te, aber kei­ne Ge­fäl­le wa­ren ein­ge­zeich­net. Al­so vor­sich­tig sein sag­te ich mir. Dann wur­de ich von der Strö­mung ge­packt und das Ka­nu wur­de rich­tig be­schleu­nigt. Das nah­men die Ka­na­dier auf Vi­deo. Dann war ich weg. 

  Die Was­ser­ge­schwin­dig­keit wur­de im­mer schneller. Ei­ni­ges an Weiß­was­ser war zu se­hen, aber das war zu schaf­fen, kein Pro­blem. Aber nun war ich ein­deu­tig in Fließ­ge­schwin­dig­kei­ten. Ich brauch­te nicht mehr so zu Pad­deln son­dern wur­de ge­tra­gen. 

  Der Wald links am Fluss war sehr dünn. Wei­den­büsche formten sei­ne Ufer­tail­lie, sehr dich­tes Wei­den­gebüsch. Und dann war der Schwarz­bär da. Er kam aus dem Wei­den­ge­büsch. Schau­te zu mir herüber. Sei­ne Na­se in der Luft mich be­schnup­pernd. Ich hat­te Zeit ei­ni­ge Fotos von ihm zu ma­chen. Ich war et­wa 30 Me­ter von ihm ent­fernt. Der Bär schau­te di­rekt zu mir. Dann ging er am Ufer ent­lang, sei­ne Na­se zum Bo­den. Ich in­ter­es­sier­te ihn nicht mehr. Er hat­te kei­ne Angst vor mir. Ei­ni­ge Se­kun­den später war ich außer Sicht­wei­te zu ihm. Nach ei­ni­gen km ver­ging das Weiden­ge­büsch am Ufer und der Wald lag nun wei­ter weit hin­ten weg vom Flussu­fer, das nun ganz mit klei­nen kur­zen Bü­schen be­deckt war, die nicht höher als 20 - 30 cm wa­ren. Win­zi­ge Wei­den­büsche wuch­sen dort. So wie Bon­sai­wei­den. 

Der Him­mel lag nun strah­lend Blau über mir. Eini­ge win­zi­ge Weiße Wölk­chen schwirr­ten am Ho­rizont herum. 39 Grad wa­ren es am Nach­mit­tag. Was für ein sa­gen­haf­ter Som­mer hier oben. Nach ei­ni­ger Zeit sah ich den Wol­ve­ri­ne Ri­ver links in den Seal Ri­ver fließen. Die­sen Fluss hoch­ge­fah­ren wür­de man dann zum Duck La­ke kom­men an dem die Den­em zu­vor ge­lebt hat­ten, be­vor sie von dort weg­ge­bracht wur­den. Ich ließ mir Zeit, leg­te am Ufer an, schau­te mir die Um­ge­bung an. Stieg auf ei­ne An­höhe. Al­les war San­dig. Das Land war bis zum Ho­ri­zont, ja bis zum Eis­meer un­be­bau­ter Wald und Tundra. Aber der Wald den ich nun sah war wirk­lich sehr Seicht, durchsich­tig die Bäu­me wur­den im­mer klei­ner im­mer dünner. Ich be­weg­te mich auf die Tundra zu. Nun hielt ich schon Aus­schau für ei­ne Über­nach­tungs­stel­le. Auf der Kar­te war ei­ne sehr schö­ne lan­ge Sand­dü­ne zu se­hen, die in Nord­west Rich­tung ver­lief und an der Nord­sei­te des Flusses lag. Das war womög­lich was zum Übernach­ten. Ja das könn­te ich schaf­fen dort zu den Sanddü­nen zu kom­men. Die Son­ne lach­te Gold­gelb. Obwohl die­se Welt ja die dun­kel­ste sein soll in den Uni­ver­sen mit we­nig Spi­ri­tu­el­lem Licht, er­schi­en mir mein Le­ben und die­se Er­de die Ge­wäs­ser die Wol­ken und die Son­ne doch als et­was Wun­der­schönes. Mag auch noch so viel Il­lu­si­on Täu­schung und Wirr­warr im Le­ben sein, das al­les ist aus der Lie­be geschaf­fen und es gibt kei­ne größe­re Strahl­kraft und Rein­heit als die Lie­be, selbst wenn sie vol­ler Il­lu­sionen, ver­dor­ben, un­rein, und bös­ar­tig ist oder so erscheint. Na­Ja, so­was ähn­li­ches je­den­falls. Ich stand da oben auf der An­höhe und schau­te in die Rich­tung wo ich in ca. 8 km Ent­fer­nung heu­te Abend mei­ne Sa­chen aus­pac­ken wer­de. Das hier war ein Platz der Rein­heit, des An­fangs. Die Rein­heit mit der wir hier in die­se Phy­si­sche Welt ge­kom­men sind. Die­se Reinheit wird durch das wil­de Le­ben auf der Er­de ganz schön in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen und ve­run­rei­nigt. Was bleibt da noch üb­rig, dann die­se Wirr­nis­se der Erden­zeit mit dem Feu­er dei­ner See­le zu rei­ni­gen. Na­Ja, so­was ähn­li­ches je­den­falls. Das Le­ben und sich sel­ber ein­fach mehr zu Lie­ben und da­mit auch die Er­de mehr Lie­ben, denn wer Liebt der zer­stört nicht oder geht be­hut­sam mit dem ge­lieb­ten um. Die Bru­ta­lität der Wirt­schaft, die be­stimmt ei­ne Blin­de Kuh ist, und auch der Wis­sen­schaft die be­stimmt auch ei­ne blin­de See­kuh ist, zeigt schon das Aus­maß der Ver­gif­tun­gen auf der Er­de. Vor mir lag ein Teil der Er­de der we­sentlich un­berühr­ter war von den Ver­rück­ten Mei­sterschaf­ten der Di­plom und Dok­tor und Pro­fes­so­ren Wis­sen­schaft­ler und Wirt­schaft­ler, eben den Idio­ten in­klu­si­ve mei­ner ei­ge­nen Idio­tie.   Die Ne­ga­ti­vität die im Selbst­be­die­nungs­la­den er­wählt wer­den kann ist gen­au­so groß wie die Po­si­ti­vität die auch dort zu ha­ben ist und zwar ko­sten­los. Es ist aber im­mer ein­facher Ne­ga­tiv zu sein weil das näm­lich die Ver­gan­genheit ist und die ist nun­ mal größer, aber die Zu­kunft ist noch größer. Aber am aller­größten ist die Ge­gen­wart da sie bei­des in sich trägt. 

Aber was hat Ne­ga­ti­vität oder Po­si­ti­vität mit Unwis­sen­heit zu tun. Nix. Du kannst 5 Dok­tor­ti­tel ha­ben und trotz­dem Igno­rant blei­ben, was näm­lich auch mei­stens der Fall ist. Denn Fach­wis­sen und Ti­tel sind ja selbst auf Igno­ranz auf­ge­baut. Sie bla­sen bloß den Kopf noch mehr auf da­mit der­je­ni­ge noch blö­der oder sa­gen wir mal noch an­schein­lich Wis­sen­der sei­ne Igno­ranz ver­brei­ten kann. Der Sog der Weg nach un­ten ist im­mer leich­ter oder das Ja zum Nein ins­beson­de­re wenn der Kör­per äl­ter ge­wor­den ist und die phy­si­schen Kräf­te nach­zu­las­sen schei­nen. Die Aufmerk­sam­keit verän­dert sich mit der Uhr­zeit und was früher noch in­ter­es­sant war ist heu­te un­in­ter­es­sant. Aber die Auf­merk­sam­keit ist ja was an­deres als das Ob­jekt der Auf­merk­sam­keit. 

  Das Sehen der Se­hen­de im Men­schen ist Ewig, unverän­dert, und es un­ter­liegt nicht der Phy­si­schen Verwand­lung. Eben­so das Hö­ren und Fühlen, denn durch all die Sin­ne scheint ja un­ser Un­sterb­li­ches We­sen. Un­zer­teilt, Ewig, Ganz, und voll Er­wacht und viel mehr als Glück­se­lig. Ob­wohl Glück­se­lig sein schon ganz schön No­bel ist. Doch, wer ist sich des­sen un­unter­bro­chen be­wusst. We­ni­ge. Sonst wä­re die Menschli­che Si­tua­ti­on welt­weit kein Mör­der­haus und kein Aus­beutsy­stem wo die Land­be­sit­zer und Staa­ten die Haus­ei­gen­tü­mer und Ei­gen­tü­mer die Er­de flächenmäßig so­zu­sa­gen Be­sit­zen. Und al­le an­de­ren sind Skla­ven ih­rer Vor­stel­lun­gen, sie müs­sen Mie­ten zahlen. Sie wer­den al­so in die­se Welt als Skla­ven hin­einge­bo­ren. Hier draußen an  der Ein­flussstel­le des Wol­veri­ne Ri­vers in den Seal Ri­ver sehe ich das ganz klar und deut­lich. Denn ich le­ge mich hin wo ich will und zah­le kei­ne 30 % und mehr mei­nes Ein­kom­mens als Skla­ven­geld an Land­be­sit­zer da­mit ich mich überhaupt erst ­mal ir­gend­wo hin­le­gen kann zum Schla­fen. Al­lei­ne aus die­ser Sicht ist der Mensch echt pri­mi­tiv­Zivi­li­siert. Er macht das Le­ben der mei­sten Men­schen schwe­rer und unglück­li­cher und Lei­den­der durch sei­nen Wahn durch sei­ne Psy­cho­pathen Irr­sinn durch sei­nen Seni­len Glau­ben der letz­tend­lich nichts ist, ei­ne Lee­re an Ein­sich­ten und Wahr­hei­ten, und da­mit unwei­ger­lich zer­stört wer­den wird. Gen­au­so wie das Geld­sy­stem das to­ta­ler Be­trug ist, da es ei­ne Fik­ti­on ist denn Pa­pier­geld ist 100 % Schul­den­geld al­so Wert­los to­tal wert­los und Fik­ti­ve Spin­ne­rei von Voll­blu­ti­dio­ten die da­mit so­gar ei­ne Art von Ei­ne Welt Re­gie­rung aufbau­en wol­len, die­se Un­teraf­fen aber mit Gold­uh­ren im Arsch, all das wird mit 100 % Si­cher­heit zer­stört wer­den und eu­re Träu­me die­ses Schwach­sinns glückli­cher­wei­se auch. Selbst die We­sen die der Raub­säuger, der sich Mensch nennt, Tie­re nennt, sind nicht so Dumm. Ob­wohl die Tie­re gar kei­ne Tie­re sind denn al­le Be­grif­fe oh­ne Aus­nah­me sind ei­ne to­ta­le Il­lu­si­on. Ei­gent­lich sind es ja die Land­be­sit­zer die die­se gewohn­heits­mäßi­ge Kne­bel der Mensch­heit auf­gezwängt ha­ben. Und das muss von der Er­de ver­schwinden, und zwar so schnell wie nur mög­lich. Le­ben, ein Wohn­raum, Wohn­fläche muss welt­weit ko­sten­los sein und je­des Le­be­we­sen auch der Mensch hat An­recht auf freies woh­nen und Le­ben., al­les an­de­re ist Lü­ge, Macht­missbrauch und Aus­beu­tung, Un­ter­drüc­kung und Ver­ge­wal­ti­gung. 

  Ich hof­fe ich ha­be mich hier auf der Sand­dü­ne klar ge­nug dar­ge­stellt, was ich von die­ser Sor­te Krüp­pelmen­schen hal­te und von ihr er­war­te da­mit das mensch­li­che Le­ben er­leich­tert wird und der Wahr­heit näher kommt. Es wird kein Ver­lust sein sich von der Land­be­sit­zer­men­ta­lität und der Woh­nungs­ver­mie­terpla­ge zu verab­schie­den. Das ist kein Ver­lust son­dern ein Ge­winn. Auch je­der Ver­lust ist ein Ge­winn so wie Alt­klei­dung ab­ge­legt wird so wird Neuklei­dung an­ge­legt. 

  Als ich wie­der zum Fluss run­ter ging ent­deck­te ich vie­le Pil­ze. Aber ich war ja schon High al­so Hoch al­so Er­hei­tert von die­ser Um­ge­bung und brauch­te kei­ne Zu­satz­stof­fe um hell­sich­tig und der­glei­chen zu werden. Aber was ich hier so sah ließ so man­chen Pilzkon­su­men­ten das Herz höher schla­gen, Psy­locy­be, ohhla­la. Hier könn­test du ei­ne ech­tes Fest des Rei­sens ma­chen. Mit ih­nen könn­te sehr leicht die Bin­dung an fe­ste Struk­tu­ren und so­mit Ne­ga­ti­ver Ge­bun­den­heit auf­gelöst wer­den, denn dein wah­res We­sen ist un­gebun­den und frei oh­ne Struk­tu­ren. Doch wer weiß das heu­te noch wo doch fast je­der im Com­puter­ge­tau­mel fest­struk­tu­riert ist. Doch wenn die Bin­dung an in­ne­re und äuße­re Struk­tu­ren gelöst wird und so­gar auf­gelöst wird, be­steht die Wahr­heit dich auf ei­ne an­de­re Dasein­se­be­ne zu er­ken­nen, wo du auf einmal merkst, ach, schau her, ich bin ja das und gar nicht der Kör­per und mei­ne Fan­ta­si­en und Ge­dan­ken und an­de­re Menta­le Vor­stel­lun­gen und Abläu­fe. Wer es nicht durch Intro­spek­ti­on und su­chen nach Wahr­heit ver­bun­den mit Me­di­tie­ren schafft der kann es viel leich­ter mit Pflanz­lichen Mit­tel schaf­fen. Denn dafür sind die ja da. Da­mit du mit ih­nen die Na­tur Tran­szen­dierst und das Transzen­den­te dei­nes Un­sterb­li­chen fa­bel­haf­ten We­sens er­kennst das durch al­les durch­scheint. 

  Das Was­ser des Seal Ri­ver leuch­te­te Goldbraun am Ufer, als es über die hel­len Stei­ne und den Sand ra­ste. Ei­ni­ge Äschen hat­ten sich hin­ter ei­nem großen Fel­sen in der Stil­le des Was­sers be­wegt und schwam­men sach­te nach In­sek­ten die auf der Was­serober­fläche da­hinglei­te­te, so, als ob sie bald wegflie­gen wür­den, doch, schwupp, saug­te sie ein Äschenmäul­chen ein. Un­ter­schied­li­che In­sek­ten­sor­ten summ­ten am Ufer herum. Die Luft war stark wür­zig und es war wie­der ei­ne Freu­de lang­sam und tief zu atmen. In der Groß­stadt wür­de das ja zum Wahn­sinn füh­ren und zur Betäu­bung. 

  Ich stieg ins Ka­nu das auf dem fla­chen Was­ser lag, nahm das Pad­del und stieß es in den Flussbo­den um mich lang­sam in tie­feres Was­ser zu drüc­ken. Dann ließ ich mich trei­ben. Es ist im­mer sehr wach­wer­dend in so­ge­nann­tes wil­des Land zu kom­men, was ja gar nicht stimmt, denn es ist Hei­mat für vie­le an­de­re Le­bewe­sen un­ter an­derem auch der Den­em. Aber un­struktu­rier­te Ge­gen­den för­dern das Wach­sein und in­ten­sivie­ren al­le Sinn­lich­keit bis zur ent­spann­ten freu­di­gen Auf­merk­sam­keit. Struk­tur macht blö­de und Öde. Lang­wei­li­ges Nachaf­fen von an­derem zum Nachaf­fen. Das för­dert kei­ne Krea­ti­vität. Nicht nur das, Krea­ti­vität wird durch Struk­tur ab­getötet und be­kämpft weil es in der Struk­tur im­mer um Macht geht. In der Lie­be, al­so Struk­tur­lo­sig­keit, geht es nie um Macht. Wenn es dar­um ge­hen soll­te wä­re es dann bloß ei­ne Lü­ge zu dem Zweck Macht in der Lie­be zu Eta­blie­ren und sie so als Wahr­heit zu eta­blie­ren, da­mit der Be­trug wei­ter ge­hen kann. Aber glück­li­cher­wei­se hat Macht in sich den Kern der Selbst­zer­störung. 

Und so wer­den dann Struk­tu­ren die zu ih­rem Höhe­punkt der Igno­ranz ge­kom­men sind durch sich selbst ver­nich­tet. Das ist so auf­ge­baut. Al­so Ego­isten al­so Lü­ge al­so der An­ti­christ al­so dein Kör­per, sol­che Sy­ste­me schaf­fen un­sag­ba­res Leid für die ge­samte Mensch­heit. Ich neh­me zum Bei­spiel mal die heu­ti­ge Si­tua­ti­on der Welt­wei­ten Zu­nah­me von Ar­beits­lo­sigkeit. Das wird in Wahr­heit noch viel mehr zu­neh­men, denn, es wer­den ja wei­ter­hin Ro­bo­ter und Ma­schi­nen ge­baut auch Ma­schi­nen sind Ro­bo­ter, und das führt zur Gi­gan­to­ar­beits­lo­sig­keit, aber alle die Sau­po­li­ti­ker, al­so die Raub­säu­ge­tie­re, die ja oh­ne Aus­nah­me die Igno­ranz sind, dre­schen nun auf die­se Ar­beits­lo­sen ein und wol­len die So­zi­al­sy­ste­me wie sie ge­nannt wer­den dra­stisch ab­bau­en. Hier wirkt der An­ti­christ al­so die sa­ta­ni­sche Kraft die in al­ler Po­li­tik ent­hal­ten ist gut sicht­bar auf das schon ver­skla­vte Le­ben der Ar­bei­terschaft die ge­züch­tet wird, für die In­ter­es­sen der Reichen aber Ar­men im Gei­ste. Denn von ei­ner Christ­lich De­mo­kra­ti­schen Uni­on kann aber auch nicht im gering­sten die Re­de sein, des­we­gen wird ja auch im­mer von der CDU ge­re­det, da­mit ja nicht in der Öf­fent­lichkeit de­ren Be­trug von ­we­gen Christ­li­che De­mo­kra­tische Uni­on zu hö­ren ist. Es ist für mich gut sicht­bar das es in Wahr­heit die sa­ta­ni­sche Kraft ist die dort lebt der Be­trug und die Lü­ge, und das Men­schen sich des­sen nicht be­wusst wer­den, das es genau das glei­che ist wie die Be­zeich­nung DDR mit der Falsch­heit so ist es genau das glei­che mit der CDU und ih­rer Falsch­heit, und Be­trug. 

Das Weltspiel hier auf der Er­de ist ja nicht die­ses Pi­pi­fax Ni­veau die­ser be­mit­lei­dens­wer­ten Be­trü­ger in der Po­li­tik die al­le­samt ver­su­chen sich auf die Sei­te des Gel­des zu schla­gen was ja auch ge­schafft wur­de, es ist ja auch der Le­ben­s­pro­zess vom Raub­säu­ge­tier zum Gött­li­chen Men­schen zu kom­men. 

Und da sind die­se Welt­po­li­ti­schen Raub­säu­ge­tier weit weit weit von ent­fernt. So, al­so, als ob die Ar­beitslo­sen nun in den stu­pi­den wir­ren Köp­fen die­ser Po­liti­ker die al­le­samt oh­ne Aus­nah­me Agen­ten des sa­ta­nischen Prin­zips und de­ren Kräf­te sind, und Hand­lan­ger des Be­tru­ges, da sie sich al­le auf un­sag­ba­re Dun­k­le Ge­schäf­te ein­ge­las­sen ha­ben, als ob die­se Ar­beitslo­sen das Übel wä­ren. Nein, das Übel sind die­se Raub­säu­ge­tie­re die kei­nen Mut ha­ben die Heu­cheln, die Ma­ni­pu­lie­ren, die Be­trü­gen, die Aus­beu­ten, und sich an den Steu­er­gel­dern die al­le­samt Be­trug sind berei­chern. Sie ha­ben nicht den Mut zu sa­gen das sie Angst vor der Macht des Gel­des ha­ben, das sie Angst ha­ben vor den In­ter­na­tio­na­len Ban­kiers von denen sie ja ih­re Kre­di­te be­kom­men die wie­derum aber bloß aus Luft sind da Geld ja kei­nen Wert hat es ist ja nicht mehr mit Gold ver­bun­den, so die In­ter­na­tio­na­len Bankiers druc­ken Geld ein­fach so, es sind die größten Geld­fäl­scher die sich den An­schein der Le­ga­lität ge­ben ließen durch Dum­me Stu­pi­de Se­na­to­ren und Po­li­ti­ker, weil die näm­lich von die­sen Ban­kiers Geld be­kom­men für ih­re Ver­spre­chun­gen die sie dem Blö­den Stu­pi­den Igno­ran­ten Volk, so wie sie es den­ken ma­chen, mit ih­ren So­zi­al­plä­nen, und jetzt kommts, sie dann nicht die Steu­ern er­höhen müs­sen. Das ist ein Zu­sam­men­spiel die­ser In­ter­es­sen­grup­pen. Aber die In­fla­ti­on kommt so­wie­so. 

Und wer ist der Lei­den­de, die Mas­sen der Menschen, denn be­vor der Ak­ti­en­markt zu­sam­men­bricht, ha­ben die­je­ni­gen die ja den Ak­ti­en­be­trug auf­bau­en sich ja schon zu­vor ge­warnt und ver­kau­fen ih­re Ak­ti­en und Pa­pier­wer­te, und so sind die Ban­kiers und Freun­de nicht in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen. Sie gewin­nen im­mer. Das ist Struk­tur. Struk­tur ist Be­trug an der Wahr­heit und ist der An­ti­christ der du sel­ber bist dein Ego dein Kör­per. 

  Ur­sprüng­lich sind ja al­le so­genann­ten Re­li­gi­onsgrün­der, was sie ja gar nicht sind und wa­ren, auf der Nicht­struk­tur auf­ge­baut. Bloß Prie­ster ha­ben die­se Nicht­struk­tur als Dog­ma al­so als Hun­de­mut­ter auf­gebaut und ih­re Macht­lü­gen in die Mas­sen ge­wo­ben. Aber auch die­se ver­lo­ge­nen Re­li­gio­nen wer­den ver­gehen. Geld ist ihr Öl zum schmie­ren für ihr Sy­stem. 

Egal wel­che Re­li­gi­on es auch ist. Kein Buddha, kein Je­sus, kein Mo­ham­med, kein Na­nak, und so wei­ter hat­ten je­mals ei­ne Re­li­gi­ons­struk­tur ge­grün­det weil sie wussten was das be­deu­tet. Die Lie­be oder die Er­leuchtung die ge­sucht und ge­fun­den wer­den könn­te, oder ge­lebt wer­den könn­te wird nun durch Theo­re­ti­ker die aber auch gar­nix mit Theo zu tun ha­ben, es ist al­les Ego und Ge­lehr­teni­dio­ten und Macht­winz­lin­ge oder Dog­malec­ker ver­saut, Ver­menscht, und sind dann nur noch Wort­fet­zen wie Shis­men dafür üb­rig. 

Al­le Wel­tre­li­gio­nen sind in Wahr­heit Ne­ga­ti­ve Abgren­zun­gen, al­so Lug und Be­trug der Wahr­heit, al­so der An­ti­christ. Da Piss ich lie­ber drauf an­statt mich de­ren Phra­sen und blö­den Frat­zen der Ver­lo­gen­heit zu­zu­wen­den. Und Urin soll ja Ge­sund sein vol­ler Heil­kräf­te. Na­ja. Ich Glau­be dem Papst und den Pisshö­fen den Kar­dinä­len den Aja­tol­lahs wer­de ich gleich drei Fäs­ser da­von sen­den und den In­ter­na­tio­na­len Ban­kier auch den Roth­schilds dem Roc­ke­fel­ler­kar­tell und dem IG-‑Far­ben Kar­tell auch. Auch den Zen­tralban­ken und dem US-‑Se­nat und all den Kar­tel­len die es sonst noch gibt in­klu­si­ve den Staats­kar­tel­len. Die brauchen es ganz dring­lich. Und dann die gan­zen Verrück­ten die im Na­men Got­tes zur Waf­fe grei­fen, da­mit sie ih­re ei­ge­ne Mord­lust nicht zu er­ken­nen brau­chen ihr Raub­tier das sie noch sind. Aber die­se Fleck­chen hier am Ein­lauf des Wol­ve­ri­ne Ri­vers in den Seal Ri­ver das war von all dem Ir­ren noch nicht be­fleckt wor­den. Es leuch­te­te wun­der­schön und am Ufer la­gen dic­ke Brau­ne große Fels­broc­ken. Ei­ni­ge klei­ne Bü­sche wuch­sen am Ufer, sehr we­ni­ge. Der Wald be­gann erst 50-60 Me­ter hin­ter die­sem gra­si­gen Ufer­strei­fen. Ich stieg wie­der ins Ka­nu und fuhr los. Da­bei musste ich nun sehr auf­pas­sen den es la­gen vie­le große Fel­sen im Fluss. Die Ge­schwin­dig­keit war schnell und die Wachsam­keit wur­de hier noch mehr ge­för­dert ins­be­son­de­re der Fel­sen we­gen. Es gab kei­ne Zeit zum Trö­deln und ent­span­nen. Mei­ne Äng­ste hin­sicht­lich Eis­bä­ren la­gen noch in der Tie­fe. Aber nun kam ich in die­se Ge­gend die drei Bär­sor­ten hat­te. Der Schwarz­bär der sel­te­ne Tundra Grizz­ly und der Eis­bär. 

Ich hat­te mir in Mün­chen vor­ge­nom­men die­se letz­te Strec­ke ei­gent­lich mit ei­ni­gen an­de­ren Menschen zu­sam­men zu ma­chen, we­gen der Eis­bä­ren. Das mit den In­dia­nern hat­te sich ja ver­wirk­licht. Die vier Ka­na­dier fuh­ren ei­ne an­de­re Rou­te als ich, denn sie sag­ten mir das sie die Nörd­li­che Rou­te neh­men wer­den wo der Seal Ri­ver sich teilt und ei­ne sehr große In­sel um­fließt und ich hat­te mir vor­ge­nom­men die Süd­li­che Strec­ke zu fah­ren. So die Fahrt war anstren­gend da auf dem Fluss und ver­lang­te viel Aufmerk­sam­keit und Ar­beit. Nach meh­re­ren Stops kam ich er­mü­det Phy­sisch, in die Nähe der Strom­schnel­len und in­mit­ten von ih­nen lag am lin­ken Ufer dann die­ser große Es­ker die Sand­dü­ne die meh­re­re Km lang ist. Das Was­ser wur­de im­mer fla­cher und schnel­ler. Dann hör­te ich Stim­men hin­ter mir. Das konn­ten ei­gent­lich nur die Ka­na­dier sein. Ich freu­te mich, höchst­wahrschein­lich wür­den sie auch hier ih­re Zel­te auf­schlagen. Das Ufer stieg nun plötz­lich steil an und war schön mit Bü­schen und Bäu­men be­wach­sen. Die Birken­stäm­me leuch­te­ten im nun schon abend­li­chen wei­chen Licht. Und dann sah ich ei­ni­ge Zel­te da auf der leuchten­den Sand­dü­ne. Ein Blaues und ein Orange­nes. Vie­le Was­ser­pflan­zen wuch­sen in dem re­la­tiv fla­chen Was­ser. Sie leuch­te­ten mit ih­ren lan­gen dün­nen blühen­den Ar­men im Was­ser. Der Fluss war hier sehr breit und flach. Mühe­los steu­er­te ich zu dem mit Wei­den be­wach­se­nen Ufer herüber. Zwei Ka­nus wa­ren in das Ge­büsch ge­zo­gen. 

  Ah­h­h­h­h­hh, hier muss ich mein Gepäck steil den Sand­hang hoch ­tra­gen. Die vier Ka­na­dier wa­ren auch schon an­ge­kom­men. Wir be­grüßten uns mit Lächeln und High, oder Hi. Je­der hat­te nun sei­ne Ar­beit zu tun. Ich nahm mei­ne Blaue große Rei­se­ta­sche auf die Schul­ter und stampf­te den Sand­hang hoch. Oben stan­den vier Jun­ge Män­ner. Freund­lich be­grüßten wir uns ... er­freut an­de­re zu se­hen. Ei­ne wun­der­schö­ne fein­san­di­ge ho­he Dü­ne lag vor mir. Ich schau­te mich nach ei­nem guten Zelt­platz um und ent­schied mich weit ober­halb von „Den Vie­ren“ das Zelt auf­zu­bau­en, di­rekt ne­ben ei­ner schö­nen Bir­ke die ei­ne glat­te Sandfläche vor sich hat­te, genau so groß wie mein Zelt. Der Zelt­platz war sa­gen­haft schön. 

  Als ich al­les auf­ge­baut hat­te, schau­te ich noch­ mal auf die To­po­gra­fi­sche Kar­te und stell­te fest das ich 39 km ge­fah­ren war. 

Ei­ne große Sand­fläche um­gab uns hier oben. Überall la­gen Fels­broc­ken un­ter­schied­li­cher Größen herum, und auch Sand­stein in Gelb. Nach­dem ich mei­ne Fjäll Rä­ven Jac­ke aus­ge­zo­gen hat­te ging ich im al­ten Ro­sa T-‑Shirt zu den vier an­de­ren. Die Ka­na­dier hat­ten ih­re Zel­te un­ter mir auf­ge­baut. So­fort ging ein Ge­spräch los, das nicht mehr aufzuhö­ren schi­en. Ei­ner von „Den Vier“ neu­en hat­te ein Vo­gel­buch da­bei um die Vo­gel­welt zu iden­ti­fi­zie­ren, aber auch Pflan­zen und an­deres. Mit ihm un­ter­hielt ich mich In­tui­tiv am In­ten­siv­sten. Sein Na­me war Tim. Al­le vier wa­ren aus den USA. Sie wa­ren seit 3 Wo­chen un­ter­wegs. westlich vom Ta­dou­le See wa­ren sie in das Flusssy­stem gegan­gen. Ir­gend­wo nörd­lich ne­ben der Highway nach Lynn La­ke um dann in den Bar­ring­ton Ri­ver zu kom­men und sich so wei­ter durch die Seen und Flüs­se Rich­tung Seal Ri­ver zu ar­bei­ten. 

Al­le vier wa­ren in aus­ge­zeich­ne­ter Stim­mung. Das draußen Le­ben mit we­nig viel er­fah­ren und mit fast gar nichts fast al­les auf­neh­men ist schon sehr beglüc­kend. Ei­ne klei­ne Feu­er­stel­le war auch am glühen und sie koch­ten ihr Es­sen. Ei­ner mit ei­nem Grau­en Hut und Rotem Hemd saß am Feu­er und koch­te was. Je­der war vol­ler En­thu­si­as­mus hier draußen zu sein und nun die letz­te Strec­ke die­ses wun­der­schö­nen Flusses in die Hud­son Bay zu paddeln. Auch sie wa­ren auch schon auf der Wach­samkeitse­be­ne hin­sicht­lich Eis­bä­ren. 

  Der Blick von hier oben auf der Sand­dü­ne war wun­der­schön. Der schö­ne Sand, da­vor ei­ni­ge Bir­ken, dar­un­ter der brei­te fla­che Seal Ri­ver der un­ver­baut, natür­lich sei­nen Weg durch die Land­schaft sau­ste. Dahin­ter die end­lo­sen Flä­chen in Grün des im­mer fla­cher wer­den­den Wal­des in ei­nem leuchten­den Grün. Der Fluss sah hell­sil­brig aus. Ei­ni­ge ganz fla­che klei­ne Grü­ne In­seln la­gen in dem wei­ten Fluss vor uns. Ein Elch­pa­ra­dies über­haupt Le­ben­spa­ra­dies. Ei­ne klei­ne Felspy­ra­mi­de war auf die­ser Sand­dü­ne von Ame­ri­kanern er­rich­tet wor­den. Auf ih­rer Spit­ze hat­ten sie ei­ne Ge­denk­ta­fel ein­ze­men­tiert. Darauf stand:

The Ri­ver    -   The Ca­noe    

The Padd­le  -  The Man     

Bill Ma­son   -   Seal Ri­ver Trip 1988

His spi­rit will come through.

Ich hat­te selbst ein Buch von Bill Ma­son ge­le­sen, das ich in Win­ni­peg gek­auft hat­te, mit vie­len brauch­ba­ren In­for­ma­tio­nen. Song of the Padd­le war der Ti­tel. Sehr schö­ner Um­schlag. 

  Ich ging und hol­te mei­ne Flie­gen­ru­te, leg­te sie ne­ben die Py­ra­mi­de und mach­te ei­ni­ge Fotos, dann wat­schel­te ich zum Fluss run­ter um noch ei­ni­ge Wür­fe zu ma­chen um ei­ni­ge Äschen oder Fo­rel­len zu bekom­men. Die Fi­sche die an die Troc­ken­flie­ge gin­gen wa­ren mir aber al­le zu klein und ich ließ je­den wie­der schwim­men. Außer­dem war die Strö­mung doch zu stark, das Ufer zu dicht be­wach­sen und zu hoch und ich musste zu weit in den Fluss um gemüt­lich die Flie­ge aus­wer­fen zu kön­nen. Dafür war ich jetzt doch physisch zu mü­de. Al­so ging ich wie­der hoch zum Zelt. Aß ein kal­tes Abend­brot mit Scho­ko­la­den­müs­li, Troc­ken­obst, Tee und Ho­nig. Dann war es Zeit sich wie­der ins Zelt zu be­ge­ben. Die Ame­ri­ka­ner woll­ten früh raus und die Ka­na­dier auch. Ich sag­te Tschüss zu al­len und mach­te es mir im Zelt be­quem. Da es sehr warm war konn­te ich auf dem Schlaf­sack schla­fen, aber ich wach­te nachts auf, da mein Kopf ängst­lich war. Wes­we­gen, Pho­bien, Il­lu­sio­nen, Ne­ga­ti­vität, Bären, Ur­wald, Tod, oder was.


Sonn­tag, 4. Au­gust

13 Grad um 5 Uhr mor­gens. Was für ein Mor­gen. Still, zar­tes Ro­sa im Nor­den. Kaum Müc­ken. Die Ame­ri­ka­ner wa­ren schon am ein­schif­fen. Ich wink­te ih­nen noch zu als sie in den Fluss gin­gen. Die Ka­nadier wa­ren schon weg. Ich hol­te mei­ne Ka­me­ra raus und ging die Sand­dü­ne hoch bis zu ih­rem Rüc­ken und stampf­te dann im Sand Rich­tung Osten. Ein wun­der­schö­ner Park die­se Land­schaft. Bä­ren­spuren, Elch­spu­ren, Wolf­spu­ren wa­ren hier oben auf der Höhe der Dü­ne die sich weit in die Land­schaft zog, Rich­tung Nord­we­sten. Der Fluss streck­te sich Rich­tung Osten. Ich stand da oben und war­te­te bis die bei­den Ka­nus aus der großen Bucht her­auska­men und den Sil­ber­nen brei­ten Strahl ge­nannt Seal Ri­ver weit weit un­ter mir er­reich­ten wo ich sie dann gut im Vi­sier hat­te. Sie wa­ren win­zig. 

  Der Fluss war be­eindruc­kend groß. Sie fuh­ren links an der In­sel vor­bei auf die klei­ne En­ge zu die ein we­nig Schnell­was­ser hat­te um von ei­ner et­wa 2 km brei­ten Stel­le wie­der zu ei­ner et­wa 150 Me­ter brei­ten Seal Ri­ver Brei­te zu kom­men. Dann wa­ren sie außer Sicht­wei­te und ich war wie­der al­lei­ne mit der Dü­ne, den un­zäh­li­gen Sand­körnern die in den In­di­schen Wahr­heits­leh­ren ja oft er­wähnt wer­den zbs, wie­viel Uni­ver­sen es gibt und so wei­ter. Ich sah das es sehr vie­le Bär­spu­ren hier gab. Aber nun woll­te ich auch mein Früh­stück ma­chen um vor­wärts zu kom­men denn das sah al­les sehr be­ein­druc­kend da un­ter mir aus. Ei­ne lan­ge Strec­ke oh­ne Ge­fäl­le lag vor ih­nen und mir. Ich ging aber noch et­was wei­ter die Sand­dü­ne ent­lang um zu se­hen was da so los ist. Al­les war vol­ler Tier­spu­ren die die­se Dü­ne auch als ih­re Straße wohl ger­ne be­nutz­ten, denn sie führ­te durch den Wald oh­ne das du durch den Wald zu ge­hen brauchtest. Das war al­so die Tier­straße die Straße für Bär, Elch, Wolf, Wol­ve­ri­nen, Mäu­se oder Rehe. Ah­hh, es wür­de wie­der ein fan­ta­sti­scher Tag wer­den. Die Son­ne glänz­te aus ei­nem wol­ken­lo­sen zar­ten Him­mel in die Welt. Der Duft mei­ner Um­ge­bung war be­glüc­kend. Wie­der war es Freu­de tief und be­glüc­kend ein­zu­atmen. Jeg­li­cher tech­no­lo­gi­scher Er­folg ist ein Misser­folg der die Na­tur mehr und mehr Ver­gif­tet und der Par­füm braucht, die­ses künst­li­che Ät­zen­de Zeug, um sei­nen Tech­no­lo­gie­ge­stank zu ver­stec­ken. 

  Ich mach­te mir ein großes schmack­haf­tes Frühstück. Be­rei­te­te Früch­te­tee für den Tag vor, freu­te mich auf die Wei­ter­rei­se, ah­hh end­lich kein Ge­schuf­te mehr mit der Pad­de­lei dach­te ich. Hier oben sa­ge ich ganz klar ein sehr großes Nein zu Tech­no­lo­gie Ausbrei­tung und Aben­teu­er Schwach­sinn ala Marl­bo­ro oder da­mals Ca­mel, dem Idio­ti­schen Herum­wäl­zen von Ma­schi­nen und Mus­keln, für die be­nutz­ten und aus­ge­beu­tel­ten missbrauch­ten der Ta­bakma­fia. 

  Gemüt­lich pack­te ich dann mei­ne Sa­chen zu­sammen, brach­te al­les nach un­ten, leg­te es auf die Weiden­bü­sche, sag­te Adee zur Sand­dü­ne und den Tie­ren die mich zur Zeit be­ob­ach­tet hat­ten, leg­te das Ka­nu an den Flussrand, pack­te al­les voll und schob mich in den Fluss. Das kla­re Was­ser lächel­te mich an und ich wünsch­te ihm ei­nen guten Tag. Ich wusste nicht das ich ei­ne wun­der­vol­le Fahrt  ha­ben wür­de wo mir un­ter an­derem die Haa­re zu Ber­ge ste­hen wer­den, denn ich war noch nie in mei­nem Le­ben sol­che schnel­len Ge­fäl­le ge­fah­ren, ohhla­la. In mei­nem Ta­gebuch stand: Su­per Ka­nu­trip Seal Ri­ver Beau­ty, run my fastes ra­pids, musste mir im­mer wie­der­sa­gen: Sei ru­hig Wolf­gang, bleib ru­hig Wolf­gang,( mein Ego der Verstand ist das, denn ich iden­ti­fi­zie­re mich nicht mit mei­nem Ver­stand mit dem Men­ta­len Werk­zeug) fanta­stisch, ich be­glück­wünsch­te mich, als ich die wilde­ste Strec­ke mei­nes Le­bens be­fah­ren hat­te und heil da raus kam. 

  Aber jetzt war es erst ­mal 6 Uhr mor­gens da auf dem Fluss. Das Ka­nu lag nun dop­pelt so hoch wie zu­vor als ich noch die So­lar­an­la­ge im Ka­nu hat­te. Es hat­te nun et­wa 25-28 cm bis zum Kanurand vom Was­ser. Ich hat­te mei­nen Stroh­hut auf, das al­te Ro­sa T-‑Shirt, hel­le Ho­se, und der Bart der von Tag zu Tag län­ger wur­de, und auch blon­der. 

  Die Ame­ri­ka­ner hat­ten ge­stern ge­dacht das ich ein Ka­nu­gu­ru bin so wie Bill Ma­son, da ich schon so lan­ge al­lei­ne un­ter­wegs war. Wenn ihr wüsstet dach­tet ich mir freu­dig, als ich das hör­te. Nun fing auch die Vo­gelwelt an an­ders zu wer­den. Es wa­ren schon mehr Meeres­vö­gel zu hö­ren. Strand­läu­fer, Sand­pi­per und vie­le See­schwal­ben sau­sten herum. 

  An ei­ner Stel­le sah ich dann im Mor­gen­licht am lin­ken Ufer einen wun­der­schö­nen Gold­gel­ben großen Wolf. Er hat­te mich nicht ge­se­hen, trot­te­te ru­hig am Ufer ent­lang. Ein kräf­ti­ges ge­sun­des We­sen. Aber mei­ne Ka­me­ra lag da und ich woll­te ein­fach nicht stören. Ich war er­staunt wie groß er war. 

  Kein Wind weh­te. Ein wun­der­vol­ler Tag. Der Som­mer hier oben ist ein­fach fan­ta­stisch. Auch hier oben wa­ren Wald­brän­de ge­we­sen. Durch­sich­tig war der Wald. Die dün­nen Baum­stäm­me oh­ne Grün, das sah al­les sehr leer aus. An ei­ner Stel­le leg­te ich am Ufer an und ging noch ­mal mei­ner Lei­den­schaft dem Angeln nach, dem Flie­gen­fi­schen. Da­mals wusste ich noch nicht das es das vor­letz­te mal sein wür­de das ich An­geln wür­de, das ich ins­ge­samt mit dem An­geln aufhö­ren wür­de. Ich wusste da­mals noch nicht das ich auch hier die end­gül­ti­gen Sa­men für ei­ne Ve­ge­ta­ri­sche Ernäh­rung ge­legt hat­te. 

  Der Seal Ri­ver lag still und oh­ne Wel­len vor mir. Kein Wind, das Was­ser glas­klar, der Flussbo­den Braun. Ich zog mei­ne brustho­hen Wat­stie­fel an, knüpf­te ei­ne No. 16 Troc­ken­flie­ge, Adams, an das Vor­fach und warf vom rech­ten Ufer aus die Schwimm­schnur durch die Luft um die Flie­ge sach­te auf die Was­se­rober­fläche zu lan­den. Der Sankt Lo­renz Fluss in Montre­al war ja mein Lehr­fluss ge­we­sen mit die­sen Bach­fo­rel­len von 2,5 Pfund Durch­schnitt und Re­gen­bo­gen­fo­rel­len von 3 Pfund Durch­schnitts­ge­wicht. Im Ma­ta­ne Ri­ver in Que­bec fing ich At­lan­ti­sche Lach­se mit der Troc­kenflie­ge und 12 Pfund Durch­schnitts­ge­wicht. Im Ba­bi­ne Ri­ver Bri­tisch Co­lum­bia fing ich Steel­heads mit der Nass­flie­ge auch 12 Pfund Durch­schnitts­ge­wicht, aber auch Dol­ly Var­den Fo­rel­len, Co­ho­lach­se, oder die rie­sen King Lach­se mit der Flie­gen­ru­te ... und nun was ganz fei­nes, Äschen, je­der zwei­te Wurf brach­te ei­ne schö­ne Äsche zum Vor­schein, aber ich ließ je­de wie­der schwim­men. Ah­h­hh was für ein Tag, er­hol­sam, kei­ne Eis­bä­ren die ei­nen Ja­gen, kei­ne Beißin­sek­ten die dich leer­sau­gen wol­len in ih­rer Blut­rau­schi­gno­ranz. 

  Dann pad­del­te ich wei­ter, ich hat­te die­se sehr lan­gen Strom­schnel­len­sym­bo­le auf der Kar­te ge­se­hen, was das wohl sei­ne könn­te, doch wohl nicht die Höl­le. Na­ja, OK, wenn schon Höl­le dann ist sie da um ge­liebt zu wer­den, denn al­les un­an­ge­neh­me das du Lie­ben kannst er­höht dei­ne Schwin­gung und so­mit dein Wohl­be­fin­den. Schon von weitem hör­te ich das Rau­schen. 2 km lang sol­len sie sein sag­te die Kar­te mit ih­ren Sym­bo­len. 

  Es fing al­les ganz lang­sam an. Über­sicht­lich sah das al­les aus. Doch schon nach kur­zer Zeit hat­te ich ei­ne ra­san­te Ge­schwin­dig­keit drauf und die Fels­broc­ken sau­sten mir nur so ent­ge­gen und um die Oh­ren, so dass ich sehr auf­pas­sen musste da nicht rein zu sau­sen, und plötz­lich wa­ren die Wel­len die zu­vor in der Fer­ne wa­ren in der Nähe und das wa­ren kei­ne Well­chen mehr das wa­ren Bre­cher, Rol­ler, Knal­ler, und Ge­to­be und Getö­se, so­was hat­te ich nicht er­war­tet. Das Ka­nu wur­de manchmal ganz schön übel auf das Was­ser geknallt und krach­te und zit­ter­te. Da ka­men mir die­se Rol­ler mit ei­nem Tem­po ent­ge­gen wo ich kei­ne Zeit mehr hat­te zu schrei­en, Nein, bleib da, bleib da, und dann merk­te ich ich war in dem wil­de­sten Ge­wühl mei­nes Le­bens, wo ich höl­lisch wach­sam sein musste um die­se Höl­le über­haupt noch lie­ben zu kön­nen, denn es wur­de nun ein Kampf des Wach­s­eins des Mänö­ve­rie­rens der Kraft der Angst­lo­sig­keit, und das hör­te ein­fach nicht auf son­dern tob­te im­mer so wei­ter, so dass ich zu mir oder mei­nem Ego sa­gen musste, du schaffst das Wolf­gang du schaffst das Wolf­gang, im­mer mit der Ru­he, bleib in der Ru­he, und das will schon was heißen wenn ich mei­nem Ver­stand da draußen sa­gen muss das er ru­hig blei­ben soll und nicht aus­ra­sten soll und durch­dre­hen, denn das war ihm Sinn­lich doch ei­ne enor­me ge­ball­te La­dung Po­wer die er da vor und un­ter sich hat­te, dem Egöchen, dem Wirr­warr­kan­di­da­ten, aber ich schaff­te es und war danach hocher­freut, ja, das kann man wohl sa­gen sehr er­leich­tert. Mann war das ei­ne wil­de Was­ser­tobe­rei der Un­be­re­chen­bar­keit. Das wil­de­ste was ich bis­her er­lebt hat­te. Das wa­ren mehr als 2 km die viel Kraft brauch­ten und wo Op­ti­sche Ein­drüc­ke sehr in­ten­siv wahr­ge­nom­men wur­den mit der be­sten Be­rech­nung und In­tui­ti­on die mög­lich war. Dann 4 km wei­ter wie­der Strom­schnel­len, 5 - 6 - 7 km lan­ge, zwei Inseln lie­gen da im Fluss, und bis zu den In­seln war al­les ok, Son­nigru­hig. An der In­sel mit ih­ren fla­chen Schnel­len musste ich plötz­lich ge­gen die Strö­mung pad­deln weil ich be­merk­te das es auf der an­de­ren Sei­te leich­ter ging, al­so wie­der zurück, aber nun hat­te ich von der lan­gen Pad­de­lei Mus­keln Kraft auf­ge­baut und zwar für mich ei­ne enor­me Men­ge in den Ar­men, das Knie mach­te zur Zeit auch kei­ne son­der­li­chen Pro­ble­me. 

  Nach­dem ich ge­gen die Strö­mung ge­pad­delt war kam ich in ei­ne Strom­schnel­len Strec­ke die In­ter­es­sant war, gut über­sicht­lich, und mir wur­de klar, nun ha­be ich Fließ­ge­schwin­dig­keit so wie ich es ha­ben woll­te. Der Fluss lag da un­ge­fähr auf 210 Me­ter Höhe und fiel wirk­lich ra­sant run­ter mit sei­ner Ra­se­rei. Von ei­ner Strom­schnel­le kam ich in die an­de­re. Al­les war gut über­sicht­lich und ich war fast eins mit der großen Ru­he die al­les durch­dringt. Ok, ab und zu stan­den mir die Oh­ren et­was schräg und auch mei­ne Au­gen wa­ren größer ge­wor­den als ihr ei­gent­li­cher Um­fang es zulas­sen wür­de, aber was war das schon wenn er­kannt wird das man hier Freu­de er­lebt. Ob­wohl die Elemen­te das nicht in sich tra­gen denn Freu­de ist ei­ne rein See­li­sche An­ge­le­gen­heit denn nur die See­le kann Lächeln und nicht der Kör­per. Der Fluss mach­te ei­ne leich­te Nord­be­we­gung um dann wie­der Süd­lich ab­zufal­len und dann wie­der Nor­döst­lich zu fließen. Wie­der la­gen ei­ne Rei­he von In­seln im Fluss. Als ich et­wa ge­gen 14 Uhr die er­ste In­sel rechts vor mir hat­te sah ich die Zel­te der Ame­ri­ka­ner. Ich freu­te mich wie­der sie zu se­hen und pad­del­te auf ih­re Stel­le zu. Ei­ne leich­te Schrä­ge führ­te zu ih­rem Pla­teau der In­sel. Die Son­ne strahl­te glän­zend. 

  Et­wa 20 Me­ter über dem Fluss hat­ten sie ih­re Zel­te auf­ge­baut. Das Rote links das Blaue rechts. Da­zwischen war ei­ne Feu­er­stel­le. Glenn Wei­den­ba­cher mit dem Roten T-‑Shirt und Grauem Hut war da­bei ei­nen Ku­chen zu bac­ken, ahh, gutes Ti­ming sag­te ich, wo ist die Va­nil­le­schlagsah­ne. Wir lach­ten. Ich frag­te ob es ok ist wenn ich mein Zelt hier bei ih­nen auf­baue und mit ih­nen hier Über­nach­te. Glenn ant­wor­te­te am schnell­sten. Das hat­te Be­deu­tung wie ich später rausfin­den wür­de. Er sag­te er­freut Ja. Ich war 28 km gefah­ren in 8 Stun­den. Die Ame­ri­ka­ner er­zähl­ten mir das kurz be­vor ich kam, zwei große See­hun­de gese­hen wur­den, wie sie hier un­ter ih­nen am Ufer entlang ­Schwam­men. Rie­sen Din­ger sag­ten sie sei­en es. Ach ja, mir fiel dann ein, stimmt ja, der Fluss heißt Seal Al­so See­hund Ri­ver. 

  Tim John­son saß im Klapp­stuhl und schau­te in sein Vo­gel­buch, Ober­kör­per frei. Pe­ter Lo­e­wen­son lag auf der Schlaf­ma­trat­ze ne­ben dem Blau­en Zelt, Bei­ne über kreuz und ruh­te sich genüss­lich aus. Al Entin­ger fau­lenz­te auch am Bo­den. Es war Ur­laub für die vier, 5 Wo­chen Ur­laub. 

  Ich bau­te mein Zelt auf, hol­te ei­ni­ge Nah­rungsmit­tel hoch, zog das Ka­nu an Land, vertau­te es, zog mei­ne Sa­chen bis auf die Ho­se aus und frag­te ob sie heu­te Abend Äschen es­sen möch­ten. Ja, sie möch­ten war der überein­stim­men­de To­nus. Ich mach­te die Flie­gen­ru­te fer­tig, und dann ka­men doch plötz­lich die Ka­na­dier. Sie wa­ren die gan­ze Zeit hin­ter mir ge­wesen. Sie hat­ten ein Vi­deo von mir ge­macht als ich morgens früh die Sand­dü­ne ver­las­sen hat­te sag­ten sie. Auch sie wa­ren in groß­ar­ti­ger Stim­mung, woll­ten aber wei­ter, denn sie woll­ten den La­val­lee Cha­nel neh­men der nörd­lich um die große In­sel die vor uns lag führ­te, und wir woll­ten den Seal Ri­ver neh­men der süd­lich um die Great Is­land führ­te. Der nörd­li­che Teil sah schma­ler aus und oh­ne jeg­li­che Strom­schnel­len Eintra­gung. Was konn­te das be­deu­ten.? Die Strec­ke die wir fah­ren wür­den wimmel­te nur so von Stromschnel­len und Ge­fäl­len. Dann pad­del­ten sie auch schon wei­ter. Das selbst­ge­mach­te Holz­ka­nu war ein Ju­wel der Hand­ar­beits­kunst und je­der be­sta­un­te die­se wun­der­vol­le Ar­beit. 

  Da­nach mar­schier­te ich am stei­ni­gen Ufer ent­lang, Rich­tung Westen um ei­ne ge­eig­ne­te Stel­le für Äschen zu fin­den. Ich roll­te dann et­was Schwimm­schnur von der Rol­le und bei­des war schon sehr alt aber sehr gut ge­pflegt am Sai­son En­de, und leg­te et­was Schnur in die Luft, et­wa 10-12 Me­ter um sie dann auf die Wasse­rober­fläche lan­den zu las­sen. Schwupp war ei­ne Äsche dran. Sie war gut sicht­bar als sie zur Flie­ge schwamm. In 15 Mi­nu­ten hat­te ich 5 Äschen ge­fangen, für je­den ei­ne. Wie­der oben bei den Ame­ri­kanern, zeig­te ich ih­nen noch wie ich die Äschen reinig­te. Je­der zeig­te was er wusste und konn­te um die Rei­se ein Wohl­be­fin­den zu ma­chen. Ich hat­te noch Nu­deln mit Cur­ry Sau­ce, die woll­te ich zu der ge­brate­nen Äsche es­sen. Und so be­rei­te­ten wir uns auf das Aben­des­sen vor. Dort wo un­se­re Zel­te stan­den war ei­ne baum­lo­se Flä­che die dicht mit Moos­sor­ten un­terschied­lich­ster Far­ben be­deckt war. Hin­ter den Zel­ten fing so­fort der Baum­be­stand an mit Na­del­bäu­men die sehr klein wa­ren und et­wa 10-15 cm Durch­mes­ser hat­ten. Ein fa­bel­haf­ter Über­nach­tungs­platz, hoch über dem Seal Ri­ver, al­so wie­der kei­ne Müc­ken und sonst­was an Beißin­sek­ten. Tim John­son be­schäf­tig­te sich mit Afri­ka­stu­di­en, Pflan­zen, Vö­geln, war 2 x verhei­ra­tet, 42 Jah­re. Pe­ter war Kin­der­arzt und woll­te Hei­ra­ten wenn er die Rei­se be­en­det hat­te. Pe­ter war Jü­di­scher Ab­stam­mung und hat­te viel Deutsch ge­lernt, kann­te sich mit Deut­schen Ge­dich­ten aus, und sprach mit mir auch mal Deutsch. Ich ging noch­ mal zum Fluss um ein Bad zu neh­men, mir die Haa­re zu wa­schen. Ken oder Glenn fing an das Aben­des­sen vor­zu­be­reiten. Tim woll­te die Äschen gril­len. 

  Frisch gerei­nigt saß ich dann mit ih­nen auf die­ser schö­nen In­sel beim Ko­chen. Sie wa­ren gut Or­ga­nisiert. Hat­ten ih­re Le­bens­mit­tel in Pla­stik­fla­schen die Tim aus dem Ho­spi­tal mit­ge­bracht hat­te die sonst weg­ge­schmis­sen wür­den. Das ge­fiel mir auch gut. Mein Sa­chen wa­ren in Pla­stik­tüten. Wir un­ter­hiel­ten uns über Mu­sik, wie wich­tig sie ist und wie sie die gesamte Exi­stenz auf­ge­baut hat, sie so­zu­sa­gen aus der Mu­sik Got­tes be­steht. Auch die Ato­me ha­ben ei­ne Mu­si­ka­li­sche Auf­baustruk­tur, und um­so ­mehr Atommo­lekü­le zu­sam­men­ge­ket­tet sind, um­so ­mehr Tonfol­gen sind auf­ge­baut bis zu ei­ner Gi­gan­ti­schen Me­lodie, und wenn die Schwin­gung stimmt dann sin­gen die Men­schen so­gar. 

  Das Thema kam von Tim,: When do you start stop­ping to kiss you­re daugh­ter. Das war auch ein Gesprächs­stoff der den Va­ter an­ging. Ich hat­te da­mit ni­xi zu tun. Mais­brot wur­de ge­macht, der Duft durch­zog den späten Nach­mit­tag. Ob da wohl Eis­bä­ren drauf flie­gen wür­den, be­stimmt. Dann ka­men 3 Ka­na­dagän­se an­ge­flo­gen. Sie lan­de­ten auf dem Seal Ri­ver und schwam­men zum an­de­ren Ufer rüber. Ihr Homk Hink Honk war ei­ne will­kom­me­ne Se­re­na­de der Blas­förmi­gen Hon­ky­tonk­me­lo­die. Weiß­kopf­see­ad­ler hat­te ich nun schon seit ei­ni­gen Ta­gen nicht mehr ge­se­hen und ich wür­de auf der rest­li­chen Strec­ke auch kei­ne mehr an­tref­fen. Als wir da oben auf der In­sel­höhe saßen und die fri­schen Äschen aßen die sa­gen­haft zart wa­ren, das fri­sche Mais­brot, Nu­deln in Cur­rysau­ce und ein Stück Ku­chen zum Nach­knab­bern, da ka­men zwei große See­hun­de den Fluss hoch­ge­schwom­men, schnau­bend tauch­ten sie im­mer wie­der hoch und runter. Ih­re großen Au­gen glänz­ten im da­hin­schei­den­den Licht der Son­ne, die nun am lin­ken ge­genüber­liegen­den Ufer in der Bie­gung des Flus­ses hin­ter den Bäu­men lang­sam in die Er­de sank, um sich dort aus­zuru­hen. Wir hat­ten un­se­re Jac­ken und Ho­sen wie­der an­ge­zo­gen, stan­den da am In­sel­pla­teau und wa­ren still ge­wor­den. Be­ein­druckt von der Stil­le der Um­gebung die ih­re natür­li­che Ru­he auf un­se­re Kör­per wir­ken ließ. 

  Nach­dem al­les ein­ge­packt war ging je­der so­fort in sein Zelt. Mit Müc­ken war hier oben nicht zu rech­nen. Ich freu­te mich auch wie­der in mei­nem Zelt­bun­ga­low zu sein, der mir auf die­ser Rei­se un­be­schreib­lich gute Dien­ste ge­währ­lei­stet hat­te. Als ich im Zelt lag, schau­te ich noch durch die Drei­ecks­zel­töff­nung und sah das Oran­gen­ro­te Glühen ge­gen den im­mer tie­fer Blau wer­den­den Him­mel.

Mon­tag, 5. Au­gust

10 Grad um 5.30 Uhr. Ich war als er­ster wach, sah die Son­ne in genau der ent­ge­gen­ge­setz­ten Stel­le ste­hen im Osten, eben über den Baum­wip­feln, auf der gegenüber­lie­gen­den Sei­te des Flus­ses lang­sam aus dem Schlaf stei­gend, und da­bei wie­der ein zar­tes Ro­sa über die Land­schaft leg­te. Wie ein Licht­strahl ei­nes Leuchtturms glänz­te ihr brei­ter Strahl auf der ru­hi­gen Was­serfläche des Flus­ses in tie­fem Gold. Ei­ne schö­ne Zeit zum Me­di­tie­ren. Wie­der wa­ren kei­ne Wol­ken am Him­mel. Wind­los stand ich da und ging dann zum Fluss her­un­ter um mich zu wa­schen. Beim her­un­terge­hen tauch­te plötz­lich ein großer See­hund in der Fluss­mit­te auf und tauch­te wie­der weg. Ich fühl­te mich sehr er­holt, kräf­tig. Ei­ni­ge Müc­ken wa­ren im Zelt gewe­sen. Aber kaum Vö­gel wa­ren zu hö­ren. Das kal­te kla­re Was­ser war er­fri­schend und duf­te­te an­ge­nehm. 

  Wie­der oben am Zelt aß ich ei­ne Scha­le Su­permüs­li genüss­lich im Zelt. Die Ame­ri­ka­ner wach­ten auf als ich mit dem Früh­stück fer­tig war. Ich bot ih­nen et­was von dem Su­per­müs­li an, wel­ches sie dank­bar ak­zep­tier­ten. Es war da ei­ne rich­tig freund­li­che Frühstücksat­mo­sphä­re mit der Son­ne die im­mer höher stieg wohl weil sie ei­ne gute Klet­te­rin war. Tim hat­te die Pil­ze ge­bra­ten die ich ih­nen ge­stern ge­sucht hat­te. Sie lieb­ten das Su­per­müs­li. Plötz­lich sprang ein großer See­hund mit Wucht aus dem Was­ser und klatsch­te laut zurück. 

  Wäh­rend die vier noch Früh­stück­ten pack­te ich schon mei­ne Sa­chen zu­sammen und schreib noch im Ta­ge­buch. Ab 10.15 Uhr gin­gen wir zu­sam­men aufs Was­ser. Ich hat­te sie ge­fragt ob wir zu­sam­men den Rest der Strec­ke ma­chen woll­ten. Al­le wa­ren ein­verstan­den. Und so hat­te sich mei­ne Vor­stel­lung die ich in Mün­chen vor Jah­ren hat­te ver­wirk­licht. 

  Lang­sam ließen wir uns Trei­ben. Die vier ge­nos­sen das ru­hi­ge Trei­ben, es war ihr Ur­laub, Fau­len­zen war wich­tig, die Bei­ne bau­meln las­sen und die Kräf­te sich freu­en. Der Fluss ging leicht in Nordost Rich­tung. Vie­le In­seln wa­ren auf der Strec­ke und vie­le Strom­schnel­len wa­ren auf der Kar­te zu se­hen. Es wür­de si­cher­lich ein In­ter­es­san­ter ra­sen­der Tag wer­den. 

Dann hör­ten wir schon das Rau­schen von kräfti­gem Was­ser. Da wir ei­nen guten Über­blick über den Fluss hat­ten sa­hen wir von weitem ob das Was­ser zu ge­fähr­lich war. Da war ei­ne Un­ru­he in mir auch in denen, auch wenn wir uns zu na­he ka­men um in die Wel­len zu steu­ern. Mein Ka­nu war sehr schnell stell­te ich fest und ich war für mein Ge­fühl manchmal zu na­he an ih­nen dran bei die­ser Ge­schwin­dig­keit die wir dort er­reich­ten. Ent­we­der musste ich ih­nen ei­nen Vor­sprung las­sen oder zu­erst rein­sau­sen. 

  Die Wel­len die wir ge­se­hen hat­ten ent­pupp­ten sich als Mon­ster­bre­cher, die auf einmal von links und rechts auf mich zu­knall­ten. In ei­ner Si­tua­ti­on dach­te ich, ok, jetzt pas­sierts, das Ka­nu kippt um, 1,5 bis 2 Me­ter ho­he Wel­len don­ner­ten auf mich zu und im Nu hat­te ich 20 Li­ter Was­ser im Ka­nu trotz Sprühschutz. Mir stan­den fast die Haa­re zu ber­ge und mei­ne Kon­zen­tra­ti­on wur­de mehr als Hell­wach, denn über die Flä­chen schau­en ist ein­fach, dann aber mit­ten drin sein ist was to­tal an­deres. Da wa­ren rie­sen Felsbroc­ken mit­ten im Was­ser, star­ke, plötz­li­che Fäl­le, die nicht ge­se­hen wer­den konn­ten. Ich musste un­wahrschein­lich auf­pas­sen um da si­cher durch­zu­kom­men, aber ich schaff­te es. 

Doch ein­mal war mir das Ge­fäl­le zu stark und ich trei­del­te ei­ne Strec­ke am Ufer ent­lang. Aber auch die Vier fuh­ren an die­ser Stel­le am Ufer ent­lang. Doch für mich wa­ren da ein­fach zu vie­le große Felsen, und das Aus­wei­chen war mir zu schwie­rig. Und in der Mit­te sah das Was­ser schlicht­weg wüüüüst aus. In ei­nem späte­ren Ra­pid - Strom­schnel­le brach mein Pad­del, doch ich hat­te noch das Tot­schlagpad­del für Ne­an­der­ta­ler da­bei und konn­te so­fort darauf zurück­grei­fen. 

  Dann trie­ben wir auf die Sankt Croix In­sel zu. Das Was­ser war hier sehr ru­hig und wir konn­ten wi­der trei­ben las­sen. Nun wür­de der Fluss ei­ne Rechts­biegung ma­chen und links hoch teil­te er sich in den Laval­lee Cha­nel den die vier Ka­na­dier ja ge­nom­men hatten, aber wir blie­ben auf der Süd­sei­te der rie­si­gen In­sel auf dem Seal Ri­ver. Der Big Spru­ce Ri­ver kam hier von Nord­we­sten in den Seal hin­ein. Die Land­schaft ist hier ein­fach sehr schön. Die In­sel ist 24 km lang. Wir hiel­ten auf der 32 Län­ge und 34 Brei­te un­ter­halb der In­sel an ei­nem fa­bel­haf­ten Strand. Gelb­weißer fei­ner Sand war sein op­ti­sches Pro­fil. Et­wa 100 Me­ter wei­ter fin­gen wie­der Strom­schnel­len an, die jetzt, nach der Be­la­stung der vor­he­ri­gen Fahrt, be­droh­lich aus­sa­hen. Die vier dis­ku­tier­ten ob sie nun wei­ter­fah­ren woll­ten oder nicht. Es war 14.30 Uhr. Wir blie­ben, pri­ma, denn der Platz war ein­fach mal wie­der wun­der­schön. 

  Nach­dem wir un­se­re Zel­te auf­ge­baut hat­ten ging Tim so­fort al­lei­ne Fi­schen. Ich woll­te auch noch ­mal Fischen, ließ mir aber Zeit da­mit. Die an­de­ren drei ruh­ten sich aus, und Tim war ein­deu­tig der Ak­tiv­ste und er­fah­ren­ste Ka­nu­te von ih­nen. 

  Wie ge­schrie­ben, ich war ja der Ka­nu - Gu­ru für sie. Sie hat­ten mir vor­her schon ge­sagt, das mit den wil­den Ge­fäl­len und Was­ser­ge­to­be und ich al­lei­ne im Ka­nu, sie da­mit ge­rech­net hat­ten das ich erst später an­kam und zu­erst das Ka­nu. Aber das wür­de auf der gan­zen Strec­ke nicht pas­sie­ren, das neh­me ich schon­ mal vor­weg. Die­se Be­fürch­tung wür­den sie aber noch meh­re­re ma­le ha­ben und dann im­mer wie­der er­staunt sein das ich so­was al­lei­ne über­haupt schaf­fen kann, mit ei­nem Ka­nu und nicht mit ei­nem Ka­jak, und dann auch noch be­la­den. 

  In den Wäl­dern wa­ren nun vie­le Bee­ren reif. Eine Bee­ren­sor­te war be­son­ders schmack­haft die Cloudber­ry, ei­ne große, auf ei­nem Stiel wach­sen­de Himbeer­sor­te, die sehr aro­ma­tisch war und kurz über dem Bo­den wuchs. Mas­sen­haft war sie nun reif. Auch der La­bradortee blüh­te mit sei­nen weißen Blüten. Überhaupt war jetzt al­les vol­ler Blu­men und am Blühen und manchmal sa­hen wir dic­ke wei­te Mar­ge­ri­tenfel­der am Ufer­be­reich im Gras. Die Um­ge­bung strahl­te wie­der ­mal ei­ne be­son­de­re Klar­heit und Reinheit aus. Der hel­le Sand­strand das durch­drin­gen­de Licht, das sau­be­re Was­ser das über den hel­len Sand floss. Die Kraft der Na­tur war sehr stark hier. Aber es war ja auch Som­mer. Da zeigt sich die Kraft am glänzend­sten und durch­drin­gend­sten. 

  Mein Gott muss das Gött­li­che ein We­sen sein, Gigan­tisch, fa­bel­haft und un­be­schreib­lich schön.   Dann sprang ich auch in das Ka­nu und pad­del­te zu der Bucht in der klei­nen In­sel die di­rekt rechts von uns war et­wa 200 Me­ter ent­fernt. Das Was­ser war hier glatt und ru­hig und so konn­te ich leicht dorthin pad­deln. Als ich in der Bucht war, sah ich ei­ne stark be­wachse­ne Bucht die voll­be­wach­sen war mit Was­serpflan­zen die im Licht leuch­te­ten, in Grün, Gelb, und an­de­ren Farb­schat­tie­run­gen. Ein Ex­zellen­ter Platz zum Fi­schen. Ich mach­te ei­nen Blin­ker rann, und warf ihn raus. Kei­ne Wind­wel­len wa­ren zu se­hen, spie­gelglatt, und Heiß war es, weit über 30 Grad. Ich sah ei­ni­ge Hech­te wie sie dem Blin­ker folg­ten, aber nicht zu­bissen. Tja, Tim war schon hier ge­we­sen, und nach kur­zer Zeit hör­te ich auf und ließ mich ein­fach zurücktrei­ben, oh­ne ei­nen Biss ge­habt zu ha­ben. 

  Als Tim dann zurück­kam hat­te er fünf große Hech­te an der Lei­ne. Hech­te die al­le zwi­schen 5 und 10 Pfund wa­ren. Ein sehr dic­ker ist ihm wie­der los­gekom­men sag­te er. Tim war sicht­lich er­freut, als ich ihn so sah. Und wir sta­un­ten, doch für mich war der Anblick der schö­nen Hech­te die al­le ei­ne sehr hel­le Bauch­fär­bung hat­ten und fast Rote Flos­sen, wir­kungsvoll. Ir­gend­was verän­der­te sich in mir, und als ich das Fo­to der Hech­te ge­macht hat­te, wusste ich noch nicht, das die­se Hech­te mei­ne letz­ten sein wür­den, die ich als Ang­ler mit­zu­be­rei­ten wür­de. Es wür­de für mich der to­ta­le Ab­schied vom Töten sein. Das wusste ich aber zu der Zeit da am Strand noch nicht genau. Aber ich schau­te mir die Si­tua­ti­on mit aus­ge­spro­che­ner In­tensi­tät an. Das Me­di­tie­ren hat un­geahn­te Kräf­te und setzt auch un­geahn­te Trans­for­ma­ti­on in ei­nem Frei die sach­te ih­re Wir­kung zeigt und ganz lang­sam und unspek­ta­kulär Verän­de­run­gen im Le­ben und Ver­hal­ten er­reicht. Die Verän­de­run­gen pas­sie­ren so­zu­sa­gen ganz Har­mo­nisch. 

  Die Hech­te wa­ren schon Tot. Dann hol­te ich mein dün­nes Fi­le­tier­messer das ich in Sin­ga­pur auf den Flug­platz gek­auft hat­te her­vor und zeig­te ih­nen wie ich die Hech­te fi­le­tie­re. Pe­ter mach­te dann mit der Arbeit wei­ter, nach­dem ich zwei Hech­te zu­be­rei­tet hat­te. Dann bau­te ich mei­nen Ofen auf um meh­re­re Pöt­te zur glei­chen Zeit zum Ko­chen zu ha­ben. Wir wa­ren da­bei un­se­re Le­bens­mit­tel und Es­sen aus­zu­tau­schen um ei­ne größe­re Viel­falt der Ge­schmäc­ker zu ha­ben. Die Ame­rika­ner koch­ten schmack­haf­te Nah­rung. Ich brut­zel­te die Hecht­fi­les knusprig. Die Son­ne bra­te­te un­se­re fa­belhaf­ten Kör­per auch knusprig. Je­der mach­te ei­ni­ges um das Es­sen, der Höhe­punkt des phy­si­schen Ta­ges so rich­tig ein Fest wer­den zu las­sen. Hier draußen schmeckt Baum­rin­de nach 5 Ster­ne Gour­mes wenn`s sein muss, so ist die Si­tua­ti­on un­ter sol­chen phy­si­schen Be­din­gun­gen mit so viel Sau­er­stoff­hal­ti­ger fri­scher Luft und sol­chen fri­schen Ein­drüc­ken die auf­ge­nom­men wer­den und hung­rig ma­chen. 

  Dann saßen wir wie­der auf dem war­men Sand, unse­re Tel­ler auf den Kni­en und schmau­sten, und kein Bär sah zu. Auch El­che wa­ren nicht zu se­hen, aber auch kei­ne Ka­ri­bous. Sie mussten wohl sehr ver­streut sein, wohl ei­nes hin­ter je­dem Baum. Ich hat­te mein zer­bro­chenes Pad­del auch wie­der mit Fiberglas re­pariert, ban­da­giert, aber schon nach kur­zem be­nut­zen wür­de die Bruch­stel­le doch ge­gen die Ban­da­ge aus Fiberglas sie­gen. Ich be­kam dann ein Alupad­del von ei­nem der Ame­ri­ka­ner. Ich weiß nicht mehr wer es mir ge­lie­hen hat­te. Je­den­falls nach­dem wir al­les leergeleckt hat­ten und ab­ge­wa­schen war es auch schon wie­der so­weit das die ro­man­ti­sche La­ger­feu­e­r­at­mosphä­re sich über das stil­le Was­ser vor uns ge­legt hat­te. Ein Ro­sa Schim­mer von perl­mut­tähn­li­chem Glanz lag über dem Was­ser und am Him­mels­ho­ri­zont. Cal Entin­ger und Pe­ter Lo­e­wen­son stie­gen noch­ mal in ihr Ka­nu um ei­ni­ge Run­den auf dem stil­len Was­ser im Glanz der Un­ter­gangs­fär­bung zu pad­deln. Kein Eistaucher war zu hö­ren, kein Elch schimpf­te, kein Bär grunz­te. Bloß links von uns hör­ten wir die Stromschnel­len die wir als er­stes mor­gen früh zu durchsau­sen ha­ben. Als die bei­den von ih­rer Abendtour zurück­ka­men mach­te ich noch ei­ni­ge Weit­win­kel­fo­tos von ih­nen als Schat­ten ge­gen das abend­li­che Ro­sa­be­leuch­te­te Pan­ora­ma.

Diens­tag, 6. Au­gust

13 Grad um 5 Uhr mor­gens. Das Wet­ter ein­fach su­per auch oh­ne Ben­zin, al­so viel schö­ner, näm­lich oh­ne Ge­stank und Gif­te. In der letz­ten Nacht hat­ten wir kei­ne großen Fel­der der Au­ro­ra Bo­realis. In der Nacht zu­vor war es ein gran­dio­ses Schau­spiel von um­her­trei­ben­den Lich­tern und Glühen am Nörd­lichen Him­mels­zelt. Die Nacht war klar mit leuchten­dem Mond. Dra­cu­la kam nicht vor­bei. An der Zelt­wand lag dich­ter Mor­gen­tau. Ich blieb bis 7 Uhr im Zelt, ge­noss die Stil­le und Schön­heit die das Son­nen­licht über die­se schö­ne Er­de aus­strahl­te. Cal, oder Cal­vin war draußen schon un­ter­wegs, ich hör­te sei­ne so­no­re Stim­me die ei­nen sym­pa­thi­schen To­nus hat­te. Ei­ne ge­wis­se Form der schüt­zen­den Männ­lichkeit lag dar­in, nicht die­ser auf­rei­zen­de Männ­li­che Ton der sich im über­stei­ger­ten Wahn mit sei­ner männ­lichen Kraft selbst ver­blö­det und verö­det, son­dern ei­ne Lie­be­vol­le Männ­li­che Sei­te die das Le­ben schüt­zen will. Ich glau­be er hat­te auch Kin­der. Er war als Leh­rer an ei­ner tech­ni­schen Hoch­schu­le tä­tig und lehr­te En­ginee­ring. Wir hat­ten ei­ni­ge Ge­sprä­che über Tech­nolo­gie und wel­che Mo­to­ren bei Pk­ws die be­sten Chan­cen hat­ten. Er war nun da­bei Feu­er zu ma­chen und wirk­te mit den Hecht­fi­les herum. 

  In solch ei­ner Um­ge­bung auf­zu­wa­chen, in ei­nem Zelt zu schla­fen, den Duft zu er­le­ben, die Tö­ne zu hören, zu wis­sen das sau­beres Was­ser da ist, und duften­der Wald im Hin­ter­grund und weit weit weg sein von dem Ge­stank der Städ­te mit ih­ren Ver­gif­tun­gen, auch men­ta­len Ver­gif­tun­gen der Men­schen, war schon ein Se­gen, und brach­te ein großes brei­tes Lächeln je­den Mor­gen zum Vor­schein. 

  Als ich aus dem Zelt stieg strahl­te mir der leuchten­de Sand­strand ent­ge­gen. Der Duft des saube­ren Was­sers lag in der Luft. Nach dem Wa­schen im kla­ren Was­ser, wur­den Pfan­ne­ku­chen von mir ge­backen. Auch Fisch­bur­ger wur­den ge­macht. Die Ame­rika­ner wa­ren nun auch al­le ak­tiv. Ich gab ih­nen genügend Pfan­ne­ku­chen­mix mit viel Su­per­müs­li drin, da­mit sie ech­te Ame­ri­ka­ni­sche Su­per Po­wer Bom­benkost hat­ten. Denn darauf sind die ja be­son­ders Stolz. Nach­dem wir al­le ru­hig ge­früh­stückt hat­ten schau­ten wir uns noch­ mal die Strom­schnel­len an, und siehe da, in aus­ge­ruh­ter Ver­fas­sung sa­hen sie nicht mehr so schwie­rig aus. So ist das mensch­li­che Le­ben, in hek­tischer Ver­fas­sung sieht das Le­ben wild und unübersicht­lich aus und vie­le schnel­le ne­ga­ti­ve Ent­scheidun­gen wer­den ge­trof­fen die das Le­ben kom­pli­zie­ren an­statt zur Qua­lität bei­zu­tra­gen. Das ist be­son­ders auffallend in der Po­li­ti­schen Sze­ne wenn sie da­bei sind Re­for­men ma­chen zu wol­len, und zwar Re­for­men für an­de­re, die von un­sag­ba­rer Igno­ranz be­glei­tet sind, und hauptsäch­lich auf Ver­lo­gen­heit ih­re Grund­la­ge ha­ben, da ja der Po­li­ti­sche Raub­säu­ger de­fi­ni­tiv ein Geldraub­säu­ger ist und im­mer dem ka­pi­ta­li­sti­schen Urin­stinkt fol­gen wird, eben wie ein Raub­säu­ge­tier. Der Wirr­warr der mensch­li­chen Si­tua­ti­on mit sei­nen wil­den Chao­ti­schen, aber ganz wich­tig, ge­setz­lich veran­ker­ten, Dumpf­hei­ten, ist ja ein Spie­gel da­von. Aber der Pap­pi und die Mam­mi wer­den das schon ma­chen. Nicht­wahr. Wür­de mehr in­ne­re Ru­he und vor allen Din­gen ech­te Selb­ster­kennt­nis vor­han­den sein und nicht im­mer aus der emo­tio­na­len Hek­tik auf­ge­baut wer­den, sieht das Le­ben ganz an­ders aus. Aber das heißt nicht das emo­tio­na­le Po­wer ab­ge­lehnt wird, nein, denn sie kann die Wahr­heit mehr for­cie­ren und wird zu we­nig de­mon­striert. Da ja auch das Po­li­ti­sche Ge­bet lau­tet: Seid still und lasst uns eu­re Gel­der ver­tei­len.

Auch wir fünf hat­ten Ge­sprä­che ge­führt hin­sichtlich Schnel­lig­keit im Ar­beits­markt der Ir­ren. Den so­genann­ten Ar­beit­ge­bern, was ja auch ver­lo­ge­ne Rhe­to­rik ist, denn Ar­beit­ge­ber ist der Ar­bei­ter der sei­ne Ar­beit gibt sei­ne Ar­beits­kraft, und so­wie­so, Ar­beit ist ein Schimpf­wort so wie Volk ei­nes ist, es sind sub­ti­le Nega­tiv­be­zeich­nun­gen die schlei­chend Dumpf­ma­chend sind und auch so sein sol­len. Denn das höch­ste was das Ego des Raub­säu­gers kann ist Ma­ni­pu­lie­ren, denn, al­le an­de­ren sind Fein­de, und so muss es Ma­ni­pu­lieren, da es ja kei­ne Lie­be kennt, son­dern nur Geschäf­te, zum Fres­sen, eben wie ein Raub­tier. 

Seal River Delta Hudson Bay

Den Ar­beit­ge­bern kann alles natür­lich nicht schnell ­ge­nug ge­hen, wur­de von den Amis er­wähnt. Ja, sag­te Cal­vin ein­mal, ich hof­fe das Ster­ben auch nicht. Auch die Vier mein­ten das die Tech­no­lo­gie un­aufhalt­sam ih­rer mensch­li­chen Ent­wick­lung nach­geht. Fan­ta­sie ist der Zau­ber­stab der Tech­no­lo­gie. Fan­ta­sie erblüht aber nur wenn der Mensch in­ner­lich frei von Struk­tu­ren ist. Aber geht das über­haupt frag­te ich. Das wur­de aber nicht be­ant­wor­tet. Cal­vin mein­te das die fest­ge­zo­ge­ne Re­gu­lie­rung der Staats -Wirtschafts­grup­pen die Krea­ti­vität un­ter­drückt, denn in den USA wird al­les vom Geld be­herrscht und das Geld an­ge­be­tet. Als ich das hör­te sag­te ich zu ihm ob er wis­se was die Fe­de­ral Re­ser­ve Bank ist. Ja, sag­te er das ist die US No­ten­bank. Darauf sag­te ich zu ihm, weißt du das die­se Bank in Wahr­heit ei­ne Pri­vat­bank ist. Es ist ein Kar­tell ein Bank­kar­tell um an­de­re Ban­ken aus­zu­schal­ten Ich empfahl ihm das Buch von Ed­ward Grif­fin zu le­sen - The Crea­tu­re from Jekyll Is­land. Dann sag­te ich ihm noch das ist ein Ban­di­ten­kar­tell das sind Raub­säu­ge­tie­re die versu­chen die­se Ei­ne Welt Re­gie­rung zu er­schaf­fen durch 3 Welt­krie­ge, um dann die Men­schen To­tal von ih­rem Geld­sy­stem ab­hän­gig zu ma­chen. Die Ame­ri­ka­ner schau­ten mich an und zwar so als ob ich nun ziem­lich Bal­la Bal­la wä­re.

Dann er­zähl­te ich ih­nen das die Fe­de­ral Re­ser­ve Bank Geld aus Luft druckt, oh­ne das es ei­nen Wert hat, und das so die Ame­ri­ka­ni­schen Po­li­ti­ker an Geld kom­men oh­ne die Steu­ern zu er­höhen, und das es unwei­ger­lich un­ter Zen­tral­ban­ken im­mer zu ei­ner gi­ganti­schen In­fla­ti­on kommt, die ih­nen und ih­ren Freun­den aber nicht scha­det, da sie die­se In­fla­ti­on ja sel­ber machen, und des­we­gen zu­vor ih­re Ak­ti­en ver­kau­fen, und es Lei­det im­mer die Mas­se der Men­schen, denn die In­fla­ti­on ist die Steu­er die Höch­ste Steu­er die es gibt, für die Lü­ge die die­se In­ter­na­tio­na­len Ban­kiers der Mensch­heit ein­ge­trich­tert ha­ben. Als sie das hör­ten wa­ren sie er­staunt und es wur­de zwar viel ge­re­det aber ich konn­te nichts kla­res daraus er­ken­nen. Aber das war denen un­an­ge­nehm die­ses The­ma, und so füg­te ich noch hin­zu, das al­les Pa­pier­geld to­tal wert­los ist und das es rei­nes Schul­den­geld sei. Es sind nur Schul­den die ihr als Dol­lars auf die ihr so stolz­ge­lo­gen wur­det mit euch trägt. Da nun die The­ma­tik doch et­was er­hitz­ter da am kühlen Mor­gen wur­de sag­te ich noch ­mal das Buch zu le­sen, und dann könn­ten wir ja das Ge­spräch wei­ter­füh­ren. Da­mit wa­ren sie dann ein­ver­stan­den und so hör­ten wir auf dar­über zu sprechen. Aber wir blie­ben noch bei der Tech­no­lo­gie und wie den Op­po­si­tio­nel­len Po­li­ti­kern im­mer die tech­nolo­gi­sche Ent­kramp­fung der Wirt­schaft oder Welt­wirtschaft wie ja heu­te ge­dacht wird nicht schnell ge­nugvor­wärts  ge­hen kann. Schnel­ler schnel­ler schnel­ler müs­sen die Struk­tu­ren ent­struk­tu­riert wer­den. Doch hier oben, wo Tech­no­lo­gie bloß in den Ka­nus la­ger­te und in un­se­ren Köp­fen, da war ich auch froh über saube­re Tech­no­lo­gie. Je­doch al­les was die sau­be­re Na­tur ver­gif­tet hat kei­nen Platz mehr auf der Er­de.

Als wir al­le wie­der so­weit wa­ren in den Fluss zu stechen, mit un­se­ren Pad­deln, wa­ren bloß Tim und Ken be­reit durch die Strom­schnel­len zu fah­ren. Wir ande­ren wür­den die Ka­nus am Ufer ent­lang Trei­deln. Ken hat­te ei­gent­lich kein In­ter­es­se da durch­zu­fah­ren, aber er mach­te die Tour mit Tim und der hat­te den Mut, und so tän­zel­ten die bei­den dann auf dem Dunkel­blau sehr leuchten­dem Wil­den To­ben­den Was­serspit­zen über die­se Strom­schnel­len hin­weg die ein star­kes Ge­fäl­le hat­ten und Wach­sam­keit ver­lang­ten. Der Fluss war durch das zer­tei­len, ein­mal Rich­tung Nor­den, dann der Zu­fluss vom Big Spru­ce Ri­ver und ein­mal die Süd­rich­tung auf ei­ne et­wa 2 km Was­serfläche aus­ge­wei­tet. Die­se Was­ser­fläche war ganz glatt oh­ne ge­kräu­sel, bis zu der Stel­le links von dem Platz wo un­se­re Zel­te stan­den und dort fiel der Fluß dann ab und wur­de zu ei­ner en­ge­ren Strom­schnel­le, von et­wa 150 Me­ter Brei­te. 

Zu­erst ist das Was­ser da noch glatt, aber nach ei­ner ziem­lich star­ken stei­len Fall­rich­tung von et­was mehr als 4 Me­ter fing der Seal Ri­ver dann wie­der an noch en­ger zu wer­den und das Ge­to­be der Wel­len hat­te sein Spiel. In der Mit­te wo der Fluss nach un­ten ab­sack­te war ein ru­hi­ger Ka­nal der in das Ge­to­be der wil­den Wel­len führ­te. Links da­von zer­riss sich das Was­ser so­fort und wur­de Weiß­was­ser das ziem­lich am Ko­chen war. In die­ser Mit­te glit­ten Ken und Tim nun hin­ein um sich den leichtesten Weg zu su­chen. Als sie auf das Weiß­was­ser stießen wur­de ihr Ka­nu vor­ne hoch­ge­zo­gen und hoch­ge­ho­ben und lag ei­ni­ge Se­kun­den mit der Spit­ze in der Luft. Das sah gut aus. Dann klatsch­te das Ka­nu auf die dar­un­ter­lie­gen­de schwe­re Wel­le und wur­de mit ei­ner La­dung Was­ser ge­t­auft. Sah gut aus. Tim war vor­ne. Bei­de wa­ren mit größter Auf­merk­sam­keit da­bei. Die Span­nung da durch­zu­sau­sen war sicht­bar. Auch als Zu­schau­er. Als Pe­ter und Cal­vin das sa­hen wie die bei­den da durch das Was­ser glit­ten zo­gen sie ihr Ka­nu zurück und sag­ten sie wür­den das Ge­fäl­le auch fah­ren. Für mich war das ein­fach zu hoch, und außer­dem war es sehr leicht am Ufer zu trei­deln. 

Ich stieg dann in der Mit­te der Ge­fäl­le ins Ka­nu und ließ mich von der Ge­schwin­dig­keit mi­treißen, jucheeeeeeee, ju­cheeeeeeee, ah­h­h­hh, pri­ma. Über mir wol­ken­lo­ser leuchten­der, Him­mel, un­ter mir das toben­de Was­ser und kei­ne Fel­sen. Ich las­se mich einfach mi­treißen, der Fluss ist ein­fach schön. Der Waldrand um­gibt ihn wie ein Schutz ge­gen die Win­ter­stür­me. Manchmal glänz­ten die Fel­sen auf dem Flussbo­den Gelb­gold, manchmal Ro­sa, manchmal Dun­kel­braun, oder Silb­rig. Die Far­ben­pracht ist erquic­kend. Far­ben sind ja Tö­ne und Tö­ne sind Mu­sik. Aber we­ni­ge Vö­gel sind zu se­hen und zu hö­ren. 

  Auch hier wa­ren große Strec­ken des Wal­des durch Wald­brand durch­sich­tig ge­wor­den. Aber auf dem Bo­den wuchs schon wie­der das er­ste strahlen­de Grün. An die­sem Tag durch­fuh­ren wir vie­le sehr ge­fähr­li­che Strom­schnel­len. Ich musste sehr Wach­sam sein und mei­ne Au­gen wur­den manchmal soooooo groß wie der Fluss sel­ber da­mit ich ja al­le mög­li­chen ge­fähr­li­chen Stel­len im voraus er­kann­te. Wir tru­gen al­le un­se­re Schwimm­we­sten. Mei­ne Gel­be leuch­te­te schön. Calvins Gel­be auch. Pe­ter trug ei­ne Blaue. Tim und Ken oder Glen auch. Schon früh am Tag war es über 30 Grad. Der Som­mer zeigt sich von sei­ner troc­kenen Sei­te. Dann ka­men wir zum Cast­le Rock vor dem mich der Pe­ter der Häuptling der Den­em ja warn­te das ich hier sehr vor­sich­tig sein muss. Das ist die ge­fähr­lich­ste Stel­le ne­ben den De­vil Ra­pids am En­de des Flus­ses sag­te er. Auf kei­nen Fall darf ich da durch­fah­ren sag­te er. Die Wucht des Was­sers ist zu groß und die Wel­len zu tief und wild. Der Seal Ri­ver wur­de dann auch sehr breit be­vor wir zum Cast­le Rock ka­men. Wir hör­ten schon von weitem das Ge­to­be, und dann spür­ten wir auch schon den Sog den An­zug der Ge­schwindig­keit des Was­sers ob­wohl kein Weiß­was­ser zu se­hen war und der Fluss hier sehr breit und ru­hig aus­sieht. Aber er fiel schon sehr stark ab. Das konn­ten wir gut se­hen. Vor­sichts­hal­ber fuh­ren wir an die lin­ke Sei­te des Flus­ses, leg­ten un­se­re Ka­nus in die blühen­den Blu­men und den Duft der Frei­heit des Men­schens. Dann fin­gen wir an die stei­le Fels­wand hoch­zu­klet­tern durch den ver­kohl­ten Baum­be­stand des Fe­ge­feu­ers ei­nes Wald­bran­des. Von dort konn­ten wir das Ge­fäl­le über­schau­en um ei­ne siche­re Stel­le zu fin­den. 

  Pe­ter Tho­ras­sig sag­te mir das der Felsen, Cast­le Rock, um­fah­ren wer­den muss auf der rech­ten Sei­te und dann von dort di­rekt ans Ufer um dann zu Treideln. Vie­le Pil­ze wuch­sen auf dem Weg nach oben zum Fels­pla­teau. Die Fel­sen wa­ren dick mit Hellgrü­nem oder Dun­kel­grü­nem Moos be­wach­sen. Der Fel­sen war fast Schwarz. Es war ein selt­sa­mer Gang da durch den ver­kohl­ten Baum­be­stand zu wan­dern. Als wir oben an­ka­men sa­hen die Cast­le Rock Stromschnel­len ei­gent­lich un­ge­fähr­lich aus. Aber wir wussten al­lei­ne schon vom Sog den wir weit vor den Strom­schnel­len ge­spürt hat­ten das sie zum al­ler­feinsten der Zer­störungs­fähig­keit gehör­ten. Ge­gen En­de des Ge­fäl­les fiel das Was­ser dann plötz­lich noch­ mal ganz stark und große Wir­bel spiel­ten da ihr Was­serrou­lett. Nein, Dan­ke, das brauch­te nicht zu sein, da als Ku­gel ver­spielt zu wer­den. Weis­heit ist in die­sem Fal­le auf je­den ­fall ein Vor­teil ge­gen­über wa­ge­mu­ti­gem be­rauscht sein. 

  Ich woll­te als er­ster fah­ren. Dafür gab ich Tim mei­ne Ka­me­ra um das auf Film fest­zu­hal­ten. Als ich im Ka­nu saß merk­te ich schon das ich sehr sehr viel Kraft brauch­te um über­haupt auf die an­de­re Sei­te des brei­ten Flus­ses zu kom­men, so stark war der Sog, noch weit vor den Fäl­len. Die Angst ging in die Rich­tung, das ich es nicht schaf­fe und in den Sog gera­te und dann in den Wel­len durch­ein­an­der geschleu­dert wer­de und be­stimmt das Ka­nu ver­lie­re. Aber mein Wil­le war auf das ge­gen­über­lie­gen­de Ufer ge­rich­tet, und da ging das Ka­nu auch hin. Sooo, das war erst­ mal ge­schafft. Ich sah die vier auf der an­de­ren Sei­te als win­zi­ge Sta­tuen auf der Felsspit­ze, wink­te ih­nen noch ­mal zu und fuhr dann rechts um den Cast­le Rock herum der et­wa 50 Me­ter breit war und 250 Me­ter lang und mit sei­ner Län­ge in Nord-‑Süd lag. Dann fuhr ich in dem ru­hi­gen Was­ser auf der an­de­ren Sei­te ent­lang, wie­der Rich­tung Strö­mung und Flussbett mit toben­dem Ge­fäl­le. Ich wusste das ich gleich, nach­dem ich das er­ste Weiß­was­ser er­reicht hat­te, mit ei­nem stei­len Ge­fäl­le, so­fort zum Ufer Zie­len musste um nicht von der Macht der Ge­schwin­dig­keit in die star­ke Strö­mung ge­ris­sen zu wer­den. Ich musste sozu­sa­gen den er­sten Schwung des Ge­fäl­les für mei­ne Rich­tungsän­de­rung nach rechts nut­zen, an das Ufer.Das Was­ser nahm schon an Ge­schwin­dig­keit zu. Ich wur­de auf­merk­sa­mer und ru­hi­ger. Im­mer wenn es ganz ge­fähr­lich wird kom­me ich mehr zu mir in mein Stil­les un­be­weg­li­ches Zen­trum. Dann sah ich das Weiß­was­ser, bog mit Kraft nach rechts in die Fließ­geschwin­dig­keit. So­fort wur­de das Ka­nu nach un­ten geris­sen, doch ich sah die Lüc­ke des stil­len Was­sers und ziel­te genau da rauf und schon war ich im stil­len Was­ser des Ufers. So leicht war das ei­gent­lich.. Aber oh­ne Aus­wer­tung von Oben, wä­re das ei­ne wil­de Tour ge­wor­den. Dann trei­del­te ich gleich wei­ter, bis das Ge­fäl­le zu­en­de war und bog rechts ans Ufer in die stil­le Bucht. 

  Als ich so an dem star­ken Ge­fäl­le vorbei­gegan­gen war, sah ich zum er­sten­mal was das für riesi­ge Wel­len wa­ren, Tot­schlä­ger­wel­len. Und das beim nied­rig­stem Was­ser­stand, was muss hier los sein im Mai, Ju­ni, Mon­ster­wel­len. Es wa­ren sol­che Rie­sen­wel­len die mein Ka­nu ein­fach ver­schluckt hät­ten. Ein wil­des Ge­to­be von ge­fähr­li­chem Weißwas­ser das sei­ne Frei­heit lieb­te auch wenn es womöglich nicht wusste was das über­haupt be­deu­te­te.

Ge­gen­über vom Ge­fäl­le sah ich dann die ho­hen Gold­gel­ben Sand­dü­nen die par­al­lel zum wei­ter­ver­lauf des Seal Ri­ver la­gen. Sie leuch­te­ten be­son­ders stark da ihr Wald auch dort bloß ver­brann­te Baum­stäm­me hat­te. 

Als dann „Die Vier“ auch da wa­ren, wa­ren die ersten Wor­te die ich hör­te, Wolf­gang du sahst fan­tastisch aus, so si­cher so klar mit dei­nem Ka­nu das wir dir gra­tu­lie­ren wol­len. Ja du sahst aus wie Van Gogh mein­te Pe­ter, mit dei­ner hel­len Klei­dung und dem hel­len Stroh­hut. Ich freu­te mich das mei­ne bloße Erschei­nung und Tä­tig­keit ei­ne so schö­ne Wir­kung auf sie hat­te. 

  Nun la­gen 3 km ru­hi­ges Was­ser vor uns, der Fluss war en­ger ge­worden, und so fuh­ren wir rüber zur Sand­dü­ne um sie an­zu­schau­en. Als wir lan­de­ten wa­ren ge­gen den Dun­kel­blau­en Him­mel zwei schö­ne Strah­lend­weiße Wol­ken auf­ge­taucht und stan­den direkt über der Gold­gel­ben Sand­dü­ne am Dun­kelblau­en Him­mel. Ein wun­der­schö­nes far­ben­präch­ti­ges Bild. Nur das ab­klin­gen­de Tö­nen der Ge­räu­sche vom Cast­le Rock Ge­fäl­le war zu hö­ren. Die Hit­ze strahl­te al­les an. 

Vie­le Bä­renspu­ren er­in­ner­ten uns dar­an das wir hier schon Eis­bä­ren er­le­ben könn­ten, aber auch den ganz sel­te­nen Tundra Grizz­ly. Das macht uns wie­der wach­sa­mer. Tim hat­te ein Ge­wehr mit, das glei­che Kali­ber wie ich, ei­ne Pump-‑Gun No 12 Ka­li­ber, und auch er hat­te Slugs, Voll­man­tel­ge­schos­se mit. Aber kei­ner woll­te ei­nen Bä­ren töten. Wolf­spu­ren warn auch zu se­hen. Die Sand­dü­ne auf der großen In­sel war et­wa 3 km lang und ver­lief in Ost-‑West Rich­tung. Ein wun­der­schö­ner Platz zum Über­nach­ten, doch das woll­ten wir noch nicht. 

  Die um­ge­ben­den Wäl­der wur­den im­mer Lichter. Die Bäu­me hat­ten mehr Ab­stand zu­ein­an­der, die Flächen da­zwi­schen wa­ren Moos oder Sand. Ei­ne wunder­schö­ne Wan­der­land­schaft. Überall blüh­ten Blu­men und es duf­te­te ein­fach zum Ver­lie­ben. Komisch das die Men­schen sich aus der Schön­heit der Na­tur her­aus sol­che Stadt­gift­küchen ent­wic­kelt ha­ben. Die müs­sen doch ei­nen mäch­ti­gen Kol­ler in Rich­tung Giftseuchen­to­hu­wa­bo­hu ha­ben. 

  Der Blick über den vor uns lie­gen­den Fluss war ein gran­dio­ses Bild der Schön­heit in Ein­fach­heit. Kei­ne gigan­ti­schen Ber­ge, kei­ne rie­si­gen Canyons, kei­ne Busen­wun­der aus Bol­lywood und Hol­lywood aber auch kei­ne Eis­bä­ren. Und das war wirk­lich das Wun­derba­re. Wir schau­ten über die vor uns lie­gen­de Strec­ke. Je­der für sich. So­lan­ge ich mei­ner Ein­ge­bung fol­ge wer­de ich er­folg­reich die­sen Fluss und da­mit die lan­ge Strec­ke schaf­fen. Aber so­bald ich dem Rat ei­nes ande­ren fol­gen wür­de gehe ich in die Ir­re. Die­ser Satz ei­nes als Hei­li­gen verehr­ten Men­schen klang in mei­nem ho­len Schä­del wie der Ruf ei­nes Blauäu­gi­gen Kuc­kucks der da­bei war sei­ne Ei­er in die Höh­le ei­nes Eis­bä­ren zu le­gen. Das Wir­re die­ses an­geb­li­chen Hei­ligen, es ist ja bloß das Wort, das darauf hin­weist und ei­ni­ge Ei­gen­schaf­ten, die sich die Re­li­giö­sen Sim­sa­labimträ­ger so auf­ge­baut ha­ben, ma­chen sich in sei­ner näch­sten Er­kennt­nis sehr deut­lich er­kenn­bar, dann sagt er: Mein Han­deln an je­den ein­zel­nen Mensch ist mir ein Han­deln Gott ge­gen­über, und das Han­deln ei­nes je­den Men­schen an mir neh­me ich als Hand­lung Got­tes ent­ge­gen. Aber, wenn er den Rat ei­nes ande­ren be­fol­gen soll geht er in die Ir­re, so was nun, denn es ist doch Gott der dann laut sei­nes Den­kens den Rat gibt, so wirr ist sein Kopf je­den­falls, Haz­rat Ina­yat Khan hat­te das ge­sagt, er war ein Dich­ter so sehe ich das, der sich das ge­wandt ei­nes Hei­li­gen gab, und wenn auch Hei­lig, die Ra­tio­na­lität hat ih­re Mac­ken, sie trägt das Ge­wandt der Lo­gik, ist aber in sich sel­ber Igno­rant, da ih­re Ein­sicht auf Aus­beu­tung und nicht auf Herz­lich­keit und Freund­schaft be­ruht. Die Freundschaft der Ra­tio­na­lität ist das Heu­cheln und Täu­schen. Aber hier, mit dem Blick über un­se­re näch­ste Strec­ke, da war kei­ne mensch­li­che Ra­tio­na­litätsseu­che zu se­hen, kei­ne Ver­nunf­tigno­ranz oder Vernunft­dog­ma. Hier weh­te seich­ter heißer Wind mit Blu­men­düf­ten. Ra­tio­na­lität hat kei­nen Duft kein Lächeln kei­ne Wär­me.

Als wir wie­der auf dem Was­ser wa­ren la­gen noch ei­ni­ge kur­ze Strom­schnel­len vor uns die wir dann auch le­ger durch­zo­gen oh­ne aus dem Ka­nu zu müssen. Da­nach war ei­ne lan­ge Strec­ke stil­les ru­hi­ges Was­ser. Die Ame­ri­ka­ner leg­ten ih­re Bei­ne über den Kanurand und sonn­ten sich auf dem Rüc­ken lie­gend die Si­tua­ti­on aus­nut­zend. Es soll­te ja auch Er­ho­lung sein. Als wir so ne­ben­ein­an­der lang­sam vor­wärts drifte­ten fin­gen wir an Ge­schich­ten aus un­se­rem Le­ben zu er­zählen. Glenn er­zähl­te von sei­nem Fall­schirmsprin­gen und die Freund­schaf­ten die er auf Rei­sen gemacht hat­te. Tim frag­te In­tel­li­gen­te Fra­gen die aber kei­ne wa­ren, es war bloß lee­re Rhe­to­rik Au­gen­wische­rei für Igno­ran­te. zbs. wie es mit der Ästhe­tik des Kil­ler­waa­la­qua­ri­ums war. Ich be­ob­ach­te­te die Um­gebung, Vö­gel wa­ren kaum zu hö­ren oder zu se­hen. Der Fluss er­reich­te sehr tie­fe Stel­len, aber da das Was­ser sehr klar war, war ja auch die Sicht sehr gut. An man­chen Stel­len wuch­sen me­ter­lan­ge Ge­wäch­se die sich mit der Strö­mung leicht nach vor­ne beug­ten und von Dun­kel­gelb bis Hell­grün im Was­ser leuch­teten. Es war ei­ne Pracht die­se Sau­ber­keit zu er­le­ben. Al­le Pflan­zen strahl­ten sehr stark, die Stei­ne auch, das Moos, die Pil­ze, das Gras, al­les leuch­te­te Stär­ker hier. Die En­er­gie die hier al­les durch­dringt war hier nicht mit Gif­ten der so­ge­nann­ten Kul­tur be­ne­belt und benetzt und er­graut. Wir hiel­ten Aus­schau für ei­nen Cam­pinglatz, aber wir merk­ten, das Ufer, das zu­erst mit saf­ti­gem Grü­nen Gras be­wach­sen war und klei­nen Bü­schen, das war sehr Feucht und da­hin­ter be­gann der Wald. Es sah so aus als ob wir kei­nen Sand­platz fin­den wür­den. Wir drif­te­ten so weit bis wir kurz vor den 9 Bar Ra­pids wa­ren, ei­ne 6 km lan­ge Stromschnel­le die es wie­der an To­ben und Klot­zen in sich ha­ben soll­te, und das woll­ten wir mor­gen tun. Al­so gin­gen wir erst ­mal ans Ufer, leg­ten die Ka­nus ins dun­k­le duf­ten­de Gras um dann un­be­schwert in den Wald zu ge­hen. Das Son­nen­licht war schon weich, es war al­so schon spät am Tägchen. Kaum wa­ren wir im Wald sa­hen wir vor uns ei­nen wun­der­schö­nen Platz, ei­ne freie Flä­che mit dic­kem Moos, groß ge­nug für drei Zel­te und ei­nem schö­nen Feu­er­platz zum Ko­chen.

Nach­dem ich mein Zelt auf­ge­baut hat­te auf der Oran­ge­nen Pla­ne sag­ten mir die Ame­ri­ka­ner das ich zum Es­sen ein­gela­den sei, und mei­nen Ofen al­so nicht auf­bau­en brauch­te. Pri­ma. Glenn Wei­denba­cher hat­te das Feu­er schon ge­macht, ei­ne schö­ne klei­ne Stel­le und Was­ser für Tee spru­del­te auch schon. Cal­vin Entin­ger be­rei­te­te Spa­ghet­ti vor. Pe­ter Lo­e­wen­son mach­te Ta­pio­ca­pud­ding der sehr gut schmec­ken soll wie sie mir ver­si­cher­ten. Pe­ter und Ich un­ter­hiel­ten uns viel über deut­sche Li­te­ra­tur, da­bei wie­der­hol­te er oft deut­sche Ge­dich­te und Sprü­che. Er war sehr be­le­sen und ge­scheit. Das Gehirn kann viel stau­en und La­gern, aber das heißt noch lan­ge nicht das der Mensch als gan­zes auch so ist wie sei­ne Samm­lung die er ge­spei­chert hat, er kann noch sehr vie­le Emo­tio­na­le Gift­mi­schun­gen mit sich tra­gen und Mac­ken aus der Kind­heit oder auch später aus dem an­de­ren zu­sam­men­le­ben die Mensch­heit, und dann noch sein Kar­ma das er aus vor­he­ri­gen Le­ben mit­bringt. Ich er­zähl­te Pe­ter et­was von Har­mo­nie und wie sie mehr ist als die Ba­lan­ce zwi­schen Po­si­tiv und Ne­ga­tiv. Ich er­zähl­te ihm et­was vom Se­hen. Das Se­hen und Hö­ren die Fähigkeit dei­nes Un­sterb­li­chen We­sens ist, das sich nie verän­dert, denn Se­hen bleibt ewig das glei­che und Hö­ren auch, bloß die Werk­zeu­ge wer­den alt, die Or­ga­ne, die Au­gen, die Oh­ren, aber das Se­hen bleibt ewig frisch und un­verän­dert oh­ne zu al­tern. Glenn saß auf dem Klapp­stuhl, ich hat­te ihm die Topogra­fi­sche Kar­te ge­ge­ben, und er war da­bei nachzu­prü­fen wie weit es noch bis zur Hud­son Bay sein wür­de. Nach ei­ni­ger Zeit sag­te er: Es sind noch 135 km bis zur Mün­dung. In vier Ta­gen könn­ten wir das schaf­fen. Tim er­zähl­te mir et­was über das Backwards Pad­deln, wo das Ka­nu eben rück­wärts ge­paddelt wur­de, al­so der Pad­del­schlag eben nicht vorwärts. Da­von war ich aber nicht so über­zeugt und lächel­te ihm zu. Aber zur Ge­schwin­dig­keits­brem­se war das gut ge­eig­net, als Mög­lich­keit et­was aus­zuwei­chen oder ab­zu­wen­den. Ich fühl­te mich plötzlich mü­de und grog­gy. Mei­ne Spräy­do­se funk­tionier­te auch nicht rich­tig, aber die Müc­ken im Wald wa­ren zu er­tra­gen. Nach dem Es­sen schau­te ich noch­ mal in das Feu­er. Die Stel­le sah sehr schön aus, das Graue Holz, die röt­li­chen klei­nen Flam­men, der Gel­be Kern der Flam­men, das lei­se Kni­stern. Dann verab­schie­de­te ich mich von ih­nen, schau­te noch ­mal in den Wald hin­ter mir, wie sah das da aus. War das Bär­wald. Klar. Nach kur­zer Zeit war ich schon tief einge­schla­fen. Über uns fun­kel­te das Bo­reali­sche Nordlicht. Kei­ne Eu­le heul­te kein Wolf sang kein Elch grunz­te.


Mitt­woch, 7. Au­gust

13 Grad im Zelt um 5.30 Uhr. 31 km war ich ge­stern ge­pad­delt. Ich hör­te das Rau­schen der lan­gen Stromschnel­len vor uns. Das Hö­ren der Mu­sik des Uni­versums. Wil­de Müc­ken hat­ten sich im Zelt an der Außen­wand des In­nen­zel­tes fest­ge­flo­gen. Sie wür­den da nicht zu mir kom­men, aber ihr Blut­rausch war faszi­nie­rend. Ich sta­un­te, meh­re­re hun­dert Müc­ken surr­ten da noch herum. Aber mit dem an­stieg des Lichts wür­den sie wie Dra­cu­la das wei­te su­chen, sich im Wald un­ter ir­gend­wel­chen schat­ti­gen Stel­len festhal­ten. Ich hör­te das gie­ri­ge Sum­men ih­rer Wol­lust zum Blut­sau­gen. Ich hör­te auch den wil­den Klang des sich gleich­mäßig an­hö­ren­den Ton­stroms der 5-6 km lan­gen Strom­schnel­len. Ich hör­te ein we­nig gepiep­se von klei­nen Vö­geln. Ich hör­te die Stil­le die da­zwischen lag, zwi­schen all den Tö­nen des Uni­ver­sums. Ich dach­te noch ­mal dar­an das al­les se­hen­de al­les existie­ren­de aus Mu­sik ge­schaf­fen war, auch mein Kör­per er be­steht aus Licht und Tö­nen. Wenn Tö­ne zu ei­ner ho­hen Fre­qu­enz ge­bracht wer­den, wer­den sie zu Licht und das glei­che kann auch um­ge­kehrt sein. Die Mo­le­ku­la­ren Struk­tu­ren ha­ben al­le ei­ne Ton­lei­ter. Das sicht­ba­re Le­ben be­steht al­so aus Mu­sik, Tö­ne und Licht. Wilfried Krü­ger be­schreibt in sei­nen Bü­chern die Auf­li­stung der Mo­lekü­le und ih­re Zu­sam­men­setzung aus Ton­lei­tern C-‑Dur oder d-‑Moll und so wei­ter. Das Uni­ver­sum singt oder Die Atom Har­mo­nik sind zwei sei­ner Bü­cher. Das Hö­ren ist al­so ein we­sent­licher mu­si­ka­li­scher Weg die Welt zu er­fah­ren. 

Das Se­hen ist zwar auch we­sent­lich, al­so un­sterblich, aber für das Le­ben und sei­ne mu­si­ka­li­sche Ent­faltung ist das Hö­ren wich­ti­ger und wird es auch im­mer blei­ben. Ob­wohl ja die Me­dien­welt das Se­hen dort do­mi­niert. Den­noch, hier im Wald konn­te ich nicht durch den Wald se­hen, aber ich konn­te durch den Wald Hö­ren, und wenn es Dun­kel war zeig­te das Hö­ren sei­ne große Fähig­keit. Ich konn­te den mög­lichen Eis­bä­ren nicht se­hen, aber ich konn­te ihn hö­ren und so ge­warnt sein. Auch im Zu­sam­men­hang mit Men­schen lässt sich das Se­hen leich­ter täu­schen durch die Op­ti­sche Dar­stel­lung von Prunk oder Größe oder Far­ben und so wei­ter. Aber durch das Hö­ren konn­te ich er­ken­nen was sich wirk­lich im In­ne­ren ab­spielt und mei­ner In­tui­ti­on ver­trau­en. Buddha be­schreibt in sei­ner höch­sten Leh­re die er an­zu­bie­ten hat­te im Suran­ga­ma Su­tra, das Hö­ren die voll­kom­men­ste Eigen­schaft ist um höch­ste Er­leuch­tung zu er­lan­gen, und das al­le Buddhas vor ihm und nach ihm die­sen Weg gin­gen und ge­hen wer­den, weil das Le­ben so auf­gebaut ist, so ein­fach ist das. Haz­rath In­a­yat Khan schreibt auch vom Hö­ren des Tons, an­de­re Mei­ster re­den auch da­von, Py­tha­go­ras spricht von der Sphären­mu­sik, Laot­se vom großen Klang den man mit den Oh­ren nicht hö­ren kann, in der Bi­bel steht: Am Anfang war das Wort, al­so Klang, Ton, und das Wort war bei Gott, an­de­re re­den von der Mu­sik als den Hei­li­gen Geist, an­de­re er­wäh­nen den Licht und Klang­strom, das ist der Strom des Le­bens der al­le ob­jek­ti­ven Phäno­me­ne auf­ge­baut hat und ganz sub­til hin­ter den feinsten Ato­men steht und sie auf­recht er­hält. 

Ich wusste da­mals noch nicht als ich da lag und hör­te wie die Müc­ken in den Wald zurück­flo­gen, weil das Licht zu stark wur­de, und als die an­de­ren noch schlie­fen, doch die Strom­schnel­len tob­ten, das ich zwei Jah­re später in Mün­chen am 1 Mai selbst in das hö­ren des Ton­stroms oder Klangstroms oder Sphä­renmu­sik von ei­ner Mei­ste­rin dar­in ein­ge­weiht wer­den wür­de. Ich hat­te zu der Zeit dann schon 20 Jah­re me­di­tiert. 

  Als ich dann aus dem Zelt stieg fühl­te ich mich erholt und er­frischt. Ein mil­der Moos­duft lag in der Luft. Es wür­de wie­der ein fan­ta­sti­scher Tag wer­den. Als ich zum Fluss ging um mich im kla­ren fri­schen Was­ser zu Wa­schen hör­te ich ei­ni­ge Ka­na­da­gän­se in der Fer­ne. Der Blick über den Fluss war er­fri­schend und die Stei­ne im Was­ser glänz­ten. Auf der san­di­gen Stel­le sah ich fri­sche Bä­ren­spu­ren. Al­so war ein Bär, Schwarzbär, nachts an uns vorbei­ge­gan­gen. Die gan­ze Um­gebung mach­te ei­nen er­hol­sa­men Ein­druck. Kein Dröh­nen von Last­wa­gen oder Au­tos. Kei­ne Zi­ga­retten­stum­mel kei­ne Bierdo­sen oder Schau­fen­ster oder Re­stau­rants, das Se­hen war hier er­hol­sa­mer. Der Blick konn­te un­ge­hin­dert um­her­schwei­fen und da war nichts auf­ge­baut um dei­nen Blick zu fan­gen wie in den Städ­ten die al­le mit ih­rer Ma­ni­pu­la­ti­ven Stra­te­gie arbei­ten, denn al­les soll ja Blick­fang sein, für das Geschäft für das Geld, er­go für die Igno­ranz und de­ren Glau­be an „Ti­me is Mo­ney“ Wahn­sin­ni­ge. 

  Im Hin­ter­grund fin­gen die „Un­fa­mo­sen Vier“ nun an auf­zu­wa­chen. Feu­er wur­de ge­macht. Ich hör­te ih­re Lau­te die ru­hig wa­ren und aus­ge­ruht. Zwei fri­sche Äp­fel hat­te ich noch. Nach­dem wir zu­sam­men ge­frühstückt hat­ten, mach­te ich mir noch ei­ni­ge Pfan­ne­kuchen als Ta­ge­spro­vi­ant. Dann wur­de al­les wie­der zusam­men­ge­packt. Nach­dem das Ka­nu be­la­den war spra­chen wir noch­ mal über die vor uns lie­gen­de Strec­ke die ei­ne Mehr­zahl an großen lan­gen Stromschnel­len hat­te. Wir ei­nig­ten uns das sie mit ih­ren Ka­nus vor mir fah­ren wür­den und ich im Hin­ter­grund blei­be wür­de we­gen even­tu­el­ler größe­rer Wel­len und der­glei­chen Tur­bu­len­zen. 

  Es war noch früh als wir un­se­re Ka­nus in das Was­ser scho­ben und uns ei­ne gute Fahrt wünsch­ten. Ei­ne leich­te Span­nung lag in der Luft, an mir. Die­se lan­gen Strom­schnel­le sind schlecht zu über­schau­en und schwie­rig zu fah­ren vol­ler Bre­cherüber­raschun­gen und tie­fen Don­nern­den Lö­chern und Wel­len die plötz­lich von al­len Sei­ten auf dich zudonnern aus denen dann auch noch fet­te Fel­sen her­vorste­hen. Ich kann­te nun die vi­su­el­le Täu­schung wo sich die Wel­len die ich aus der Ent­fer­nung sah dann als rie­sen Din­ger dar­stell­ten und wo die Rol­ler und Fel­sen er­schie­nen das ei­nem der Blick starr wur­de. Hin­ter die­ser er­sten 6 km lan­gen Strom­schnel­le öff­ne­te sich dann ei­ne große Bucht von 3 x 2 km in die von Nor­den der La­val­le Cha­nel wie­der zurück in den Seal Ri­ver floss und das dann auch das En­de der großen In­sel war. Mal se­hen ob wir die Vier Ka­na­dier wie­dertref­fen die ja die­se Rou­te mach­ten. 

  Wir pad­del­ten an ei­ni­gen großen Fels­broc­ken vor­bei von der Größe ei­nes VW Bus. Das Was­ser war gar nicht so tief hier und dann sa­hen wir die schein­bar end­lo­se Strom­schnel­le vor uns und das Was­ser fing an Ge­schwin­dig­keit zu ma­chen. Trei­deln woll­ten wir auch nicht, al­so wa­ren wir erst ­mal da­bei die Geschwin­dig­keit zu ver­langsa­men und Aus­schau hal­ten wo der gün­stig­ste Weg durch die Unüber­sicht­bar­keit war. Al­so wur­de viel Rück­wärts ge­pad­delt. Das hat­te mir Tim noch ­mal spe­zi­ell bei­ge­bracht und war ei­ne wich­ti­ge Er­wei­te­rung mei­ner Pad­del­kunst. Tim ihr Anfüh­rer zeig­te dann mit dem Pad­del in ei­ne Rich­tung. Pe­ter und Cal­vin nah­men ei­ne an­de­re ne­ben ihm. Ich war­te­te ab so gut ich konn­te. Als ich dann sah das mein Ab­stand zu ih­nen et­wa 50 Me­ter war, sag­te ich zu mir: Ok Wolf Gooooooooooooo, und stach das Alupad­del in die Flu­ten. Mit ei­nem Lächeln auf dem Ge­sicht schau­te ich auf das Was­ser vor mir. Im­mer weit ge­nug um Ge­fah­ren und Leich­tig­kei­ten zu er­kennen. Dann war ich drin in dem Ge­to­be. Die Wel­len ka­men von al­len Rich­tun­gen, man­che roll­ten von schräg rein, man­che türm­ten sich di­rekt vor ei­nem auf, da wusste ich da ist ein großer Fels­broc­ken dr­un­ter oder ein großes Loch, Ge­fäl­le, mal gab ich Ge­schwindig­keit um schnel­ler zu ei­ner ru­hi­gen Stel­le zu kommen, mal pad­del­te ich ganz schnel­le rück­wärts weil mir das da vor­ne zu übel aus­sah, manchmal konn­te ich nicht mehr aus­wei­chen und woll­te lie­ber mei­ne Au­gen zu ma­chen, und hoff­te das es gut ge­hen wür­de, und mich die Strö­mung nicht ge­gen die Fel­sen donnert, ich mach­te un­ge­mein viel Ge­schwin­dig­keit und war nun schon wie­der auf glei­cher Höhe wie die Vier, das war ge­fähr­lich, ich sah dann wie ich aber ein­fach mit der Ge­schwin­dig­keit und dem Ge­to­be und Gedon­ner klar kam, und ließ jetzt ein­fach al­les ra­sen, gab noch Stoff um noch schnel­ler vor­wärts zu kom­men, ju­bel­te als ich an ih­nen vorbei­sau­ste, mei­ne Hutkrem­pe bog sich wie­der wie die von Fuz­zy in sei­nen Filmen. Ich konn­te hier nicht so viel Tak­tik an­wen­den wie die zu zweit in ih­ren Ka­nus die hat­ten mehr Paddel­kraft Ich hat­te Be­weg­lich­keit und Schnel­lig­keit. Mein Ka­nu war leicht dop­pel so schnell wie de­ren Ka­nus die­se großen schwe­ren Pla­stik­ka­nus die um die 100 Pfund wo­gen. Die Strom­schnel­len woll­ten nicht auf­hö­ren Ich sah nur Was­ser­ge­to­be, Wel­len, Rol­ler, Fel­sen. Such­te im­mer Mög­lich­kei­ten durch die Fel­sen zu kom­men, ab­zu­schät­zen ob ichs Ris­kie­ren kann an ihm vor­bei­zu­sau­sen weil da ei­ne glat­te Flä­che war obwohl di­rekt da­ne­ben ein Wellen­chaos und Ge­to­be war. 

Das Ka­nu lag sehr gut, manchmal wur­de es hochge­ho­ben, und klatsch­te in ein tie­fes Loch, dann zit­ter­te es und ich wac­kel­te ein­we­nig auf dem Sitz, lach­te aber da­bei, das war be­rau­schend, er­fri­schend, be­freiend, da wur­den Kräf­te frei­ge­legt, tie­fe in­ne­re Freu­de die ver­bor­gen liegt und sich in der Ge­sell­schaft nicht zeigt weil das Le­ben Struk­tu­riert Lang­wei­lig ist durch die Äng­ste der Vor­fah­ren ge­gen­über sich sel­ber und den an­de­ren, weil die Men­schen Angst vor ih­rer eige­nen Kraft ha­ben aber auch weil Stär­ke und Kraft immer noch Un­ter­drückt wird von den Macht­struktu­ren und denen die nicht wol­len das du dein Licht und dei­ne Lie­be lebst und zwar in voll­ster Po­tenz. Es ist ja das Le­ben der Schein Schein­hei­li­gen das in Demo­kra­ti­en ge­lebt wird, die al­le­samt ge­steu­er­te Syste­me sind an denen sie aber sel­ber ver­fau­len wer­den, an ih­ren Gif­ten und Lü­gen Be­trugs­stra­te­gi­en die Wahrheit nicht zu le­ben. Das muss auf­hö­ren. 

  Hier auf dem Was­ser ging es gar nicht an­ders entwe­der er­schrakst du zu To­de oder wür­dest steif oder aber du wur­dest wie­der Be­we­gung und ju­belst über dei­ne Frei­heit. Ich ju­bel­te. Dann sah ich das En­de. Die Wel­len wur­den klei­ner und ich ließ mich ein­fach trei­ben oh­ne was zu tun. Das war mei­ne er­ste  sehr lan­ge wil­de Strom­schnel­le und ich hat­te sie ganz gut durchsaust Ich brauch­te mei­nen Ver­stand nicht zu beru­hi­gen wie bei der zu­vo­ri­gen. Als ich zurück­blick­te sah ich wie Tim Pe­ter Cal­vin und Glenn da­bei wa­ren ih­re Auf­merk­sam­keit zu fi­xie­ren. Ich hob mein Pad­del hoch zum Sieg und schrie ganz laut vor Freu­de. 

  Als „Die Vier“ es auch ge­schafft hat­ten fuh­ren wir an der lin­ke Sei­te des Ufers ent­lang. Tim hat­te auf der To­po­gra­fi­schen Kar­te von mir ei­ne Mi­ne ge­se­hen die woll­te er sich mal an­se­hen. Als wir auf das Ufer zupad­del­ten tauch­te plötz­lich ein dunk­ler Kopf mit großen gla­si­gen Gol­denen Au­gen ne­ben mir auf, Rülp­ste ei­ni­ge ma­le und tauch­te wie­der weg. Ein großer fet­ter See­hund schwamm ne­ben mir her und be­ob­ach­te­te mich. Dann sa­hen wir auf der Bucht vor uns Rob­ben und auch auf den Fel­sen la­gen sie die in der Bucht ver­streut wa­ren. Sie mach­ten Som­merurlaub und sonn­ten sich. Noch mehr Rob­ben tauch­ten auf und be­grüßten uns. Wann wer­den die wohl schon mal Men­schen se­hen. Wohl sehr sehr sel­ten. Ei­ni­ge ga­ben ih­re Grunz­klän­ge ab, aber man­che wa­ren auch me­lo­diös. Je nach Of­fen­heit dei­nes Hö­rens mit an­deren. Wenn dein Ver­stand mithört und struk­tu­riert ist wird es sich wie Grun­zen und Blö­ken an­hö­ren und er wird sich dar­an nicht er­freu­en kön­nen. Wenn man aber un­struk­tu­riert geblie­ben ist kann man das er­freu­te die Kla­ge die Last her­aus­hö­ren die da­mit ver­bun­den ist ein See­hund zu sein. Aber auch die Lie­be und Schön­heit. Mir fiel noch ­mal Na­da Brah­ma ein, der Klang aus der In­disch Phi­lo­so­phi­schen Welt, und wie man­che Men­schen so­zu­sa­gen auf der Su­che nach dem Ur­ton sind und glau­ben ihn mit den Phy­si­schen Oh­ren hö­ren zu kön­nen, was ein­fach nicht geht, denn der Ur­ton ist ein­fach nicht die Phy­si­sche Welt auch nicht die Astra­le auch nicht die Geist­welt die Kau­salwelt, denn der Ur­ton muss ja das Gött­li­che sein, Transzen­den­tal sein, und die­ser Ur­ton, die­ser Klang­strom der höch­sten Gott­heit in Be­we­gung, den wird man nicht ein­fach beim durch­for­schen von Er­kennt­nis­sen er­rei­chen durch Le­sen oder ein­fach egal wie in­tensi­ves hin­hö­ren. 

Die­sen Ton, den Klang­strom, den kannst du nur mit dei­nem Spi­ri­tu­el­len We­sen hö­ren, denn er ist jetzt voll und ganz da. Die­se un­be­schreib­li­che Wel­le aus Tril­li­ar­den hoch Tril­li­ar­den hoch Bil­li­ar­den von Tö­nen die ei­ne Klang­wel­le oder ei­nen Ton­strom for­men aus der die ge­samte Exi­stenz ge­schaf­fen ist. Die ver­wirklich­ten Men­schen die mit Licht und Ton ge­ar­bei­tet haben, und die sich durch Me­di­ta­ti­on von der sinn­li­chen Welt be­frei­en konn­ten, sie da­durch durch­schaut haben, die er­kannt ha­ben das sie we­der der Kör­per sind, noch das Den­ken und die Men­ta­len Abläu­fe auch nicht die Fan­ta­si­en und so wei­ter, und die dann weiter­ge­sucht ha­ben und ei­nen Mei­ster fan­den der ein ver­wirk­lich­ter Mei­ster in Licht und Ton ist, und der dann ja eins mit dem Klang­strom ist, und die dann Kraft der In­itia­ti­on von ihm die­sen Ton und das Licht über­tra­gen be­kom­men, kön­nen ihn dann hö­ren, und da­mit Ar­bei­ten und vie­les mehr. 

 Ei­gent­lich sind ja die Tö­ne die wir mit dem phy­sischen Ohr hö­ren al­le Klän­ge so­zu­sa­gen Gött­li­che Klän­ge, aber das darf ja heu­te nicht ge­sagt wer­den in die­sem soooo auf­ge­kläääär­ten Seins­zu­stand der westli­chen De­mo­kra­ti­en, ho­ho­ho, die dre­hen ja dann durch, denn das Gött­li­che ist doch soooo weit weit weit weg, nicht­wahr. Ir­gend­wo da wo es nicht auffind­bar ist, oder es gibt das Gött­li­che gar nicht, und die Mäch­ti­gen die die Mas­sen im Ver­blö­dungs­zu­stand hal­ten durch Wis­sen­schaft­ler, sie lie­ber dum­me Wissen­schaft­ler ha­ben und Igno­rant se­hen, da­mit die nicht Stinksau­er wer­den. Aber was in­ter­es­sie­ren mich die­se Geld­gei­er und Pri­mi­tiv De­mo­kra­ti­en mit ih­ren Zoo­lo­gi­schen Raub­säu­ge­tier­hor­den die ein­fach nicht von hier bis hier schau­en kön­nen son­dern bloß in der Ver­gan­gen­heit le­ben und sie wie­der hoch­kot­zen. Denn die wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen sind ja al­lesamt Athei­stisch, denn so ist es auch ge­wollt. Schön blöd blei­ben sollt ihr, schön Geld zählen sollt ihr, schön Dumpf für die­se fa­bel­haf­ten De­mo­kra­ti­en und de­ren Wär­ter die Bluts­brü­der der sa­ta­ni­schen Roh­stoffre­li­gio­nen. Eben das Mensch­li­che all­zu Mensch­liche, seit eh und jeh. Aber je­de Wis­sen­schaft die nicht da­zu führt das Gött­li­che zu er­ken­nen ist kei­ne Wis­senschaft son­dern Aber­glau­be. Und Ge­sell­schaf­ten die auf Aber­glau­be be­ru­hen wer­den oh­ne den ge­ring­sten Zwei­fel zer­stört wer­den, durch sich sel­ber oder durch die Na­tur oder de­ren Gei­sti­ge Mäch­te. Und das hat dann nicht Gott ge­macht Nein, das sind Re­sul­ta­te der mensch­li­chen Igno­ranz des Aber­glau­bens, eben Selbst­zer­störung. Aber je tie­fer die Tö­ne in der mensch­li­chen phy­si­schen Dich­te drin sind um­so anders sind die Tö­ne. Um­so­we­ni­ger Wie­der­stand geleistet wird sei es durch Was­ser Blut Kör­per Ber­ge oder an­de­re Dicht­hei­ten um­so kla­rer wird der Gött­li­che Ton­strom. In der Licht und Klang Me­di­ta­ti­on hört man den Ton, die Wel­le, mit der Stir­ne, in dem Be­reich zumin­dest, aber das reicht erst ­mal, denn die See­hun­de sie be­dräng­ten mich und die an­de­ren, mit ih­rer Neugier­de und Ver­spielt­heit und dem Grun­zen, bis wir wie­der am Gras­grü­nen Ufer wa­ren. Ich hat­te kein Inter­es­se an al­ten Mi­nen oder auch an Sta­tuen, außer sie tra­gen noch ei­ne außer­ge­wöhn­li­che Schön­heit mit sich, und so blieb ich am Ufer sit­zen und ruh­te mich von der phy­si­schen An­stren­gung der Durch­fah­rung der Strom­schnel­le et­was aus in­dem ich mir die Pflan­zen an­schau­te die Blu­men die In­sek­ten und die Tö­ne und Far­ben ge­noss die mein Sy­stem rei­nig­ten und er­frisch­ten. Es war längst wie­der Zeit nur im T-‑Shirt zu pad­deln denn gute 30 Grad wa­ren schon am wir­ken und es soll­te noch viel mehr wer­den. Die Bucht war vol­ler See­hun­de. Was muss die­ser Fluss für große Fisch­vor­kom­men ha­ben, denn die­se See­hun­de wa­ren meh­re­re hun­dert Pfund schwer, und hier wa­ren min­de­stens 70 See­hun­de zu se­hen. 

  Der Wald fing erst et­wa 50 Me­ter vom Fluss an. Auf der Gras­fläche da­zwi­schen blüh­ten wie­der vie­le Blu­men und Grä­ser in leuchten­der Pracht. Große Brau­ne Fels­broc­ken la­gen da­hin­ge­streut auf der Grü­nen Gras­fläche. Ich stieg auf ei­nen Fel­sen der ganz warm war und leg­te mich aus­ge­streckt auf ihn um mich zu pfle­gen. Das Le­ben war ein­fach schön und frei. In Wahr­heit ist ja je­der Mensch to­tal frei. Doch er lässt sich durch sei­ne ne­ga­ti­ve Sicht­wei­se da­von täuschen das er Un­frei ist und er so­gar ge­bun­den sei an sei­ne Hand­lun­gen und Ta­ten. Mu­sik ist im­mer frei egal wie eng es auch schei­nen mag. Ei­ni­ge Weiße Wol­ken fin­gen an am Him­mel ih­re Run­de zu ma­chen. Ich hol­te ei­nen Ap­fel her­vor, biss ihn an und schmeck­te sei­ne saf­ti­ge Süße. 

  Dann ka­men „Die Vier“ US-‑ler wie­der zurück. Wir be­rie­ten noch­ mal die wei­ter­fahrt, bald müsste ein Haus kom­men das als Wet­ter­sta­ti­on gilt sag­te Tim. Dort kann man sich ein­tra­gen, um ei­ne klei­ne Zäh­lung zu haben wie­ vie­le Men­schen hier im Jahr vor­bei­kommen. Dann pad­del­ten wir wie­der über die große ruhi­ge Was­ser­fläche der Bucht. Ich hat­te nun sehr viel Kraft in den Ar­men, und auch mein ge­samter Kör­per war fit wie ein durchtrai­nier­ter Hochlei­stungs­sport­ler, die Be­we­gungs­fähig­keit war sehr groß ge­wor­den, sehr ela­stisch wa­ren al­le Be­we­gun­gen und ich konn­te den Kör­per sehr leicht bie­gen so als ob er weich wie der Gott der Weich­heit wä­re. Was für ein Un­ter­schied zum An­fang der Rei­se. Da­mals war ich Phy­sisch so grog­gy das ich ja mor­gens auf­stand und mein Kör­per ein­fach lie­gen blieb vor Schlapp­heit und ich schon aus dem Kör­per draußen war, was aber nichts neues für mich war. Und nun war er die Kraft sel­ber, ela­stisch, und be­weg­lich wie ei­ne Wei­den­ger­te war er ge­worden. Ja, der Bo­den war oft ge­wölbt die Fuß­soh­len wur­den mas­siert, oft mussten Ba­lan­ceak­te gelei­stet wer­den, oft wur­de ge­tra­gen, ge­zerrt, ge­scho­ben, geho­ben, das tat dem Kör­per von mir rich­tig gut, er wur­de wei­cher da­durch und durch die Weich­heit kann die Mu­sik so­mit Kraft bes­ser fließen, so ein­fach ist das. 

  Der Him­mel leuch­te­te wie­der in tie­fem Blau, die Weißen Wol­ken strahl­ten po­ten­tes Weiß, der Fluss war ein Schim­mer aus Braun, Blau, Weiß, Rot und Gol­denen to­ben­den Fär­bun­gen, links strahl­te das Grün des Ufers mit den Weißen Mar­ge­ri­ten, auf der Ru­hi­gen Was­se­rober­fläche glit­zer­ten die Wol­ken. Dann tauch­te das Holz­haus auf, mehr ein Schuppen­for­mat. Das Ufer war mit lo­sen Fels­broc­ken der Größe Fußball be­stückt. Et­was Gras da­hin­ter Weiden­bü­sche da­hin­ter gleich der Wald und da­vor das Holz­haus in Grau. 

  Als wir in das Haus gin­gen, es gab zwei Stück davon, war die Tür of­fen, zwei Dop­pel­hoch­bet­ten stan­den rechts an der Wand, ein großer Ofen stand links, ei­ne Gas­lam­pe hing von der Dec­ke, al­les sah unauf­geräumt und chao­tisch aus. Tim fand das Buch zum ein­tra­gen und stöber­te dar­in herum, er las ei­ni­ge grüße von Ka­nu­ten die hier ge­we­sen wa­ren vor: Hal­lo hier war Jack, Wet­ter klas­se, Mensch sind wie geschafft, so­was, oder mein Gott brauch ich mal wie­der ei­ne Frau, mir tut schon der Hals weh und wird ganz steif und sol­che Scher­ze. Dann tru­gen wir uns ein, ich war der drei­und­zwan­zig­ste der dort her­un­ter­gekom­men war. Aber ei­ne große Über­ra­schung war da in der Chao­ten­hüt­te die mir sehr un­sym­pa­thisch aussah. Die­se Über­ra­schung fas­zi­nier­te je­den. So­fort wur­den die Sei­ten auf­ge­schla­gen und ge­schmö­kert, ge­staunt, das es so­was über­haupt auf der Er­de ge­ben kann, wo wir hier doch in der so­ge­nann­ten Wild­nis wa­ren. Da la­gen tat­säch­lich et­wa 1,5 Zent­ner Penthou­se und Play­boy Ma­ga­zi­ne, und die wur­den jetzt erst­ mal be­nutzt. Ich hat­te nicht das größte In­ter­es­se dar­an, das ech­te ist mir lie­ber, die­se Ce­re­bra­le Fik­ti­on nein dan­ke, und Por­no­gra­fie, das ist ein Mit­tel um Men­schen in Sumpf zu hal­ten, das wird ge­zielt ein­gesetzt durch die­se Frei­zü­gig­keit in der Öf­fent­lich­keit zum ver­lu­dern zum bin­den und ge­bun­den blei­ben an Dumpf­heit, Ag­gres­sio­nen, Wut, Ver­kom­men­heit, Mord und Krieg, an Blut und Ver­bre­chen. 

  Ich konn­te die vier Hel­den aus der USA Fa­brik auch nicht da­zu be­we­gen jetzt wei­ter zu fah­ren, da­bei wa­ren die erst 4 Wo­chen un­ter­wegs. Und ob­wohl es draußen so schön war, in die­sem Schup­pen­puff aus Zeit­schrift­fik­tio­nen und dem Gerüm­pel sieg­te die Il­lusi­on. Aber dann war es wie­der so weit, wei­ter ging die Fahrt mit über 35 Grad die uns wärm­te. 

  Nicht weit ent­fernt gin­gen wie­der Ki­lo­meter­lan­ge Strom­schnel­le los. Ich trei­del­te die An­fangs­stel­le, weil es mir ein­fach ein­fa­cher er­schi­en, dann sprang ich wie­der ins Ka­nu um mich dem Ge­to­be hin­zu­ge­ben. Auch hier roll­ten wie­der die Mas­sen aus al­len Richtun­gen heran, Wal­zen wälz­ten sich seit­wärts und vorwärts, Lö­cher öff­ne­ten sich plötz­lich, Fel­sen schie­nen auf mich zu­zu­ra­sen, Op­ti­sche Il­lu­sio­nen dräng­ten sich sehr schnel­le auf, Rau­schen und Don­nern ver­misch­te sich mit den weißen Turm­spit­zen der Bre­cher die ih­ren Spaß hat­ten, klei­ne glat­te Fließflächen such­te ich da­zwi­schen und wenn es nicht ging, ok, rein, rann, dann knall­ten ei­ni­ge dic­ke Wel­len auf das Ka­nu, das dann ner­vös schep­per­te und hoch­ge­ho­ben wur­de von der näch­sten Wel­le und ei­ni­ge Zeit in der Luft hing um dann wie­der auf das Was­ser zu don­nern, Fel­sen ka­men un­un­ter­bro­chen zu schnell auf mich zu, das war am ge­fähr­lich­sten oft war ein star­ker Sog da­vor oder da­ne­ben, manchmal wusste ich nicht was zu tun ist und ließ dann ein­fach Ra­sen das ging gut, aber die­se op­ti­schen Il­lu­sio­nen das war schon ein Erleb­nis, zu se­hen wie wahr­ge­nom­men wur­de das die Fel­sen sich be­weg­ten, eben­so mit den großen Wel­len, es sah manchmal so aus als ob sie auf mich zu­ge­rollt ka­men, das wa­ren aber auch ge­fähr­li­che Si­tua­tio­nen, weil ich dann aus der Sicht der Un­be­weg­lich­keit die Welt be­trach­te­te, al­so mein We­sen to­tal un­be­weg­lich war und ich die Fahrt dann nicht als Be­we­gung wahrnahm. 

Buddha re­det ja im Suran­ga­ma Su­tra das du aus dem Kreis­lauf der Be­we­gung zu dei­nem We­sen der Be­we­gungs­lo­sig­keit kom­men musst um die Wahr­haf­tig zu er­ken­nen, und das dann aus der Be­we­gungs­lo­sigkeit, die ja dann die höch­ste Ge­schwin­dig­keit sein muss denk ich mir mal, die Be­we­gung ent­steht, entstan­den ist. Denn in ei­ner so­ge­nann­ten Ein­heit die gleich­zei­tig überall ist kann ja kei­ne Be­we­gung sein, des­we­gen ist Be­we­gungs­lo­sig­keit die schnell­ste Schnel­lig­keit, sie ist näm­lich schon überall da. 

  Dies­mal über­holte ich „Die Vier“ fa­mo­sen US Kopi­en nicht mehr. Ich hat­te ge­nug zu tun um da nicht in die tie­fen Lö­cher zu kom­men und musste viel Ausweich­manö­ver ma­chen, denn die­se Strom­schnel­le von 7-8 km hat­te es auch in sich, aber al­les wur­de pri­ma durch­pad­delt und dann wa­ren wir wie­der zusam­men auf der ru­hi­gen Flä­che des nun viel brei­ter ge­wor­denen Seal Ri­vers. Ei­ni­ge leich­te Well­chen la­gen auf der Ober­fläche.   Wir ließen uns von der Strö­mung trei­ben, die sehr lang­sam war. Tim fing so­gar wie­der an in sei­nem Vo­gel­buch zu le­sen. Sein Rot­weiß ge­punk­te­tes Halstuch leuch­te­te in der Son­ne. Er hat­te sei­ne Ho­sen­bei­ne hoch­ge­krem­pelt um auch da be­sonnt zu wer­den. Pe­ter hat­te sein Rot­weiß gepunk­te­tes Halstuch über sei­nen Kopf ge­bun­den. Cal­vin trug sei­nen Schlapp­hut und Glenn sei­nen Grau­en Filz­hut, ich hat­te mei­nen Stroh­hut aus Winni­peg an. Je­der trug ei­ne Son­nen­bril­le denn das Licht war enorm hell und die Bril­li­anz der Re­flexio­nen auf dem Was­ser er­höh­te den Licht­fak­tor noch um ei­ni­ges. Ru­hig ließen wir uns fau­len­zend tragen. 

  Das Land wur­de immer fla­cher. Wir be­weg­ten uns auf die Tundra zu. Kei­ner von uns war je­mals in der Tundra ge­we­sen, so wa­ren wir al­le ge­spannt entspannt was das sein wür­de. Ich stell­te mir vor wie lang un­se­­re Bär­te sein wür­den wenn wir die nie ab­geschnit­ten hät­ten, wohl ei­ni­ge Me­ter, und was das für ei­ne Men­sche­n­op­tik wä­re al­le mit lan­gen Bär­ten, ja, durch das Ra­sie­ren er­scheint der Mann bloß so, in Wahr­heit trägt er ei­nen sehr lan­gen Bart. Pe­ter paddel­te lang­sam sehr lang­sam und Cal­vin lag flach auf dem Rüc­ken und fau­lenz­te im Son­nen­licht. Wie­der wuch­sen me­ter­lan­ge Was­ser­pflan­zen im Fluss die bis zur Ober­fläche ka­men und leuch­te­ten, sich sach­te im Fluss be­weg­ten. Ein rich­ti­ger Un­ter­was­serur­wald war an man­chen Stel­len. Das wa­ren Bil­der von sehr star­ker Schön­heit, was dann, ver­bun­den mit un­be­schreib­lich in­ten­si­ver Klar­heit und Rein­heit der Na­tur, doch beein­druck­te, wie ver­kom­men doch die Zi­vi­li­sa­ti­on­serrun­gen­schaf­ten sind. 

Und die­se rei­ne En­er­gie sie strahl­te auf uns zurück und pfleg­te un­se­ren Kör­per sehr stark Ja, die­se Zi­vi­li­satio­nen sie sind auf dem Höl­len­trip dem Feu­er­trip dem Öl­trip dem Pri­mi­tivtrip weil die Pri­mi­tivtech­no­lo­gi­en un­ter­stützt wer­den und es aus­schließ­lich um Macht und Ein­fluss geht in die­sen De­mo­kra­ti­en um das Festhal­ten an der Lü­ge und dem Be­trug dem Aus­beu­ten der Mensch­heit und der Na­tur. Aber glück­li­cher­wei­se wird das al­les ver­fau­len und zu­sam­men­bre­chen die Lie­be siegt im­mer die Wahr­heit siegt im­mer da kön­nen die Höl­len­an­be­ter der Phy­sik und des Ölgot­tes der Un­ter­wel­ten ih­rer dump­fen We­sen noch so viel Geld druc­ken noch so viel Öl för­dern noch so vie­le stu­pi­de Ver­bren­nungs­mo­to­ren bau­en, sie wer­den zu­grun­de ge­hen. Und da freu ich mich drauf ja schon jetzt als Vor­freu­de.

Das Land wur­de im­mer fla­cher. Der Wald trat nun sehr weit zurück, oh­ne da­bei ir­gend­je­mand schmerzhaft zu tre­ten. Der Ufer­be­reich wur­de sump­fi­ger, klei­ne Rinnsa­le schlän­gel­ten sich vom Wald zum Fluss durch den Grü­nen Gras­strei­fen der oft mit Fel­sen bestückt war. Sehr vie­le Grä­ser blüh­ten. Aber auch wir blüh­ten bei der Pfle­ge des Som­mers der Um­ge­bung und dem Wet­ter. Dann sa­hen wir ei­nen wun­der­ba­ren brei­ten Sand­strand, et­wa 10-12 Me­ter breit. In mat­ten Gelb­tö­nen lag er vor dem Wei­dengür­tel der im­mer dün­ner wer­den­den Wald­re­gi­on die al­les gut abschirm­te. Wir wa­ren 30 km ge­fah­ren. Die Da­niels Insel, Ran­kei In­sel und die La­va­rie In­sel hat­ten wir hin­ter uns ge­las­sen, und wa­ren nun di­rekt ge­gen­über der Spit­ze der La­va­rie In­sel auf dem 27 Län­gen­grad der Kar­te. Der Strand war et­wa 140 Me­ter lang. Ei­ni­ge Gelb­brau­ne Fels­broc­ken stan­den als Wach­po­sten am Ufer des Flus­ses. Wir brauch­ten bloß un­se­re Ka­nus auf den Sand zu zie­hen, das war ein­fach, und vom Ka­nu aus un­se­re Zel­te auf­bau­en. Nach­dem ich das Zelt et­wa 7 Me­ter vom Fluss, auf­ge­baut hat­te, zog ich das Ka­nu auf den Strand, leer­te es völ­lig und leg­te den Schlaf­sack über das Zelt zum er­fri­schen. Et­wa 5 Me­ter hin­ter dem Zelt fing schon das nied­ri­ge Wei­den­gewächs an, das ziem­lich un­durch­dring­lich ge­wach­sen war. Ty­pi­sche Bär ­ver­stec­ke sind so­was. Ich kann­te das vom Ba­bi­ne Ri­ver in Bri­tisch Co­lum­bia, als ich dort mal als An­gel­guide ar­bei­te­te, oder bes­ser Lieb­te, denn Ar­beit ist so­was ja nicht, ja, die Grzz­lys hat­ten es sich in dem dic­ken Wei­den­dic­kicht gemüt­lich ge­macht und re­gel­rech­te Tun­nel da durch­ge­lebt. Ich wusste nie ob hin­ter dem näch­sten Busch ei­ner lag und pfiff im­mer laut. 

Oft hör­te ich das Knac­ken im Wald, und Abends ka­men sie ins Camp oder wat­schel­ten am Flussu­fer vor den Häu­sern herum, um mal zu schau­en was es da so Neues gab. Wir ver­rie­gel­ten nie die Tü­ren son­dern ließen al­les loc­ker und leicht. Je­der hat­te ge­nug Respekt vor dem an­de­ren, und ach­te­te sei­ne Frei­heit Aber nun hier am Zelt da war mir klar das hier sind kei­ne Grizz­lys das kön­nen Eis­bä­ren sein, denn Grizz­lys sind re­la­tiv freund­lich zum Men­schen, weil er ja nicht sei­ne Beu­te ist, denn Grizz­lys sind ja hauptsäch­lich Ve­ge­ta­ri­er bloß in den Lachs­Zei­ten siehts an­ders aus, und Schwarz­bä­ren sind auch hauptsäch­lich Ve­ge­ta­ri­er, aber Eis­bä­ren sind 100 % Fleisch­fres­ser und wir sind ech­te Beu­te für sie. Von nun an war spür­bar das wir wie­der wach­sa­mer wur­den we­gen die­ser Bä­ren. Ich hab nichts ge­gen Eisbä­ren, aber ich hof­fe die auch nichts ge­gen mich. 

  Als wir am Abend ge­ges­sen hat­ten und wie­der ins Reden ka­men, fing Pe­ter plötz­lich an herum­zunörgeln, und vie­les durch den Ka­kao zu zie­hen, so, als ob das ei­ne Men­ta­le Struk­tur von ihm war, denn ei­gentlich war gar nichts ge­gen ihn ge­we­sen. Ein­fach so aus dem Blau­en Him­mel her­aus wur­de er gran­tig, wie die Ur Ur Bay­ern sa­gen wür­den. Die Kon­ver­sa­ti­on fing an Emo­tio­nen der Wut in mir hoch­zu­brin­gen, nur an­satzwei­se, aber ich war wach ge­nug da nicht tie­fer ein­zustei­gen, und wo­zu auch, ich brauch­te mich nicht durch Wut auf­zu­put­schen, ich konn­te Kraft auch oh­ne die Emo­ti­on zu­ta­ge brin­gen.

Don­ners­tag, 8. Au­gust


15 Grad um 7 Uhr im Zelt. Nachts hat­te ich un­ru­hig ge­schla­fen. Mein Ge­hirn hat­te den Po­lar­bär­kol­ler. Ich stand mit­ten in der Nacht auf und sah um 2.30 Uhr ei­ne fa­bel­haf­te Au­ro­ra Bo­realis mit wun­der­vol­len Weißen und Grü­nen Far­ben die ih­re schif­ten­de Be­wegun­gen wie ein Nacht­tanz der Ele­mentar­teil­chen am dun­klen Him­mel zeig­ten. 

  Als ich dann auf­ge­stan­den war re­pa­rier­te ich erst ­mal das Ka­nu denn ich hat­te zwei Lö­cher gefun­den die durch den Ka­nu Frei­fall in den bei­den lan­gen Strom­schnel­len wohl pas­sier­ten, das auf­klatschen­de Ge­wicht auf die Was­ser­mas­sen wenn das Ka­nu wie­der ­mal in der Luft lag, ja, das hat­te wie­der Zer­störung ge­macht. Da­nach früh­stück­te ich, und dann ka­men die Un­fa­mo­sen Vier aus ih­ren Zel­ten. 

  Als das Ka­nu aus­ge­trock­net war und al­les auch die Freu­de ein­ge­packt war ver­ließen wir die­sen wun­derschö­nen klei­nen Sand­strand. Um 9.45 Uhr wa­ren wir wie­der auf dem Was­ser. Die Son­ne ju­bel­te, die Tempe­ra­tur ging wie­der auf die 38-40 Grad Gren­ze zu, und die Land­schaft wur­de immer noch fla­cher. Noch mehr See­hun­de wur­den ge­se­hen, wie sie ih­re run­den Glotz­au­gen aus dem Was­ser brach­ten und uns neugie­rig be­trach­te­ten. Der Fluss lag nun um die 100 - 110 Me­ter Höhe über dem Mee­res­spie­gel. Wir ließen al­les wie­der ganz lang­sam an­ge­hen so wur­de die Fahrt rich­tig zur Ur­laubs­fahrt. An der Süd­lich­sten Stel­le kurz vor den In­sel­chen ei­ner An­samm­lung von vie­len sehr klei­nen In­seln war noch ­mal ein 6 km lan­ges Weiß­wasser­chaos. Mein Gott wur­de ich da durch­ein­an­der­gewir­belt, die Ame­ri­ka­ner sag­ten mir später das sie dies­mal ziem­lich si­cher wa­ren das zu­erst mein Ka­nu kommt und dann ich. Die Wel­len wa­ren enorm, mir stock­te der Atem Se­kun­den­wei­se, als ich so­was auf mich zudon­nern sah, was muss das hier für ein Ge­to­be sein wenn die Schnee­schmel­ze ist und kurz da­nach. Die­ses Ge­fäl­le war bei weitem das ge­fähr­lich­ste was ich bis da­hin ge­fah­ren war. Das Ge­to­be des Was­sers ver­lang­te äußer­ste Kon­zen­tra­ti­on um im­mer bei der Sa­che zu blei­ben, näm­lich si­cher durch­zu­kom­men, und sich nicht von dem Ge­to­be aus der Ru­he brin­gen las­sen und in den sinn­li­chen Be­reich der Exi­stenz tauchen, dann wä­re al­les ver­lo­ren, oh­ne Über­sicht und Klar­heit, und ich wür­de so­zu­sa­gen das Spiel­bäll­chen der un­be­wussten En­er­gie wer­den.   Als die­se Wild­heit über­stan­den war, wa­ren 6 km ru­hi­ges Was­ser zum Fau­len­zen, auch hier wa­ren wie­der schö­ne lan­ge Was­ser­pflan­zen im stil­len Fluss die von un­ten her leuch­te­ten und sich mit der Strö­mung bis 50 cm un­ter die Was­se­rober­fläche wie­gel­ten. Der Blick da rein in die Tie­fe wä­re si­cher­lich was für Tau­cher, und in mir ka­men die Bil­der vom Sar­gas­so Meer wo die Aa­le Laichen und die­se lan­gen großen Was­ser­pflan­zen wachsen, das hier war sei­ne Mi­ni­form. 

  Mit frei­em Ober­körper ließen wir uns durch die fla­che Land­schaft trei­ben. Je­der ließ es sich rich­tig gut ge­hen. Am In­sel­be­reich wur­de der Fluss über 2 km breit und hat­te ei­ne wun­der­schö­ne Träg­heit. Ich wur­de so rich­tig Faul durch die fan­ta­sti­sche Hit­ze. Das Le­ben war ein­fach Pri­ma und Freu­de war natür­lich ein natür­li­cher zu­stand, un­ab­hän­gig von den ir­ra­tio­na­len Wirr­nis­sen der so­ge­nann­ten Ge­sell­schaft­li­chen Neu Ro­sen oder Alt Ro­sen die wirt­schaft­li­chen Pro­gno­sen der Sta­gna­tio­nen und der Ar­beits­lo­sig­keit und die da­mit selbst aufer­leg­ten Zwän­ge. Denn nie­mand anders als die Vor­fah­ren und die Men­schen jetzt ha­ben sich die­se Äng­ste und Psy­cho­sen im wirt­schaft­li­chen Be­reich aufer­legt. Die Angst prä­do­mi­niert, die Angst nicht ge­nug zu ha­ben, die Angst nicht ge­nug zu erle­ben und sein Le­ben sinn­los ge­lebt zu ha­ben, das ist al­les ei­ne son­ni­ge Form des Wahn­sinns, ins­be­son­de­re des­we­gen, weil dein We­sen selbst das Gött­li­che ist, das ist ja der Zau­ber des Da­s­eins. Aber wer kann das schon noch nach­voll­zie­hen, wo doch heu­te al­le so blind sind und dem wis­sen­schaft­li­chen herz­lo­sen Dumm­hei­ten den Vor­rang ih­rer Ein­sicht ge­ben, an­statt bei sich, in sich sel­ber zu su­chen, und zu fin­den. So das ist das En­de der Frei­land Seal Ri­ver Pre­digt mit frei­em Ober­kör­per. 

  Nach­dem wir die­se ruhi­ge Strec­ke ge­gönnt beka­men wur­de das Was­ser wie­der sehr wild. Wir hör­ten schon von weitem was da wie­der los war. Al­so zo­gen wir uns wie­der an, leg­ten die Schwimm­we­sten über und mach­ten uns start­klar. Ich pad­del­te aber noch mit den Füßen auf dem Sprüh­co­ver oder der Spritz­dec­ke in ei­ner sehr läs­si­gen Hal­tung, bis die ersten Wel­len zu se­hen wa­ren, ohhla­la, et­wa 4-5 km soll­te das Ge­fäl­le sein. Weiß­was­ser. Allum­fas­sen­des Ge­wahr­sein war jetzt nö­tig. Aus­deh­nung, Frei­heit, Eksta­se, al­ler­höch­ste In­tel­li­genz. Er­bar­men, denn das Was­ser war­te­te nicht lan­ge mit sei­ner Ge­schwin­digkeit. Dann wa­ren wir drin. 

Ich schau­te, links, recht, nach vor­ne, wo wa­ren die zwei Ka­nus, waaaas der Fels­broc­ken, rie­sig, zieht mich die Strö­mung vor­bei, muss ich schwer Pad­deln, links bes­ser - nein, rechts, star­kes Ge­fäl­le sehr kurz, fet­te Rol­ler­wel­le da­hin­ter, bloß nicht da rein, oh­hh das wird sehr eng, hof­fent­lich wer­de ich da nicht rein­gesaugt, man das war knapp, links doch am Fel­sen vorbei, ju­hu­uu das war sehr knapp, auch die Ame­ri­ka­ner ac­ker­ten, schuf­te­ten, ob­wohl zu zweit, die An­spannung wächst, Wel­len er­schei­nen von al­len Sei­ten, das Rau­schen des Was­sers das Sau­sen über die Wel­len hin­weg, das Auf­klat­schen des Ka­nus auf die glat­te Was­ser­fläche, auf die wel­li­ge Flä­che, in das Loch, klatsch ein troc­kenes Auf­schla­gen, wie ein hoh­les Dröh­nen ei­ner glat­ten Flä­che die bald durch­bricht, aber die Ge­schwin­dig­keit half, je­der Blick er­fasste Situa­tio­nen die schnel­ler als Blitz­schnel­le aus­ge­wer­tet wur­den, da­nach das Han­deln mit dem Pad­del, abbrem­sen, um ein­we­nig nach rechts zu kom­men, manchmal war Schmal­spur­fah­ren an­ge­sagt um auf ei­ner si­che­ren Spur zu blei­ben, die vor­bei oder durch zwei rie­si­ge Rol­ler führ­te, Bre­cher, Zer­schmet­te­rer - man das musste al­les genau stim­men, run­ter ging`s mit Er­war­tung das es klappt, ja es klappt, doch ei­ni­ge Wel­len don­ner­ten auf das Ka­nu, na und, dann war das En­de er­reicht, ge­schafft, es geht al­les sehr schnell, 5 km die sonst ei­ne Stun­de auf dem See brauch­ten wa­ren hier in Mi­nu­ten durch­zo­gen, doch nun lag km um km von ru­hi­gem Se­geln vor uns, der Fluss bog stark Rich­tung Nor­den und auf der Kar­te wa­ren erst­ mal kei­ne Strom­schnel­len ein­ge­zeich­net. 

  Von Tag zu Tag von Strom­schnel­le zu Stromschnel­le wuchs mei­ne Fähig­keit mit dem Fluss und sei­nen Schwie­rig­kei­ten und Si­tua­tio­nen. Ich wur­de im­mer Si­che­rer in der Be­ur­tei­lung sei­ner Stär­ke und konn­te mich schon vom Hö­ren lei­ten las­sen, in­wie­fern es ein Mords­ge­fäl­le war oder ob es mit­tel­mäßig war. Auch die Wel­len­stär­ke war nun auf der Di­stanz durchschaut, aber trotz­dem, je­des Ge­fäl­le ist an­ders und vol­ler Ge­fah­ren und Wach­heit ist im­mer an­ge­sagt. 9 km wei­ter Nörd­lich mach­ten wir En­de für heu­te. 

Wir hat­ten wie­der ei­nen wun­der­schö­nen sehr brei­ten Sand­strand ge­fun­den, es war 17 Uhr als wir un­se­re Ka­nus auf den Gel­ben Sand zo­gen. Wir hat­ten zwar noch un­se­re An­geln raus­ge­wor­fen als wir den Strand an­fuh­ren aber oh­ne Fi­sche zu be­kom­men. Zu­vor wa­ren wir an der Ka­ri­bu Über­que­rung vorbeige­fah­ren wo früher 180 - 280 tau­send die­ser schö­nen Tie­re den Fluss über­qu­er­ten. Heu­te wird das wohl viel we­ni­ger sein. Viel­leicht wer­den sie die­se Stel­le gar nicht mehr be­nut­zen. 

  Ah­h­hh, der Zelt­platz fanta­stisch. Wei­cher war­mer Gold­gel­ber Sand. Et­wa 50-60 Me­ter breit und flach. Da­hin­ter stieg das San­du­fer et­was an mit ei­ni­gen Flec­ken von Ge­büsch und Gras­fläche darauf. Und dann stan­den sehr loose zer­streu­te Bir­ken oder Na­delbäu­me, und wei­ter da­hin­ter war der Bo­reali­sche Wald der jetzt sehr loc­ke­ren Baum­be­stand hat­te. Die Bäu­me hat­ten sehr viel Ab­stand und das sah al­les wie­der par­kähn­lich aus. 

  Es wimmel­te von rei­fen Bee­ren hier und prä­do­minie­rend war wie­der die Cloud­ber­ry. Wir sam­mel­ten uns Schüs­seln voll als Nach­tisch, ob­wohl ich Ti­sche un­gern es­se. Ein Ge­nuss der mit Ster­nen nicht ge­nug ge­wür­digt wer­den kann. Auch Cran­ber­ry und an­de­re bo­den­wach­sen­de Bee­ren wa­ren in Mas­sen da und rie­sen Men­gen Pil­ze. Ich ach­te­te jetzt nicht mehr so stark auf das er­ken­nen der Pflan­zen wie am An­fang der Rei­se durch Sas­kat­che­wan und Ma­ni­to­ba. Jetzt wa­ren an­de­re Be­ob­ach­tun­gen in den Vor­der­grund gerückt. Wir mach­ten uns wie­der ein Gu­u­u­u­ur­meeee Es­sen. Mein Ofen wur­de dies­mal voll ge­wür­digt in­dem wir al­les darauf koch­ten. Es gab Cur­ry­nu­deln, fri­sche Pil­ze, Ku­chen, Fischre­ste, den letz­ten Ap­fel, Pud­ding, Nüs­se, Scho­ko­la­de, fri­schen Tee, Fruchtsäf­te und das ko­sten­lo­se sa­gen­haf­te Wet­ter im Au­gust. Ei­ni­ge rie­sen Hor­se­flies al­so Pfer­de­flie­gen mit Glotz­au­gen, Ka­li­ber 1 Cent Mün­ze, ver­such­ten sich an uns Fett­zu­sau­gen, aber wo­zu hat­ten wir die Pad­del um sie platt zu Klop­fen, denn wir hat­ten sie zum Blut­sau­gen nicht ein­gela­den. An­son­sten war es Müc­ken und Black­flie frei. Kurz nach Son­nen­un­tergang wa­ren wir aber schon im Zelt, das war 9.45 Uhr. Wir wa­ren nun schon na­he an der Hud­son Bay dran, na­he an den Eis­bä­ren. Vorsichts­hal­ber nah­men wir mal die Ge­weh­re in die Hand um zu se­hen das es so­was auch noch gab. Je­de Nacht hat­te ich mein Ge­wehr ne­ben mir lie­gen ge­habt. Wir über­prüf­ten noch­ mal die La­dung ob al­les funk­tio­nier­te. Ich traue Eis­bä­ren ein­fach nicht, so, wie ich Grizz­lys trau­en wür­de. Ich wusste nicht das dies un­ser letz­ter schö­ner Sand­strand sein wür­de, hier an der rech­ten Sei­te des Flus­ses auf der Höhe 30 Grad Brei­te. Wir wa­ren auf et­wa 80 Me­ter über dem Mee­res­spie­gel. Über 46 km hat­ten wir heu­te ge­schafft. Ich schlief selt­sam.

Frei­tag, 9. Au­gust

Ich wach­te um 1.15 Uhr auf, der Bär­kol­ler hat­te mich ge­packt. Ich saß et­wa 30 Mi­nu­ten im Zelt mit mei­nem Ge­wehr in der Hand. Ir­gend­was hat­te mich hochschnel­len las­sen, be­stimm­te Fan­ta­si­en des Egos des Ver­stan­des. In der Fer­ne leuch­te­ten Blit­ze auf, die Stun­den­lang wei­ter­leuch­te­ten. Aber das Ge­wit­ter zog nicht über uns hin­weg. Bloß die Blit­ze wa­ren zu sehen. Ich konn­te da­nach 2 Stun­den nicht ein­schla­fen. Um 7 Uhr stand ich dann grog­gy auf. Auch die Un­famo­sen Vier stan­den um 7 auf. Ich hör­te die glei­che Ge­schich­te Bär­kol­ler, In­ter­es­sant. War womög­lich tatsäch­lich ein Bär in un­se­rer Nähe. Aber die Spu­rensu­che war er­folg­los. 

  Der Tag war wie­der bril­li­ant, hit­zere­kord­ver­dächtig. Es wur­de ein faules lan­ges Früh­stück, ein gemüt­liches da­hin­träu­men. Ich mach­te schö­ne leich­te Goldgel­be Pfan­ne­ku­chen mit fri­schen Cloud­ber­rys, da­zu Sah­ne, und Milch aus Milch­pul­ver. Trotz des Bär­kollers und der ver­queeee­ren Nacht war ich in guter Ver­fas­sung aber be­stimmt Ver­fas­sungs­wid­rig, weil mei­ne in­ne­re Schwin­gungs­fre­qu­enz leicht war und höher ging. 

Das Jahr­zehn­te lan­ge Me­di­tie­ren war ei­ne schö­ne An­ge­le­gen­heit vol­ler loh­nen­der Er­kennt­nis­se und Bonus­se die mich in ei­ne schö­ne Form der Ge­wissheit mei­nes We­sens und wer ich wirk­lich bin ge­bracht hat­te. In mir war was sehr Nobles aber auch was sehr übles. Das wa­ren die bei­den En­er­gie die ich be­obach­ten konn­te durch mein ru­hi­ges We­sen der Wahrhaf­tig­keit und die­se Wahr­haf­tig­keit die ich Jahr­zehn­te ge­lebt hat­te war in mir als ei­ne schö­ne leich­te Frei­heit le­ben­dig geblie­ben. Ich hat­te mich nie mit ge­sellschaft­li­chen Kämp­fen be­schäf­tigt auch nicht mit ande­ren Kämp­fen außer den Ju­ve­ni­len An­sich­ten des Intel­lekts wo ich aber auch schon bald merk­te das ich da bes­ser für mich sel­ber Den­ke und Klar­heit schaf­fe als mit an­de­ren. Oh­ne aber de­ren Geg­ner zu sein oder den an­de­ren so­gar als mei­nen Feind zu se­hen. Auch Kon­ku­rrenz­den­ken war mir ein Greu­l. Was für Blö­de eben Raub­säu­ge­tie­re. Ich mach­te al­les im Ver­ständ­nis der mo­men­ta­nen Er­for­der­nis­se um das Le­ben in Schön­heit und Ein­fach­heit le­ben zu kön­nen. 

  Mit den Un­fa­mo­sen Vier, die nicht das ge­ring­ste vom Me­di­ta­ti­ven Geist hat­ten durch ak­ti­ve Me­di­tati­on, war ich auch sehr wach­sam. Mei­ne In­tui­ti­on sag­te mir, das hier ei­ni­ge da­bei wa­ren die enor­me Äng­ste in sich tru­gen. Ich konn­te das an Glenn se­hen und hö­ren. Sie kon­trol­lier­ten sich oft ge­gen­sei­tig was ich auch selt­sam fand. Was ist das für ei­ne Frei­heit. Wenn Men­schen ei­ne un­ter­schied­li­che in­ne­re Schwin­gung ha­ben, ver­su­chen man­che ei­ne gemein­sa­me Fre­qu­enz zu er­rei­chen, in­dem der am höch­sten schwin­gen­de ka­putt ge­macht wird durch ne­ga­ti­ve Tak­ti­ken, Wut und Nör­ge­lei­en. Man muss hier in sei­nem in­ne­ren Ge­wahr­sein sehr auf­pas­sen, oft ist Neid im Spiel, weil ei­ner Glück­lich ist, und die niedri­ge­re Schwin­gungs­ener­gie ver­sucht al­les auf ihr Niveau zu zie­hen. Das kann gut ge­hen wenn man da­bei sehr be­wusst bleibt und sich ein­ge­steht das es ein bewusster Akt ist, wo du nun den an­de­ren da er nun mit dir schwingt auf sein Ni­veau an­sprichst, er sei­ne Äng­ste ver­liert und du ihn dann auf dein Ni­veau hochtreibst durch Ko­mik Ge­sprä­che Den­ken und so weiter. Aber ins­be­son­de­re durch dei­ne in­ne­re Ent­wicklung und Frei­heit die du er­langt hast. Oft ist ja un­ter so­ge­nann­ten Män­nern, was ja ei­ne Be­zeich­nung für Ego­is­mus und ab­so­lu­te Ob­jekt­be­zo­gen be­deu­tet, der an­de­re bloß ge­dul­det da man ja klar­kom­men muss we­gen Geld­zwän­ge und der­glei­chen Süch­te. Ex­pe­di­tions­bücher sind oft ein gutes Hilfs­mit­tel um zu erken­nen das es bloßer pu­rer Ego­is­mus ist der die Mitglie­der an­treibt.. 

An­de­re sind letz­tend­lich bloß ge­dul­det oder für Zweck­ge­bun­den­hei­ten ge­braucht, aber un­ter ih­nen ist an­son­sten kei­ne wah­re Kom­mu­ni­ka­ti­on. Es sind al­les Ge­schäf­te mehr nicht. Ja Wor­te sind da, und nö­ti­ges Ge­tue, aber sonst herrscht Ego­is­mus und Un­be­wusstheit. Der Kör­per be­herrscht sie al­le und der Rest ist lee­re Wor­te, Il­lu­sio­nen al­so. Auch hier un­ter den Unfa­mo­sen Vier und mich ein­ge­schlos­sen wa­ren momen­ta­ne Er­wei­te­run­gen der Kom­mu­ni­ka­ti­on mög­lich. Aber mei­stens ver­pas­sen Men­schen die Chan­ce das wirk­lich zu nut­zen. Je­der rap­pelt für sich herum und der Rest ist not­wen­di­ges Übel um ei­nen herum da­mit die wah­ren Äng­ste nicht so sehr zum Vor­schein kommen, oder auch die tie­fen Bös­ar­tig­kei­ten.. Auch hier be­stand die Mög­lich­keit ei­ne ge­wis­se Sta­bi­lität der Fein­hei­ten in der Kom­mu­ni­ka­ti­on zu er­rei­chen. Ich spür­te un­ten­dr­un­ter wie ich be­ob­ach­tet wur­de in Be­zug zu wo mei­ne Schwä­chen lie­gen, und was überhaupt mei­ne Schwä­chen wä­ren um das zu nut­zen. Lie­be ist ja kein Den­ken oder Ra­tio­na­lität oder Kampfkraft. Ob­wohl, wenn wei­se be­nutzt, das mit rein­gebracht wer­den kann. Lie­be ist ja so ei­ne enorm fei­ne Schwin­gung das die­je­ni­gen die dich be­ob­ach­ten fast mit 100 %ti­ger Wahr­schein­lich­keit, sie nicht er­ken­nen und dem­ent­spre­chend falsche in­ne­rer Abläu­fe, Erkennt­nis­pro­zes­se, dir ­ge­genüber ha­ben. Mei­stens wird Lie­be von so­ge­nann­ten Män­nern, den Halbaff­fen der Erd­be­völ­ke­rung, da ja fast nur sie die­sen Über­dimen­sio­nier­ten Po­li­tik­wahn und Re­li­gi­ons­wahn und Geld­wahn aus­kot­zen und al­les be­kot­zen, von die­sen Halbaf­fen al­so als et­was schwa­ches emp­fun­den, da sie bloß auf grun­zi­ge Ego­ma­ne stär­ke fi­xiert sind, wie ein Ba­by auf den Lut­scher, und so­mit ihr Le­ben an der wah­ren Schön­heit vor­bei­träu­men. 

Wenn aber In­sta­bi­lität un­ter Rei­se­grup­pen ist, kei­ne ge­mein­sa­me Schwin­gung al­so, bleibt al­les im Ego­ma­nen, ir­realen, oder aber weit ent­fern­ten Schwin­gun­gen, das man sich ge­gen­sei­tig gar nicht mehr ge­wahr ist, ob­wohl man je­den Tag zu­sam­men die Ge­gend durch­streift. Wenn dann aber er­kannt wird das der an­de­re der an­de­re ist, ist schon Kampf pro­gram­miert. Außer je­der ist frei von den Nie­derträch­tig­kei­ten und Ge­mein­hei­ten ei­ner Raub­säu­ge­tierna­tur und ist schon No­bel ge­wor­den, mal so for­muliert. Aber der phy­si­sche Igno­ran­ten­schla­mas­sel, der ja welt­weit sicht­bar ist, in der Zer­störung der Er­de, die Ver­gif­tun­gen, und den Ver­gif­tun­gen der Men­schen un­ter­ein­an­der, die po­li­ti­schen Ver­gif­tun­gen ih­rer immen­sen dump­fen stu­pi­den La­be­rei und über­dump­fen Tak­ti­ken von Vol­li­dio­ten welt­weit, die be­klopp­ten zutiefst bös­ar­ti­gen sa­ta­ni­schen Po­li­ti­schen Tak­ti­ken, egal ob Mon­ar­chisch oder Dik­ta­to­risch oder De­mo­kra­tisch oder Li­be­ral, die al­le­samt Egoman­seu­chen sind weltweit, all das ist ein wun­der­ba­res Zeug­nis das die­se We­sen noch dump­fe Raub­säu­ge­tie­re sind, und der Be­griff Raub­säu­ge­tier ist noch nicht ­mal von mir geschaf­fen wor­den, son­dern von die­sen Wis­sen­schaft­lichen Fürzen, denn Raub­säu­ge­tie­re sind ja We­sen die an­de­re Le­be­we­sen töten um sie dann auf­zu­fres­sen, Be­to­nung liegt hier auf Fres­sen, denn Raub­säu­ge­tie­re kön­nen noch nicht Spei­sen, oder Nah­rung zu sich neh­men. 

Und da ich schon ­mal beim The­ma bin, will ich auch gleich noch hin­zu­fü­gen das zum Bei­spiel al­le die von sich be­haup­ten sie sei­en Chri­sten, ganz ein­fach Traumtän­zer sind mehr nicht, in Wahr­heit sind sie aber al­le noch Hei­den, denn Je­sus sag­te ja mal wer mich liebt der folgt mei­nen Ge­set­zen, und das ist ja nun nicht der Fall, eben­so sind die Mos­lems kei­ne Mos­lems, und die Buddhi­sten kei­ne Buddhas, sie al­le le­ben nicht das was die­se Er­leuch­te­ten oder Mei­ster ge­lebt hat­ten und die Ver­kok­ste ver­lo­ge­ne Prie­sterschaft hat sich so ei­nen Zir­kus auf­ge­baut in­dem die Raub­säu­ge­tie­re nach de­ren Ban­di­ten Lo­gik dres­siert wer­den und wur­den. Das Re­sul­tat ist ja gut sicht­bar. Sowohl aus der Ver­gan­gen­heit als auch ge­gen­wär­tig. Aber ich will gleich hin­zu­fü­gen, mit den Wor­ten Je­sus, Pap­pi ver­gib ih­nen denn sie wis­sen wirk­lich nicht was sie tun. Und wes­we­gen das ha­be ich ja eben er­wähnt, weil die Evo­lu­ti­ons­rol­le von vie­len Köchen zu ei­nem Ir­ren­an­staltsumpf ge­mischt wur­de und wird. Sieg Heil dem Geld, Sieg Heil dem Geld Sieg Heil dem Geld Sieg Heil un­se­rer Blöd­heit Sieg Heil den Ak­ti­en, Sieg Heil dem Kom­man­die­ren Sieg Heil dem Raub­säu­getier­da­sein.

Soo, das war ein klei­ner Aus­flug in mei­ne lie­benswür­di­ge Fan­ta­sie. Aber nun wei­ter mit die­ser So­lar Ka­nu Ex­pe­di­ti­on zur Hud­son Bay Er­zäh­lung. Pe­ter war al­so Arzt wie er sel­ber von sich be­haup­te­te, Kin­derarzt, aber Ärz­te und zwar die mei­sten, ha­ben aber ei­nen ganz üblen Ego­is­mus der Täu­schung an sich da sie sich der Il­lu­sio­nen der Be­völ­ke­run­gen ge­wiss sind, die sie immer noch als Weiß­kit­tel­göt­ter an­glot­zen. Aber bei mir ist das ganz an­ders, für mich sind Ärz­te oft bloß Ge­däch­nisa­pa­rat­schiks oh­ne jeg­li­che Fähigkeit zu Hei­len. Denn de­ren An­trieb ba­siert hauptsächlich auf Ab­si­che­rung wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen und nicht auf Hei­len kön­nen. Der Arzt ist 100 % ein Arm der Roc­ke­fel­ler - IG-‑Far­ben Kar­tel­le, denn so wur­de das Abzock­sy­stem ja auf­ge­baut, näm­lich ein Raub­säuge­tier ha­ben, das Geld­geil ge­hal­ten wird, und in der Öf­fent­lich­keit sau­ber aus­se­hen soll um beim blö­den Mas­sen­schwein dem Volk die Lü­ge bes­ser zu In­te­grieren, den Be­trug, das es da bloß drum geht de­ren Synthe­ti­sche Gift­stof­fe, näm­lich das Phar­ma­zeu­ti­sche, al­so Gift, un­ter die Be­völ­ke­rung zu brin­gen, denn vergesst ei­nes nicht, die Sa­ta­ni­sche Kraft, das Zer­stö­re­rische, das ist nicht der Weih­nachts­mann oder eu­er hilfrei­cher On­kel, das ist der Be­trug der sich die Le­galität gibt, und zwar in ei­nem Rechts­staat, weil er das da ja muss, in ei­ner Dik­ta­tur braucht er das nicht da kann das Sa­ta­ni­sche frei wal­ten, aber in De­mo­kra­ti­en da muss er sich den Man­tel der Recht­schaf­fen­heit um­legen, und er geht dann so­weit, das er sel­ber die Geset­ze macht, weil die dum­men Raub­säu­ge­tie­re ja an Geld glau­ben und nicht an sich sel­ber und so­mit von Jahr­zehnt zu Jahr­zehnt im­mer mehr ver­blö­den. Aber ei­ne Lo­bes­hym­ne auf die Ärz­te­schaft singt ja Konz, mit sei­nem Buch - Der große Ge­sund­heits - Konz. 

  Der Arzt ist ganz be­wusst von die­sem Roc­ke­fel­lerkar­tell auf­ge­baut wor­den, bis hin zur Uni­ver­sität, da­mit der Arzt ein Re­prä­sen­tant der Pe­tro­che­mi­schen - Phar­ma­zeu­ti­schen Kar­tel­le ist, über den eben die­se Gif­te ver­k­auft wer­den kön­nen, oh­ne das die Be­völ­kerung merkt das sie ver­gif­tet wird und von Jahr zu Jahr mit den so­ge­nann­ten Durch­brüchen die kom­men wer­den in Nar­ko­se ge­hal­ten wer­den. Es ist ein to­ta­les Be­trugs­sy­stem die­ses Ge­sund­heits­sy­stem das ein Krank­heits­sy­stem ist. Es ba­siert to­tal aber auch to­tal bloß auf Geld ma­chen und fa­schi­stisch sein kön­nen, im le­ga­len Man­tel der so­ge­nann­ten Ge­set­ze., die sie sel­ber durch ih­re Söld­ner in Po­li­tik er­rei­chen. Der Fettsack Kohl war zum Bei­spiel Jahr­zehn­te lang ein Söld­ner der Che­mi­schen In­du­strie und Phar­ma­verbän­de, und der Merck, hat die glei­che Aus­bil­dung auch 5 Jah­re beim Ver­band der Che­mi­schen In­du­strie so wie Kohl, das sind dann al­les die noblen Her­ren die euch ver­gif­ten las­sen, so­zu­sa­gen per Ge­set­ze. Aber natür­lich gehts bloß um Ar­beitsplät­ze. Was denn sonst. So Ärz­te ob sie es wis­sen oder nicht sind Op­fer die­ser Me­tho­den die vor lan­ger Zeit aus­ge­dacht wur­den um ab­zuzoc­ken, und IG-‑Far­ben, de­ren Haupt­ge­bäu­de in Frank­furt wur­de im Zwei­ten Weltkrieg be­wusst nicht Bom­bar­diert, es blieb völ­lig un­zerstört, weil IG-‑Far­ben näm­lich zum Kar­tell gehör­te und aber auch die Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger mit auf­ge­baut hat­te und so wei­ter. Ich emp­feh­le dem in­ter­es­sier­ten Le­ser das Buch von Grif­fin - World wi­thout Can­cer - ISBN 0-912986-19-0. Oder Krebs von Philip Day ISBN 0-904015-01-8. 

  Bei Pe­ter dem so­ge­nann­ten Arzt konn­te ich gut se­hen wie all sein Wis­sen und was sonst noch da­zu­gehör­te hauptsäch­lich da­zu ge­nutzt wur­de an­de­re zu be­ein­druc­ken an­statt hel­fen frei zu wer­den. Das ist näm­lich das Üble von Wis­sensan­samm­lun­gen, sie die­nen nicht zur Be­frei­ung von Men­schen son­dern zu Ver­skla­vung von an­de­ren. Oder schaut mal her was ich weiß, da­mit ich be­staunt wer­de. 

  Ich sel­ber war to­tal un­ge­bil­det, ich war mir im­mer bewusst das ich kein Bild bin und auch keins wer­den woll­te. Aber ich bin mir be­wusst das ich der Er­schaf­fer der Bil­der bin, der Er­schaf­fer der Be­grif­fe der Er­schaf­fer des Le­bens. Mit an­de­ren Wor­ten ich war in­ner­lich ein Fluss un­end­li­cher krea­ti­ver Mög­lich­kei­ten, was natürlich kei­nen Re­spekt vor Tra­di­tio­nen und fest­ge­setz­ten star­ren Dog­men hat. Star­re Struk­tu­ren und Ge­set­ze oder Men­schen die so­was ve­trei­ben und da­mit ande­re in die­ser Struk­tur fan­gen und sie un­frei hal­ten sind mir ein dum­mes Greu­l und Wolf­ge­heul ist da we­sent­lich lie­be­vol­ler weil der Wolf nicht vor­gibt bewusst zu sein. 

  Je­den­falls die tie­fer­schwin­gen­de Per­son, sa­gen wir mal die ver­blen­de­ten pflicht­be­wussten dum­men Staats­di­ner mö­gen sie noch so gute Ge­dächt­nis­se haben, wer­den im­mer ver­su­chen dich auf ihr nied­ri­geres Si­cher­heits­ge­setzbe­wusst­sein fest­zu­na­geln, weil das sei­ne Si­cher­heit ist und er dafür ja Be­am­ten­ren­te bekommt und von den Igno­ran­ten Po­li­ti­kern ge­strei­chelt wird und so in Si­cher­heit ist. Aber auch das wird aufhö­ren, denn Geld ist ja die Gott­heit. Oft wird man versu­chen dich durch über­trie­be­nes Lob oder hin­ter­listi­ge Sta­chel­ar­bei­ten in schö­nen Wor­ten ver­klei­det wie zum Bei­spiel das Ver­lo­ge­ne: Sehr geehr­ter oder Hochach­tungs­voll, zu ver­nich­ten. Das al­lei­ne ist schon die Lü­ge. Darauf baut sich der Ap­pa­rat­schik in De­mo­kra­ti­en auf, denn De­mo­kra­ti­en sind ja bloß das Schach­brett der be­klopp­ten Po­li­ti­ker, mehr nicht Aber die Schach­zü­ge ma­chen die Kar­tel­le, die Bank­kar­tel­le der In­ter­na­tio­na­len Ban­ken, die den Gott Geld ja anbe­ten, und mit ihm je­den Tag Zwie­ge­spräche füh­ren, und aus die­ser im­men­sen Ver­nunft her­aus ent­steht dann De­mo­kra­tie, ist das nicht wun­der­bar. So wie es al­so noch nie Kom­mu­nis­mus ge­ge­ben hat auf der Er­de, so hat es auch noch nie De­mo­kra­tie auf der Er­de ge­ge­ben. Der Kom­mu­nis­mus in der So­wjet­zeit das war in Wahr­heit Ver­bre­cher­tum, so wie je­de Form vom Kom­mu­nis­mus heu­te Ver­bre­cher­tum ist. Denn die Rus­si­schen Re­vo­lu­ti­onä­re wur­den ja sel­ber Platt ge­macht von den aus den USA un­ter­stütz­ten Bol­schewi­sten, von wen sonst, denn von dort kommt der Sa­tan tat­säch­lich, gen­au­so wie er tat­säch­lich aus den Mos­le­mi­schen Gott­staa­ten kommt, und er kommt auch aus al­len an­de­ren Län­dern der Er­de, aber in den USA und in der eng­li­schen Geld­gott­heit der Bank of Eng­land al­so dem Roth­schild­him­mel, das wird er beson­ders ge­pflegt weil die ja vor­ha­ben durch Weltkrie­ge die Eng­li­sche - Ame­ri­ka­ni­sche Welt­herr­schaft kon­trol­liert durch die Welt Zen­tral­ban­ken die das Roth­schild, Roc­ke­fel­ler, IG-‑Far­ben Kar­tell ist, ihr Oste­rei der Mensch­heit schön ver­packt als De­mokra­tie zu prä­sen­tie­ren. De­mo­kra­tie wird nur als Kö­der be­nutzt um Men­schen zu ver­skla­ven, in­dem ih­nen so Frei­heit vor­ge­gau­kelt wird, aber Ver­kom­men­heit und Ver­blö­dung prak­ti­ziert wird. Die­se Roth­schild For­mel mit Geld al­les Platt zu ma­chen ist überall sicht­bar, das Roc­ke­fel­ler­kar­tell kommt auch in die deut­schen Univer­sitäten weil sel­ber die Pro­fes­so­ren soooo im­mens blö­de sind und an Geld glau­ben an­statt an sich sel­ber, und tat­säch­lich den­ken das oh­ne Geld aber auch nix aber auch gar­nix geht, soooo im­mens blö­de sind die Men­schen schon ge­wor­den, ich fin­de schon kei­ne Wor­te mehr soo viel im­men­se Igno­ranz ist auf der Er­de am tau­meln und da­zu gehö­ren auch die­je­ni­gen die von sich be­haup­ten sie wür­den die Men­schen füh­ren und ih­nen et­was gutes tun. 

Aber ich komm noch­mal auf den Kom­mu­nis­mus zurück den es noch nie auf der Er­de ge­ge­ben hat, es hat nur Raub­säu­ge­tier­wahn­sinn ge­ge­ben, mehr noch nicht, denn Raub­säu­ge­tie­re kön­nen gar nicht verste­hen was Kom­mu­nis­mus wä­re, so das So­wje­ti­sche Völ­ker­ge­misch war to­tal von Ver­bre­chern aus­ge­plündert wor­den und schlim­mer noch so zu Ver­bre­chern ge­macht wor­den. Und die­se Ver­bre­cher die ja zuger­ne von den USA un­ter­stützt wer­den wur­den damals al­le von der so­ge­nann­ten Füh­rungse­li­te der Eng­lischen und US Fi­nan­ziers un­ter­stützt. Die JP Mor­gan Grup­pe und die Roth­schild Ce­cil Rho­des Grup­pe die das Welt­mo­no­pol durch In­ter­na­tio­na­le Ban­ken anstre­ben und die Welt­herr­schaft. Heu­te sind die­se Grup­pen die in den USA als Round Ta­ble Grup­pen agier­ten und auch in al­len an­de­ren Län­dern der Er­de, das Coun­cil of For­eign Re­la­ti­on die da­mals von J P Mor­gan al­so Roth­schild do­mi­niert wur­de und heu­te vom Roc­ke­fel­ler­kar­tell noch da­zu. Das ist heu­te das Geld­geil­ste Got­tes­reich auf der Er­de die sind mächti­ger als die US Re­gie­rung, weil sie näm­lich sämt­li­che Po­li­ti­ker stel­len. Das Re­sul­tat sieht man ja bei dem Bush Be­trug in den Wah­len, und beim Kriegs­ge­tau­mel ge­gen den Irak,.. Al­le Po­li­ti­ker oh­ne Aus­nah­me kom­men al­le vom CFR dem Coun­cil of For­eign Re­lati­on, und wenn das dann zu be­kannt wür­de wür­den sie eben von ei­ner an­de­ren Grup­pe kom­men, die neu ge­grün­det wür­de, aber die glei­chen Zie­le hat. Ach ja, die Ame­ri­ka­ni­sche Grup­pe die da­bei half den Zar zu stür­zen kam als das Rote Kreuz. Ich kann da nur noch ­mal emp­feh­len das Buch von Grif­fin zu le­sen - The Crea­tu­re from Jekyll Is­land. Soo das war wie­der ein Aus­flug in die­se wun­der­schö­ne Rich­tung Menschli­cher Fähig­kei­ten oder bes­ser Raub­säu­ge­tier­fähig­keiten. Die Angst mit der sie die Er­de durch ih­re Me­di­en über­flü­geln, denn fast al­le be­kann­ten Me­di­en sind Tei­le die­se Sy­stems und des­sen Me­tho­dik, und in den USA sind sie schon Kol­lek­ti­ver Matsch ge­wor­den, da herrscht pu­res rei­nes Geld­gott­heits­ni­veau. Die Angst ist al­so ein Zei­chen das man sich zu weit von sei­nem wah­ren We­sen ab­ge­wen­det hat und nur noch an der Pe­ri­phe­rie am Außen­be­zirk be­fin­det. Die­se Angst wird dann auch noch falsch in­ter­pre­tiert und zwar ge­gen den an­de­ren. An­ge­nom­men du be­kommst Angst weil der an­de­re so frei ist an­statt zu er­ken­nen das die Angst in dir sel­ber ist pro­ji­zierst du nun dei­ne Angst auf ihn weil du denkst mit ihm ha­be ich Angst er hat sie mir ein­ge­flößt oh­ne zu er­ken­nen das du Angst hast weil du in dei­nen ne­ga­ti­ven An­sich­ten ge­fan­gen bist die dir aber auch durch die Me­di­en ein­geimpft wer­den. Die Bin­dun­gen an die­se in­ne­re Un­frei­heit zie­hen dich zusam­men, gei­stig, phy­sisch, mensch­lich, und ma­chen dich noch un­frei­er. 

  Ich war mir be­wusst das ich nichts war, stil­le Ru­he ist bei mir, in mir ist ab­so­lu­te Gleich­heit. Aber an­de­re Län­der sind nicht viel bes­ser. Aber sie wol­len zu­mindest da auch noch hin­kom­men zur Angst in der Be­völke­rung weil das ja ihr Vor­bild ist schön Igno­rant zu wer­den. Und die deut­sche Wirt­schaft die ja hauptsäch­li­che ei­ne US Wirt­schaft ist denn der größte Teil der deut­schen Un­ter­neh­men gehö­ren dem Roc­ke­feller­kar­tell fast die ge­samte Kos­me­tik­seu­che gehört da­zu und das Phar­ma­kar­tell auch und Ben­zin bekommt ihr nur von Roc­ke­fel­ler­kar­tel­len, die­se Wirtschaft ist natür­lich so wie die Po­li­ti­ker dann im­mer sa­gen so eng ver­bun­den mit un­se­ren Freun­den in den USA. Ho­hO­ho. Und in den USA herrscht blan­ker pu­rer Geld­gott mehr nicht so arm­seeee­lig sind die dort sooo pri­mi­tiv so dumpf so un­wach. Aber gie­rig und bös­ar­tig das sind sie echt. Aber die Ame­ri­ka­ner al­so die Mensch­heit ins­ge­samt die wer­den ver­heizt. Denn denkt nicht Fa­schis­mus gibt es nur un­ter den Na­zis, das ist falsch, Fa­schis­mus ist das Raub­tier das Raubsäu­ge­tier das sich als Mensch dar­stellt. Un­ter den Na­zis oder Sta­lin oder Mao oder den an­de­ren Vollblut­fa­schi­sten auf der Er­de die al­le nur zu ger­ne vom Geld­gott un­ter­stützt wer­den, konn­te sich das Raub­tier voll aus­le­ben so­zu­sa­gen per Ge­setz, an­son­sten tarnt es sich als guter On­kel aber auch das ist gar nicht mehr nö­tig da die US Be­völ­ke­rung kei­ne Wür­de mehr hat und kei­nen Klar­sinn mehr er­kennt. Mit denen ma­chen sie schon seit eh und jeh was sie wol­len. Des­we­gen lasst euch nicht von Po­li­ti­kern Gu­rus, Buddhas, Leh­rer, Mei­ster, Prä­si­den­ten, El­tern, Au­to­ritäten, Ge­wit­ter, Ha­gel­stür­me, täu­schen. Legt euch kei­ne Selbst­beschrän­kung auf durch Ehr­furcht ge­gen­über so­genann­ten über­le­ge­nen Men­schen oder Na­turer­eig­nissen. Glau­be nicht das ir­gend­was oder Ir­gend­je­mand ein höheres Po­ten­zi­al hat als du es auch hast. In die­sem Zu­sam­men­hang fällt mir ei­ne Re­de ein die ich hier wie­der­ho­len möch­te:


Wir sind al­le da­zu be­stimmt zu leuch­ten,

un­se­re tief­grei­fend­ste Angst ist nicht

das wir un­ge­nü­gend sind

Un­se­re tief­grei­fend­ste Angst ist

über das messba­re hinaus kraft­voll zu sein

es ist un­ser Licht - nicht un­se­re Dun­kel­heit

die uns am mei­sten Angst macht

wir fra­gen uns, wer bin ich,

mich bril­li­ant, groß­ar­tig, ta­len­tiert

und phan­ta­stisch zu nen­nen.

Du bist ein Kind des al­ler­höch­sten

Du bist ein Ge­schöpf der al­ler­höch­sten Gott­heit,

Be­wusst­s­eins, dich selbst klein zu hal­ten, dient  nicht der Welt.

Es ist nichts er­leuchten­des dar­an, sich so klein zu ma­chen, das an­de­re um dich herum

sich nicht un­si­cher fühlen.

Wir sind al­le be­stimmt zu leuch­ten,

wie es Kin­der tun

wir sind ge­bo­ren wor­den

um den Glanz der höch­sten Gott­heit

die in uns ist, zu ma­ni­fe­stie­ren.

Sie ist nicht nur in ei­nem von uns,

sie ist in je­dem ein­zel­nen.

Und wenn wir un­ser Licht er­schei­nen las­sen,

ge­ben wir un­be­wusst an­de­ren Men­schen,

die Er­laub­nis, das­sel­be zu tun.

Wenn wir von un­se­rer ei­ge­nen Angst

be­freit sind, be­freit un­se­re Ge­gen­wart

ganz von selbst auch an­de­re.

Nel­son Man­de­la hat das mal ge­sagt. 

Soo wei­ter gehts mit die­ser Er­zäh­lung.

Wäh­rend des Früh­stücks re­de­ten wir al­le da­von das wir den Bär­kol­ler hat­ten. Um 10. 15 Uhr wa­ren wir dann aber wie­der auf dem Was­ser. Der Fluss ging nun steil Rich­tung Nor­den. Er war breit und lang­sam. Auf der To­po­gra­fi­schen Kar­te wa­ren nun im­mer öf­ter mehr und mehr klei­ne Seen ein­ge­zeich­net. Wir näher­ten uns der Tundra die vol­ler klei­ner Seen ist. Bald wür­den wir al­so Permafrost­ge­biet er­rei­chen. Des­we­gen kön­nen Bäu­me da nicht groß wer­den in die­ser un­ter­kühl­ten Stim­mung. Das glei­che gilt auch für das mensch­li­che Da­sein. 

  Der Seal Ri­ver wur­de immer brei­ter und lang­sa­mer so­mit konn­ten wir uns un­ter der glän­zen­den Son­ne wie­der faul trei­ben las­sen. Heu­te soll­te es wie­der ­mal 40 Grad wer­den. 

  An man­chen Stel­len hat­te der Seal Ri­ver neue Neben­ar­me aus­ge­legt, die links und rechts als klei­ne Kanä­le von ihm ab­zweig­ten um dann ei­ni­ge km wei­ter wie­der in ihn zurück­zu­f­ließen. Oben in der höch­sten Stel­le sei­nes Nord­we­ges brei­te­te er sich noch wei­ter aus auf et­wa 1,5 km und bog dann rechts steil süd­lich run­ter wo er vie­le Ne­ben­ar­me ent­wic­kel­te die auch wie­der Ne­ben­ar­me ent­wic­kel­ten mit vie­len In­seln dazwi­schen. Es war ein­fach ei­ne schö­ne Fluss­land­schaft in rei­ner un­ver­fälsch­ter Form. 

  Als wir nun Rich­tung Sü­den für 15 km pad­del­ten kam star­ker Wind auf, Ge­gen­wind, und wir mussten mäch­tig Pad­deln. Das Land wur­de im­mer fla­cher und im­mer Baum­lo­ser. Kaum Vö­gel wa­ren zu se­hen und zu hö­ren. Ich war mit Tim und Glenn et­wa 50 Me­ter hin­ter Pe­ter und Cal­vin, als wir auf einmal den Ruf von ih­nen hör­ten: Habt ihr auch den fan­ta­sti­schen Elchbul­len ge­se­hen wie er an den Fluss kam. Nein, wir hat­ten den Elch­bul­len um 50 Me­ter ver­passt. 

  Wie­der ka­men ei­ni­ge See­hunde an uns vorbei­geschwom­men ... Sie wa­ren auf dem Weg den Fluss hoch ­zu schwim­men. Als wir dann die­se 15 km süd­lich weg­ge­pad­delt hat­ten und nun wie­der Rich­tung Osten trie­ben hör­te der Wind auf, aber dafür ka­men Unmen­gen Müc­ken an und auch sehr vie­le Black­flies. 

           Nun lag vor uns ei­ne Strec­ke die 16 km Stromschnel­len hat­te, das wussten wir noch nicht, denn auf der Kar­te war das als 3 und 6 km an­ge­zeich­net, aber jetzt mit we­ni­ger Was­ser war das ei­ne ein­zi­ge lan­ge Strom­schnel­le ge­wor­den. Auf die­ser Stel­le fällt der Seal Ri­ver 30 Me­ter. Wir wa­ren ge­spannt was das wer­den wür­de. Doch be­vor wir dort hin­kom­men wür­den leg­ten wir noch ­mal auf der letz­ten In­sel auf der Süd­strec­ke an. Denn die In­sel war schon Tundra. 

           Wir klet­ter­ten den Brau­nen Torf­hang hoch. Ein würzi­ger Duft lag auf der In­sel. Win­zig­ste Blüten wa­ren auf dem Moos. Vie­le klei­ne Bee­ren wuch­sen dort in Rot Blau Weiß. An man­chen Stel­len war der freie Brau­ne Torf zu se­hen. Der Bo­den war weich, und elastisch gab er je­dem Tritt nach. Große Men­gen klei­ner Pil­ze wuch­sen dort. Ich er­kann­te ei­ni­ge Sor­ten wie­der die essbar wa­ren. 

  Flach,Platt, Baum­los, aber mit un­ge­mein star­kem wür­zi­gem Duft war sie um­ge­ben, un­se­re er­ste Minitundra. 

  Dann ging`s wei­ter. Ich über­prüf­te noch­ mal mein Ka­nu, ob das Sprüh­co­ver noch fest war die Spritzdec­ke, hing mir die Ni­kon um den Hals, die un­ge­mein vie­le Bat­te­ri­en brauch­te, dann nahm ich den Fernauslö­ser be­fe­stig­te ihn an der Ka­me­ra und leg­te den Gum­mi­ball in die Nähe mei­nes rech­ten Fußes, denn ich wür­de wie­der per Fuß die Au­to­ma­tik der Ka­me­ra aus­lö­sen. Zum Pad­deln durch die 16 km Stromschnel­len brau­che ich bei­de Hän­de. Jetzt war fast nur noch Flach­land zu se­hen. Verein­zelt wuchs ein Baum oder ei­ni­ge Sträu­cher. Dann war das Wild­was­ser vor uns. Un­wahr­schein­lich vie­le Fel­sen wa­ren zu se­hen. Und sehr schnell fing das Was­ser an zu To­ben. Große Weiße Rol­ler türm­ten sich vor mir auf, na gut, al­so rein da. 

  Zu­erst ver­such­te ich wie­der zu über­schau­en, langsam, er­ken­nen, aus­wei­chen, rück­wärts pad­deln, es gab Stel­len die wa­ren ra­send schnell, oh­ne zu vie­le ho­he Wel­len, aber mit vie­len Fel­sen, ins­be­son­de­re 2-3 ne­ben­ein­an­der, wo sich das Was­ser dann durchzwäng­te und dort noch schnel­ler wur­de, es sah gar nicht soooo wild aus, aber es ent­wic­kel­te sich im­mer mehr zu dem, und als wir so mit­ten drin wa­ren, wur­de mir klar, ganz ganz klar, das wird das schwie­rig­ste was ich je be­fah­ren hat­te - plötz­lich wur­de der Fall stei­ler, ra­san­ter, die Wel­len viel tie­fer, ge­fähr­li­cher, ich wusste nicht wie das Ka­nu die­se sehr steil ab­fal­len­den Wel­len über­ste­hen wür­de, wür­de es mit der Spit­ze dort Reintau­chen, und dann, aber dann wur­de ich manchmal hoch­ge­ho­ben, aber manchmal ging es dann mit der Spit­ze ein­fach durch die Wel­le durch und ich wur­de ein­mal fast um­ge­hau­en, vom Sitz ge­fegt und konn­te mich ir­gend­wie sta­bi­li­sie­ren, ver­schie­dene Fak­to­ren wa­ren hier zu be­ach­ten, und das war nun in dem Ge­to­be, ein­fach nicht aus dem Sitz ge­hau­en zu wer­den - dann wa­ren plötz­lich vor mir wie­der vie­le sehr große Fel­sen, hier musste ich genau auf­pas­sen links recht in der Mit­te, was, was war da­hin­ter, star­kes Ge­fäl­le, noch mehr Fel­sen, oh nein, doch, es ging al­les un­ge­mein schnell, ich peil­te ei­nen Wasser­weg an und schoss dann vor­bei an den Fel­sen. 16 km Wild­was­ser das ver­langt viel Kon­zen­tra­ti­on phy­si­sche Kraft un­wahr­schein­li­che Re­ak­tio­nen und Mut, denn meh­re­re Wel­len wa­ren schon über mich hin­weg­ge­don­nert, mein Schlapp­hut hing nass her­unter, doch ich hielt den Griff des Pad­dels fest, dann tauch­ten plötz­lich vor mir links unüber­wind­li­che Wel­len auf, glat­tes Was­ser das steil sehr steil ab­fiel und sich dann zu ho­hem Weiß­was­ser da­hin­ter auftürm­te, 4-5 mal hin­ter­ein­an­der roll­ten die­se Rie­sen ih­ren Tanz, das schaf­fe ich nicht, so­was hat­te ich noch nie ge­fah­ren, das Weiß­was­ser war ei­ne ho­he Weiße Wand in die ich fah­ren wür­de das war ganz klar er­sicht­lich, ich leg­te al­les was ich an Kraft hat­te in die Brem­se und mach­te ei­nen so plötz­li­chen wie uner­war­te­ten Rechts­dreh, nur das konn­te mich ret­ten, denn ich sah recht da­von ei­nen sehr sehr schma­len Strei­fen et­wa 2 Me­ter breit der glatt ver­lief, ob­wohl rechts da­von gen­au­so Ge­to­be war. 

Da musste al­so ei­ne glat­te Bo­den­fläche sein. Oh­hh, das sieht sehr schlecht aus, sehr sehr schlecht, Kraft komm, komm, ich leg­te rein was ich noch hat­te, schrei, pump­te, pump­te Wut­kraft hoch, ich woll­te es schaf­fen, ich wur­de vor­wärts und seit­wärts ge­trie­ben, mein Gott bloß nicht seit­wärts, bit­te nicht seit­wärts in die Wel­len, das wars dann so­wie­so, aber ich kam mehr und mehr zur rech­ten Sei­te und et­wa 6 Me­ter vor dem Wild­was­ser­höl­len­tum glitt ich ru­hig rüber auf den glat­ten Was­ser­strei­fen zwi­schen dem Wellen­ge­to­be. 

Ich streif­te zwar noch die to­ben­den Wel­len­rän­der mit ih­ren Ge­to­be und Getö­se und Ge­rau­sche, man war das knapp, ich freu­te mich und in dem Mo­ment hat­te sich wie aus dem Nichts ei­ne Wel­le vor mir aufgetürmt, am En­de des glat­ten Durch­laufs und knall­te mit un­wahr­schein­li­cher Wucht ge­gen das Ka­nu und im nun war das Ka­nu halb­voll Was­ser, die Wel­le hat­te den Spritz­schutz ab­ge­ris­sen, auf et­wa 1,5 Me­ter Län­ge von vor­ne, ok, noch so­was und ich bin mit dem Ka­nu auf Flussbo­den­höhe, ab­gesof­fen, aber ob­wohl die Wel­len Don­ner­ten, kei­ne war mehr so stark, wie die, die mich um­hau­en woll­te, und nach viel phy­sischer Ar­beit, star­kem Pad­deln und Schuf­ten sah ich das En­de des Wild­was­sers. Erst dann sah ich Tim und Glenn wie­der vor mir, so be­schäf­tigt war ich mit die­sem Ge­to­be ge­we­sen. 

Sie schau­ten zu mir zurück und grin­sten, ich grin­ste zurück, Was­ser tropf­te von mei­nem Ge­sicht und Bart, aber der Stroh­hut hat­te sich schon wie­der auf­ge­rich­tet sei­ne Krem­pe hat­te wie­der Kraft. Ein brei­tes braun­ge­brann­tes Lächeln lag auf mei­nem Gesicht als wir da­nach erst ­mal an Land gin­gen. 

  Wir wa­ren al­le in be­gei­ster­ter Stim­mung, auch die bei­den an­de­ren Ka­nus hat­ten schwer zu kämp­fen gehabt, auch ihr Ka­nu hat­te viel Was­ser ab­be­kom­men ob­wohl de­ren Schutz in­takt war. Ich über­prüf­te als erstes mal mei­ne Bart­dau­er­wel­le und als ich sah das sie Ok war, war mir klar das al­les klar war. Denn wenn Bart­dau­er­wel­len ok sind muss al­les an­de­re auch ok sei­en. Wir lach­ten über die­se Er­fah­rung. Sie tat gut. 

  Glenn sag­te zu mir, Ich und Tim mein­ten das schaffst du die­ses mal nie, wir hat­ten schon mit 100 % Si­cher­heit. ge­meint die­ses mal kommt wirk­lich zu­erst dein Pad­del das ist das En­de mit dei­ner Pad­de­lei.   Dann leer­ten wir die Ka­nus ließen das Was­ser raus. Da al­les Was­ser­dicht ver­packt war, gab es kei­ne weite­re Troc­kena­rie zu ma­chen, so­fort konn­te al­les wie­der ins Ka­nu ge­legt wer­den. Aber die­se enor­men Men­gen an In­sek­ten die wa­ren uns auf­ge­fal­len und so woll­ten wir so­fort wie­der auf das Was­ser kom­men. Auf dem Was­ser ka­men zwar noch Mon­ster­brem­sen an­ge­saust, aber da sie sooo groß wa­ren das ich sie schon von weitem Hö­ren konn­te, konn­te ich sie mit ei­nem UR-‑Schrei­Pad­del­schlag wenn nö­tig auf die Was­se­rober­fläche schmet­tern, sie war dann so­zusa­gen Ko durch Pad­del­schlag. 

  Ich merk­te auch das die un­be­kann­ten Vier auch nicht mehr die glei­chen wa­ren seit et­wa 3 Ta­gen, in Be­zug zu dem wie ich sie ken­nen­ ge­lernt hat­te. Da zehr­te was an ih­nen. Ich er­leb­te zum Bei­spiel Pe­ter als star­ken Zy­ni­ker. Da wa­ren Hack und Kack­ord­nungskämp­fe zu se­hen. Da woll­te Tim sei­ne Sa­che durchzie­hen. Bei­de Ka­nus fin­gen an an­de­re Rou­ten zu nehmen. Je­der hat­te an­de­re Sicht­wei­sen um ge­fähr­li­che Stel­len zu um­fah­ren. Ich er­leb­te kämp­fe die Sub­til waren, Ego­kämp­fe, das ist ja nix neues, aber ich war froh das ich al­lei­ne die­se Rei­se mach­te, da fällt so­was weg. Auch jetzt fin­gen sie an, ob Pau­se oder nicht, wo Anhal­ten, wie weit noch zu Fah­ren, da wa­ren Ma­ni­pu­lati­ons­kämp­fe am Wer­keln, wo an­de­re in ih­rer An­sicht nicht ak­zep­tiert wur­den, soll­ten sie über­zeugt wer­den. Da bro­del­te was un­ter den Un­fa­mo­sen Vier. Tim arbei­te­te im Kran­ken­haus als Kran­ken­pfle­ger mit Ba­bys. Glenn stu­dier­te Bio­lo­gie. Cal­vin lehr­te En­gi­nee­ring, Pe­ter war Kin­der­arzt, und un­ter­ein­an­der wa­ren die auch nicht die be­sten Freun­de stell­te sich her­aus. Es wur­de zu oft die Un­ter­schie­de her­aus­ge­stellt an­statt die Überein­stim­mun­gen. Mir fiel auf das Wis­sen die­ser Schwach­sinn des ge­spei­cher­ten, ge­gen­über dem Können, das Un­ab­hän­gig vom Wis­sen ist, Wirr­nis stif­te­te. Die­se Theo­re­ti­sche Ge­dächt­nis­seu­che hat so­wie­so schon zu vie­le Men­schen als un­fähig ab­ge­stem­pelt Welt­weit, da­bei ist dein wah­res We­sen ein Al­les­könner, und zwar oh­ne das Theo­re­ti­schen Wis­sen des gespei­cher­ten. Und es wird viel zu viel Wert auf Ansamm­lung von Ge­däch­tnis­wis­sen ge­legt an­statt auf dich sel­ber, du bist und sollst näm­lich so blö­de wie mög­lich blei­ben und das Ge­dächt­nis­wis­sen soll al­les sein, und du gar nichts. Das hat Me­tho­de. 

  Du, dein wah­res Ich, ist un­be­schreib­lich er­ha­ben und Al­les­ kön­nend, oh­ne jeg­li­ches an­sam­meln von Ge­däch­tnis­wis­sen. Aber die­ses We­sen von dir ist to­tal aber auch to­tal über­la­gert von die­sem Theo­re­ti­schen Dünn­schiss. Außer­dem wird ei­nem durch die Tra­diti­on der Ge­wohn­hei­ten zu oft bei­ge­bracht nur das Nega­ti­ve das Üble zu se­hen. Es ist wie ei­ne Kol­lek­ti­ve Wahn­be­la­stung, und al­les wird to­tal Struk­tu­riert und da­mit ab­getötet und kei­ne fri­schen Ide­en und viel mehr als das, kön­nen zum Vor­schein kom­men. Das hat auch Me­tho­de, denn so kön­nen je­ne die Macht ha­ben wol­len und die­se ge­sell­schaft­li­chen Struk­tu­ren für ih­re Zwec­ke auf­ge­baut ha­ben, nur das durchkrie­gen was sie wol­len, da die fe­sten Struk­tu­ren, ja schon in ih­rem Sin­nen da sind, und die Mas­se der Men­schen Glaubt sie lebt in ei­ner De­mo­kra­tie und mer­ken gar nicht das es ei­ne Kon­trol­lo­gie ist und ei­ne Dumpfo­lo­gie, fast To­tal für die Zwec­ke der Wahnmäch­te und des Üblen, und so wei­ter. 

  Der ver­rück­te Sartre war auch so ein Ver­fech­ter da­von, und die­se Vier Un­fa­mo­sen hat­ten ihr Herz abge­würgt zu Gun­sten der Lo­gik und ra­tio­na­len Ver­waltung und Ver­ge­wal­ti­gung. Ich nahm an sie woll­ten auch so dumm wie ih­re Vor­fah­ren wer­den und bleiben., oder zu­min­dest so blö­de wie die brei­te Mas­se die sich immer noch al­les Lo­gi­sche und Herz­lo­se aufdok­tro­nie­ren lässt. Aber auch da wan­delt sich was, die Öf­fent­lich­keit mal so for­mu­liert wird wach­sa­mer viel viel wach­sa­mer. Sie er­kennt das die Geld­wahnmacht sie zu Ro­bo­tern und Vol­li­dio­ten ma­chen will und ist da­mit auch schon sehr weit fort­ge­schrit­ten. Ich sags noch­ mal, Geld, macht aber To­tal gar nichts, Geld ist ei­ne Ab­so­lu­te Il­lu­si­on und ein Be­trug an der Wahr­heit und ein wun­der­ba­rer Skla­ven­mei­ster das ist al­les sehr sehr gut aus­ge­ar­bei­tet, ver­gesst das nicht, Geld muss von der Er­de ver­schwin­den. Auch der Wahn an Gold. Nur so kann je­der Mensch auf der Er­de frei sei­ne Wahr­heit le­ben, und zwar sehr gut viel viel bes­ser als un­ter dem Aus­beu­ten der Geld­wahnmäch­te. Nicht nur das, oh­ne Geld wird to­ta­le Voll­beschäf­ti­gung sein.  

             Ich den­ke für die Un­fa­mo­sen Vier muss ich auch ei­ne selt­sa­me Er­schei­nung ge­we­sen sein. Kein Grup­pen­ka­nu­te. Aber die ge­sell­schaft­li­che Freund­lich­keit ist oft ei­ne üble Täu­schung der Scheinhei­lig­keit, viel wird von Gott ge­re­det aber wie Sa­tan wird ge­han­delt Ho­he Zie­le aber in Geld­süch­ten verwic­kelt sein. Po­li­ti­sche Am­bi­tio­nen he­gen aber auf reli­giös ma­chen. Die Un­fa­mo­sen Vier mach­ten auf mich aber den Ein­druck als ob auch 5 Mil­lio­nen auf dem Kon­to sie nicht auf­wec­ken wür­de. Im Ge­gen­teil die wür­den noch schläf­ri­ger wer­den.

Als wir wie­der auf dem Was­ser wa­ren, fing der Fluss an sich noch wei­ter aus­zu­deh­nen. Es wa­ren kaum noch Bäu­me am Ufer. Als der Seal Ri­ver dann ei­ne 45 Grad Nord-‑Ost Bie­gung mach­te, wei­te­te er sich in ein Are­al von ver­zweig­ten Flussä­sten aus mit brei­ten Ne­ben­kanä­len die wie­derum mit Bächen und da­hin­ter­lie­gen­den klei­nen Seen ver­bun­den wa­ren. Die Fahrt war nun sehr gemüt­lich. Ich maß 39 Grad an die­sem Tag. 23 km von der Hud­son Bay ent­fernt bo­gen wir an die rech­te Sei­te des Flusses, dort wo der 79 Längen­grad auf der To­po­gra­fi­schen Kar­te ist die durch den Fluss zieht. Wir mussten ei­nen re­la­tiv stei­len be­busch­ten Hang hoch­klet­tern um un­se­re Zel­te auf­zu­bau­en. Hier war Tundra, ganz flach und vol­ler Tüm­pel. 

  Schnel­le wur­den die Zel­te auf­ge­baut. Kein Holz war hier und das Es­sen wur­de auf dem Gas­ko­cher der Un­fa­mo­sen Vier ge­kocht. Ich hör­te ei­ni­ge Singschwä­ne und hat­te auch zu­vor ei­ni­ge in ei­nem Neben­arm ge­se­hen. Auch Gän­se lan­de­ten auf der ande­ren Flusssei­te und Honk­ten herum. Es wa­ren Ka­na­da­gän­se. Ich nahm mei­ne Flie­gen­ru­te und rutsch­te den stei­len Hang her­un­ter um noch ­mal mit der Kunst­flie­ge auf Äschen­fang zu ge­hen, denn das Was­ser da un­ten sah ein­fach gut dafür aus. Seeschwal­ben flo­gen herum. Sie lan­de­ten auf den klei­nen In­seln in der Mit­te des Flusses. Ob­wohl ich Äschen sah wie sie zu den frisch­ge­schlüpf­ten Insek­ten an die Was­se­rober­fläche stie­gen um sie einzu­sau­gen, nahm kei­ne Äsche mei­ne Kunst­flie­ge und ich hat­te auch kein In­ter­es­se mehr ei­ne an­de­re anzu­bin­den die den schlüp­fen­den In­sek­ten ähnel­te. Es war mehr ei­ne ge­wohn­te Ent­span­nugsübung und ein Al­lein­sein wol­len da un­ten am späten Nach­mittag. Große Äschen wa­ren zu se­hen, 40-50 cm große mit sehr lan­gen we­deln­den Rüc­ken­flos­sen. Sie ver­folg­ten die Flie­ge zwar, er­kann­ten aber das es nicht die rech­te Sor­te war. 

Es war schön wie­der zu ste­hen und zu ge­hen, festen Bo­den un­ter den Füßen zu ha­ben. Dann hör­te ich auf zu Fi­schen, setz­te mich auf den großen Fel­sen der et­wa 10 Me­ter im Fluss lag und gut zu errei­chen war und schau­te dem trei­ben des Flusses zu. Vie­le Fi­sche wa­ren zu se­hen. Ich hoff­te das die Den­em In­dia­ner am Ta­dou­le See er­rei­chen wer­den das der Seal Ri­ver als Na­tur­schutz­ge­biet un­ter ih­rer Ob­hut zu brin­gen sei, wo sie dann in­ter­es­sier­te, per Ka­nu die Ge­gend zei­gen könn­ten. Denn sie war faszi­nie­rend schön und für die Den­em wä­re es ei­ne Ein­kom­mensquel­le. Ja­gen dürf­te hier nicht er­laubt sein. Hier­her kommt man nur zum Stau­nen und Wun­dern, und weg­lau­fen von den vie­len Black­flies und Müc­ken, die gleich auf mich zu­kom­men würden. Ich beug­te mich zum Fluss, nahm ei­ni­ge Hän­de voll von sei­nem sau­be­ren Was­ser und rei­nig­te mein Ge­sicht vom Schwit­zen. Dann ging ich wie­der zurück zu den Zel­ten, und was sehe ich da, Tim sitzt auf sei­nem Klapp­stuhl und hat sein Hemd vor­ne of­fen, und ja, er hat gar nichts ge­merkt, denn ei­ne Mas­se von Black­flies hat­te ihn schon auf der Brust ge­bis­sen. Überall wa­ren klei­ne Rote blu­ti­ge Stel­len zu se­hen. An­schei­nend stört ihn das nicht, oder hat der das gar nicht be­merkt, das wird aber noch kom­men. Als wir schnell ge­ges­sen hat­ten we­gen der An­zahl von Beißin­sek­ten, ging Tim auch run­ter zum Fluss. Ich hat­te ihm ge­sagt das es da un­ten am Fluss von Äschen nur so wim­melt. Auch er saß dann im Gol­denen Abend­son­nen­licht auf dem Fel­sen und warf sei­nen Blin­ker aus. Auch er fing kei­ne Äsche. Für mich wa­ren das mei­ne letz­ten Wür­fe mit der Flie­gen­ru­te. Das wusste ich da­mals aber noch nicht. 

  Die an­de­ren Un­fa­mo­sen Drei und ich wa­ren inzwi­schen mit im­mer größer wer­den­den Men­gen von Müc­ken und Black­flies und No­se­ums be­schäftigt. Ich hat­te in Mün­chen schon vor­ge­sorgt, und von Strümp­fen den Fuß­teil ab­ge­schnit­ten, und den Rest um mei­ne Är­mel und Ho­sen­bei­ne ge­zo­gen, da­mit die Black­flies da nicht rein­krab­beln kön­nen, denn das tun sie nur zu ger­ne. Dann wur­de noch mehr­mals kräf­tig ein­ge­sprüht mit In­sek­ten­gift, das half. Überall wo man sich hin­setz­te wa­ren mas­senhaft In­sek­ten und im Nu wa­ren die Ho­sen vol­ler zerdrück­ter In­sek­ten­flec­ken. Ka­ta­stro­phal die Tundra, ein­fach ka­ta­stro­phal. Da war mit doch so ei­ne wil­de Pad­de­lei wie zu­letzt an­ge­neh­mer. Mei­ne Fin­ger wur­den ganz steif von der an­stren­gen­den Pad­de­lei. 

  Wir hol­ten wie­der un­se­re Ge­weh­re raus um sicher zu ma­chen das al­les ok war. Das hier war Eisbär­ge­biet mit 100 %ti­ger Si­cher­heit. Wir wa­ren al­le an­ge­spannt, die Fan­ta­sie ist ja so, sie baut Un­realität auf, so dass man meint es sei wahr und al­le Ar­ten von Emo­tio­nen und Äng­ste wer­den so pro­gram­miert zum Er­le­ben, ob­wohl al­les nur Spin­ne­rei ist. 

  Wir wa­ren sehr früh in den Zel­ten. Die Son­ne ging nun um 9.35 Uhr un­ter. Mil­li­ar­den hoch Mil­liar­den von In­sek­ten wa­ren nun da. Ei­ne Pla­ge die unbe­schreib­lich ist, töd­lich, zum wahn­sin­nig wer­den für man­che. 

Als ich ins Zelt ging, wa­ren im Nu, Tau­sen­de Insek­ten im Zelt. Al­so wur­de das Zelt zu­ge­macht und ei­ne lan­ge Tö­tungs­pha­se kam nun. Sie wa­ren mei­stens in den Ec­ken des Zelts, in Kan­ten. Al­so nahm ich mir ein Ta­schen­tuch aus Pa­pier und fing an sie zu er­drücken. Ein Ta­schen­tuch reich­te nicht aus, es wur­den 12 Ta­schen­tücher, sol­che Mas­sen an Black­flies wa­ren in so kur­zer Zeit in das Zelt ge­kom­men. Auch in den an­de­ren Zel­ten wur­de ge­flucht und ge­mor­det.

Sams­tag, 10. Au­gust

5.45 Uhr und es reg­net In­sek­ten. Ich hör­te sie wie sie ge­gen die Zelt­wand ra­sen um her­ein­zu­kom­men. Wie wild stürm­ten sie ge­gen die Zelt­wand weil sie wussten das es da et­was Fressba­res für sie gab. Große Mas­sen an Müc­ken wa­ren auch da­bei. Das Zelt war nach kur­zer Zeit ein­fach be­deckt mit Müc­ken und Blackflies. Al­so blieb ich im Zelt und schlug ab und an ge­gen die Zelt­wand, denn es wur­de hel­ler und da soll­ten die auch ver­schwin­den. Doch hier in der Tundra sind die an­ders, sie sind auch tags­über ak­tiv, die Müc­ken. Es war ganz klar ein Müc­ken und Blackfliekrieg war nun ent­stan­den. Hier konn­te kein Par­don mehr ge­gen­über den Astra­len Ge­bo­ten von Mo­ses gel­ten - Du sollst nicht töten, hier war das Ge­bot du musst töten, sonst töten die dich. 

  Ein un­un­ter­bro­chenes wil­des wüten­des Ge­sum­me ist zu hö­ren. Aber auch weit ent­fernt hör­te ich die Sing­schwä­ne und die Ka­na­da­gän­se und wei­ter entfernt hör­te ich Kra­ni­che. Ja, das wa­ren sehr vie­le Krani­che. Es wird im­mer in­ter­es­san­ter, denn wir wer­den heu­te zur Hud­son Bay kom­men. Und jetzt sind auf einmal mehr Tie­re zu hö­ren, ganz ab­ge­se­hen von den In­sek­ten dem Wahn­sinn. Vie­le Vö­gel wa­ren zu hö­ren. Nach­dem ich mich an­ge­zo­gen hat­te sehe ich, dass mei­ne Ho­se hinüber ist, sie hat­te Ris­se von der vie­len Feuch­tig­keit er­weicht und auch die Turn­schu­he sind aus­ge­lei­ert vom vie­len Was­ser­tre­ten. Ich ha­be trotz der Tö­tungsa­rie von letz­ter Nacht sehr vie­le Bis­se am Kör­per, aber glück­li­cher­wei­se hat­te kei­ner von ih­nen in mei­nen Au­gen­lie­der ge­bis­sen, so dass ich nun an­geschwol­le­ne Glotz­au­gen hät­te. Ich zähl­te gut 40 Bis­se an mir. Dann hör­te ich Cal­vin zu mir ru­fen, als Bär­siche­rung: Hey Wolf, im get­ting up, Be­ar­call. Ok, ich hat­te die Flin­te schon schussbe­reit, rief ich lächelnd zurück. Da nur Tim und ich Flin­ten hat­ten, hat­ten wir verein­bart durch Ru­fe si­cher zu stel­len was da los war, ob ei­ner bei ih­nen rein­woll­te oder sonst­was. Als ich dann aus dem Zelt ging hat­te ich mein In­sek­ten­netz über den Hut ge­zo­gen, auch die Un­fa­mo­sen Vier hat­ten ih­re Net­ze über dem Kopf. Sa­gen­haft was das für ei­ne Si­tua­ti­on war. 

  Wir aßen so schnell wie nur mög­lich, pack­ten noch schnel­ler al­les zu­sam­men. Ich war der er­ste un­ten am Fluss, ver­pack­te al­les in Uni­ver­sums­re­kordge­schwin­dig­keit und dann auf den Fluss sich wa­schen, da auf dem Äschen­fel­sen, um den üblen Ge­ruch des In­sek­ten­spräys das gut wirk­te von der Haut zu be­kommen, denn das Zeug ist ja ät­zend gif­tig, wie al­les was aus der Che­mie kommt, weil es das Falsche ist. Die India­ner hat­ten dafür pflanz­li­che We­ge. Aber die Es­kimos, ach ja die ha­ben wohl Haut aus Stahl­le­der. Ich las­se mir sehr viel Zeit beim Wa­schen und ge­nieße das fri­sche Was­ser so rich­tig, denn da un­ten wa­ren kei­ne In­sek­ten. Dann sind Tim und Glenn und Cal und Pe­ter auch da und wir sind be­reit lang­sam los­zu­pad­deln. 

Die Mu­sik der In­sek­ten war zwar In­ter­es­sant aber es gibt schö­ne­re Klän­ge als je­ne die dein Blut und so­mit dein Tod verur­sa­chen wür­den. Das sind eben Dra­cu­las Höll­len­bie­ster. Frisch ge­wa­schen pad­del­ten wir dann lang­sam los Rich­tung Seal Ri­ver Del­ta. Wir ha­ben uns die Kar­te noch ­mal sehr genau an­ge­schaut. Die letz­ten 15 km ist der Fluss ein Wirr­warr von In­seln und Ver­zwei­gun­gen mit ei­ner enor­men Fall­ge­schwindig­keit, die ge­samte Strec­ke ist ei­ne fet­te Stromschnel­le, vol­ler Fel­sen In­sel­chen, und der Fluss teilt sich auch noch in ei­nen süd­li­chen Aus­fluss der viel schma­ler ist aber 8 km süd­lich vom Haupt­teil in die Hud­son Bay fließt. Aber wir woll­ten, so­bald wir die Hud­son Bay er­reicht ha­ben, auf ihr, 15-20 km Richtung Nor­den pad­deln, weil da ein al­tes Jagd­camp ist, und das Camp hat ei­nen Bä­ren­si­che­ren Zaun in des­sen Um­zäu­nung wir ei­ni­ge Ta­ge cam­pen woll­ten um auf das Boot von Chur­chill zu war­ten, das uns dann run­ter nach Chur­chill an der Hud­son Bay Churchill Ri­ver­bucht brin­gen wird. So war das ja mit Batsto­ne verein­bart. 

  Nach 10 km sind wir am An­fang des Del­tas. Wir war­ten auf Glenn und Tim, zwecks Be­spre­chung der Tour. Es gibt sehr vie­le Fel­sen auf die­ser Strec­ke, vie­le Fal­len. Als al­les be­spro­chen ist fährt je­des Ka­nu al­lei­ne los. Ei­ner folgt dem an­de­ren, da ist ei­ne Unru­he in den Vie­ren den Un­fa­mo­sen. Überall sind Fel­sen und das Was­ser wirkt sehr unüber­sicht­lich, aber es ist kein Pro­blem da nicht durch zu kom­men. Dann hör­ten wir schon von weitem die Mu­sik der Deaf Ra­pids. Ich hat­te im­mer ge­dacht sie hießen Death Ra­pids, nun ver­stand ich die „Taub - Stromschnel­len“, weil der Ton ei­nen Taub macht, denn das Getö­se und Ge­don­ner wur­de im­mer stär­ker und ganz ein­deu­tig da sang ei­ne Me­lo­die die be­sag­te - Hal­tet euch von mir fern, be­fahrt mich nicht, ob­wohl ich jetzt Nied­rig­was­ser ha­be, sind mei­ne Kräf­te un­geheu­er­lich und ich wer­de eu­re Ka­nus zer­schmet­tern und euch auch. Als wir näher ka­men war ganz klar, al­lei­ne vom Ge­to­be, das die­ses Ge­fäl­le nur für Su­per -Über-Mut­vol­le zu be­fah­ren wa­ren. Ka­ja­ka­kro­ba­ten ja, aber nicht Ka­nu­ten mit vol­lem Ka­nu. Es gab für uns nur ei­nen Weg, um­tra­gen oder trei­deln. 

  Ich trei­del­te zu­erst, zog mei­ne brustho­hen Watstie­fel an und mach­te die Sei­le vor­ne und hin­ten fest, und dann ließ ich das Ka­nu vor mir auf dem Wild­wasser­rand her­trei­deln. Ich bin di­rekt hin­ter dem Ka­nu, stehe im Was­ser, manchmal auf Fel­sen, aber mei­stens im Was­ser, mei­ne Ho­se reißt beim Trei­deln, das wars dann für die Ho­se. Am letz­ten Stück hilft mir Pe­ter das Ka­nu über die Fel­sen zu tra­gen, dann bin ich in der Bucht, im stil­len Was­ser. Al­le an­de­ren kom­men dann auch si­cher am Ufer ent­lang. 

  Das Ge­fäl­le der Deaf Ra­pids ist sehr steil, mäch­ti­ge Was­ser­mas­sen don­nern un­mit­tel­bar vor uns in die Hud­son Bay die viel­leicht noch 5-6 km ent­fernt ist. Denn der Ho­ri­zont ist schon un­klar, kein Grü­ner Strei­fen im Osten, wie zum Bei­spiel an der Ufer­re­gi­on. Im Jahr zu­vor hat­ten vier Ame­ri­ka­ner ver­sucht die­sen Wild­was­ser­be­reich zu be­fah­ren und ih­re Lei­chen hat­te man dann später in der Hud­son Bay ge­fun­den. Für Ka­jak­fah­rer ist das fast kein Pro­blem. Aber vollgeladenen Ka­nus ein kla­res No. 

  Wir fül­len un­se­re Was­ser­re­ser­ven auf denn nun gibt’s erst­ mal kein Frisch­was­ser mehr da an der Hud­son Bay da auf dem Jagd­camp. 

  Tim und Glenn zie­hen sich nackt aus um auch noch­ mal ein Bad zu neh­men. Wir las­sen uns sehr viel Zeit mit der Vor­be­rei­tung der letz­ten Etap­pe. 

Es ist ei­ne un­wahr­schein­lich klas­se Hit­ze über 40 Grad. Das Ge­to­be des Was­sers über­tönt un­se­re Stim­men und wir schrei­en uns fast an. Da ist Un­stimmig­keit wel­che Rou­te ge­nom­men wer­den soll. Und die Un­fa­mo­sen Vier sind auf Kon­fron­ta­ti­ons­kurs. In­teres­sant zu se­hen wir hier auf einmal Un­stim­mig­kei­ten ent­ste­hen, wo doch ge­ra­de nun die größte Har­mo­nie ver­lang ist in den brenz­lig­sten Si­tua­tio­nen, das zeigt auch das sie sich ge­gen­sei­tig nicht trau­en eher ver-‑trau­en, und nur ih­rem ei­ge­nen Ur­teil nach­ge­hen, was ja auch rich­tig ist. Es ist al­so ei­ne Schein­grup­pe, Zweck­mäßig­keit, da wird wie­der um Kack und Hackord­nung ge­kämpft, je­der will sei­nen Weg ge­hen, sie sind auf einmal al­le vier ziem­lich zer­ris­sen, da war kei­ne Ge­duld bei der Be­ur­tei­lung der Si­tua­ti­on. 

Pe­ter wird wie­der Zy­nisch ge­gen die Be­mer­kung von Tim. Tim kämpft ver­bis­sen um Recht­ha­be­rei. Ihr Be­wusst­sein ist ein Misch­masch. Ich stehe bis zur Brust im Was­ser und war­te und schaue zu. Dann sind Pe­ter und Cal fer­tig, sie wol­len zu­erst fah­ren. Die Strec­ke ist fast völ­lig unüber­sicht­lich vol­ler schnel­lem Was­ser, vol­ler Kanä­le, Strom­schnel­len, Fel­sen. 

  Pe­ter und Cal ha­ben sich ent­schie­den die rech­te Sei­te zu neh­men und se­hen was am be­sten sein wird. Ich fah­re mit, aber nach 50 Me­ter ent­schei­de ich mich doch da­ge­gen und fah­re wie­der zurück, um erst­ mal in al­ler Ru­he zu es­sen. Ich schaue zu wie die bei­den ei­nen Weg nach un­ten su­chen. Es ist ganz offen­sicht­lich das ist nicht ein­fach denn sie sind sehr vor­sich­tig und ver­su­chen so lang­sam wie nur möglich sich zu be­we­gen. 

  Tim und Glenn schau­en mit ih­ren Fernglä­sern zu. Nach 20 Mi­nu­ten sind Pe­ter und Cal­vin ir­gend­wo da un­ten auf der lin­ken Sei­te ge­lan­det und war­ten. Irgend­was hat sie da fest­ge­hal­ten, war­um fah­ren sie nicht wei­ter. Wir wun­dern uns. Tim Glenn und ich fah­ren dann ei­ne an­de­re Rou­te, da­bei müs­sen wir den Deaf Ra­pid un­ten über­que­ren, wirk­lich kei­ne leich­te Ar­beit, denn ich muss wie­der al­les an Kraft auf­wen­den um nicht weg­ge­ris­sen zu wer­den. Ich muss mich dies­mal sehr stark an­feu­ern es ist ei­ne sehr schwie­ri­ge Fahrt als wir die ge­fähr­li­che Stel­le über­qu­er­ten. Dann hiel­ten wir an um wie­der ei­ne neue Ent­schei­dung zu tref­fen. Die Hack­ord­nungs­muf­fe­lei hängt mir noch im Sy­stem. Ich schaue mir die Si­tua­ti­on an sa­ge ich wer­de Trei­deln zu­min­dest ei­nen Teil da­von. Doch die bei­den wol­len das ich nach ih­rer Ent­schei­dung fah­re so ver­ris­sen wa­ren die schon. Da war kein Un­ter­scheidungs­ver­mö­gen mehr vor­han­den denn ich war nicht Tim oder Glenn. Bloß nicht al­lei­ne mit ih­rer Ent­scheidung sein, das Kol­lek­ti­ve ist ja so, Grup­pie­rung aus Angst vom al­lein sein vorm ALL-‑Ein-‑Sein. Und wes­wegen, weil sie nicht wis­sen oder es auch nicht wis­sen wol­len wer sie sind. Das war mir al­les zu un­durchsich­tig und zu wild da mit die­ser Um­ge­bung, und mit Zwei­en hast du mehr Steu­er­kraft und wenn mein Ka­nu leer wä­re ok, aber voll­gela­den, nein dan­ke, Sicher­heit ging hier vor, und zwar mei­ne. 

  Sie wa­ren schon los­ge­fah­ren und ich trei­del­te ei­nen Teil, da­nach sprang ich wie­der ins Ka­nu und folg­te ih­nen. Dann hiel­ten wir wie­der an ei­ner Stel­le. Ein we­nig Sand war da ei­ne Zelt­stel­le für ei­ni­ge Zel­te, da­hin­ter Wei­den­bü­sche. Wir woll­ten mal um die Ec­ke ge­hen um zu se­hen wie wir da am be­sten wei­terkom­men. Pe­ter und Cal wa­ren jetzt nicht mehr soooo weit weg, wir sa­hen sie win­ken, und sich ganz weit in den Fluss rein­be­we­gen. Was ha­ben die bloß. Wes­we­gen win­ken die so stark. Dann lie­fen sie so­gar zu ih­rem Ka­nu. Was ist da los, wir konn­ten nicht er­ken­nen was die vor­ hat­ten. Glenn war schon um die Ec­ke der Bü­sche ge­gan­gen, Tim auch, ich folg­te ih­nen hat­te noch mei­nen brustho­hen Watstie­fel an. Kaum bin ich um die Bü­sche sehe ich wie Glenn und Tim ren­nen. Kei­ne 50 Me­ter hin­ter ih­nen ein Eis­bär, der da­bei war in Ge­schwin­dig­keit das fla­che Was­ser zu über­que­ren. In dem Mo­ment konn­te ich trotz Wat­stie­fel Flie­gen, fast. Noch nie in mei­nem Le­ben war ich auf so kur­zer Di­stanz mit so viel Ge­wicht am Kör­per so schnell ge­we­sen. Ich hör­te das Rau­schen in den Bü­schen hin­ter mir, stieß mein Ka­nu mit solch ei­ner Wucht in das Was­ser das ich den Bo­den un­ter den Füßen ver­lor und nun am Kanurand hing. 

  Der Eis­bär war schon da, aber wir hat­ten Glück, er gab sich da­mit zu­frie­den uns aus sei­nem Ter­ri­to­ri­um zu ja­gen. Es war ein jun­ger Bär, et­wa 800 Pfund. Er brauch­te bloß zwei große Sprün­ge ge­macht zu ha­ben und schon hät­te er mich im Was­ser er­wischt. Mein Ka­nu wur­de nach un­ten ge­ris­sen von der Strö­mung und ich zog mich in das Ka­nu. Vor mir sah es wild aus, trotz­dem nahm ich die Ka­me­ra und hielt sie nach hin­ten und drück­te ab, Au­to­fo­kus machts mög­lich. Man war das Span­nung, das war kein Film das war bes­ser als Film. 

  Zwei Wo­chen später wird die­ser Bär von zwei Ka­na­diern aus Sas­kat­che­wan er­schos­sen als er versucht genau an der Stel­le wo er nun war Nachts in das Zelt der bei­den zu kom­men. Ich wer­de die­se bei­den im Be­luga Mo­tel in Chur­chill tref­fen. Aber nun wa­ren wir erst ­mal wie­der auf dem Was­ser und vor mir sah es wild aus mit sehr vie­len Fel­sen und ich musste auf­pas­sen nicht ge­gen die Fel­sen zu Donnern. Und es schi­en kein En­de zu neh­men mit die­sen Fel­sen. Selt­sam war auch das ich kei­nen Hori­zont se­hen konn­te. Wo war der Fluss wo war die Hud­son Bay. Ganz selt­sa­mer Zu­stand dort. Dann, ob­wohl wir im Wirr­warr der Fel­sen wa­ren wur­de das Was­ser ru­hig, und ja, wir wa­ren auf der Hud­son Bay. Sie ist hier ki­lo­me­ter­lang mit ei­nem Fel­sen­rand be­stückt der weit in die Hud­son Bay reicht, denn sie ist hier sehr flach et­wa 2-4 Me­ter tief und das Was­ser war glas­klar un­ter uns. 

  Wir ju­bel­ten als wir auf der Hud­son Bay wa­ren. Ich freu­te mich sehr die­se Strec­ke ge­schafft zu ha­ben. Der Bär war längst ver­ges­sen. Ei­ne enor­me Hit­ze knall­te auf uns her­un­ter über 40 Grad, und das schön­ste war, nicht ein bisschen Wind. Die Hud­son Bay lag vor uns oh­ne ei­ne Wel­le ganz still und glatt. Weit draußen hör­ten wir die Wa­le ru­fen, Be­lugas die hier in großen Men­gen le­ben. Ich gab Tim mei­ne Ka­me­ra um ei­ni­ge Fotos von mir zu ma­chen. Die Freu­de war bei al­len groß. Für mich war jah­re­lan­ges Pla­nen ver­wirk­licht wor­den. Sehr schön sehr schön. Ein ganz zu­frie­denes Lächeln um­gab mich, ein Ge­fühl der Glück­lich­keit und des Er­fol­ges. Mein Lächeln wur­de im­mer brei­ter. Auch die Un­fa­mo­sen Vier die Sau­er­kraut Mc Do­nald Ame­ri­ka­ner freu­ten sich, aber längst nicht so wie ich. Mein Bart wuchs spon­tan gleich um 5 cm. Die Hutkrem­pe fing an zu win­ken. Ein wun­der­schö­nes Ge­fühl nun auf die­sem großen to­tal stil­len Ge­wäs­ser das Pad­del durch die kla­re Was­ser­mas­se zu be­we­gen, mit den leuchten­den Fel­sen un­ter mir und den strahlen­den Pflan­zen. Rechts von mir das Stöh­nen und Ru­fen und Sin­gen der vie­len Be­luga­wa­le. Das Rote Ka­nu glänz­te im Spät­nach­mit­tags­licht und spie­gel­te sich auf der glat­ten Was­ser­fläche. Ab und zu wa­ren sehr große Fels­broc­ken zu se­hen die aus dem stil­len Was­ser rag­ten.. Vor ei­ni­gen Mi­nu­ten wa­ren wir noch im Stress, da war so­gar der Eis­bär hin­ter uns her, und die Ge­füh­le un­ter den Teil­neh­mern war mehr auf Zertei­len als auf Zu­sam­men­halt ein­ge­stellt, und nun das hier, ein wei­tes stil­les glän­zen­des Eis­meer, denn die Tem­pe­ra­tur der Hud­son Bay war knal­li­ge 5 Grad. 

  Über uns don­ner­te die Son­ne mit ih­rer Licht­sympho­nie und ih­rem schwung­vol­len Ru­fen der Wär­me auf uns nie­der. Später wür­de ich er­fah­ren, und zwar mor­gen, das heu­te der ab­so­lu­te Hit­zere­kord in der Ge­schich­te der messba­ren Hud­son Bay Tem­pe­ra­tur war, näm­lich sat­te 42,3 Grad wa­ren an die­sem Samstag, den 10. Au­gust.

Ah­h­hh, das Pad­deln mach­te rich­tig Freu­de, die wür­zi­ge Luft der Hud­son Bay auch. Ich weiß nicht ob wir 15 oder 20 km die Hud­son Bay hoch­ pad­del­ten, aber dann sa­hen wir auf der Spit­ze vor uns am Land das Camp. Ein Ge­bäu­de war da. Und dann konn­ten wir auch den Zaun se­hen. Gemüt­lich pad­del­te ich hin­ter den Un­fa­mo­sen Vier her. Ich ge­noss das Le­ben auf dem ru­hi­gen Was­ser und dann dem Land näherkom­mend hör­te ich ne­ben den Be­lugasän­gern auch die Kra­ni­che, und zwar sehr vie­le Kra­ni­che. Die Vier wa­ren schon längst am Ufer als ich an­leg­te zwi­schen den großen Fel­sen. Wir hat­ten ge­wusst wann Flut war und wussten al­so, dass wir um die­se Zeit zur Hud­son Bay kom­men mussten denn sie hat ei­nen sehr großen Ti­den­hub und das Was­ser ver­schwin­det an man­chen Stel­len um meh­re­re km zurück und bloßes Land liegt dann vor ei­nem mit sei­nen Fels­gär­ten und Tüm­peln und Was­ser­pflan­zen. Und das woll­ten wir ja ver­mei­den denn da un­ten an­kom­men und war­ten war nix. 

  Ja die­se Un­fa­mo­sen Vier sie wa­ren sehr gut vor­berei­tet in Be­zug zur Hud­son Bay, denn ich sel­ber hat­te mich mit dem The­ma Eb­be Flut gar nicht be­schäf­tigt.     

             Als ich das Ka­nu an Land zog hör­te ich vie­le Wat­vogel­sor­ten. Als er­stes wur­de das Ge­he­ge in­spi­ziert. Ja, ein großer ho­her sta­bi­ler Ma­schen­draht Zaun. Et­wa 2,5 Me­ter hoch und an star­ken Stahl­roh­ren be­fe­stigt. Ein so­li­der Schutz ge­gen über­dreh­te Eis­bä­ren. Ein Gehe­ge von ca. 50 x 50 Me­ter. In dem Ge­he­ge wa­ren run­de Was­ser­tanks aus­ge­ho­ben, in denen früher Beluga­wa­le ge­hal­ten wur­den bis sie in Zoos ab­ge­lie­fert wur­den. Aber nun wa­ren die Tanks wie­der voll Er­de und Gras wuchs darauf. Be­lugas sind am be­sten wenn sie in der Hud­son Bay sind und nicht im Aqua­ri­um. Raub­säu­ger wie Men­schen mö­gen we­gen ih­rer Ignoranz Blöd­heit und Feig­heit sich selbst ei­ne Zoo­ge­sellschaft auf­ge­baut ha­ben, in denen sie sel­ber die Af­fen sind, das braucht aber des­we­gen nicht auf an­de­re Lebe­we­sen über­tra­gen wer­den. Ho­hO­ho. 

  Wir bau­ten un­se­re Zel­te ziem­lich weit aus­einan­der auf. Es war doch noch klar das da zwi­schen den Un­fa­mo­sen Vier vie­le un­ter­schwel­li­ge Kämp­fe wa­ren, und de­ren Ge­dan­ken­struk­tur zeig­te sich ein­deu­tig in der Ge­stik ih­rer Hand­lun­gen. 

             Et­was ent­fernt ne­ben dem Zaun­ge­he­ge stand ein Gebäu­de ein­fa­cher Bau­art. Da schlie­fen wohl die Gän­sejä­ger drin. Auf je­der Sei­te wa­ren 4 klei­ne Fen­ster. Als al­les auf­ge­baut war wur­de erst ­mal die Um­gebung in­spi­ziert. Das Zaun­tor hat­te kein Schloss. Aha, al­so mussten wir uns was ein­fal­len las­sen. Aber wenn ich mich rich­tig er­in­ner hat­te kei­ner von ih­nen ei­ne Ket­te mit oder wir schlos­sen das Tor mit Sei­len ab. Am Haus war ein Erd­hörn­chen das uns ganz auf­merk­sam be­ob­ach­te­te, auf sei­nen Hin­ter­bei­nen sit­zend und die Pfo­ten vor­ne zu­sam­men­ge­legt wie zum Be­ten. Die Na­se in un­se­re Rich­tung schau­te es ganz in­ter­es­siert zu was wir da ma­chen. Dann ver­schwand es un­ter dem Ge­bäu­de um Mit­tei­lung zu ma­chen. 

Das Pro­blem mit den Un­fa­mo­sen Vier war Angst. Ich spür­te und sah wie Glenn ganz un­ru­hig war. Die Vier spra­chen auch nicht über ih­re Äng­ste. Tim war für Glenn viel zu mu­tig. Glenn mach­te aber mit weil er zum Ka­nu gehör­te. Es sah so aus als ob der Eisbäran­griff Glenn den letz­ten Rest ge­ge­ben hat­te und sein Ur­teil dass das Le­ben in der frei­en Na­tur nix is, schi­en mehr zum Vor­schein zu kom­men. Ich spür­te wie er weg woll­te, ir­gend­wo hin, aber weg von die­ser Ge­gend.       

Nach­dem ich ge­ges­sen hat­te mach­te ich ei­nen Spa­zier­gang am Ufer der Hud­son Bay ent­lang. Das Was­ser war nun lang­sam zurück­ge­gan­gen und ei­ne große Flä­che vol­ler Fel­sen und gi­gan­ti­scher Fel­sen erschi­en vor mir. Wat­vö­gel mit lan­gen nach un­ten ge­boge­nen Schnä­beln stöber­ten am Bo­den der frei­ge­leg­ten Hud­son Bay herum. Der Whim­brel war da, Nu­me­ni­us Phaeo­pus Hud­so­ni­cus. Auch grea­ter Yel­low­legs und Les­ser Yel­low­legs wa­ren da. Ein ak­ti­ves Gepiep­se und Ge­schnat­ter war zu hö­ren. Sie sto­cher­ten auf­merk­sam in den Tüm­peln herum. Ih­re Kör­per spie­gel­ten sich in der glat­ten Tüm­pel­fläche. Der So­litäry Sand­pi­per war da und wipp­te herum. auch der Spot­tet Sand­pi­per. 

  Ich hat­te vor­sichts­hal­ber das Ge­wehr auf dem Rücken. Brauch­te ja nicht zu sein ei­nen schla­fen­den Eisbä­ren auf­zu­wec­ken der 2000 Pfund auf die Waa­ge bringt und sich ge­stört fühlt von ei­nem fried­li­chen Wan­de­rer am Ufer der Hud­son Bay. Die sind ja manchmal so blö­de nicht un­ter­schei­den zu kön­nen wer fried­lich ist und wer mit ih­nen kämp­fen will. 

  Vie­le Möwen flo­gen herum und schrei­en sich die Häl­se wund. In dem wei­chen Sand­bo­den, der Grau war, gab es für die Vö­gel vie­le Le­be­we­sen, Wür­mer, Schnec­ken, und sol­che De­li­ka­tes­sen. Klei­ne Ohal Pha­la­ro­pe schnat­ter­ten an den klei­nen Tüm­peln herum, dann et­was ab­seits ste­hend war auch ein Hudso­ni­an God­wit mit sei­nem lan­gen dün­nen Schna­bel vor­ne nach oben ge­bo­gen. Als er mich sah flog er laut schimp­fend weg, das war ihm wohl zu viel an Men­schen. Ei­ni­ge Re­gen­pfei­fer flo­gen herum, lan­deten, flo­gen wie­der auf, lan­de­ten wie­der, flo­gen wie­der auf lan­de­ten wie­der. Meh­re­re Ca­spiab Seeschwal­ben ei­ne sehr große Sor­te mit Flü­gel­span­nen über 50 cm, flo­gen laut schrei­end an mir vor­bei, denen war ich wohl auch zu viel. 

  Links von mir war das fel­si­ge Ufer. Herum­gestreu­te Fels­broc­ken al­ler Größen la­gen da. Da­hin­ter klei­ne Buch­ten die mit Gras be­wach­sen wa­ren. Kurzes Grü­nes Gras und da­hin­ter wuchs wie ange­sät ei­ne ho­he Gras­sor­te die nun blüh­te. Sie hat­te ei­nen 5-7 cm lan­gen gelb­li­chen ge­trei­deähn­li­chen Blüten­kopf. Die­se Flä­che war völ­lig unüber­sicht­lich und dar­in konn­ten Eis­bä­ren gemüt­lich lie­gen und Schlum­mer. Zwi­schen den Gras­flächen und den Fel­sen wuch­sen blühen­de kur­ze dic­ke mit weißen Blüten­blät­tern ver­zier­te Blu­men. 

  Ich ging nicht all­ zu ­weit weg vom Camp, woll­te bloß et­was al­lein sein, die Hud­son Bay al­lei­ne betrach­ten wie sie da lag in ih­rer Eb­be. Hier war kein Ziga­ret­ten­stum­mel, kei­ne Pla­stik­fla­sche oder Wein­flasche kei­ne Haus­halts­müll­sa­chen die ei­nem um die Oh­ren schwim­men wür­den wie in der Nord­see oder Ost­see oder dem Mit­tel­meer mit sei­nen Pla­stik­tütenwel­len oder Turn­schuh­wel­len oder sonst ­was für Überra­schun­gen der Scheißart beim Schwim­men. Wann kom­men hier schon­ mal Men­schen hin, ganz sel­ten Ich stand da, mir ging`s sehr gut, mein Knie schi­en verheilt zu sein, aber das war ei­ne Täu­schung es wür­de noch fast 2 Jah­re dau­ern bis ich wie­der rich­tig Sit­zen könn­te und Me­di­tie­ren. In der Zwi­schen­zeit wür­de ich an­ders Me­di­tie­ren. Die Kra­ni­che tob­ten immer noch sehr laut ir­gend­wo da­hin­ten im Lan­desin­ne­ren herum. Dann ging ich wie­der zurück. Über­mor­gen wird Jack Bat­sto­ne mit sei­nem Boot kom­men und uns ab­ho­len. Die Er­de ist ein fan­ta­sti­scher Pla­net ein wunder­ba­res Le­be­we­sen, aber so­bald Men­schen in großen Men­gen kom­men sieht das dann al­les an­ders aus. Es genügt ein­fach nicht mehr Mensch zu sein. Oder Gläu­bi­ger Mensch. Mensch zu sein ist ei­ne ka­tastro­pha­le Si­tua­ti­on weil sie im­mer das glei­che tun wol­len und sich im­mer an die Ge­wohn­heit klam­mern, die Ge­wohn­heit ih­rer Vor­fah­ren. Und was für un­terschied­li­che Vor­fah­ren je­der hat. Man­cher hat aber auch nur Ne­ben­fahrn oder Ganz­da­ne­ben­fahrn oder man­che sind noch von den Weg­fahrn oder Ab­fahrn be­ein­flusst. 

Rein Op­tisch sind die Men­schen an­ders ge­worden, aber in­ner­lich ist der Wan­del oft nur Ma­ke Up zum Schein Hei­lig­tum. Die­je­ni­gen die sich mit ih­rem Kör­per Iden­ti­fi­zie­ren denen stel­le ich die fra­ge: Was pas­siert in der Schwan­ger­schaft wenn das Em­bryo sich ent­wic­kelt und vie­le an­de­re Sor­ten von Le­bensfor­men sich da Zei­gen bis dann end­lich das Menschli­che We­sen sich ge­formt hat. Sich mit sei­nem Kör­per zu iden­ti­fi­zie­ren ist fa­tal, denn dann stirbst du und glaubst das auch noch, und was dann üb­rig bleibt sind Glau­bens­be­kennt­nis­se an Re­li­gi­ons­schlag­wör­ter was du sein sollst. Und die Re­li­gio­nen mit ih­ren Mana­gern den Ge­schäfts­füh­rern die den Scha­fen sa­gen was sie zu Glau­ben ha­ben, die sind ja al­le auch bloß Sek­ten, egal wel­cher Rich­tung auch im­mer. Aber die­se gan­zen Krie­ge und Zer­störun­gen das sind doch fast al­le Glau­bens­wirr­nisse. Aber ein Glau­be ist doch bloß das was Ge­glaubt wird und kei­ne Wahrheit und auch kei­ne Selb­ster­kennt­nis, denn wer Selbster­kennt­nis hat, wür­de nie­mals ei­nen Krieg füh­ren kön­nen, da kön­nen mir die Krisch­na Ve­den Gläubi­gen noch so viel Schwär­men. 

So es ist im­mer fast im­mer die Sicht­wei­se von ande­ren die in Glau­bens­krie­gen egal wel­cher Art al­so Kunst ge­führt wer­den. Aber sich sel­ber sei­ne ei­ge­ne Ein­sicht und Wahr­heits­fin­dung ist nicht vor­han­den. Da schla­gen sich die Chri­sten mit den Evan­ge­li­schen Platt. Da murk­sen sich die Mos­lems mit den Fa­na­ti­ker­moslems platt. Da gibt es mas­sen­haft Buddhi­sti­sche Mischun­gen ... die Ve­ge­ta­risch und an­de­re Destruk­ti­ve die für Wie­der­stand sind. Und selbst in den Christ­lichen Sek­ten ist mehr Wirr­nis als Selb­ster­kennt­nis­se, weils da auch nur um Glau­ben geht. Und die jü­dischen sind auch in vie­len Sek­ten un­ter­teilt von Ul­trakon­ser­va­ti­ven bis hin zu Je­ho­vas Zeu­gen die ja auch Jü­disch sind, denn sie sind ja von ei­nem Jü­di­schen gegrün­det, aus mei­ner Sicht so­zu­sa­gen als Abzock­manage­ment von den ganz ganz ver­lo­re­nen See­len. Und der Grün­der der Je­ho­vas Zeu­gen war so­gar ein Schotti­scher ho­her Frei­mau­rer, ei­ne Grup­pe die ra­di­kal auch für Mord steht. Re­li­gi­ons­grup­pen wer­den auch ge­grün­det um Men­schen zu kon­trol­lie­ren und Abzuzoc­ken mit dem Schaf­s­pelz über dem Wolf, um auch ins Macht­kal­kül zu pas­sen. Aber all das ist noch Raub­mensch­tum. Dann gibt es sehr vie­le Schrif­ten die zum Bei­spiel zum Christ­li­chen Sek­ten­be­reich gehören, denn die Rö­misch Ka­tho­li­sche Kir­che ist ja auch bloß ei­ne Sek­te, näm­lich ein Teil. Und die hat zum Bei­spiel al­les was nicht in ih­re Macht­struk­tur passte elimi­niert und als Sa­ta­nisch oder Bö­se de­kla­riert. Das ist das glei­che Spiel was an der Wall­street Geld­macht Reli­gi­on pas­sier­te. Zum Bei­spiel hat­te ein wach­sa­mer Ame­ri­ka­ner Fir­men ent­deckt die nicht mit ih­ren Ak­ti­en an der Wall­street ge­li­stet wa­ren aber sehr gute gesun­de Fir­men wa­ren. Und er war da­mit sehr er­folgreich. Das war für die J P Mor­gan und Roc­ke­fel­ler und Roth­schild Geld­kar­tel­le natür­lich ein Neid­fak­tor. Al­so stem­pel­ten sie die Ak­ti­en durch die Kon­trol­le über die US Me­di­en die ih­nen gehö­ren, ein­fach als Junk­bonds ab, al­so Ab­fall­bonds, sie mach­ten sie al­so schlecht, so dass dann die Men­schen Glaub­ten. Da ist man wie­der beim Glau­ben, das ist al­so nix, und lang­sam wur­de dann die­ser Mann der so­li­de Fir­men­ak­ti­en han­del­te ka­putt ge­macht. 

Darauf­hin über­nah­men dann die Wall­street­ban­ker die Junk­bonds und hat­ten so ihr Ziel er­reicht. Genau das glei­che Pas­siert mit den Re­li­gio­nen. So wur­den al­so Schrif­ten die ei­ne an­de­re Ver­si­on von Je­sus zeig­ten und Adam und Eva ein­fach als Dia­bo­lisch abge­stem­pelt und schlecht ge­macht. Denn es gibt al­te Schrif­ten wo zum Bei­spiel in de­ren Ge­ne­sis Eva le­ben zu Adam gibt, und wo die Schlan­ge der leuchten­de Je­sus ist, der das Paar den er­sten Schritt zu Be­frei­ung gibt und ih­nen zeigt vom Baum der Gno­sis zu es­sen. Denn die Gno­sti­ker wa­ren ern­ste Ri­va­len zu den dama­li­gen Or­tho­do­xen Chri­sten, und ih­re Tex­te wur­den to­tal aus dem or­tho­do­xen Chri­sten­tum ent­fernt, was auch bloß ei­ne Sek­te ist. Und heu­te gibt es ja mas­senhaft Christ­li­che Sek­ten. Gen­au­so wie es mas­sen­haft Jüdi­sche und Mos­le­mi­sche Sek­ten gibt und Buddhi­stische und ei­ne denkt an­ders als die an­de­re. Und das neue Te­sta­ment und auch das al­te Te­sta­ment sind fast to­tal ver­zerr­te Schrif­ten die ein to­tal zen­sier­tes Bild der Al­ter­tüm­li­chen Re­li­giö­sen Li­te­ra­tur wie­der­ge­ben. Und die­se Ver­zer­run­gen sind heu­te wun­der­bar auf dem Erd­pla­ne­ten sicht­bar im Chaos der Glau­bens­fa­na­ti­ker. 

  Aber Glau­be ist nichts an­deres als bloße Fan­ta­sie ver­mischt mit Den­ken al­so Denk­fan­ta­sie. Die Gno­stischen Schrif­ten das war Höl­len­nah­rung für die Or­thodo­xen Chri­sten­ju­den, denn sie kehr­ten so­zu­sa­gen die fun­da­men­ta­len Glau­bens­fan­ta­si­en der Or­tho­do­xen Chri­sten um. Aber da die Or­tho­do­xen ge­wan­nen wur­den die Gno­sti­schen al­ter­tüm­li­chen Schrif­ten zerstört oder wur­den nicht ko­piert. Aber später wur­den ja dann al­te Gno­sti­sche Schrif­ten ent­deckt im Feld von Nag Hamma­di in Ägyp­ten in Kop­ti­scher Schrift. Oder die Schriftrol­len vom To­ten Meer die Qum­ran Rol­len, die dann die Es­sener­schrif­ten brach­ten die auch Gnostisch sind. Her­mes Tris­me­gi­stus war auch Gno­sti­ker und sei­ne Schrif­ten wur­den auch nicht in der Bi­bel erwähnt und so wei­ter. Die Gno­sti­ker such­ten das Licht und zwar in sich. Die Or­tho­do­xen Chri­sten ge­hen durch die dun­k­le Nacht der Igno­ranz. Die Gno­sti­ker, an­statt Glau­ben und Igno­ranz, ge­hen mit Gno­sis, das ist, Wis­sen und In­ne­re Er­leuch­tung. Wäh­rend die Jüdisch - Christ­li­che Grup­pe die Sicht­wei­se nimmt, der Sün­den­fall sei pas­siert als Adam und Eva vom Baum des Le­bens den Ap­pel nah­men. 

Die Gno­sti­ker sa­gen der Sturz pas­sier­te früher und Adam und Eva sei­en Un­schul­dig und hat­ten ni­xi falsch ge­macht. Die Gno­sti­ker sa­gen der Feh­ler passier­te wenn der Schöp­fer­gott, in Sün­de fiel, durch die Er­schaf­fung der Welt. Und er sich als die höch­ste Gott­heit dar­stell­te. Im al­ten Te­sta­ment sagt er ja so­gar Ich bin ein Ei­fer­süch­ti­ger Gott und kein ande­rer Gott steht über mir. Aber al­lei­ne die­se Aus­sa­ge be­deu­tet ja schon das er ein Lüg­ner ist. Denn wenn kein an­de­rer Gott über ihm wä­re brauch­te er ja auch nicht ei­fer­süch­tig zu sein. So Je­ho­va oder Jahwe ist ein Lüg­ner ein Be­trü­ger. Und ei­ne Gott­heit die ei­fersüch­tig ist, ist ei­ne Witz­fi­gur aus der Ja­pa­ni­schen öden dump­fen Ko­mik­seu­che. Das Buch Der Zwölf­te Pla­net von Sit­chin, ISBN-‑3-426-77159-4, gibt ei­ne In­ter­es­san­te Ver­si­on von Je­ho­va und zwar das es mäch­ti­ge auße­r­ir­di­sche We­sen wa­ren die auf der Er­de wa­ren und ei­ne ge­ne­ti­sche Ar­beit mach­ten in­dem Je­ho­va aus der Rip­pe ein an­deres We­sen schaff­te und so wei­ter. Die­se Schrif­ten sind Tex­te der Keil­schrif­ten die ge­fun­den wur­den aus dem Baby­lo­ni­schen Zeit­al­tern und den Su­me­ri­schen Schriften. Und das es auße­r­ir­di­sche Kul­tu­ren gibt das ist oh­ne jeg­li­chen Zwei­fel Tat­sa­che. So die Gno­sti­ker er­kann­ten schon das mit Je­ho­va was faul war oder Jahwe. 

  So was will ich da­mit sa­gen, als ich da an der Hud­son Bay stand und mir das Ge­trei­be der We­sen an­ge­schaut hat­te und auch das Ge­trie­be der Un­famo­sen Vier sah, will ich da­mit sa­gen, das Men­schen, der Mensch, in sich die to­ta­le Wahr­heit trägt und die Lie­be und Ver­ge­bung und das schön­ste von schönsten, aber das er sich von zu vie­len an­de­ren Göt­tern, al­so in der Ein­zahl Gott, hat ein­schüch­tern las­sen und auf die Glau­bense­be­ne fest­na­geln ließ und nicht am Kreuz wie Je­sus. Und die­se Glau­ben­sa­rie die­ser Song der dich, ihn, sie, be­ne­belt, ist ein Re­likt das nö­tig war, nö­tig des­halb weil die Wahr­heit die Je­sus oder Buddha oder Mo­ham­med oder Ma­ha­vier oder Sokrates oder Laot­se oder vie­le an­de­re Er­wach­te gebracht hat­ten, ein­fach zu den je­wei­li­gen Zeit­punk­ten der Evo­lu­ti­on des Mensch­li­chen, eben nicht an­ders dar­ge­stellt wer­den konn­ten, we­gen der Un­fähig­keit der Men­schen, das er­ken­nen zu kön­nen. Aber heu­te mit der Ent­wick­lung der In­tel­li­genz des Her­zens und des Denk­ver­mö­gens und der fre­ien Wahr­heits­su­che und der be­frei­te­ren Kom­mu­ni­ka­ti­on und Selbst­vertrau­ens, ist der Mensch, Du, Ich, fähi­ger ge­wor­den zu er­ken­nen was pas­siert, und die­se Sek­ten­in­sti­tu­tio­nen die sich immer noch den An­schein ge­ben für den Men­schen so­gar die Mensch­heit zu spre­chen verlie­ren ih­re Be­deu­tun­gen, ob­wohl in Krie­sen­zei­ten, die pas­sie­ren, durch den Glau­ben an die Falsch­heit, ha­ben die­se In­sti­tu­tio­nen immer noch ho­hen Wert, da sie den Raub­tier­ka­pi­ta­lis­mus zu­min­dest in Wor­ten et­was ent­ge­gen­set­zen kön­nen, und an die Wer­te der Hei­li­gen und Wei­sen und Er­wach­ten und Mei­ster er­innern. 

  Aber die Wahr­heit Pre­di­gen die nicht. Näm­lich das sie in dir liegt und du sie sel­ber bist und sein kannst und mehr als das. Aber die Wahr­heit ist kein Glau­be, Glau­be ist bloß ein Seins­zu­stand bis man den näch­sten Schritt er­reicht hat in sei­ner Evo­lu­ti­on und Weiß, Wis­sen hat, aus Er­fah­rung. Und die­se Befrei­ung von der Glau­bens­leh­re bringt näm­lich weg von Sek­ten, egal wie groß sie auch sein mö­gen mit 600 Mil­lio­nen An­hän­ger, und lässt bloß eins üb­rig, näm­lich das du di­rekt selbst mit dem Gött­li­chen in Ver­bin­dung stehst, und da­durch ge­lei­tet wirst, geführt wirst, und kei­ne Ver­mitt­ler mehr brauchst und willst. Du über­nimmst selbst Ver­ant­wor­tung und wirst dar­in be­stärkt durch dei­ne Er­fah­run­gen und vie­les mehr.   Und die Wis­sen­schaft­ler mit ih­ren Diszi­pli­nen in ih­ren Büros und La­bors und In­sti­tu­tio­nen die auch wie­derum vom Glau­ben ab­hän­gig sind, näm­lich dem Glau­ben ans Athei­sti­sche, die sind auch Ver­tre­ter der Igno­ranz und des Geldadels und de­ren Sek­ten, die zer­stö­re­risch sind. Denn die Haupt­sek­ten, das Mi­litär zum Bei­spiel in den USA, sind ja da­bei den Ver­such zu ma­chen die to­ta­le Kon­trol­le über die Men­schen zu be­kom­men die ih­nen das Kar­tell der Geldadel­seu­che gibt. Es gibt von den Wis­sen­schaft­lern die ja auch bloß Raub­säuge­tie­re geblie­ben sind nicht viel an Spi­ri­tu­el­ler Wahr­heit son­dern bloß verän­der­li­che Wahr­heit und was ist schon die Er­kennt­nis der Re­la­ti­vität, wirk­lich, das ist Kin­der­kram un­ter Gläu­bi­gen. 

  Aber das wis­sen die Wei­sen der Dun­klen Macht und Geld­macht­kar­tel­le, und es gibt ja Schrif­ten, die ei­ne Stra­te­gie aus­le­gen wie die Mensch­heit zu kontrol­lie­ren sein wird, in denen ein Teil der Stra­te­gie auch das be­nut­zen der Wis­sen­schaft­ler ist, die die Öf­fent­li­che Mei­nung in die Ir­re füh­ren durch ih­re Athei­sti­schen Fun­de und La­be­rei­en. Und heu­te hö­re ich ja zu oft den Spruch das ist kein Wis­sen­schaft­liches Den­ken das ist nicht Wis­sen­schaft­lich. Aber wer die Wis­sen­schaft­ler noch sind und was die noch sind fragt sich wohl kaum je­mand. Und in wel­chen Diensten die ste­hen so­wie­so nicht. Al­so ist das Chaos noch sehr lan­ge am Blühen bis mehr Wahrheit ge­lebt wer­den kann. Und des­we­gen auch die­ser Kon­trast da am Hud­son Bay Ufer zur Wis­sen­schaft­lichen Geld­kar­tell Si­tua­ti­on. Das war hier nicht vorhan­den. Das Son­nen­licht war nicht Glau­be das Was­ser der Hud­son Bay auch nicht. Die Vö­gel auch nicht, und über­haupt da ging es nicht dar­um Weltherr­schaft zu er­rei­chen oder al­les an­de­re im Schnuller­be­reich. Ho­Ho­Ho.

Als ich dann wie­der im Camp war, saß je­der der Un­fa­mo­sen Vier für sich al­lei­ne und ruh­te sich wohl aus. Die Bin­dung an die Welt der Ma­te­rie war denen ins Ge­sicht ge­schrie­ben. Ihr Wie­der­stand war sehr stark un­ter­ein­an­der, und Wie­der­stand ist eben kein Aus­deh­nen. Das wir selbst Teil des Uni­ver­sums sind oder so­gar das Uni­ver­sum kam ih­nen nicht in den Sinn. Die Grup­pe die sie glaub­ten zu sein, entpupp­te sich als Il­lu­si­on. Wirk­lich bist du nur sel­ber. Ge­sell­schafts­grup­pen sind al­le fik­ti­ve Be­grif­fe. Grup­pen lö­sen sich auf. Aber mit dem Be­griffsden­ken jon­gliert das Men­tal, um Mas­sen zu Ak­ti­vieren. Al­le Grup­pen wer­den auf­gelöst ge­hen ka­putt und nur das wirk­li­che bleibt. Auch Ehen die nicht auf Lie­be ba­sie­ren ge­hen flöten, da Lie­be zur Wirklich­keit gehört ist sie Echt und bleibt. Des­we­gen ge­hen auch al­le Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­grun­de die nicht auf Lie­be ba­sie­ren, sei es nun die UNO die UN und auch die Il­lu­mi­na­ti. Lie­be gehört we­der zum Po­siti­ven noch zum Ne­ga­ti­ven. Oder Ying und Yang zum Dun­klen oder Hel­len. Eben nicht zum Dua­lismus. Und Hass ist auch kein Ge­gen­teil von Lie­be. Das wird nur so ge­dacht. Hass ist pu­re Hab­gier die nicht er­füllt wur­de. Gier die ih­re Dun­kel­heit täuschend als Lie­be leb­te., al­so als Bio­lo­gie. 

Die Ma­na­ger su­chen ja heu­te auch im­mer den Grup­pen­men­schen aber be­stimmt bloß des­we­gen da­mit er ihn noch mehr aus­beu­ten kann, un­ter der Lü­ge das die Grup­pen­men­schen am wich­tig­sten sind., aber denen ist der Pro­fit am wich­tig­sten und ih­re Ab­fin­dun­gen die sie sich sel­ber ge­ben. Ma­na­ger be­trach­ten dich bloß als Aus­beu­t­ob­jekt, natür­lich un­wahr­schein­lich freund­lich und zu­vor­kom­mend. Al­les mit dem Lächeln im Ge­sicht. Es sind eben Magier. Natür­lich wer­den sie an­de­re ma­ni­pu­la­ti­ve Begrif­fe ent­wic­keln die dich be­ne­beln. Ei­ne Grup­pe hat al­so kei­ne ech­te Exi­stenz sie ist Il­lu­si­on. Und die­se Illu­si­on war nun hier mit den Un­fa­mo­sen Vier auch er­reicht. Je­der musste wie­der er sel­ber sein, mit wer weiß was für ei­nem In­nen­le­ben. Buddha hat­te das schon rich­tig er­kannt, das al­les was zu se­hen ist Il­lusi­on ist, aber auch wirk­lich, denn Il­lu­sio­nen sind ja da, aber Il­lu­si­on hat kei­ne Selbst­na­tur, kein wah­res Ei­gen­le­ben, das hast nur du sel­ber. Aber wenn du an­fängst jetzt über dei­nen Kör­per zu ge­hen, in den Astral­kör­per oder du fängst an dich aus­zu­deh­nen, und zwar ganz weit, dann wirst du er­ken­nen, das du wirk­lich bist aber dein Kör­per nicht, auch die Ber­ge nicht und die Son­ne und der Mond. Aber das ba­siert nur darauf wenn du auf dich selbst be­zo­gen bist. Das schö­ne ist aber, das aus der Wirk­lich­keit die du bist, die Il­lu­sio­nen ge­baut wer­den. Al­so sind Il­lusio­nen auch wirk­lich. Ei­ne Täu­schung ist ei­ne Wirkli­che Täu­schung. Ei­ne Un­realität ei­ne Wirk­li­che Unrealität. 

  Die phy­si­sche Welt schwingt in ei­ner ei­ge­nen Schwin­gung, Fre­qu­enz. Das schnell­ste ist die Lichtge­schwin­dig­keit. Die Astra­le Welt schwingt viel höher schnel­ler und hat kei­ne gro­be Dich­te wie die Phy­si­sche Welt. Dort ist die Licht­ge­schwin­dig­keit womög­lich 2-3-400 mal schnel­ler als hier im phy­sischen. Als ich die „Höhere Welt“ sah, da war ein Phä­no­men ganz sicht­bar. Da leuch­te­te das Licht nicht von außen auf die Welt wie bei uns, son­dern, dort leuch­tet es von in­nen.

             Ja mit die­sen Un­fa­mo­sen Vier da mussten die wohl auch er­ken­nen, das die­se Si­cher­heit die ih­nen vor­ge­macht wur­de als Grup­pe, das Grup­pen­si­cher­hei­ten al­le Fik­tio­nen sind und die Be­wusst­wer­dung ver­langsa­men. Aber das gehört zum Evo­lu­ti­on­schritt und ist not­wen­dig. 

Wo Blin­de Blin­de lei­ten und die Geld­macht ist Blind, egal wel­che Stra­te­gi­en sie hat um Men­schen zu ver­skla­ven, es ist Blind­heit und Igno­ranz, auch wenn sie die Macht über die ge­samte Mensch­heit hät­ten, so wä­ren sie doch Blind und Taub und Ignorant. 

            Aber nun saßen die Vier da und es konn­te ge­se­hen wer­den wie ­viel je­der in Wahr­heit ge­wach­sen war, ent - wic­kelt war und nicht ver-‑wic­kelt. Di­plo­me, Dok­tor­ti­tel, Po­si­tio­nen, Geld, das sind al­les un­nüt­ze Ei­gen­schaf­ten und Din­ge die dir nicht hel­fen wirk­lich du zu sein. Das soll nicht heißen das so­was verneint wird. Nein. Aber wenn der Dok­tor­ti­tel dich nicht über den Zy­nis­mus bringt oder die Äng­ste, Exi­stenzäng­ste was ist er dann schon wert. Und da der Eigen­wil­le der an­de­ren je­dem ein Dorn im Au­ge war, war die Il­lu­si­on per­fekt Denn kei­ner hat­te er­kannt das der an­de­re das Un­sterb­li­che Gött­li­che sel­ber ist. Und je­der woll­te den an­de­ren be­herr­schen. Sie akzep­tier­ten sich ge­gen­sei­tig nicht in ih­rer An­ders­ar­tigkeit, oder ih­rer An­ders­lieb­lo­sig­keit. Der ei­fer­süch­ti­ge Gott Jahwe, der nicht der Gott, die Gott­heit des Lichts ist, was die Gno­sti­ker auch nicht ak­zep­tier­ten, schi­en hier zu wir­ken. Die­se Ei­fer­süch­tig­keit, das ist in der Gött­li­chen Hier­ar­chie, falls sie die über­haupt gibt, nicht die höch­ste Gott­heit, weil sie weiß, das sie nicht die höch­ste Gott­heit ist, und muss deswe­gen ei­fer­süch­tig je­den run­ter­ma­chen oder schlecht ma­chen oder be­gut­ach­ten da­mit ja kei­ner den Al­ten Te­sta­ment Schwach­sinn er­kennt. 

Die Gno­sti­ker wussten das Je­ho­wa lügt und betrügt, und so­gar das Töten gut heißt und so wei­ter, und gan­ze Völ­ker platt mach­te und aus­raub­te, und sich dann noch als das Gute dar­stell­te, so wie zum Bei­spiel in dem Bild wo ein Va­ter sei­nem Kind ei­ne Ge­schich­te er­zählt und sagt: Als die Guten die Bö­sen be­siegt hat­ten, freu­ten sich die Guten und plün­der­ten das Land der Bö­sen. Und das Kind sag­te: Ich hab den Fa­den ver­lo­ren, wer wa­ren noch ­mal die Guten. 

  Und das ist mit je­dem Krieg bis­lang pas­siert wo sich je­der dann als der Gute sah, es wur­de ge­plündert, aus Deutsch­land wur­den Ton­nen­wei­se Un­terla­gen ge­plün­dert an Wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­la­gen und Ar­bei­ten, denn Wis­sen ist für die ja noch Macht. So blö­de sind die noch. Das sie nicht ­mal den Un­terschied se­hen wol­len oder so tun, um an­de­re zu verblö­den. Ich bin ein ei­fer­süch­ti­ger Gott, da ist kein an­de­rer Gott ne­ben mir. Ja Ja weil eben doch ei­ne höhe­re Gott­heit da ist, bloß die Gläu­bi­gen sol­len das eben Glau­ben. 

  Die­se Ei­fer­sucht war bei ih­nen auch da. Als ich die Si­tua­ti­on da sah, in­ner­lich be­leuch­te­te, sah ich, dass der gei­sti­ge Fa­schis­mus oder der gei­sti­ge Raubtie­ris­mus immer noch die Men­schen be­herrsch­te, ver­skla­vte durch Wor­te und durch Tä­tig­kei­ten. 

  Aber ich wer­de mir des­we­gen nicht mei­ne herzli­che Lie­be ver­mas­seln las­sen, zu mir sel­ber, und zu an­de­ren, wenn`s geht. Ich wer­de nicht in die techno­lo­gi­sche Seu­che ge­hen, der Lo­gik der Ab­straktio­nen um da in de­ren min­der­wer­ti­gen Ab­straktio­nen blö­de zu wer­den. Denn ich le­be hier nicht in das Blaue hin­ein, mein Le­ben hat Sinn und Be­deutung, ich bin sel­ber der Sinn des Le­bens.

Nach­dem wir das Es­sen ge­macht hat­ten fing ich mit ih­nen ein Ge­spräch an. Ich woll­te her­aus­fin­den wie ihr Le­ben um die Wirt­schaft ge­wic­kelt war und ob sie sich frei oder ge­bun­den vor­ka­men. Ich woll­te wis­sen ob auch sie mein­ten das al­les noch schnel­ler ge­hen müs­se, so wie die Fir­men­bos­se und an­de­re Vol­li­dio­ten mei­nen es sein müsste. Ich woll­te wis­sen was sie da­von dach­ten das die Fir­men durch Ra­tiona­li­sie­rung je­des Jahr höhe­re Pro­fi­te mach­ten, das sie aber we­ni­ger Löh­ne zah­len woll­ten und überhaupt we­ni­ger ab­ge­ben woll­ten. Ich woll­te wis­sen wie ih­re Ame­ri­ka­ni­sche Pi­sto­len­ge­sell­schaft als Ameri­can, i am an ame­ri­can, sich als Idol für ei­ne Hu­mani­sti­sche Vor­bildrol­le für die Men­schen eig­net. Ich woll­te wis­sen ob sie auch mein­ten das die Ame­ri­kani­sche Mc Do­nald Co­la Kul­tur die Lock­heed­kul­tur der Waf­fen der Pa­pier­dol­lars die al­le­samt Schul­den sind und oh­ne jeg­li­chen Wert sind, auch ih­ren Ho­rizont er­wei­tert hat­ten und ob sie da­durch Selb­sterkennt­nis er­langt hät­ten. Ich frag­te ob sie über­haupt wis­sen was das ist. Ich woll­te wis­sen ob sie sich Bewusst sind das die Wirt­schaft die In­du­strie und ande­re Me­ga­in­sti­tu­te durch Ra­tio­na­lität nur noch die Ra­tio­na­lität in ih­ren dum­men Köp­fen ha­ben, und ob ih­nen das ge­fiel. Ich woll­te wis­sen ob sie auch glaub­ten das sie Ame­ri­ka­ner sei­en. Ich woll­te wis­sen ob sie dach­ten sie sei­en Män­ner, und was das bedeu­te­te wenn du so denkst. Ich woll­te wis­sen ob sie auch die äuße­re Ego-‑Gött­lich­keit mehr schät­zen als die in­ne­re Qua­lität dei­nes We­sens. 

Ich frag­te ob sie Den­ken das ei­ner mehr Wert sei als der an­de­re. Ob ih­nen ihr Haus mehr Wert sei als sie sel­ber. Ihr Kon­to wich­ti­ger als ihr Herz. Ihr Au­to mehr als blühen­de Wie­sen. Und mit die­sen Fra­gen ent­stand ei­ne re­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on auf die es mir näm­lich hauptsäch­lich an­kam, Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht um recht zu ha­ben oder bes­ser zu wis­sen oder um ge­schei­te Fra­gen zu stel­len, ich woll­te den Fluß in die An­we­sen­heit der Un­fa­mo­sen Vier brin­gen. Wir re­de­ten bis die In­sek­ten wie­der in großen Mas­sen da wa­ren. Dann ver­schwand je­der in sein Zelt. Wir hat­ten das Stahl­rohr­tor gut ver­bun­den. Heu­te Nacht wür­de kein Eis­bär hier rein­kom­men und wir kei­nen Bär­kol­ler ha­ben. Und so war es auch. Ich schlief ru­hig und tief und war er­holt als ich mor­gens aufwach­te und die vie­len Kra­ni­che hör­te.

Sonn­tag, 11. Au­gust

Wie­der ein Hit­zere­kord-Tag. Ich war schon früh wach, be­vor die Son­ne auf­ging. Früh­stück­te mit Müs­li und Troc­ken­milch, Ho­nig und Troc­ken­früch­te und Tee. Das fri­sche Obst war zu­en­de. Dann ging ich oh­ne Ge­wehr zur Hud­son Bay. Ich hat­te das Gewehr nach draußen ne­ben das Zelt ge­legt da­mit es so­fort zu er­rei­chen war. Mei­ne hel­le Ho­se war hinüber, die Grau­en Turn­schu­he auch. Aus­ge­lei­ert. Ich hat­te mei­ne so­li­den Le­der­schu­he an und ei­ne an­de­re Ho­se. Ein fri­sches T-‑Shirt. Der Ho­ri­zont im Osten war Grau. Die Son­ne fing ge­ra­de an dar­über zu stei­gen und brach­te dann ei­nen Goldo­ran­ge­nen Licht­schim­mer über das Watt der Hud­son Bay. Auf ei­nem Fel­sen saßen sehr star­ke Strand­läu­fer und ruh­ten sich aus oder Me­di­tier­ten zum Son­nen­licht. Das Grau des Hud­son Bay Bo­dens wur­de nun Goldo­ran­ge ge­färbt. Ei­ne große Möwe se­gel­te ru­hig, weit, da­hin­ten, wo das Was­ser kam und tief­gol­den be­leuch­tet war. Ihr Hin­ter­grund war tie­fes dun­kles Grau. Die Möwe sel­ber sah Schwarz aus. Ei­ne große Fel­sen­land­schaft lag da auf dem Hud­son Bay Bo­den. Dann war die Son­ne hoch ge­nug und er­schi­en als großer Roter Ball. Ich spa­zier­te da herum, ging wie­der zurück zum Zelt, hol­te mein Sta­tiv und marschier­te an der rech­ten Sei­te ent­lang zu ei­nem enorm großen Fel­sen der weit draußen auf dem Bo­den der Hud­son Bay lag. Er war et­wa 5 Me­ter hoch und hat­te Gol­denen hel­le Adern in sei­nem Gestein. Kein Wind weh­te. 

Es wür­de wie­der ein Hoch­heißer Tag wer­den. Schon jetzt in der Frühe war es sehr heiß, und das hier oben am Eis­meer, denn die Hud­son Bay ist ja erst ab Ju­li Eis­frei und fängt im No­vem­ber an zu­zufrie­ren. Auf dem Weg zum Fel­sen sta­un­te ich über das kla­re Was­ser in den üb­rig­geblie­be­nen Tüm­peln. Es sah ein­fach ein­la­dend aus. Vie­le Was­ser­pflan­zen die sehr ge­sund aus­sa­hen wuch­sen dort. Die Viel­falt der Kleinst­le­be­we­sen war enorm. Als ich am Fel­sen an­kam stell­te ich das Sta­tiv auf, setz­te die Ni­kon 601 drauf mit dem Au­to­fo­kus 24-80 mm und zog mich Nackt aus. Dann mach­te ich freu­dig ei­ni­ge Por­traits, dort weit draußen auf dem Hud­son Bay Bo­den. 

  Ich stemm­te mich vor den Graublau­en Ko­loss der schön mit hel­len 10 cm Mar­mo­rie­run­gen in Schrägrich­tung durch­zo­gen war. Da­nach nahm ich ein sehr er­fri­schen­des Mor­gen­bad im Eis­kal­ten Wasser. Ich ver­brach­te ei­ne be­sinn­li­che ru­hi­ge Wit­zi­ge Zeit dort. Die klei­nen Krab­ben in den Tüm­peln beob­achtend, oder an­de­re schwie­ri­ge Din­ge, wie eben herum­träu­men und sich am Le­ben er­freu­en. Als ich zum Camp zurück­ging flog ein großer Kra­nich dicht über mir hin­weg. Es reiz­te mich schon her­aus­zufin­den wo die wa­ren. Aber ich ließ es doch sein. 

  Im Camp war al­les sehr ru­hig. Cal­vin war spa­zie­ren ge­gan­gen, Ober­kör­per frei, und hat­te mein Ge­wehr mit­ge­nom­men. Aber Glenn war sehr un­ru­hig und stieg wie­der auf das Dach des Hau­ses von wo aus ein wei­ter Blick ins Lan­desin­ne­re ge­macht wer­den konn­te. Aber die Kra­ni­che konn­ten nicht ge­se­hen wer­den und Eis­bä­ren auch nicht.

            Tim und ich dach­ten dar­an, weil es so warm war und to­tal Wind­still, mit dem Ka­nu die Fahrt nach Chur­chill im Sü­den zu machen. Auch spe­ku­lier­ten wir da­mit wenn die Flut wie­der da wä­re, weit raus­zu­fah­ren zu den Wa­len. Wir bei­de wa­ren die Mu­tig­sten. Ver­trau­en ist Mut. Und Treue ist Kraft. Wir wa­ren eben die Nar­ren. 

  Wir über­leg­ten uns ob es ma­ch­bar sei mit dem Ka­nu dorthin nach Chur­chill zu pad­deln, wenn das Wet­ter so bleibt ja, kein Pro­blem. Wir schätz­ten es wa­ren un­ge­fähr 80-100 km. Dann ent­schie­den wir doch da­ge­gen. Ich fing dann an Sa­chen die ich nicht mehr brau­chen wür­de im Ofen zu ver­bren­nen. Mei­ne Turn­schu­he, und auch den Pla­stik­spritzschutz vom Ka­nu, auch die ka­put­te völ­lig zer­fetz­te Ho­se ver­brann­te ich, was ei­ne schnel­le Form der Re­pa­ra­tur ist. Mei­ne Brustho­hen Wat­stie­fel häng­te ich mit den Füßen nach oben an den Zaun. Ich hat­te vor sie dort hän­gen zu las­sen für et­wai­ge an­de­re die sie viel­leicht brau­chen könn­ten. Auch mein selbstkon­stru­ier­ter wirk­lich aus­ge­zeich­ne­ter zu­sam­menklapp­ba­rer Ofen wür­de ich im Camp las­sen für die näch­sten kom­men­den. Lang­sam ver­brann­te ich mehr und mehr was ich nicht brauch­te. Ist eben ei­ne Über­fluss­ge­sell­schaft und ex­tra al­les nach Afri­ka oder In­di­en zu sen­den nein. Ho­Ho­Ho. Die Un­famo­sen Vier wür­den so­bald sie in Chur­chill ankom­men am näch­sten Tag so­fort wei­ter nach USA mit dem Zug fah­ren. Sie hat­ten schon ei­ne Re­ser­vierung zur Über­nach­tung im Be­luga Mo­tel ge­macht.

           Die Hit­ze wur­de wie­der enorm über 40 Grad, ein­fach pri­ma. Aber da war ei­ne große Un­ru­he in der Ame­rika­ni­schen Grup­pe. Glenn war am Un­ru­hig­sten. Die Flut kam zurück. Die Wa­le wa­ren da­bei und san­gen wie­der laut ih­ren Hud­son Bay Blues. Große Men­gen Gän­se flo­gen über uns hin­weg. Schnee­gän­se. Mei­ne er­sten Schnee­gän­se. Ich ge­noss die Hit­ze kann aber auch die Käl­te ge­nießen. So schö­ne 20-30-40 Grad un­ter Null. Da­mals als ich in Ka­na­da leb­te, Win­ni­peg, das war auch schön im Win­ter. 

  Ge­gen 18 Uhr pas­sier­te dann et­was in­ter­es­san­tes. Die Flut war voll da. Die Tem­pe­ra­tur noch an die 40 Grad, und plötz­lich kam der Wind von der Hud­son Bay und in­ner­halb von 10 Mi­nu­ten fiel die Tem­pe­ra­tur auf 20 Grad, be­ein­druc­kend. Ir­gend­wie war ich froh das Tim und Ich nicht die Ka­nufahrt nach Chur­chill ge­macht hat­ten. Das Boot wür­de mor­gen da sein. Doch al­les kam an­ders. 

  Glenn un­ru­hig wie er war, war wie­der ­mal auf dem Dach, es war 19 Uhr. Dann rief er, schaut, da­hin­ten ein weißer Fleck ist da zu se­hen. Tim hol­te sein Fernglas her­vor und schau­te vom Dach aus. Es ist ein Boot mein­te er. Aber das Boot war sehr sehr weit draußen. Er konn­te nicht genau er­ken­nen was es war. Ob es der Bat­sto­ne aus Chur­chill war oder wer. Wir wussten nicht ob er das war. Wir soll­ten ja erst mor­gen früh abge­holt wer­den. Nach lan­gem hin und her dach­ten wir es sei Bat­sto­ne, viel­leicht bleibt er da draußen um zu über­nach­ten und uns frisch abzuho­len. Als das aus­gespro­chen war, war plötz­lich ei­ne sehr große Un­ru­he bei den Un­fa­mo­sen Vier. Die gan­ze An­span­nung, die gan­zen Äng­ste ka­men nun durch. Ins­be­son­de­re Glenn der woll­te so­fort weg weg weg weg. OK, es ist Bat­sto­ne wur­de an­ge­nom­men. 

Wol­len wir doch heu­te los frag­ten die Un­fa­mo­sen Vier blitz­schnell. Ja. Wie­der Glenn am schnell­sten. In ei­ner un­wahr­schein­li­chen Schnel­lig­keit pack­ten die Vier al­les zu­sam­men in ih­re Ka­nus. Ich kam da gar nicht mit, außer­dem hat­te ich nicht die­se Äng­ste und Sor­gen und wer weiß was die noch hat­ten und mit sich tru­gen. Aber im Ab­hau­en wa­ren sie enorm Flott. Die zwei Ka­nus wa­ren schon auf der Hud­son Bay weit draußen, als ich erst mit mei­nem Zu­sam­men­pac­ken fer­tig war. Dann trug ich al­les zum Ka­nu und warf es ein­fach Loose in das Ge­fährt. Der Ofen brann­te noch als ich Lospad­del­te. Ganz ganz weit da draußen war ein weißer Punkt zu dem ich pad­del­te. Die Ka­nus der Ame­ri­ka­ner wa­ren fast nicht sicht­bar so weit weg wa­ren die schon. Das Pad­deln auf der Hud­son Bay war ein­fach pri­ma. Der Wind war fast wie­der weg und ich konn­te tief in das Was­ser bis zum Bo­den sehen. Lang­sam kam ich näher und näher, das Weiße Boot wur­de größer und größer, bis ich dann am Boot war. Die Arluk war das. 

  Die Un­fa­mo­sen Vier hat­ten schon längst ih­re Ka­nus an Bord, es war al­so Bat­sto­ne. Ich reich­te mei­ne Sa­chen hoch, dann klet­ter­te ich an der Wand in das Boot und wir zo­gen das Ka­nu am Bord. So­fort wur­de der Mo­tor der Arluk ge­star­tet und wir wa­ren auf dem Weg nach Chur­chill. Bat­sto­ne mein­te das wir es noch schaf­fen könn­ten heu­te nach Chur­chill zu kom­men. 

Als wir nun auf dem Weg zurück wa­ren fing die Son­ne an sich zu verab­schie­den. Adeee Seal Ri­ver Adee. Ich mach­te es mir auf dem Boots­bo­den gemüt­lich zwi­schen den Gepäck­stüc­ken. Tim und die an­de­ren wa­ren da­bei mit Bat­sto­ne in die Käptnka­jüte zu ge­hen. Sie re­de­ten viel. Später bot Batsto­ne ih­nen et­was ge­trock­ne­tes Ka­ri­buf­leisch an, was ih­nen auch schmeck­te. Ich hör­te wie Bat­sto­ne ein Geg­ner der Eis­bä­ren war, 

er wür­de sie auch lie­ber Tot als Le­ben­dig se­hen sag­te er, weil sie so oft in die Ort­schaft Chur­chill kom­men. 

  230 Dollar ver­lang­te er für die Fahrt. Es wur­de dunk­ler und dunk­ler. Das Boot dröhn­te sich über die Was­ser­fläche. Ich wur­de et­was mü­de und dö­ste vor mich her da auf dem Boots­bo­den. Lang­sam hör­te ich die Un­fa­mo­sen Vier nicht mehr, bloß das Dröh­nen des Die­sel­mo­tors und die Rau­sche­rei der Bug­wel­len wa­ren zu hö­ren. 

  Ein wun­der­schö­ner Ster­nen­him­mel lag über uns. Das Nord­licht fing an sich in der Nordostrich­tung zu zei­gen in Weiß­grün­li­chen Far­ben. Um 0.30 Uhr sag­te Bat­sto­ne das wir bald Chur­chill er­rei­chen werden, al­so wach­te ich auf. Es war merk­lich küh­ler hier. Als wir in den Ha­fen fuh­ren wur­de be­schlos­sen die Ka­nus aufs Was­ser zu las­sen, voll­zu­la­den, und dann soll­ten wir im­mer an der Ufer­zo­ne ent­lang­paddeln und wir wür­den auf das Be­luga Mo­tel kom­men.

Das woll­ten die Un­fa­mo­sen Vier auch. Ich dach­te mir, was für ein Blöd­sinn, ich bin Halb­wach, es ist Schwarz­dun­kel, da wa­ren Fel­sen zu se­hen, wir mussten ge­gen die Strö­­mung des Chur­chill Ri­ver Pad­deln, und das um 1 Uhr Nachts. Was ist das für ein Blöd­sinn sag­te ich verär­gert. Bat­sto­ne hör­te das nicht ger­ne. Auch Tim ver­such­te mich da­von abzuhal­ten, mei­ner Un­zu­frie­den­heit Freiraum zu las­sen, in­dem er Ver­hal­tens­wei­sen an­­sprach die man nicht ha­ben darf. So ein ab­grund­tie­fer Schwach­sinn dach­te ich mir. Dann Pad­del­te ich da im Dun­keln irgend­wo ent­lang. Ich ließ die an­de­ren vor mir Pad­deln. 

Sie wa­ren an­schei­nend auf ei­ner Nacht­ver­an­stal­tung, es ging wohl dar­um zu über­le­ben oder so­was, je­denfalls mach­ten die da noch ­mal die Höl­le heiß mit dem Pad­deln. Ich Fluch­te ei­ni­ge ma­le laut und frei und fröh­lich. Kaum konn­te ich die Fel­sen se­hen, aber ich sah sie und konn­te ih­nen aus­wei­chen. Al­so Nachts ei­ne Ka­nufahrt zu ma­chen das hat­te ich wirk­lich nicht vor­ge­habt. Dann bo­gen wir links in ei­ne Bucht, und was lag da vor uns, gut be­leuch­tet, das Be­luga Mo­tel.

     Ein klei­ner Strand da­vor mach­te die Lan­dung ein­fach. Wir wur­den er­war­tet. De­nis, ei­ne jun­ge Attrak­ti­ve Frau die das Mo­tel ma­nag­te er­war­te­te uns mit ei­ni­gen Drinks, Whis­ky, oder wer weiß was das war, ich habs in­zwi­schen ver­ges­sen, denn ich war so­wie­so kei­ner mehr der sich aus al­ko­ho­li­schen Geträn­ken et­was mach­te, oder so ähn­lich. Früher ja, als ich 20-35 Jah­re war, aber nun, durch das Me­ditie­ren war das al­les von sel­ber ver­schwun­den. 

Trotz­dem trank ich ei­ni­ge Glä­ser mit. Dann wur­den die Sa­chen in die Zim­mer ge­bracht, ich ha­be ver­ges­sen ob ich mit ih­nen zu­sam­men in ei­nem Zim­mer war oder ob wir zwei Zim­mer hatten. Ich den­ke ein­fach mal zwei, die sehr groß waren. 

 Wir wa­ren al­le in gu­ter Stim­mung. Die Frau De­nis  war  sehr kom­mu­ni­ka­tiv, ich auch, und ei­ne Men­ge Po­wer war durch die­se immen­se Rei­se auf­gebaut wor­den.

Von The Pas nach Thompson

Thompson

Indianer Grafffiti in Thompson

Jeff Schröbe und Colin Humpry. 29 Juli 1991

Überm Southern Indian Lake mit Churchill River Staudamm

Im Wohntrailer des Lehrers von Tadoule.Hier wurde Ich nochmals aus meinem Körper gehoben um zu verstehen was es mit dem Fleischessen auf sich hat.Diese Reise beendete ja meine Angelkultur, Jagen,als auch das Essen von Fleisch endgültig.Also das Töten.

Tadoule Kinder im Juli 1991einfach schön.

Am 31 Juli wird das Kanu „Gefunden „

Die „Kanu-Entwender“ und „Kanu-Finder“

Das Treffen der Winnipeg Ingenieure auf dem Shetanei See

Shetanei See 1. August

Shetanei See 2. August

3. August Shetanei Morgenwäsche

Bill Mason Seal River Gedenktafel August 1991

"Van Gogh" und Castle Rock

Cal Entinger August 1991

Peter Loewenson August 1991

Tim Johnson und Glen Weidenbacher „Sealing“

Seal River Strand, 7. August, nahe Lavarie Insel

Seal River Seehund

auf gehts , rein ins getobe,,,

Das Ende der 16 km. Wildwasserwildnis mit abgerissenem  Spritzschutz

Die Dauerwelle klebt noch, also alles prima.

Deaf Rapids am 10.August 1991

Auftanken - Deaf Rapids

Glen Weidenbacher- Tim Johnson- Deaf Rapids Reinigung 10.August 1991

Ende des Deaf Rapids

Meine wildeste Flucht in meinem Leben,gehetzt,gejagd,fast abgesoffen,durch den Eisbären,der einige Tage später genau an der Stelle von zwei Kanadiern erschossen wird,als er versuchte Nachts in ihr Zelt zu kommen

Auf der Hudson Bay. 10. August 1991

43 Celsius. 10. August.Hudson Bay Wasser 5 Celsius

Hudson Bay Ebbe

weiter mit SOLARKANUREISE 4.....